Kraniche

 

Die Kraniche, die man in unseren Breiten in der freien Natur sehen kann, sind Eurasische oder Graue Kraniche. Sie sind große Schreitvögel, die eine Spannweite von bis zu 2,45 m erreichen können, bei einer Körpergröße bis 1,30m. Sie verbringen die Sommer in Sümpfen und Mooren in nördlichen Gegenden, wo sie ihre Jungen aufziehen. Vor Einbruch des Winters ziehen sie in mitunter großen Schwärmen in nahezu vorbildlich geordneten Formationen, die beim Streckenflug einer Eins ähneln, nach Süden. Nach dem morgendlichen Start dauert es bisweilen aber einige Zeit, bis sich die Flugformation herausgebildet hat, die durchaus zweckmäßig ist, da die Vögel dabei einen geringeren Luftwiderstand zu überwinden haben und so Energien sparen können. In früheren Zeiten ging der Kranichzug über Mitteleuropa hinweg zielstrebig nach Afrika, doch seit einigen Jahrzehnten überwintern große Schwärme bereits im Südwesten Frankreichs oder in Spanien und kehren vorn dort ab Februar wieder in ihre Brutreviere zurück. Im Médoc findet man seit den 80er Jahren etwa von November bis Januar/Februar im Naturschutzgebiet von Cousseau eine große Kranichkolonie, die dort Bedingungen antrifft, die ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

 

Ein Kranichschwarm kurz nach dem morgendlichen Start. Die Ordnung, die sich für den Streckenflug herausbilden wird, ist noch nicht zu sehen.

 

Allmählich ordnet sich der Schwarm

 

Übergang zur Formation für den Steckenflug

 

Die berühmte und bewährte Eins ist fast gebildet

 

Abflug

 

Für Fotografen ist die Phase vor der Bildung der Flugformation attraktiver, da dann die Vögel manchmal minutenlag auf relativ kleinem Raum kreisen und gut zu beobachten sind.

 

Mit ein wenig Glück kann man die Vögel dann auch in günstiger Beleuchtung sehen, wobei sie allerdings meist relativ hoch fliegen und ohne ein starkes Teleobjektiv keine formatfüllenden Bilder liefern.