Médoc-Notizen Oktober – Dezember 2020

 

Zahlen zur Coronavirus-Situation in Frankreich am 22. 10. 2020: Klick

 

Ausgangsperre in weiteren Departements

Zusätzlich zum Großraum Paris und den Großstädten, in denen bereits Ausgangssperre herrscht, erweiterte Premierminister Castex am 22. 10. die Liste der Departements, in denen von abends 21.00h bis 6.00h morgens niemand ohne triftigen Grund sein Haus verlassen darf. Von den 38 Departements, die von der neuen Regelung betroffen sind, liegen nur zwei in der Region Nouvelle-Aquitaine, die Haute Vienne und die Pyrénées Atlantiques. Damit sind mit 46 Millionen etwa Dreiviertel der Franzosen des Mutterlandes in insgesamt 54 Departements von der Ausgangssperre betroffen. Premierminister Castex wies auf den dramatischen Zuwachs der Coronavirus-Fälle hin und erklärte, der Monat November werde zeigen, ob es gelinge, die Coronavirus-Pandemie in Frankreich unter Kontrolle zu bringen. Wenn nicht, müsse man zu noch schärferen Maßnahmen greifen, was sich allerdings wohl niemand wünschen kann.

(Sudouest.fr: Direct vidéo. Covid-19 : le couvre-feu étendu à 38 départements, dont les Pyrénées-Atlantiques et la Haute-Vienne, in: SUDOUEST, 22. 10. 2020, 18.39h, Internet-Ausg.)

 

Rosière 2020

Am letzten Sonntag wurde in Grayan die diesjährige Rosière gekrönt, viel später als sonst, da normalerweise diese Zeremonie schon im Mai vollzogen wird. In diesem Jahr ist aber, bedingt durch die Coronavirus-Krise vieles anders, auch beim Zeremoniell. Die neue Bürgermeisterin Florence Legrand hob hervor, dass die Tradition, eine Rosière zu bestimmen, zum kulturellen Erbe von Grayan gehöre, und dass man bewusst daran festhalte, auch wenn es hin und wieder Stimmen gebe, die diesen Brauch für nicht mehr zeitgemäß hielten. Es sei allerdings bis zuletzt ungewiss gewesen, ob die Zeremonie nicht durch eine Entscheidung der Präfektur untersagt worden wäre. Letztlich sei aber alles gut gegangen und man habe die diesjährige Rosière in der Person der 19jährigen Soune Jéron proklamieren können. Dass der Brauch in der Gemeinde lebendig ist, ließ sich auch daran zeigen, dass es sechs Kandidatinnen gab, die sich um den Titel der Rosière beworben haben. Den Abschluss der diesjährigen Festivitäten zur Einsetzung der Rosière bildete eine Messe, in der für das Seelenheil von Louis Bertrand Babylone gebetet wurde, der 1893 in seinem Testament die materielle Grundlage für die Ausstattung der Rosière bereitgestellt hatte.

(M. Caporal: Soune Jéron, une Rosière du XXIe siècle, in: SUDOUEST, 21. 10. 2020)

Mehr zum Brauch der Rosière: Klick

 

Ausgangssperre

Nach den ersten Tagen der nächtlichen Ausgangsperre im Großraum Paris und in einigen Großstädten zeigte sich Innenminister Darmanin recht zufrieden mit dem Verhalten seiner Landsleute. 12.000 Polizisten haben seit Inkrafttreten der Ausgangssperre in den nächtlichen Straßen patrouilliert und dabei 19.300 Kontrollen durchgeführt. In 3.000 Fällen wurden wegen Nichtbeachtung der Bestimmungen Bußgelder verhängt, die mit 135 Euro beginnen und sich in Wiederholungsfällen schnell und kräftig erhöhen. Angesichts der Tatsache, dass rund 20 Millionen Franzosen von der Ausgangssperre betroffen sind, kann man die Zufriedenheit des Ministers nachvollziehen.

(Couvre-feu : les forces de l’ordre ont effectué 19.300 contrôles et 3000 verbalisations, in: Le Figaro, 20. 10. 2020, Internet-Ausg.)

 

Vergleichbarkeit der Zahlen zur Coronavirus-Situation in Frankreich

Auf den ersten Blick scheint es so, als sei am 19. Oktober gegenüber dem Vortag ein deutlicher Rückgang der gemeldeten Coronavirus-Infektionen eingetreten. (Montag, 19.10.: 13.243 neue Fälle, Sonntag, 18. 10. 2020: 29.837 neue Fälle) Für eine relativierende Korrektur dieses ersten Eindrucks muss man die Zahlen vom letzten Montag heranziehen, denn die am Wochenende verfügbaren Zahlen leiden darunter, dass manche Labormeldungen an Wochenenden nicht pünktlich abgegben werden.

Am Montag vor einer Woche wurden 8.505 neue Infektionen gemeldet. Zunahmen in ähnlichen Größenordnungen sind auch bei den anderen Zahlen zu verzeichnen, die im Wochenvergleich deutlich hervortreten lassen, dass die Coronavirus-Pandemie nicht nur in Frankreich weit davon entfernt ist, sich abzuschwächen.

Die einzige daraus abzuleitende Schlussfolgerung kann nur sein: Die bisherigen Vorsichtsmaßnahmen (Händewaschen, Maske, Abstand halten) beibehalten und, wenn möglich, die Zahl der Außenkontakte drastisch reduzieren.

(UM, 20. 10. 2020)

 

 

Herbstferien

Nachdem der Südwesten Frankreichs zwei recht feuchte Wochen hinter sich gebracht hat, hat sich das Wetter beruhigt und die Sonne gezeigt, dass sie noch da ist. Das geschah zeitlich passend zu Beginn der französischen Herbstferien, deren erstes Wochenende soeben vorbei ist. Und vom Bassin von Arcachon bis zur Nordspitze des Médoc kamen die Touristen zurück, fast so, als wäre die Welt noch richtig in Ordnung. Die Lufttemperaturen stiegen an auf Werte über 20 Grad, während das Wasser noch immer Werte aufwies, die sich um die 18 und 19 Grad bewegten. In Lacanau war die Strandüberwachung für die Wochenenden bis zum 1. November wieder aktiviert worden, und die Surfschulen hatten gut zu tun. Bleibt zu hoffen, dass bei aller oberflächlich sichtbaren Normalität von niemandem vergessen wird, dass die Coronavirus-Pandemie keine Herbstferien kennt.

(Sudouest.fr: Vidéo. A Lacanau et sur le Bassin, du monde pour ce 1er week-end de vacances, in: SUDOUEST, 18. 10. 2020, 14.45h, Internet-Aus.)

 

 

Schutzmaßnahmen für Delfine

Die in Frankreich für Angelegenheiten des Meeres zuständige Ministerin hat angekündigt, dass sie daran arbeiten will, die hohe Zahl von Delfinen, die im Gefolge von Fischereiaktivitäten zu Tode kommen, zu reduzieren. Dazu gehört die Meldepflicht für tote Delfine, die sich in Fischernetzen verfangen und ersticken, weil sie nicht auftauchen können, um zu atmen. Fischer, die zusammen mit ihrem Fang einen toten Delfin vorfinden, müssen dies zwar bereits jetzt melden, doch wird die Verpflichtung eher wenig beachtet. Vom 1. Januar 2021 soll durch stärkere Kontrollen erreicht werden, dass alle unbeabsichtigt zu Tode gekommenen Delfine erfasst werden Zusätzlich sollen alle Fischerboote mit einem Gerät ausgestattet werden, dass einen durchdringenden Warnton aussendet, der Delfine fernhalten soll. Diese Maßnahmen werden von Vertretern der Fischer prinzipiell begrüßt, doch zweifeln Umweltzschutzverbände massiv an ihrer Wirksamkeit. Jahr für Jahr werden an den französischen Küsten großen Zahlen von toten Delfinen angeschwemmt, allein im letzten Jahr gehen die Schätzungen an die Grenze von 10.000 Tieren. Angesichts dieser Zahlen haben die Experten des Conseil international pour l’Exploration de la mer (Ciem) wiederholt Maßnahmen zum Schutz der Delfine gefordert, doch bestehen Zweifel, ob es wirklich gelingt, die Interessen der Fischerei und des Tierschutzes miteinander in Einklang zu bringen.

(Sudouest.fr avec AFP, Pêche : la ministre de la Mer promet plus de contrôles contre les prises accidentelles de dauphins, in: SUDOUEST, 11. 10. 2020,

 

Neues vom Tour de l’Honneur

Der Tour de l’Honneur ist das beeindruckendste Überbleibsel aus dem Mittelalter, das sich in Lesparre finden lässt. Es lohnt sich, ihn zu besteigen und von der obersten Plattform aus einen ausgiebigen Rundblick über das Médoc zu nehmen. Eigentlich noch lohnender ist es aber, sich mit den auf den verschienen Etagen des Turms ausgestellten musealen Exponaten zu beschäftigen, die Zeugnisse aus der Vergangenheit des Médoc von der frühesten vorgeschichtlichen Besiedlung bis in das 20. Jahrhundert umfassen. Dieses Museum hat seit einiger Zeit ein Luxusproblem, denn man weiß kaum noch, wo und wie man die zahlreichen Geschenke und Leihgaben, die dem Museum in der jüngsten Vergangenheit zuteil geworden sind, unterbringen und für die Besucher sichtbar machen kann. Fürs erste hat man sich damit geholfen, dass man zusätzliche Vitrinen in die bestehenden Räumlichkeiten gestellt hat, aber man sieht, dass das keine Dauerlösung sein kann. Zur Zeit wird überlegt, ob die noch erhaltenen Nebengebäude des Tour de l’Honneur zum Museum dazugeschlagen werden können. Allerdings sind die Kosten, die es erfordern würde, um aus den ehemaligen Stallungen, die in den letzten Jahren lediglich eine Teilrestaurierung im Dachbereich erfahren haben, Museumsräume zu machen, ein momentan nicht zu überwindendes Hindernis. Der Verein der Freunde des Tour de l’Honneur verfügt nur über geringe Einnahmen, die nicht ausreichen, um große Baumaßnahmen zu finanzieren. Der Blick geht als in Richtung Gemeinde und Departement, aber von dort ist bislang nicht zu erkennen, dass größere Beträge bereitgestellt werden könnten.  

(V. Faugerolles: L’archéologie à la tour, in: SUDOUEST, 17. 10. 2020)

Mehr zum Tour de l’Honneur: Klick

 

Coronavirus in der Nouvelle-Aquitaine

Das Coronavirus ist in allen Departements der Region auf dem Vormarsch mit Ausnahme der Gironde, wo nach letzten Zahlen 106 Personen auf 100.000 Personen positiv auf das Virus getestet wurden. Die Zahlen sind rückläufig für das Departement Gironde, wenn man die Werte betrachtet, die vor wenigen Wochen registriert wurden, sie liegen aber immer noch deutlich über der Marke von 50 Infizierten pro 100.000 Bewohner. Im Departement Gironde gibt es erhebliche Unterschiede in den Fallzahlen, wenn man die verschiedenen Regionen des Departements für sich betrachtet. Für das eigentliche Stadtgebiet von Bordeaux mit rund 280.000 Einwohnern, werden 202 positiv Getestete pro 100.000 Einwohner gemeldet, für den Großraum Bordeaux (Bordeaux métropole) mit mehr als 900.000 Einwohnern sind es 148,8 positive Tests pro 100.000. Danach ergeben sich für die übrigen rund 700.000 Einwohner des Departements 52 positive Tests pro 100.000 Einwohner. Auch wenn dieser Wert noch relativ hoch ist, zeigt er aber, dass die ländlichen Gebiete des Departements Gironde hinsichtlich der Coronavirus-Attacken besser dastehen als der Ballungsraum um Bordeaux.

(Sudouest.fr: Covid-19 en Nouvelle-Aquitaine : taux d’incidence en hausse partout sauf en Gironde, in: SUDOUEST, 16. 10. 2020, 17.25h, Inrent-Ausg.)

 

Anmerkung der Redaktion: Die Berechnung der auf die verschiedenen Regionen des Departements entfallenen positiven Tests sind in unserer Redaktion erstellt worden auf der Grundlage der von uns ermittelten Bevölkerungsverteilung im Departement Gironde. Bedingt durch das verwendete Zahlenmaterial sind Fehlergrenzen in der Größenordnung von max. 5% möglich.

 

 

Pilze sammeln

Auch wenn gemeinhin geglaubt wird, in Frankerich Pilze gehörten eigentlich niemandem und könnten daher von jedem Finder mitgenommen werden, ist die Sache so einfach nicht. Nach dem Artikel 547 des Code civil gehören die Pilze und alles, was sonst noch um sie herum wächst, demjenigen, der den Grund und Boden besitzt, auf dem die fraglichen Gewächse sprießen. Und wer Pilze, die ihm nicht gehören, an  sich nimmt, begeht streng genommen eine strafrechtlich verfolgbare Handlung. Bei Pilzmengen bis 10 Litern kann der Waldbesitzer dem unrechtmäßig Handelnden bis 135 Euro aufbrummen lassen, bei Mengen über 10 Litern liegt eine richtige Straftat vor, die mit Strafen bis zu 45.000 Euro belegt werden kann. In der Praxis hört man von derartigen Verfolgungen nichts, und das aus gutem Grund, denn welcher Waldbesitzer hat Zeit und Lust, seine Besitzungen so zu überwachen, dass er unerwünschte Pilzsammler dingfest machen kann. Das bisher Gesagte gilt für Wälder in privatem Besitz, bei Waldungen in staatlichem oder kommunalen Eigentum sind die Bräuche weniger streng. Dort kann man, von wenigen besonders definierten Ausnahmen abgesehen, Pilzmengen bis zu 5 Litern mitnehmen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Aber auch dabei ist man gut beraten, wenn man nur Pilze sammelt, von denen man ganz genau weiß, dass sie genießbar und bekömmlich sind.

(J.-L. Hugon: Cèpes, ce qu’on a le droit de faire, in SUDOUEST, 14. 10. 2020)

 

Details zu den neuen Anti-Coronavirus-Maßnahmen in Frankreich

Der französische Premierminister Castex hat nach den Ankündigungen des Staatspräsidenten nähere Angaben zur Durchführung der neuen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gemacht.

Die Ausgangssperren für den Großraum Paris und acht weitere Großstädte werden eine Reihe von Ausnahmen vorsehen, die das Verlassen der Wohnung von 21h abends bis 6h morgens erlauben, wenn es aus unabweisbaren Gründen notwendig ist. Dazu gehört übrigens auch das Ausführen von Haustieren. In allen Fällen, in denen in der fraglichen Zeit die heimische Wohnung verlassen wird, muss eine schriftliche Erklärung mitgeführt werden, die eine stichhaltige Begründung für die Notwendigkeit des Verlassens der Wohnung enthält. Texte dafür werden vorbereitet und können im Internet geladen werden.

Die Beschränkung von Zusammenkünften im öffentlichen Raum auf maximal sechs Personen gilt für ganz Frankreich. Die Begrenzung auf sechs Personen bei Zusammenkünften in der eigenen Wohnung sollte auf freiwilliger Basis von allen eingehalten werden. Alle privaten Festlichkeiten wie Geburtstage, Hochzeiten, etc.,  die in öffentlichen Sälen abgehalten würden, sind untersagt. Diese Bestimmung gilt generell, auch dort, wo bislang zahlenmäßig begrenzte Zusammenkünfte erlaubt waren.

Die verschärften Sanitärvorschriften für Restaurants sind überall einzuhalten: maximal 6 Personen pro Tisch, Desinfektionsmittel in Reichweite, Maskenpflicht mit Ausnahme der Zeiten, in denen gegessen oder getrunken wird. Restaurantbesucher müssen ihre Adressen, Telefonnummer und ggfs. Mailadressen in einem Kontaktdatenheft in dem Restaurant niederschreiben. In Zoos, Museen, Einkaufszentren etc., in denen man umhergehen kann, darf sich auf je 4 m² Fläche nur eine Person aufhalten. Dort, wo man sitzt, also in Kinos etc. muss jeder zweite Sitzplatz frei bleiben.

Die neuen Bestimmungen gelten zunächst für einen Monat, beginnend am 16. Oktober um Mitternacht. Zuwiderhandlungen gegen die neuen Bestimmungen werden mit empfindlichen Geldbußen belegt, die sich im Wiederholungsfall erhöhen und bis zu Gefängnisstrafen führen können.

(A. T.: Fêtes interdites, restaurants, télétravail, attestation… : les annonces de Jean Castex, in: SUDOUEST, 15. 10. 2020, 19.01h, Internet-Ausg.

 

Freiwillige für Impfstofftest

Das französische Institut national de la santé et de la recherche médicale (Inserm) hat auf die Nachricht, dass man freiwillige Tester für in der Entwicklung befindliche Impfstoffe gegen das Coronavirus sucht, innerhalb von 14 Tagen rund 25.000 Angebote von Testpersonen erhalten. Die Liste ist noch nicht geschlossen, da man Wert drauf legt, aus einem möglichst großen Kreis von Personen diejenigen herauszusuchen, von denn man die besten Ergebnisse erhalten kann. Die Tests sollen in zwei Phasen durchgeführt werden, wobei man zunächst feststellen will, ob und wie die neuen Impfstoffe ältere Personen immunisieren können, die in der Regel einen schweren Krankheitsverlauf haben, wenn sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. In der folgenden Testphase soll dann die Wirksamkeit und die Sicherheit der Impfstoffe bei einem möglichst großen Personenkreis überprüft werden. Man rechnet damit, dass die klinischen Tests gegen Ende des Jahres beginnen werden und dass im kommenden Frühjahr die ersten Impfstoffe eingesetzt werden können.

(Déjà 25 000 volontaires pour tester des vaccins, in: SUDOUEST, 14. 10. 2020)

 

Neu zur Eindämmung des Coronavirus

Staatspräsident Macron hat am 14. Oktober in einem Fernsehinterview neue Maßnahmen verkündet, mit denen die besorgniserregend gewordene Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden soll. Dazu gehört an erster Stelle eine Ausgangssperre für den Großraum Paris und acht Großstädte (Lille, Grenoble, Lyon, Aix-Marseille, Montpellier, Rouen, Toulouse et Saint-Etienne), wobei auffällt, dass Bordeaux, offenbar, weil sich dort die Verhältnisse etwas verbessert haben, nicht betroffen ist. Die Ausgangssperre geht von 21.00h abends bis 6.00h morgens für zunächst mindestens vier Wochen. Die Regierung plant, den Zeitraum bis zum 1. Dezember auszudehnen, wenn das Parlament zustimmt. Macron erläuterte, dass Schulen und Universitäten nicht geschlossen werden sollen und dass das wirtschaftliche Leben nicht zum Stillstand kommen soll.

Kurz vor den Ausführungen des Staatspräsidenten hatte die Regierung die Wiedereinführung des Gesundheitsnotstandes vom 17. Oktober ab Mitternacht verkündet.

Verstöße gegen die Ausgangssperre werden mit Geldbußen von 135 Euro belegt, die im Wiederholungsfall auf 1.500 Euro ansteigen können. Nicht betroffen von der Ausgangssperre sind alle Personen, die sich zur Arbeit begeben und die nachts arbeiten.

Es gibt keine Restriktionen für Transportleistungen während der Ausgangssperre und auch keine Einschränkungen der Reisefreiheit. Erlaubt sind auch Reisen zu Ferienzielen während der Allerheiligen-Ferien, die kurz bevorstehen. Macron hat die Franzosen gebeten, sich auch bei privaten Zusammenkünften zu höchstens sechs Personen an einen Tisch zu setzen, wie dies für Restaurants vorgeschrieben ist. Weiterhin forderte er dazu auf, so oft wie möglich eine Maske zu tragen, auch in den Familien und unter Freunden. Angestrebt werden soll, überall da, wo das möglich ist, eine Ausdehnung des télétravail (Homeoffice) auf zwei bis drei Tage pro Woche. Bei den Coronavirustests soll eine neue Strategie befolgt werden, die die Fristen zwischen Abstrich und Ergebnis drastisch verkürzen soll. Dabei sollen neue Testverfahren angewendet werden, die diese Beschleunigung ermöglichen. Dazu gehören auch Selbsttests, die ohne medizinisches Fachpersonal ausgeführt werden können. Schließlich kündigte Macron an, dass der Staat finanzielle Mittel bereitstellen werde, um die Wirtschaftsbereiche zu unterstützen, die in besonderer Weise Einbußen durch die Ausgangssperre zu tragen haben werden.

(Sudouest.fr avec AFP: Covid-19. Couvre-feu, télétravail, réunions familiales… : les annonces d’Emmanuel Macron, in: SUDOUEST, 14. 10. 2020, 221.42h, Internet-Ausg.)

 

 

Weltmeister

Seit dem vergangenen Samstag gibt es in Frankreich einen weiteren Weltmeister, freilich in einer Disziplin, von der wohl nur die wenigsten vorher gewusst haben dürften, dass man darin Champion werden kann. Es handelt sich um ein fünfköpfiges Team, vom dem drei Mitglieder aus dem Departement Gironde stammen. Die Disziplin, in der sie zu Meisterehren gekommen sind, ist das Blindverkosten von Wein. Ausgetragen wurde der diesjährige Wettbewerb im Château Smith Haut-Lafitte in Martillac. Auch wenn der Wettbewerb erst seit 2012 ausgetragen wird, ziehen die Teilnehmer doch die Aufmerksamkeit der Fachkundigen auf sich, denn die Aufgaben, die ihnen gestellt werden, haben es wahrhaft in sich. Von den ersten acht Weinen, die es am Vormittag der Meisterschaft zu verkosten gab, erriet das Team aus Frankreich sieben. Dabei mussten innerhalb von zehn Minuten Aussagen gemacht werden über die Rebsorten, das Herkunftsland, das Anbaugebiet, den Erzeugerbetrieb und das Entstehungsjahr, wobei für die einzelnen Angaben Punkte vergeben wurden, die in der Schlussabrechnung über die Platzierung entschieden. Die französische Equipe errang dabei zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel. Wie sie sich auf den Wettbewerb vorbereitet hatte und wie sie das Training gestaltet hat, das wohl zweifellos erforderlich ist, um Meisterehren zu erringen, erfuhr man allerdings nicht.

 (J. Jamet: Ils sont champions du monde de dégustation de vin à l’aveugle, in: SUDOUEST, 13. 10. 2020)

 

Zahlen zur Coronavirus-Situation in Frankreich am 13. 10. 2020: Klick

 

 

Coronavirus-Pandemie

Die Generaldirektion für das Gesundheitswesen in Frankreich meldet, dass alle Indikatoren in der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sich weiter verschlechtert haben, auch wenn die heutige Zahl der Neuinfizierten unter den Werten der letzten Tage liegt. Dieses scheinbare Zurückgehen der Fallzahlen hat aber eine simple technische Erklärung, die damit zusammenhängt, dass am Wochenende die Labore teilweise nicht arbeiten und demzufolge keine aktualisierten und vollständigen Zahlen für die Neuinfizierten liefern. Für Mittwoch ist eine Fernsehansprache von Staatspräsident Macron angekündigt, von der erwartet wird, dass sie neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verkünden wird.

(SudOuest.fr avec AFP: Coronavirus en France : près de 100 morts en 24 heures, désormais plus de 1 500 personnes en réa, in: SUDOUEST, 12. 10. 2020, 20.20h, Internet-Ausg.)

Zahlen zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Frankreich am 12. 10. 2020 : Klick

 

Zahlen zur Coronavirus-Situation in Frankreich am 11. 10. 2020: Klick

 

Fregatte Shtandart im Port de la lune

Die unter russischer Flagge segelnde Fregatte Shtandart hat am 11. 10. 2020 um 13.30 im Port de la lune von Bordeaux festgemacht. Die Shtandart ist der Nachbau einer Fregatte, mit der Zar Peter der Große den Grundstein zur russischen Marine gelegt hatte. Sie ist von 1994 bis 1999 nach Originalplänen von Studierenden  der russischen Marineakademie gebaut worden und seither ein gern und oft gesehener Gast auf den Weltmeeren. Sie war zuletzt 2016 in Bordeaux zu Besuch und kann auch jetzt wieder besichtigt werden. Beginnend mit dem Nachmittag des 11. Oktober sind Besichtigungen möglich an allen Tagen bis zum 23. Oktober in der Zeit von 10.00h bis 12.30h und von 13.30 bis 20.30h. Freitags endet die abendliche Besuchszeit erst um 22.30h. Nach ihrem Aufenthalt in Bordeaux wird die Shtandart dem Hafen von La Rochelle einen Besuch abstatten. Wer will, kann nach vorheriger Anmeldung als Gast an dieser Fahrt teilnehmen.

(Sudouest.fr: Bordeaux : le “ Shtandart“ est arrivé dans le port de la lune et il se visitein: SUDOUEST, 11.10.2020, 21.12h, Internet-Ausg.)

Mehr zur Shtandart: Klick

 

 

Neue Coronavirus-Regelungen in der Gironde

Die Präfektin des Departements Gironde hat am 9. Oktober in einer Pressekonferenz eine Zwischenbilanz für die aktuelle Coronavirussituation in ihrem Amtsbereich  gezogen und erste Lockerungen der behördlichen Bestimmungen verkündet. Sie stellte fest, dass das Infektionsrisiko im Großraum Bordeaux um das Drei- bis Vierfache über den ländlichen Regionen liegt. In Bordeaux Métropole müssen die Bars  weiterhin um 22.00h schließen. Sport- und Gymnastikhallen bleiben weiterhin geschlossen außer zu schulischen Zwecken. Außerhalb von Bordeaux können sie geöffnet werden, wobei jedoch die Umkleideräume weiterhin versperrt bleiben. Die Salles des fêtes und Mehrzweckhallen können auch in Bordeaux Métropole wieder genutzt werden, wenn dies zu schulischen Zwecken geschieht.  Schwimmbäder und Trödelmärkte können im gesamten Departement wieder geöffnet werden. Versammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Bereich bleiben allerdings untersagt.

(La préfète de Gironde desserre un peu, in: SUDOUEST, 10. 10. 2020)

Zahlen zur Coronavirus-Situation in Frankreich: Klick

 

Zwangspause

Die Flusskreuzfahrt auf der Gironde und ihren Zuflüssen hatte in den letzten Jahren einen unübersehbaren Aufschwung genommen. Sichtbarstes Zeichen waren die nach und nach von einer Handvoll Reedereien nach Bordeaux beorderten Schiffe, die fast ständig ausgebucht waren. Von diesem Aufschwung profitierte auch Pauillac, wo ein eigens für die Flusskreuzfahrer bestimmter Anleger errichtet wurde, der dem Betreiber, der Maison du tourisme et du vin gute Einahmen bescherte, so dass die Aufwendungen für den Anleger zügig hereinkamen. Im letzten Jahr kamen so Gebühren in Höhe von 190.000 Euro zusammen. In diesem Jahr wurden bislang erst 9.000 Euro registriert, weil die Flusskreuzschifffahrt im Gefolge der Coronanaviruskrise fast vollständig zum Erliegen gekommen war. Man hofft daher auf das kommende Jahr, in dem wieder an die Erfolgsspur der zurückliegenden Jahre angeknüpft werden soll.

(J. Lestage: Le Covid-19 a mis KO les croisières fluviales, in: SUDOUEST, 09. 10. 2020)

 

 

Coronavirus-Pandemie: beunruhigende Zahlen

Der französische Gesundheitsminister Véran zog am Nachmittag des 8. Oktober für die letzte Woche eine bedrückende Bilanz und stellte fest, dass in Frankreich in nahezu allen messbaren Bereichen die Ausbreitung der Coronaviruserkrankungen voranschreitet. Dabei sind besonders die Entwicklungen in einigen Großstädten beunruhigend. Dijon und Clermont wurden als Zonen mit verstärkter Gefährdung eingestuft.  In Lille, Lyon, Grenoble und Saint-Étienne wurde die höchste Alarmstufe verhängt. Auch in Toulouse und Montpellier nehmen die Zahlen eine ungünstige Entwicklung, doch erklärte der Minister, man wolle noch ein paar Tage warten, bevor auch dort die höchste Alarmstufe ausgerufen würde.

Es gibt aber auch Zonen, in denen die Fallzahlen zurückgehen wie in Bordeaux, Nizza und Aix-Marseille, doch sei es zu früh, daraus schon weiterreichende Schlüsse zu ziehen. Für Freitag, den 9. Okt ist eine Verlautbarung der Präfektin des Departements Gironde angekündigt, in der sie bekanntgeben will, welche weiteren Maßnahmen getroffen werden sollen.

(Sudouest.fr avec AFP: Covid-19 en France : du mieux à Bordeaux, Lille et Lyon passent en alerte maximale, in SUDOUEST, 08. 10. 2020, 19.59h, Internet-Ausg.)

Aktuelle Zahlen, Stand 8. Okt. 2020: Klick

 

Rekordeinnahmen

Der französische Finanzminister hat in diesen Zeiten nicht viel Grund zum Lachen, weil die vielen Subventionsprogramme, die die Coronaviruskrise erforderlich gemacht haben, tiefe Löcher in die Staatsfinanzen gerissen haben. Aber auch hier gibt es einen kleinen Bereich, in dem es besser aussieht. Das sind die Einnahmen, die der Staat aus dem Verkauf von Tabakwaren erzielt. In diesem Jahr werden daraus 14 Milliarden Euro ohne Mehrwertsteuer in die Hände des Finanzministers gelangen, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um satte 10%. Dabei nimmt die Zahl der Raucher in Frankreich kontinuierlich ab, was schließlich durchaus im Interesse der öffentlichen Gesundheit ist. Die Steigerung der Abgaben gegenüber dem Vorjahr, die auf den Tabakerzeugnissen liegt, macht allein in diesem Jahr 1,3 Milliarden Euro aus. Mittlerweile kostet in Frankreich ein Päckchen Zigaretten im Durchschnitt 10 Euro. Für die Raucher ein zweifelhaftes, auf jeden Fall aber teures Vergnügen.

(Sudouest.fr: Tabac : en 2020, les recettes n’auront jamais été aussi importantes pour l’État, in: SUDOUEST, 06. 10. 2020)

 

 

Macron gegen Le Pen bei der nächsten Präsidentenwahl?

Die nächste Präsidentenwahl in Frankreich steht zwar erst 2022 an, doch ist es nicht verwunderlich, dass schon jetzt Umfragen gestartet werden, um ein Bild von möglichen Konstellationen zu bekommen, zumal nach der aktuellen politischen Konstellation in Frankreich niemand sich vorstellen kann, dass die Entscheidung schon im ersten Wahldurchgang fällt. Nach einer Ifop-Fiducial-Umfrage werden der gegenwärtige Präsident Emanuel Macron und seine bei der letzten Präsidentschaftswahl im zweiten Wahlgang unterlegene rechtsaußen positionierte Gegnerin Marine Le Pen die beiden ersten Plätze im ersten Wahlgang belegen. Die Bandbreite der Stimmenanteile für Macron reicht dabei von 23 bis 26%, während für Le Pen Stimmenanteile zwischen 24 und 27% abgelesen werden, was sogar die Möglichkeit nicht ausschließt, dass Le Pen im ersten Durchgang die meisten Stimmen erhält. Für den zweiten Durchgang, in dem die Entscheidung fällt, erscheint es nach der gegenwärtigen Lage am wahrscheinlichsten, dass sich, ähnlich wie bei der letzten Präsidentschaftswahl, eine Allianz der Kräfte formiert, die einen Sieg von Le Pen verhindern wollen, aber sicher ist daran noch nichts, zumal die Zustimmungswerte für Macron derzeit nicht begeistern. Sicher ist jedoch, dass in Frankreich das Potential der Wählerinnen und Wähler, die nach rechts außen drängen, in den Jahren seit der letzten Präsidentschaftswahl nicht abgenommen hat.

(Duel Macron-Le Pen au second tour de la présidentielle ? in: SUDOUEST, 05. 10. 2020)

 

Coronavirus in Frankreich: 04. Okt. 2020

In Frankreich sind in den letzten 24 Stunden 12.565 neue Coronaviruserkrankungen festgestellt worden, nach 16.972 am Vortag, doch ist der Aussagewert der Zahlen wie üblich am Wochenende begrenzt. Dabei ist der Prozentsatz der positiven Tests mit 8,2% gegenüber dem Vortag (7,7%) weiterhin  angestiegen. In den letzten sieben Tagen sind 4.264 (nach 4.087 am Vortag) Patienten mit Coronaviruserkrankungen in Krankenhäuser eingewiesen worden.

In der Zeit vom 24. 09. bis zum 30. 09. 2020 wurden im Departement Gironde, berechnet auf 100.000 Einwohner 95,5 Erkrankungen mit dem Coronavirus festgestellt (am Vortag: 94,7), also etwas mehr als in dem vorhergehenden Zeitraum. Auch wenn die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner damit immer noch erheblich über dem Wert von 50 liegen, hat sich die Entwicklung im Departement Gironde im Vergleich zu anderen Departements vergleichsweise günstig gestaltet. In Paris und anderen Großstädten entwickeln sich die Fallzahlen jedoch weiterhin in eine besorgniserregende Richtung, die in Kürze zu radikalen Restriktionen führen wird.  

(SudOuest.fr avec AFP : Coronavirus en France : près de 17 000 nouveaux cas en 24 heures , in : SUDOUEST, 03. 10. 2020, 21.25h,  Internet-Ausg. ; und :

 https://geodes.santepubliquefrance.fr/ )

 

Alex am Bassin von Arcachon

Der Sturm Alex ist zwar im Médoc ohne nennenswerte Folgen geblieben, doch hat es am Bassin von Arcachon einige Sachschäden gegeben. Am Cap Feret wurden in Böen bis zu 130 km/h Windgeschwindigkeiten gemessen. Mehr als dreißig Boote, die wohl zum größten Teil nicht richtig festgemacht waren,  sind dabei von ihren Liegeplätzen losgerissen worden und an Land getrieben worden. Drei von ihnen, die gegen Hafenanlagen geprallt waren, sind schwer beschädigt worden, bei den anderen halten sich die Blessuren in Grenzen. Über Personenschäden liegen keine Meldungen vor.

(D. P.: Alex : des vents à 130 km/h et de nombreux bateaux échoués, in: SUDOUEST, 04. 10. 2020)

 

Coronavirus in Frankreich: 03. Okt. 2020

In Frankreich sind in den letzten 24 Stunden 16.972 neue Coronaviruserkrankungen festgestellt worden, nach 12.148 am Vortag. Dabei ist der Prozentsatz der positiven Tests mit 7,9% gegenüber dem Vortag (7,7%) weiterhin  angestiegen. In den letzten sieben Tagen sind 4.087 (nach 4.058 am Vortag) Patienten mit Coronaviruserkrankungen in Krankenhäuser eingewiesen worden.

In der Zeit vom 24. 09. bis zum 30. 09. 2020 wurden im Departement Gironde, berechnet auf 100.000 Einwohner 94,7 Erkrankungen mit dem Coronavirus festgestellt (am Vortag: 97,0), also etwas weniger als in dem vorhergehenden Zeitraum. Auch wenn die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner damit immer noch erheblich über dem Wert von 50 liegen, hat sich die Entwicklung im Departement Gironde im Vergleich zu anderen Departements vergleichsweise günstig gestaltet. In Paris und anderen Großstädten entwickeln sich die Fallzahlen jedoch in eine besorgniserregende Richtung, die in Kürze zu radikalen Restriktionen führen wird.  

(SudOuest.fr avec AFP : Coronavirus en France : près de 17 000 nouveaux cas en 24 heures , in : SUDOUEST, 03. 10. 2020, 21.25h,  Internet-Ausg. ; und :  https://geodes.santepubliquefrance.fr/ )

 

Alexa blieb gnädig

Obwohl die Vorwarnung einen schweren Sturm vorhergesagt hatte, der nach dem Durchzug durch Nordwestfrankreich nach Süden vordringen und bis in die Nouvelle-Aquitaine Böen bis zur Orkanstärke bringen sollte, ging es alles in allem doch weniger dramatisch zu. Im Departement Gironde und besonders im Médoc gab es keine Schäden wie in der Bretagne oder auch in der Nähe der Pyrenäen. Allerdings wurde der Fährverkehr durch Meldungen über möglicherweise ausfallende Abfahrten zwischen Le Verdon und Royan etwas in Atem gehalten.

(UM, 04. 10. 2020)

 

 

 

Coronavirus in Frankreich: 02. Okt. 2020

In Frankreich sind in den letzten 24 Stunden 12.148 neue Coronaviruserkrankungen festgestellt worden, nach 13.970 am Vortag. Dabei ist der Prozentsatz der positiven Tests mit 7,7% gegenüber dem Vortag weiterhin  leicht angestiegen. In den letzten sieben Tagen sind 4.058 (nach 3.998 am Vortag) Patienten mit Coronaviruserkrankungen in Krankenhäuser eingewiesen worden.

In der Zeit vom 21. 09. bis zum 27. 09. 2020 wurden im Departement Gironde, berechnet auf 100.000 Einwohner 97,0 Erkrankungen mit dem Coronavirus festgestellt (am Vortag: 100,5), also etwas weniger als in dem vorhergehenden Zeitraum. Auch wenn die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner damit immer noch erheblich über dem Wert von 50 liegen, hat sich die Entwicklung im Departement Gironde im Vergleich zu anderen Departements vergleichsweise günstig gestaltet, denn es liegt damit  nicht mehr in er Spitzengruppe wie noch vor kurzem.

(SudOuest.fr avec AFP : Covid-19 : 12.148 nouveaux cas en 24 heures en France, in : SUDOUEST, 02. 10. 2020, 21.08h,  Internet-Ausg. ; und :

 https://geodes.santepubliquefrance.fr/ )

 

Gurp TT 2021 annulliert

Die 19. Auflage des Sandbahnrennens  Gurp TT, die für den 2. und 3. Januar 2021 geplant war, wird nicht stattfinden. In einem Kommuniqué, das der Verein, der die Rennen veranstaltet, am 1. Oktober veröffentlicht hat, wird der Beschluss mitgeteilt, das Rennen abzusagen und seine Austragung auf Januar 2022 zu verschieben. Unter normalen Bedingungen hätten in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Austragung des Rennens beginnen müssen, doch will man sich dem Risiko nicht  aussetzen, durch eine kurzfristige Anordnung der Behörden die Anstrengungen finanzieller und personeller Art, die die Vorbereitung des Rennens erfordert, umsonst gemacht zu haben. Diese Entscheidung ist der Vereinsführung nicht leicht gefallen, aber man sieht keine Alternative. Der durchführende Verein muss für das Rennen rund 150.000 Euro aufbringen, die bei einer kurzfristigen Absage verloren wären und den Verein finaziell ruinieren würden.

(J. Lestage: Moto : La Gurp TT annulée à cause du Covid-19, in : SUDOUEST, 02. 10. 2020)

 

 

Coronavirus in Frankreich: 01. Okt. 2020

In Frankreich sind in den letzten 24 Stunden 13.970 neue Coronaviruserkrankungen festgestellt worden, nach 12.845 am Vortag. Dabei hat sich der Prozentsatz der positiven Tests mit 7,6% gegenüber dem Vortag nicht verändert. In den letzten sieben Tagen sind 3.998 (nach 3.985 am Vortag) Patienten mit Coronaviruserkrankungen in Krankenhäuser eingewiesen worden.

 In der Zeit vom 21. 09. bis zum 27. 09. 2020 wurden im Departement Gironde, berechnet auf 100.000 Einwohner, 100,5 Erkrankungen mit dem Coronavirus festgestellt (am Vortag: 100,5), also etwas weniger als in dem vorhergehenden Zeitraum. Auch wenn die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner damit immer noch erheblich über dem Wert von 50 liegen, hat sich die Entwicklung im Departement Gironde im Vergleich zu anderen Departements vergleichsweise günstig gestaltet, denn es liegt damit  weiterhin an 20. Stelle der Departements des Mutterlands und nicht mehr an zweiter Stelle wie noch vor kurzem.

Die jüngste Verlautbarung des Gesundheitsministers hat eine besorgniserregende Zunahme der Coronavirus-Infektionen im Großraum Paris bestätigt aber noch keine neuen Gegenmaßnahmen verkündet.

(SudOuest.fr avec AFP : Coronavirus en France : près de 14 000 cas en 24 heures, le cap des 32 000 décès franchi, in : SUDOUEST, 01. 10. 2020, 20.39h,  Internet-Ausg. ; und : https://geodes.santepubliquefrance.fr/ )

 

Coronavirus: leichte Entspannung im Departement Gironde

Während landesweit, besonders im Großraum Paris, die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten weiter ansteigen, gibt es für das Departement Gironde eine leicht gegenläufige Entwicklung, die zwar noch keinerlei Anlass für eine generelle Entwarnung gibt, dennoch aber anzeigt, dass die Zeichen für weiter zurückgehende Infektionszahlen günstig stehen. Dennoch sind diese Zahlen noch ein gehöriges Stück entfernt von einer Situation, in der das Department Gironde in eine niedrigere Infektionsklasse eingestuft werden könnte.  

(I. Castéra : Covid en Gironde : Santé publique France confirme „une tendance à la baisse“, in : SUDOUEST, 01. 10. 2020, 16.10h, Internet-Ausg.)

 

Coronavirus in Frankreich: 30. Sept. 2020

In Frankreich sind in den letzten 24 Stunden 12.845 neue Coronaviruserkrankungen festgestellt worden, nach 8.051  am Vortag. Dabei hat sich der Prozentsatz der positiven Tests mit 7,6% gegenüber dem Vortag nicht verändert. In den letzten sieben Tagen sind 3.985 (nach 3.984 am Vortag) Patienten mit Coronaviruserkrankungen in Krankenhäuser eingewiesen worden.

 In der Zeit vom 21. 09. bis zum 27. 09. 2020 wurden im Departement Gironde, berechnet auf 100.000 Einwohner, 101,9 Erkrankungen mit dem Coronavirus festgestellt (am Vortag: 102,5), also etwas weniger als in dem vorhergehenden Zeitraum. Auch wenn die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner damit immer noch erheblich über dem Wert von 50 liegen, hat sich die Entwicklung im Departement Gironde im Vergleich zu anderen Departements vergleichsweise günstig gestaltet, denn es liegt damit   an 20. Stelle der Departements des Mutterlands und nicht mehr an zweiter Stelle wie noch vor kurzem.

Da im Großraum Paris eine deutliche Verschlechterung der Infektionslage eingetreten ist, wird in Kürze mit einer neuen Verlautbarung des Gesundheitsministers gerechnet, der möglicherweise auch schon neue Beschränkungen ankündigen wird.

(SudOuest.fr avec AFP : Coronavirus en France : près de 13 000 nouveaux cas et 135 patients de plus en réa en 24 heures, in : SUDOUEST, 30. 09. 2020, 20.31h,  Internet-Ausg. ; und : https://geodes.santepubliquefrance.fr/ )

 

Sturm Alexa im Anmarsch

In der Nacht von Donnerstag zu  Freitag wird der Nordwesten Frankreichs von dem ersten schweren Sturm der beginnenden Herbst- und Wintersaison getroffen. Dabei sind an den Küsten Nordwestfrankreichs Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h zu erwarten, die weiter im Binnenland abnehmen werden. In der Nouvelle-Aquitaine werden die Windgeschwindigkeiten unter den im Nordwesten wahrscheinlichen Werten liegen, dafür wird es aber schwere Regenfälle geben mit bis zu 60 mm Niederschlag pro Tag.  

(A. Tauziac: Intempéries : la tempête Alex va balayer l’ouest de la France dans la nuit de jeudi à vendredi, in: SUDOUEST, 30. 09. 2020, 17.04h, Internet-Ausg.)