Médoc-Notizen 2009/I

Médoc-Notizen-Archiv 2009/I (Jan. – April 2009)

 

 

 Telefonieren

Angesichts der Tatsache, dass die Reparatur des Festnetzes länger dauert als vorausgesehen, stellt France Télécom seinen Kunden vorübergehend Mobiltelefone zur Verfügung. Die Ausgabe soll am kommenden Montag beginnen und zunächst den am stärksten durch den Ausfall ihrer Telefone Getroffenen zugute kommen.  Inzwischen sind im Südwesten Frankreichs 92% der Mobiltelefone wieder am Netz. Im Département Landes liegen die Werte mit 68% deutlich darunter, weil dort ein Drittel der Relaisstationen zerstört worden sind.  Die immer wieder zu hörende Forderung, die Telefonleitungen unter die Erde zu legen, findet bei France Télécom der Kosten wegen wenig Gegenliebe.

Um die noch ausstehenden Arbeiten zügig durchführen zu können, hat   France Télécom für seine Angestellten und mit deren Zustimmung bei den Behörden beantragt, die wöchentliche maximale Arbeitszeit von 48 Stunden überschreiten zu dürfen.

(Pierre-Marie Lemaire: Des mobiles prêtés en zones sinistrées  , in : SUD OUEST, 31,. Jan. 2009)

 

  Kommt der Kreuzer Colbert zurück? 

Der ehemalige Lenkwaffenkreuzer Colbert  , der 14 Jahre lang bis 2007 in Bordeaux als schwimmendes und anfangs gut besuchtes Museum gelegen hatte, wartet auf dem Schiffsfriedhof von Landévennec in der Bretagne auf sein Ende. Das sollte aller Wahrscheinlichkeit nach ein Abwrackbetrieb sein. Es könnte auch anders kommen, wenn die Idee eines Abgeordneten aus Lorient verwirklicht würde. Der schlägt nämlich vor, das, was von dem Kreuzer noch übrig ist in etwa 40m Wassertiefe zu versenken und daraus ein künstliches Riff zu machen, das allerlei Meeresgetier als Wohnraum dienen könnte. Beispiel für eine solche letzte Verwendung eines Kriegsschiffes gibt es schon. So haben die USA 2006 einen ausgedienten Flugzeugträger versenkt, nachdem vorher schon die Royal Navy ähnliches getan hatte.

Der Colbert, die inzwischen in einem lamentablen Zustand ist, könnten drei mögliche Schicksale bereitet werden. Sie könnte als Zielschiff der französischen Marine solange beschossen werden, bis sie sinkt; sie könnte zum unterirdischen Riff werden (wohl angesichts einer langen Reihe ungelöster Umweltfragen ziemlich unwahrscheinlich) oder sie könnte  in einem Abwrackbetrieb abgebrochen werden. Und das könnte in Bassens  , nicht weit von ihrem einstigen Liegeplatz in Bordeaux geschehen. Dann käme sie ein letztes Mal in die Garonne zurück.

(  Jean-Paul Vigneaud En voie de naufrage , in : SUD OUEST, 31. Jan. 2009)

 

 

  Am Sonntag werden noch 20.000 Haushalte ohne Strom sein 

Am kommenden Sonntagabend (1. Febr. 09) werden in Südwest-Frankreich noch 20.000 Abnehmer ohne Strom sein. Das werden dann etwa 1% der ursprünglich 1,7 Millionen Haushalte sein, denen der Orkan vom 24. Januar die Verbindung zum Netz gekappt hatte. Am Freitag (30. Jan. 09) gegen 16.00 Uhr warteten noch 72.000 Stromkunden auf die Wiederherstellung der Versorgung mit Elektrizität: 41.000 im Département Landes  , 20.000 in Gironde und 6.500 in Gers  . In einigen Zonen, in denen die Reparaturarbeiten länger dauern werden, sollen Stromerzeuger aufgestellt werden, um die Versorgung provisorisch zu sichern.

(AFP Le Figaro, 30. Jan. 20.55h)

 

 

  Sturmschäden: Vogelinsel und Austernzucht

Auch die zur Gemeinde La-Teste-de-Buch gehörende Vogelinsel mitten im Becken von Arcachon hat durch den Sturm Schäden davongetragen. Übel mitgespielt hat das Unwetter auch den Austernkulturen. Die Züchter arbeiten mit Hochdruck daran, die Aufzuchtbehälter mit dem Austernachwuchs zu bergen und wieder dort zu verankern, wo die Bedingungen am günstigsten sind. Dabei ist keine Zeit zu verlieren, da in der kommenden Woche bei niedrigeren Koeffizienten (und dadurch nicht mehr soweit fallendem Wasser bei Ebbe) die notwendigen Rettungsmaßnahmen schlechter durchzuführen sein werden als im Augenblick.

(  L’île aux oiseaux sous les eaux   ,  in  :  SUD OUEST, 29. Jan. 2009)

 

 

Sonderheft des SUD OUEST

Wenige Tage nach dem Sturm vom 24. Januar 2009 gibt der SUD OUEST eine Sonderausgabe heraus, die diesem Ereignis gewidmet ist. Dieses Spécial Tempête 2009 umfasst 32 Seiten und kostet 1,50. Erhältlich an  allen Stellen, an denen Zeitungen verkauft werden oder aber über die Internet-Adresse: http:  boutique.sudouest.com  product.php?id_product=67 Ein Teil der Verkaufserlöse wird einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.

(SUD OUEST, 29. Jan. 2009)

 

 Ein nunmehr kompletter Mauriac 

  François Mauriac (1885-1970), einer der renommiertesten Schriftsteller Frankreichs des 20. Jahrhunderts, der als achter Franzose 1952 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde,  war ein Sohn Bordeaux’. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass von ihm ein kleines Büchlein mit dem Titel Bordeaux stammt, das erstmals in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschien, damals jedoch in einer vom Autor  selbst um einige Seiten gekürzten Fassung.

Auf verschlungenen Wegen ist der Originaltext des Manuskripts nun in einer neuen integralen Fassung im Druck erschienen. Kenner bescheinigten schon der 1926 erschienenen ersten Version, dass sie einen hervorragenden Einblick in das Bordeaux der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts vermittelte, ein Grund mehr für alle Interessierten, sich die neueste Ausgabe zu sichern.

 François Mauriac: Bordeaux, Editions L’Esprit du temps,9,50 €

 (  Cathérine Darfay : Le Bordeaux retrouvé de Mauri  ac, in : SUD OUEST, 29. Jan. 2009)

 

 

     Kosten des Orkans   

Lange bevor exakte Berechnungen angestellt werden können, machen sich die Versicherer Gedanken über das, was an Kosten wegen des Orkans vom 24. Januar 2009 auf sie zukommen kann oder wird. Vorläufiger Ausgangspunkt der Schätzungen sind die 7 Milliarden Euro, die der Orkan vom 27. Dezember  1999 im Südwesten Frankreichs gekostet hat. Daran anknüpfend wird die Zahl der damals und kürzlich betroffenen Departments verglichen und daraus erste Zahlen abgleitet. Danach bewegen sich die ersten Annahmen für den jüngsten Orkan auf Werte zwischen 875 Millionen Euro in einer allerdings sehr optimistischen Variante und 2,8 Milliarden. Genaues ist aus einer Reihe von Gründen noch nicht zu sagen, feststeht aber, dass die auf die Versicherer zukommenden Forderungen den Rahmen des Üblichen bei weitem sprengen werden.

(  Delphine de Mallevoüe : Le tempête pourrait coûter trois milliards aux assureurs  , in :  Le Figaro, 28. Jan. 2009)

 

 

     Stromleitungen unter die Erde   

Angesichts der jüngsten Unterbrechungen der Stromversorgung und der Telefondienste im Südwesten Frankreichs ist es kaum verwunderlich, dass die Diskussion darüber, wie die Leitungsnetze für Elektrizität und Telefon katastrophensicher gemacht werden können, wieder aufgenommen wird. Grundsätzlich möglich ist das, wenn auch mit einigen technischen und vor allem finanziellen Problemen. Um die in Frankreich oberirdischen Stromleitungen unter die Erdoberfläche zu bringen, wären 100 Milliarden Euro aufzuwenden. Abgesehen vom Hochspannungsnetz, das nach derzeitigem technologischem Stand kaum unterirdisch zu verlegen ist, sind seit 1999 rund 95% der neu angelegten Linien mit mittleren Spannungen  und 100% der Verbindungen im Niedrigspannungsbereich unterirdisch ausgeführt worden. Das bedeutet für Linien mittlerer Spannung, dass jährlich etwa 5.000 km in Erdkabeln verlegt werden. Angesichts der vorhandenen 800.000 km ist leicht auszurechnen, wann alle Leitungen dieser Art katastrophensicher sein werden.

In Deutschland ist man da um einiges weiter, da dort rund 70% der Linien niedriger und mittlerer Spannung im Erdboden verlaufen. Dabei ist jedoch, für die französischen Stromversorger besonders wichtig, zu berücksichtigen, dass die Besiedlungsdichte in Deutschland meist deutlich höher ist als in Frankreich und dass demzufolge die Gesamtkosten jenseits des Rheins niedriger ausfallen.

(  Fr. de Monicault : L’enfouissement des lignes fait débat, in : Le Figaro, 28. Jan. 2009

 

 Seit dem 28. Januar 2009 ist Euronat wieder per Mobiltelefon erreichbar.

 

     Ansturm auf Stromerzeuger     

Im Gewerbegebiet Bordeaux-Lac und anderswo sind in den einschlägigen Geschäften bestimmte Artikel seit dem Sturm vom 24. Januar 2009 ausverkauft oder zumindest sehr knapp geworden. An erster Stelle stehen Stromerzeuger, die schon am Samstag unmittelbar nach dem Orkan  ausverkauft waren. Ebenso nachgefragt und schnell aus den Regalen verschwunden waren Kettensägen. Sprunghaft angestiegen ist auch die Nachfrage nach Planen und Öl für Kettensägen.

Besonders Vorsichtige hatten schon am Freitag ihren Bedarf gedeckt, nachdem sie die Warnungen der Wetterdienste gehört und als erstzunehmend eingestuft hatten. Inzwischen sind die ersten Nachlieferungen eingetroffen und die Auslagen sind nicht mehr gänzlich geleert.

(  Ruée sur les groupes électrogènes  , in: SUD OUEST, 28. Jan. 2009)

 

  

     Sturm-Bilanz für Vendays-Montalivet   

Die schwersten Böen gingen am 24. Januar gegen 9 Uhr über   Vendays-Montalivet hinweg. Der Strom war jedoch schon seit 4.00h unterbrochen und damit zeitgleich das Telefon-Festnetz. Strom- und Telefonleitungen lagen am Boden. Dachziegel und Schornsteine sind in Mitleidenschaft gezogen. Das Dach der Autowerkstatt Dupraten ist weggeflogen. Glücklicherweise sind keine Personenschäden zu beklagen. Am Montag wurde gegen Abend ein Stromerzeuger in Vendays aufgestellt, der die  Trinkwasserversorgung sichern sollte. Die Lyonnaise des eaux  , das Wasserversorgungsunternehmen, versicherte, in den zurückliegenden Tagen haben es zwar Schwankungen im Wasserdruck gegeben, die Versorgung habe aber funktioniert.  Auch die Entsorgung des Schmutzwassers wurde gesichert durch den Einsatz von Stromerzeugern für  Pumpstationen. Am Sonntag gegen 21 Uhr wurde die Stromversorgung des Seniorenheims provisorisch hergestellt durch Aufstellung eines Stromerzeugers.

Der Ortsteil Montalivet ist im ganzen besser weggekommen. Zwei überdachte Terrassen von Geschäftslokalen sind zusammengebrochen, Dachziegel, Windschirme, Stühle, Tische sind davon geweht worden, alles in allem aber kein Vergleich mit 1999. Zudem haben die Arbeiten nach dem Orkan von 1999 ihre Früchte getragen. Telefon und Stromversorgung sind unter die Erde gelegt und daher nicht geschädigt worden.  Im CHM sind drei oder vier Dächer beschädigt worden (von über 2.000). Die Direktion des Geländes bittet die Eigentümer, gegebenenfalls selbst zu kommen, um evtl. vorhandene Schäden festzustellen. Im CHM sind Strom- und Telefonnetz nicht unterbrochen.

Seit Dienstag um 12.15 Uhr ist das Ortszentrum von Vendays wieder am Stromnetz. Damit sind die Voraussetzungen für die Rückkehr zur Normalität gegeben.

 (  Lyne Llobell : A l’heure de constat  , in: SUD OUEST, 28. Jan. 2009)

 

   

 

     Aus für 300-jährige Kiefer   

In Mérignac hat der jüngste Orkan einer 300-jährigen Schirmpinie (franz.: pin parasol  ) so zugesetzt, dass der Baum aus Sicherheitsgründen abgetragen werden musste.  Für viele Bewohner ein trauriger Abschied von einem Symbol, von dem man nach einer Grundsanierung vor 10 Jahren  hoffte, dass es noch ein oder mehr  Jahrhunderte überdauern würde. Der Verlust wird umso schmerzhafter empfunden, als es nur wenige pins parasols in der Gegend gibt, die zwar Kiefern im Überfluss aufweist, überwiegend jedoch der Art pin maritime  .

(  Olivier Delhoumeau : L’arbre symbole de Mérignac a succombé  in: SUD OUEST, 27. Jan.

     

 

 

     Parkverbot der besonderen Art   

In Bordeaux gibt es eine besondere Form des Parkverbots, die keinen einzigen Autofahrer zu den sonst fast zwangsläufig einsetzendenReaktionen veranlasst. Es geht in diesem Fall nicht um den Straßenverkehr, sondern um die Sicherheit. Die ist nämlich in den öffentlichen Parkanlegen der Stadt nach dem Orkan vom 24. Januar  nicht gewährleistet, solange die entwurzelten 400 Bäume nicht beseitigt und solange in den Bäumen immer noch zahlreiche abgebrochene Äste von teilweise beträchtlichem Gewicht hängen, die ahnungslosen Passanten gefährlich werden könnten. Aus diesem Grund bleiben die Tore  aller öffentlichen Parks, die von Einzäunungen umgeben sind, verschlossen, bis alle Gefahrenquellen beseitigt sind. Für die anderen Parks gilt ein Eintrittsverbot, das jedoch nur bedingt respektiert wird. Daher wird an diesen Anlagen vordringlich gearbeitet.

(Les parcs de la CUB, trop dangereux, resteront fermés au moins plusieurs jours, in : SUD OUEST, 27. Jan. 2009

   

     Erste Bilanz des Sturms vom 24. Januar für das Médoc   

Am Tag nach dem Unwetter vom 24. Januar versammelte der Vizepräfekt von   Lesparre alle Bürgermeister der Gemeinden des Médoc  , um eine erste Einschätzung der aufgetretenen Schäden vorzunehmen. Dabei bestätigte sich der aus den Nachrichten bereits zu entnehmende Befund, dass die südlichen Regionen des Médoc am stärksten in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Vor allem die Gemeinden Le Porge, Le Temple und Saumos  haben gelitten.

In den Waldgebieten sind schwere Schäden aufgetreten, die nach Ansicht von Fachleuten denen entsprechen, die vor zehn Jahren weiter  nördlich registriert werden mussten. Wohn- und Wirtschaftsgebäude haben mit Ausnahme einzelner Schäden an Dächern den Sturm im ganzen gut überstanden. Die Stromversorgung und das Telefonnetz sind hingegen stark beschädigt worden. Die Störungen im Kommunikationsbereich haben auch die Arbeit der Vizepräfektur in Lesparre beeinträchtigt, die teilweise mit Boten Nachrichten übermitteln musste, die sonst per Telefon verbreitet worden wären. Zwei Tage nach dem Unwetter waren noch ungefähr zwanzig Gemeinden ohne Strom. Die Festnetztelefone waren weitgehend noch immer außer Betrieb. Das Mobiltelefonnetz war fast gänzlich lahmgelegt. Die Stromversorgung soll bis auf einzelne Ausnahmen bis zum Ende der laufendenden Woche wiederhergestellt werden. Damit wird gegenüber 1999 viel weniger Zeit vergehen bis zur Rückkehr der Normalität. Dennoch wird betont, es sei notwendig, in einem waldreichen Gebiet wie dem Médoc  die gesamte Stromversorgung unter die Erde zu verlegen. Ärgerlich reagierten einzelne Anwesende wegen der Tatsache, dass nach den Erfahrungen von 1999 ein Plan ausgearbeitet worden war für die Ausstattung der Seniorenwohnanlagen mit Stromerzeugern, um Notfällen vorzubeugen. Trotz der Planung sei aber wenig geschehen, um ein erkanntes Problem abzustellen. Demnächst soll auf einer eigens einberufenen Zusammenkunft das Thema aufgegriffen werden.

(  Julien Lestage : Premier bilan au lendemain de la tempête Klaus  , in: SUD OUEST, 27. Jan. 2009)

 

     Situation im Département Gironde am Morgen des 27. Januar:   

Die Feuerwehr hat 4.450 Hilferufe erhalten. 114.000 Haushalte sind noch immer ohne Strom; damit sind 59% der Stromunterbrechungen behoben. Für die durch Stromunterbrechungen ausgefallenen Pumpen der Wasserversorgung sind Stromerzeuger aufgestellt worden. Dennoch gibt es noch Haushalte ohne fließendes Wasser. 38.000 Festnetztelefone sind noch nicht wieder betriebsbereit. 14 Relaisstationen des Mobilfunknetzes sind noch ausgefallen. Wegen der Hochwassersituation ist ein Beobachtungsstab eingerichtet, der besonders fünf Bereiche kontrolliert: Garonne,  Zusammenfluss   Garonne-Dordogne  , Dordogne  , Isle und Drone . Die Bahnverbindungen sind wieder aktiv. Ausnahmen: Bordeaux – Médoc   und Bordeaux – Dax  . Wälder: Zutritt verboten. Wegen der noch nicht abzuschätzenden Risiken ist durch Verordnung der Präfektur der Zugang zu den Wäldern des Departements bis auf weiteres untersagt. Schulen: fast alle Schulen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen.

(  Fl. M. : Le point sur la tempête dans le départemen  t, in : SUD OUEST,

    1. Jan. 2009)

    

 

     Letzter Stand (Montag, 26. Jan. 2009, 23.00h):   

Um 19.49h wird bekannt gegeben, dass fast alle Schulen der Region ihren Betrieb am Dienstag, 27. Januar, wieder aufnehmen werden. Um 21.13. wird mitgeteilt, dass der Verkehr der SNCF Bordeaux- Médoc  noch gesperrt ist. Die TGV-Verbindung Bordeaux-Paris funktioniert, der Bahnverkehr Bordeaux-Toulouse ebenfalls. Die Linien Bordeaux-Saintes  und Bordeaux-Périgueux werden am Morgen des Dienstag wieder befahren, die Verbindung Bordeaux-Dax am Mittwochabend. Im Département Gironde sind noch 95.000 Haushalte ohne Strom, bei 1.700 Personen ist die Wasserversorgung noch unterbrochen. Die Hauptstraßenverbindungen sind wieder frei. Um 21.52h sind im gesamten Südwesten Frankreichs 427.000 Haushalte noch ohne Strom (75% der von  Stromunterbrechungen betroffenen Haushalte sind wieder am Netz)

 

    

     Langsam zurück zur Normalität   

Der Orkan ist abgezogen, seine Folgen bleiben. Die Stromversorgung ist immer noch nicht flächendeckend wieder in Gang gekommen. 3.930 mal wurde die Feuerwehr im Departement Gironde zu Hilfe gerufen. Davon sind die meisten Fälle inzwischen erledigt. Der Verkehr läuft auf den Departementsstraßen wieder normal, einige Gemeindestraßen sind aber noch blockiert. Einige Ampelanlagen in Gebieten mit Stromausfällen funktionieren noch nicht wieder. In Bordeaux läuft der Straßenbahn- und Busverkehr wieder normal. Der Eisenbahnverkehr Bordeaux-Tours und Bordeaux-Hendaye ist wieder aufgenommen worden, die Strecken von Bordeaux nach Toulouse und nach   Nantes sind noch nicht freigegeben. Gefahr geht immer noch aus von unsachgemäß betriebenen Stromerzeugern, die in mehreren Fällen behandlungsbedürftige Vergiftungen verursacht haben.

(SUD OUEST, 26. Jan. 2009)

 

 

     Problemzone Stromversorgung   

 Immer noch sind 180.000 Haushalte im Department Gironde ohne Strom. Dabei arbeiten 450 Spezialisten aus der Region, verstärkt um 160 weitere aus Nordfrankreich mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden. Die Arbeiten konzentrieren sich dabei zunächst auf die Teile des Systems, durch deren Wiederherstellung eine möglichst große Zahl von Abnehmern wieder ans Netz gebracht werden kann.  Zur Zeit wird an 500 Baustellen gearbeitet. Schwerpunkt der Schäden sind waldreiche Gebiete im Médoc  , um Libourne  , am Bassin von Arcachon und um Langon  . An 25 Stellen sind Stromerzeuger installiert worden, um Wasserwerke, Pflegeeinrichtungen etc. mit dem notwendigsten Strom zu versorgen. (  Isabelle Halliez: 180.000 foyers sans électricité  , (in: SUD OUEST, 26. Jan. 2009)

 

     Existenzangst bei Waldbesitzern   

Der Orkan vom 24. Januar 2009 hat dem Waldbestand wieder schwere Schäden zugefügt. Diesmal wurde der Süden des Médoc und die daran angrenzenden Teile des Nachbardepartments Landes am schwersten getroffen. Erschwerend kam hinzu, dass der Waldboden durch intensive Niederschläge aufgeweicht war und dadurch viele Bäume entwurzelt wurden, die bei trockeneren Bedingungen vielleicht stehengeblieben wären. So ist die Bilanz aber erschreckend, zumal auch jüngere Bestände stark geschädigt wurden. Damit sind große Teile der Waldflächen, die in der Zukunft Erträge abwerfen sollten, vernichtet. Pessimismus herrscht auch hinsichtlich der Aussichten, die Mengen der zu Fall gebrachten Bäume zu vermarkten. War nach dem Orkan von 1999 viel Nachfrage aus Spanien und Portugal gekommen, so ist angesichts der wirtschaftlichen Lage derzeit von dort kaum mit Absatzmöglichkeiten zu rechnen. Das gibt Anlass zu weiteren Befürchtungen, weil anzunehmen ist, dass viele kleinere Waldbesitzer ihre Parzellen nicht sachgerecht aufräumen und sich in weiten Waldgebieten Zustände herausbilden werden, die aus feuerpolizeilicher Sicht gefährlich werden können.

(  Julien Lestage: La forêt dévastée  , in:SUD OUEST, 26. Jan. 2008)  (SUD OUEST, 25. Jan. 2009)

 

     Nach dem Sturm   

Der Orkan vom 24. Januar hat schwere Verwüstungen in den Wäldern im Süden des Département Gironde und im Département Landes angerichtet. Da es während des Sturms stark geregnet hat, sind in den betroffenen Gebieten die Schäden wegen des aufgeweichten Bodens, der den Bäumen weniger Halt gibt als in trockenen Zeiten teilweise größer als 1999. Vergleichsweise gut weggekommen sind diesmal die Wälder direkt an der Küste. Im Médoc funktionierte die Stromversorgung am Samstagabend lediglich in den Bereichen um Saint-Vivien, Le Verdon und Pauillac  . 60.000   Médocains saßen im Dunkeln. Am späten Vormittag des Samstag war das Mobiltelefonnetz im Médoc zusammengebrochen. Ein Zeitpunkt für die Rückkehr zur Normalität ist derzeit noch nicht zu benennen. Gravierende Probleme gibt es in Castelnau und Saint-Laurent mit der  Wasserversorgung, da dort die Pumpen mangels Strom nicht arbeiten. Am Morgen des 25. Januar waren 1,3 Millionen Haushalte noch ohne Strom. Die Verkehrsbeschränkungen wurden nach Abzug des Sturms aufgehoben. Um 10.00h ist die Zahl der Haushalte ohne Elektrizität auf 1,1 Millionen zurückgegangen.

Die SNCF kündigt um 11.15h an, dass der Zugverkehr südlich von Bordeaux wieder aufgenommen wird. Um 11.30h warnt die Präfektur der Gironde vor dem unsachgemäßen Gebrauch von Stromerzeugern in geschlossenen Räumlichkeiten. Neun Personen mussten wegen Vergiftungserscheinungen durch Abgase ärztlich versorgt werden. Um 12.20h teilt France Télécom mit, dass 350.000 Telefonanschlüsse ausgefallen sind. Um 16.30h gibt der Präfekt des Gers bekannt, dass alle Schulen des Departements am 26. Jan. geschlossen bleiben. Um 17.30h sind noch 800.000 Haushalte ohne Strom. Die Stromversorger erklären, dass die Ausfälle im Hochspannungsnetz innerhalb von fünf Tagen behoben sein sollen.

Um 19.30h wird für sechs Departments des Südwestens –   Charente-Maritime, Charente, Dordogne, Gironde, Landes, Gers – Hochwasseralarm gegeben. Um 20.00h erlässt der Präfekt des Gers ein Verbot, bis zum 28. Februar die Wälder des Departments zu betreten (Ausnahmen für Besitzer und Forstpersonal)

Um 20.30h sind noch 300.000 Festnetztelefone außer Betrieb. France Télécom hofft, bis Ende der Woche die Störungen zu beheben. Bei den Mobiltelefonen sind rund 25% der Geräte stumm.

(SUD OUEST, 25. Jan. 2009)

 

   

     Schweres Unwetter in Südwestfrankreich   

Am Samstag, 24. Januar 2009 hat ein schwerer Sturm den Südwesten Frankreichs heimgesucht und für gravierende Störungen des Lebens in der Region gesorgt. Der SUD OUEST gab über den ganzen Tag verteilt, fortlaufende Berichte zum Stand der Dinge. Wir fassen die wesentlichsten Informationen zusammen: 06.00h: Schwere Orkanböen: 162 km  h in Bordeaux (absoluter Rekord), 159 km  h in Biscarosse  , 144 km  h in Cap Ferret  06.30h: 500.000 Abnehmer ohne Strom, 200.000 im Département Gironde  , 220.000 im Département Landes  . Mitteilung der Präfektur: demnächst Schließung des Pont d’Aquitaine  , Einstellung des Flugbetriebs in   Mér ignac  . 07.30h: In Bordeaux Einstellung des Bus- und Tramverkehrs 08.00h Vorhersage weiterer schwerer Orkanböen für Gironde und Lot-et Garonne   Gemessen: 165 km  h in Biscarosse  , 161 km  h Cap Ferret  , 08.15h Sperrung des Pont d’Aquitaine in beiden Richtungen 08.30h Im Gers Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert, Unterbrechungen des Zugverkehrs 08.40h Nunmehr 700.000 Haushalte ohne Strom; Orkanböen: 170 km  h in Cap Ferret; Störungen des Zugverkehrs in Gironde 09.00h 1.000.000 Haushalte im Südwesten ohne Strom, davon 340.000 in   Landes  , 205.000 in Gironde 

09.15h Orkanböen: 169 km  h Cap Ferret  , 152 km  h Pointe de Socoa 

09.20h Einstellung des Zugverkehrs südlich von Bordeaux

10.00h Einstellung des Flugbetriebs in Toulouse-Blagnac  ;

11.00h Auslösung des plan Orsec (Katastrophenplan)

11.15h In Gironde sind 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz, die 1.077 mal zu Hilfe gerufen werden

12.40h Erstes Todesopfer in Landes 

12.50h Der interne Notfallplan im Atomkraftwerk Blaye wird ausgelöst wegen der Windstärke und der Gefahr von Überschwemmungen

13.00h Bekanntgabe, dass der Flugverkehr in Mérignac um 15.00 Uhr wieder aufgenommen werden kann.

14.00h der interne Notfallplan für Blaye wird aufgehoben

14.30h 250.000 Haushalte in Gironde ohne Strom, vor allem um das   Bassin von Arcachon  , im Médoc und im Großraum Bordeaux

15.30h Zweites Todesopfer

16.00h Allmähliche Wiederaufnahme des Busverkehrs in Bordeaux

17.00h Drittes Todesopfer

18.30h Eine Frau stirbt, weil ihr Beatmungsgerät ohne Strom ist.

 (  Jean-Denis Renard :Quatre morts, dont trois dans les Landes, et quatre personnes blessées grièvement, des renforts pour dégager les routes etles lignes électriques  , in :SUD OUEST, 24. Jan. 2009)

 

 

 Gegen 20.30h wird Euronat wieder mit Strom versorgt. Nahezu gleichzeitig sind die Festnetztelefone wieder funktionsfähig. Euronat ist wieder  erreichbar. (UM)

    

 

     Geduldsprobe   

Die UNESCO-Experten, die dieser Tage in Bordeaux waren, um sich u. a. über die die dortigen Brückenbaupläne zu informieren, haben sich intensiv umgesehen und erklärt, sie seien nunmehr im Besitz des erforderlichen Wissens, um zu entscheiden, ob das wacklig gewordenen UNESCO-Label bestehen bleibt oder nicht. Wer gehofft hatte, nun bald Bescheid zu wissen, sieht sich jedoch getäuscht. Erst im Juni wird auf einer Konferenz in Sevilla über die heikle Frage entschieden. Dieser Zeitpunkt ist allerdings kein unfreundlicher Akt, sondern allein dem Umstand geschuldet, dass nur auf einer Konferenz von der Art, wie sie in Sevilla stattfinden wird, Fragen für Beibehaltung oder Aberkennung des begehrten Labels entschieden werden können. Vorschrift ist Vorschrift.

(  Jean-Paul Vigneau: Rendez-vous à Séville  , in :  SUD OUEST, 23. Jan. 2009)

 

  Reise in das Land der Kraniche 

Kraniche gehören mit einer Spannweite von rund zwei Metern und einer Größe von 1,20 m zu den größten Vögeln Europas. Die überaus scheuen Vögel ziehen in der warmen Jahreszeit ihre Jungen in nördlichen Gefilden, beginnend in Mecklenburg-Vorpommern auf. Ihre Winterquartiere liegen in südlicheren Regionen, z. B. in der Nähe von Captieux  , (  Haute Lande  ), etwa auf halbem Wege zwischen Bordeaux und   Mont-de-Marsan  . Die dortige Kranichkolonie umfasst rund 10.000 Vögel, die von Naturinteressierten unter sachkundiger und behutsamer Führung besucht werden können. Diese Veranstaltungen werden durchgeführt am 25. Januar, 1., 8. und 15. Februar vom Parc régional des Landes de Gascogne (Tel. 05.56.22.80.93 oder www.parc-landes-de-gascogne.fr <http:  www.parc-landes-de-gascogne.fr  >) . Teilnahme nur nach vorheriger Reservierung eines Platzes möglich. Ausgangspunkt ist Captieux.

(  Pierre Lascourrèges: Le pays des grues  , in:   SUD OUEST, 23. Jan. 2009)

 

(  Captieux  , an der N524 gelegen, etwa auf halbem Weg zwischen   Bordeaux und Mont-de-Marsan  , von Euronat etwa 160 km entfernt. UM)

    

 

 

     Zornige Winzer   

Im Zusammenhang mit der Änderung der Satzung für die Foire aux Vins in Lesparre haben sich die Winzer massiv gegen die Teilnahme von Weinhändlern an der Weinmesse ausgesprochen. Auf der Generalversammlung des Comité de la Foire aux Vins de Lesparre-Médoc war deswegen erhebliche Spannung zu spüren. Der gegenwärtige Vorstand der Messe will diese öffnen für alle Weine, was im Prinzip nur gehen würde, wenn die nicht aus dem Médoc oder dem Bordelais kommenden Weine von Händlern angeboten würden. Die ortsansässigen Weinbaubetrieben sperren sich nicht vollständig gegen die Ausweitung über die engeren Grenzen hinaus, verlangen aber, dass dann die jeweiligen Produzenten selbst ihre Weine vorstellen müssten. Wenig strittig war  hingegen eine Satzungsänderung, bei der der bisherige Conseil d’administration abgeschafft und aus allen diesbezüglichen Artikeln des Statuts gestrichen wird. Vereinsorgane werden künftig nur noch sein die Generalversammlung (  assemblée générale  ) und der erweiterte Vorstand (  bureau élargi  ), dem eine zweite Schriftführerin und ein zweiter Schatzmeister angehören werden.

Der Etat der kommenden Foire aux Vins wird nicht gerade üppig sein, aber die Gemeinde steuert 20.000 Euro bei. Die Organisatoren gehen davon aus, das damit ein den Ansprüchen gerecht werdende Veranstaltung gesichert werden kann. Ideen gibt es jedenfalls genug. (  Sylvaine Dubost: Les viticulteurs en colère,  in SUD OUEST, 22. Januar 2009)

 

 

  Motivationsschub  durch das Deutschmobil 

Hallo! Guten Tag, willkommen! So wurden die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5 des Collège  Canterane  in Castelnau durch das   Deutschmobil  , gesteuert von einer deutsch-französischen Lehrerin, neugierig gemacht auf die zweite lebende Fremdsprache, die sie in wenigen Monaten mit Eintritt in die 4. Klasse lernen sollen. Auf der Informationsveranstaltung, die ihnen das Deutschmobil vermittelte, bekamen sie in Dialogen und interaktiven Spielen erste Eindrücke der Sprache ihrer Nachbarn jenseits des Rheins. Die Mädchen und Jungen, die Deutsch als Fremdsprache wählen, werden es in einem  Austausch mit Schülerinnen und Schülern einer Schule in ihrer Partnerstadt  Bad Sachsa auch wirklich praktizieren und vertiefen können. Das Gegenstück zum Deutschmobil in Castelnau sind die 10   Francemobile  , die in Deutschland im Einsatz sind.

Wer in Frankreich Deutsch lernt, hat später im Berufsleben etwas vorzuweisen, was ihn durchaus attraktiv macht. Derzeit melden französische Unternehmen, dass sie 180.000 Stellen für Mitarbeiter mit Deutschkenntnissen nicht besetzen können.

(  Laurent Sicard  Jean Claude Rigault : A la rencontre de la « Deutschmobil », in : SUD OUEST, 21. Jan. 2009)

 

 

 Klinik Lesparre

In der Notfallmedizin der Poliklinik in Lesparre fehlen Ärzte, und das schon seit Monaten. Im vergangenen Oktober waren drei ausländische Ärzte entlassen worden, die keine Arbeitserlaubnis erhalten hatten und demzufolge nicht weiter beschäftigt werden konnten. Nach deren Ausscheiden ist die Zahl der vollzeitbeschäftigten  Ärzte von 7,5 auf 5,5 gesunken. Tatsächlich würden zehn Vollzeitärzte in der Notfallversorgung gebraucht. Notgedrungen müssen die wenigen verfügbaren Mediziner Überstunden leisten, einer von ihnen war in einem Monat 240 Stunden im Einsatz, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend hätten es 151 Stunden sein sollen. Es muß also etwas geschehen.

Der Notdienst der Poliklinik in Lesparre wird pro Jahr rund 15.000 mal in Anspruch genommen. Dabei ist die Nachfrage ansteigend. Schließlich wirkt sich auch die Bevölkerungszunahme im Médoc um 10% in den letzten zehn Jahren aus.

(Julien Lestage : Polyclinique de Lesparre : les urgentistes sous pression, in: SUD OUEST, 21. Jan. 2009)

 

  Erosion in Amélie

Am Südstrand von Amélie frisst sich der Ozean weiter und weiter in das Land. Inzwischen ist ein Haus akut bedroht, das nur noch neun Meter von der steil abfallenden Dünenkante entfernt ist. Und täglich wird der Abstand geringer. Der Besitzer, der das Haus erst vor kurzem erworben hat, plant Maßnahmen, die den weiteren Abbruch der Düne verhindern sollen, die jedoch erhebliche finanzielle Aufwendungen verlangen. Nördlich von dem bedrohten Haus ist in den letzten Jahren eine umfangreiche Sicherung des bedrohten Küstenstreifens durchgeführt worden. Dazu wurden für drei Millionen Euro massive Felsbrocken aufeinander geschichtet, die den gewünschten Effekt haben und das weitere Vordringen des Meeres verhindern. Südlich davon wurde eine Reihe massiver Stämme in den Meeresgrund eingebaut, die eigentlich dafür sorgen sollten, dass sich dahinter Sand ansammelte, der dem Zurückweichen der Küstenlinie Einhalt gebieten sollte. Dieser Effekt ist jedoch nicht eingetreten, im Gegenteil hinter der Pfostenreihe bilden sich Wirbel, die Sand ausspülen und damit die Küste nicht schützen, sondern zusätzlich und beschleunigt gefährden.     

Jetzt  muss schnellstens gehandelt werden. Vor dem  akut gefährdeten Haus sind in den letzten beiden Wochen drei Meter Strandkante abgebrochen. Gefahr droht jedoch nicht nur diesem Haus, sondern einem großen Teil des südlichen Amélie, in dem die Infrastruktur, weitere Häuser und eine Ferienanlage einem derzeit noch ungewissen Schicksal entgegengehen, wenn nicht sofort und energisch Gegenmaßnahmen ergriffen werden.  

  (Julien Lestage : L’érosion s’accélère sur la zone sud de l’Amélie, in: SUD OUEST, 21. Jan. 2009)   

 

     Darf man beim Autofahren niesen?   

In Frankreich eigentlich nicht. Wenn es doch geschieht, dann verstößt das im Prinzip gegen den Artikel R 412-6 des Code de la route  , in dem es heißt, dass jeder Fahrzeuglenker jederzeit, unbehindert und unverzüglich in der Lage sein muss, das zu tun, was er als Fahrzeuglenker zu tun hat. Wer niest, ist aber, zumindest kurzzeitig, mit anderen Dingen beschäftigt als sie das Fahrzeuglenken verlangt. Kürzlich wurde eine Autofahrerin in Bruges mit einem Bußgeld belegt, weil sie am Steuer geraucht hatte. Begründung: siehe oben Art. R 412-6.

Der Präsident des regionalen Automobilklubs erklärt dazu, das Vorgehen der Polizei sei legal aber gegen die Vernunft. Wenn man den Gedanken weiterspinne, komme man zu der Frage, was denn beim Autofahren noch mit Bußgeldern belegt werden könne, wenn der oben genannte Artikel konsequent und hart angewendet werde. So müsse gefragt werden, ob es z.B. strafbar sei, wenn ein Autofahrer während der Fahrt verliebte Gedanken habe, wenn er sich überlege, wie er dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen könne oder wenn er während der Fahrt ein Butterbrot esse?

Das ist der Stoff, aus dem die Angstträume des Autofahrers in Frankreich gemacht werden könnten. Zur Zeit haben Franzosen am Steuer aber offenbar wenig Angst vor dem strafenden Arm der Ordnungshüter. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage enthüllte, dass ein Drittel von ihnen während der Fahrt immer noch telefoniert, ein Viertel fährt, auch wenn man mehr als zwei Glas in sich hat. 76% der Automoblisten geben zu, dass sie nicht immer halten, wenn die Ampel orange zeigt, 65% fahren mit Tempo 65 innerorts, 24% überfahren durchgezogene weiße Mittellinien, 23% überholen rechts. Und immer mehr LKW-Fahrer haben Gefallen daran, während der Fahrt das Fernsehen einzuschalten oder sich nebenher mit einer Playstation zu beschäftigen. Ob man darüber nachdenken muss, Straßenverkehr konsequent zu meiden? Gründe genug gibt es offenbar.

(  Hélène Rouquette-Valeins : Conduire, fumer ou manger, il faut choisir  , in: SUD OUEST, 20. Jan. 2009)

 

 

     Ausblick für Lesparre     

Bei der ersten offiziellen Veranstaltung des Jahres zeigte sich der Bürgermeister von Lesparre zufrieden mit der Arbeit der Ordnungshüter  seiner Gemeinde, die es geschafft hätten, die Zahl von Verbrechen und Vergehen um 30%  zu senken. Im soeben gestarteten Jahr seien in Lesparre bald Verbesserungen im Bereich der Kommunikation und der Arbeitsvermittlung  zu erwarten. Hinsichtlich neuer Vorhaben der Kommune hielt er sich bedeckt, da er den Beschlüssen des Gemeindreates nicht vorgreifen wolle. Er erinnerte daran, dass unter anderem bereits beschlossen sei, den Tour de l’Honneur zu restaurieren, die Tribüne des Stadions zu sanieren und den Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten.

Auf gutem Wege sei die Planung für den neuen Kreisverkehr   Saint-Léonard  , für den nur noch die erwarteten Subventionen eintreffen müssten. Die Ortsumgehung, die bereits mehrfach angemahnt wurde, steckt immer noch in der Phase der Vorplanung. Irgendwelche zeitlich konkretisierbaren Erwartungen gibt es in diesem Bereich nicht.

(  Des travaux nécessaires pour l’économie de la ville , in : SUD OUEST,Jan. 2009)

 

     Neues zum Projekt Gastankerhafen     

Als vor einem Monat der Präfekt des Départements Gironde den Bauantrag für den geplanten Gastankerhafen in Le Verdon wegen Unvollständigkeit zurückgegeben hatte, reagierte der Antragsteller so, dass man meinen konnte, die Nachbesserung des Bauantrags sei ein mehr formales und schnell zu besorgendes Unterfangen. Aus dem Bericht der DRIRE (  direction régionale de l’industrie, de la recherche et de l’environnement  ), der Entscheidungsgrundlage für den Präfekten, geht hervor, dass die Bedenken und Vorbehalte gegen das Gastankerhafenprojekt doch erheblicher sind, als die Firma 4Gas dies dargestellt  hatte. Es geht tatsächlich um einen ganzen Katalog von durchaus gewichtigen Fragen und Aspekten, die die Antragssteller übergangen oder nur kurz gestreift haben.

Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. 4Gas gibt sich weiter optimistisch und kündigt an, man hoffe, noch in diesem Jahr die überarbeiteten Antragsunterlagen vorlegen zu können.

(Le Journal du Médoc, 20. Jan. 2009)

 

     Wachstumsnische Afrolook     

Auch wenn der gesamtwirtschaftliche Daumen in Frankreich stramm nach unten zeigt, gibt es (kleine) Ecken der Wirtschaft, die gegen den Trend laufen. Besonders gut sichtbar, weil an manchen Köpfen modebewusster Damen absichtlich zur Schau gestellt, ist das im Friseurgewerbe. Die Königinnen modischer Haargestaltung, sei es Haarverlängerung, Flechtkunst oder Färbetechniken, extravagante Kosmetika und Schminkstile, alles, was in diesen Bereichen derzeit top ist, kommt aus Afrika und wird zu Preisen angeboten, die fast jede sich leisten kann. Folglich keion Wunder, dass der Kundinnenzustrom zu Boutiquen und Kosmetikinstituten in afrikanischer Hand enorm ist.

(  Dominique Manenc, De plus en plus fans de la mode afro , in:SUD OUEST,Jan. 2009)

 

    

     Bordeaux baut Position aus   

Trotz befürchteter negativer Auswirkungen der kürzlich durchgeführten Strukturreform und des Beginns der Wirtschaftskrise steht der Hafen von Bordeaux gut da. Im letzten Jahr wurde eine Zunahme des Güterumschlags auf 9 Mt (+ 8,4%) verzeichnet. Abgesehen von 2000, dem Jahr, das durch Nachwirkungen des Orkans  vom Dezember 1999 einen damit zusammenhängenden außergewöhnlichen Zuwachs hatte, muss man bis 1994 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Umschlag wie 2008 zu finden. Einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung im Jahre 2008 haben die wieder aufgenommenen Exporte von Raffinerieprodukten gehabt (230.000 t). Erheblichen  Zuwachs gab es auch beim Getreideexport (+19%). Deutliche Rückgänge (rund 20%) gab es hingegen beim Umschlag von Baumaterialien, von Futtermitteln (-31%) und Düngemitteln (-27%). Der Umschlag von Containern (55.000 Behältnisse, insgesamt 600.000 t) wurde nur von dem Rekordjahr 2007 übertroffen, blieb aber dennoch um 8% bei der Zahl der verladenen Container und um 15% bei der Tonnage hinter dem Resultat von 2007 zurück. Mit der Gesamtbilanz des Güterumschlags im Jahre 2008 festigte der Hafen von Bordeaux seine Position als bedeutendster Atlantikhafen Frankreichs.  

(  Les Echos judiciaires du 16 janv. 2009  )

 

     Was hat der neue amerikanische Präsident mit Hennessy?   

So weit man weiß nichts, zumindest nichts, was die Welt wissen müsste. Anders sieht es mit Hennessy und dem nächsten Präsidenten der USA aus. Der ist nämlich von den Reklameexperten des Cognacbrenners – sicher ungefragt – eingespannt worden in eine Werbekampagne. Dabei wird eine Sonderserie Hennessy in schwarz etikettierten Flaschen mit goldener Schrift herausgebracht, die beziehungsreich Henessy VS 44 heißt und auf dem Verschluss unübersehbar auf die Amtseinführung am 20. Januar 2009 hinweist. In der Mitte des Verschlusses prangt eine große „44“, der neue Präsident wird ja auch der 44. in einer langen Reihe US-amerikanischer Präsidenten sein. Die Werbestrategen führen aber noch Weiteres im Schilde. Die auf 180.000 Exemplare angelegte Sonderausgabe des Hennessy wird zum Preis von 30 Dollar auf den Markt gebracht. Ein Teil des Verkaufserlöses soll an die Stiftung Thurgood Marshall College gehen, mindestens aber 50.000 Dollar. Ein mit Blick auf die Bedeutung, die Stiftungen in den USA haben, sicher klug gewähltes Vorhaben. Der Verkauf der Sonderauflage soll vornehmlich in den USA erfolgen, daneben in einigen wenigen afrikanischen Ländern und in der Karibik.

Wenn man berücksichtigt, dass die Verkaufszahlen des Hennessy in den USA im letzten Jahr um 14,8% zurückgegangen sind (nach zehn Jahren kontinuierlicher Steigerung) und dass die Zahlen in Europa (- 7,8% im Jahr 2008) durch die noch vorhandenen Zuwachsraten im fernen Osten (+ 6,2%) nicht ausgeglichen werden, dann versteht man, dass die Marketingleute bei Hennessy sich etwas einfallen lassen mussten, auch wenn man dabei den nächsten Präsidenten der USA einspannt. So richtig schlecht geht es Hennessy aber wohl nicht, denn im letzten Jahr sind zwar die Exportzahlen um 6,2% zurückgegangen, dennoch haben 148,2 Millionen Flaschen sich auf den Weg zu ihren Verbrauchern gemacht.

(  Philippe Ménard: Le cognac Hennessy surfe sur le succès d’Obama  , in :   SUD OUEST, 17. Jan. 2009)

 

 

     Französisch-amerikanische Freundschaft auf Weinbasis   

Vom 11. – 15. Januar 2009 führten etwa 10 Weingutsbesitzerinnen  und   oder ihre leitenden Angestellten aus dem Bordelais eine Gegeneinladung für eine ähnliche Anzahl im selben Bereich tätiger Kalifornierinnen durch. Dabei stellten sie den Damen  aus der neuen Welt drei prestigeträchtige Anbaugebiete der französischen Weinkultur vor: die Weine des Médoc  , aus St.Emilion und den  Sauternes  . Der Dienstagmorgen, 13. Januar, war im Château Paloumey und in  la Tour de Bessan ganz dem  Médoc gewidmet, am Nachmittag entdeckte man   Margaux  , und dessen weltberühmten grand cru classé  ,  der es durch seine kraftvolle Zartheit auch als sog. femininer Wein den Damen in besonderer Weise angetan hatte. Im Château Kirwan gab es dann auch eine Verkostung kalifornischer Weine. Am Mittwoch, d. 14. Januar ging die Rundfahrt nach St.Emilion und Donnerstag, d. 15. Januar war dem   Sauternes vorbehalten. Die einhellige Bewertung: dies war ein rundum geglückter Ausflug und Austausch

(  Louis Le Cor, Œnotourisme  ,  in SUD OUEST, 17. Jan. 2009)

 

 

  Druck für die Straße 

Am 16. Januar haben mehrere Hundert Mitglieder verschiedener Gemeinderäte angetan mit ihren offiziellen Schärpen für drei Stunden in der Richtung nach Norden den Verkehr auf der RN 10 bei Chantillac-Bors  (  Charente  ) blockiert. Ziel dieser Demonstration war es, aufmerksam zu machen darauf, dass die RN 10 zwischen Poitiers und Bordeaux immer noch nicht durchgehend vierspurig ausgebaut ist. Das fehlende 11,4 km lange Teilstück zwischen Reignac und Chevanceaux wird täglich von 17.000 Fahrzeugen benutzt, die Hälfte davon LKW. Die Demonstranten argumentierten, dass die Schließung der noch nicht vierspurigen Lücke rund 71 Millionen Euro kosten wird, die der Staat offenbar nur ungern ausgibt, während für Autobahnprojekte, wie z.B. die A 65, 1,2 Milliarden Euro lockergemacht werden.

( Jean-Denis Renard : Le chaînon manquant de la RN 10 , in : SUD OUEST, Jan. 2009)

 

 

   Gesunde Finanzen  

Vor einem großen Aufgebot lokalpolitischer Prominenz hat der Senator und Bürgermeister von Soulac  , Xavier Pintat, ein zufriedenstellendes Bild von der finanziellen Situation der CdC de la Pointe du Médoc  (Gemeindeverband der Pointe du Médoc) gezeichnet. Auch die Leistungen, die im Jahre 2008 in Soulac erbracht worden sind, können sich sehen lassen: Straßenbau, Verstärkung des Trinkwassernetzes, Verbesserung der Straßenbeleuchtung, Anlage eines Spielplatzes in der   rue Victor Hugo und Ausbau der Start- und Landebahn auf dem Flugplatz von Soulac  . Der Gemeindverband (CdC), dessen Zweck und Bestimmung es sei, Vorhaben zu finanzieren, die eine einzelne Gemeinde nicht bewältigen könne, habe seit seiner Gründung 50 Millionen Euro investiert, bei einer Gesamtschuldenlast von 10 Millionen Euro. Dabei habe Port Médoc 42% dieser Schulden verursacht, 17% seien auf die Radwege entfallen und 14% habe der Kampf gegen die Erosion der Küste verschlungen. Die Investitionen der letzten Jahre trügen bereits Früchte, denn die Steuereinnahmen seien seit 2002 um 40% gestiegen.

Die nächsten Investitionen des Gemeindeverbandes seien geplant für den Hafen von St. Vivien, die unterirdische Verlegungen der Hochspannungsleitungen im Bereich des Golfplatzes von Grayan, Planungen für die Trasse des Radweges von Grayan nach Saint-Vivien , Beihilfen zur Kinderbetreuung und die Machbarkeitsstudie für einen parc aquatique in Vendays-Montalivet  .

(  Maguy Caporal: La CdC « pas endettée » , in :SUD OUEST, 16. Jan. 2009)

 

 

  Positive Bilanz   

Im dritten Jahr in Folge hat das Département Gironde eine abnehmende Zahl von  Straftaten verzeichnen können. Im Jahre 2008 wurden 85.283 Verbrechen registriert, 2007 waren es 88.947, eine Abnahme um 4,7%. Auch der Anteil aufgeklärter Straftaten hat sich positiv entwickelt. Er liegt für 2008 bei 38,8 %. Einen deutlichen Schatten auf diese positiven Werte wirft jedoch die Zahl der Verkehrstoten, die im Jahre 2008 auf 100 angestiegen ist (2007 waren es 72). Dabei hat die Zahl der Unfälle insgesamt abgenommen. Zugenommen hat sie hingegen bei Fußgängern und Zweiradfahrern, was erklärt, dass die Zahl der schweren Unfalle angestiegen ist. Hauptunfallursachen sind nach wie vor der Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit und Unachtsamkeit.

(  Jean-Michel Desplos : Un bilan d’excellence, in : SUD OUEST, 16. Jan. 2009)

 

 

   Schlechte Aussichten für dritte Innenstadtbrücke   

Der zuständige Regierungskommissar hat vor dem Verwaltungsgericht in Bordeaux, das über die Planungen für die neue Brücke über die Garonne befindet, gravierende Vorbehalte vorgebracht, die die Zukunftsaussichten des Bauwerks drastisch verschlechtern. So hat er darauf verwiesen, dass die bisher angesetzten Baukosten wesentliche Posten unberücksichtigt gelassen hätten. Weiter habe man es versäumt, sich bei den Veranstaltern von Kreuzfahrtreisen darüber Gewissheit zu verschaffen, ob und bis wann Bordeaux zu den Zielen gehört, die deren große Schiffe in Zukunft ansteuern. (Die Notwendigkeit einer Klappbrücke in den in Planung begriffenen Ausmaßen war damit begründet worden, dass Kreuzfahrtschiffe weiter bis in den Port de la lune fahren können sollten.)

Die von der CUB (  communauté urbaine de Bordeaux  ), dem Gemeindeverband des Großraums Bordeaux im September 2007 beschlossene Brücke soll(te) als Klappbrücke mit aufgestellt 55 m hohen beweglichen Teilen ausgeführt werden, 2 mal 2 Fahrbahnen erhalten und eine Tageskapazität von 40.000 Autos aufnehmen können, dazu Fußgänger, Radfahrer und Straßenbahn. Im Hintergrund steht bei alledem immer auch die Drohung der UNESCO, der Stadt Bordeaux den Titel Weltkulturerbe abzuerkennen wenn die Brücke gebaut wird. Die Entscheidung über die Zukunft der Brückenplanung ist für Experten eigentlich gefallen, wenn auch die formalen Ergebnisse noch ausstehen.

(SUD OUEST, 15. Jan. 2009)

 

  

   Preisverleihung in Soulac   

In Soulac fand dieser Tage die Vergabe der Ehrenpreise des dritten Wettbewerbs für die gelungensten Weihnachtsilluminationen an Privathäusern und für die ansprechendsten Geschäftsdekorationen statt. Der erste Preis für die Geschäfte ging an die Boutique Grain de Sable  (  rue de la Plage  ), ein weiterer Preis wurde der Boulangerie Bon für ihre Schaufensterdekorationen während des gesamten Jahres zuerkannt. Bei den Privathäusern wurden drei Preise vergeben (32, rue Victor Hugo  , CD 201 L’Amélie und 67, rue Roland Dorgelès  )

(  M. C. :Façades et jardins ont été récompensés ,in : SUD OUEST., 15. Jan. 2009)

 

 

   Trennung in Lesparre   

Die bislang unter einem Dach geführten Einrichtungen des Office du tourisme und des Tour de l’Honneur gehen von nun  an getrennte Wege. Hintergrund sind nicht etwa Vereinsquerelen, sondern eine administrative Gegebenheit, die diesen Schritt erfordert. Das Office du tourisme ist eine Einrichtung die vom Gemeindeverband Cœur du Médoc getragen wird, während der Tour de l`Honneur der Gemeinde Lesparre gehört.

Dass diese auf der diesjährigen Generalversammlung der beiden bislang zusammengehörenden Einrichtungen getroffene  Regelung einvernehmlich und aus Gründen der Notwendigkeit zustande kam, ergibt sich auch aus der Tatsache, dass in den Verwaltungsräten (  conseils d’administration  ) der beiden Vereine dieselben fünfzehn Personen sitzen. Einziger Unterschied ist, dass im conseil d’administration des Office du tourisme zwei zusätzliche Mitglieder sitzen, die den Gemeindeverband Cœur du Médoc  vertreten.

Die Zahl der Besucher des Tour de l’Honneur hat mit 1.257 im letzten Jahr deutlich zugenommen (+ 50% gegenüber 2007). Das Office du tourisme hatte in 2008 insgesamt rund 1.600 Besucher.

(  Georges Rigal : L’Office du tourisme et la Tour de l’Honneur se séparent, in : SUD OUEST, 15. Jan. 2009)

 

   

   Eiszeit  in Soulac  

In Soulac war für wenige Tage ein Sport möglich, der sonst in der Region eher nur theoretisch betrieben werden kann. Man konnte drei Tage lang Schlittschuh laufen. Das ging auf einer kleinen natürlichen Eisfläche neben dem Gewerbegebiet, wo das Eis die stattliche Dicke von 5 cm erreicht hatte.  Man konnte laufen, sofern man es noch konnte. Die letzte Gelegenheit dazu hatte es in Soulac im Januar 1995 gegeben. Und jetzt ist die erste Chance im  Jahre 2009 auch schon vorbei.

(SUD OUEST, 14. Jan. 2009)

 

   Bald Entscheidung  

Hochspannung in Bordeaux, zunächst bei rund dreißig Architekten und Beamten der Stadtverwaltung, die ein brisantes Dossier zu bearbeiten haben. Darin geht es um die Planungen für die Klappbrücke   Bacalan-Bastide  , die nach dem Willen der Stadtväter in näherer Zukunft eine zusätzliche Klammer zwischen den beiden Ufern der Garonne in Bordeaux herstellen soll. Die Planungen sind deswegen so brisant, weil im Hintergrund die Drohung der UNESCO steht, der Stadt den Titel des Weltkulturerbes zu entziehen, falls die fragliche Baumaßnahme durchgeführt wird. Vom 20. Januar an werden für drei Tage Experten der UNESCO in Bordeaux sein, um sich über die Planung für die neue Brücke und die damit verbundenen Konsequenzen zu informieren. Ein paar Tage vor der Ankunft der UNESCO-Beamten wird das Verwaltungsgericht in Bordeaux entscheiden, ob bei der Planung der neuen Brücke alles juristisch korrekt zugegangen ist. Die bequemere Situation haben bei dieser Problematik sicher die unbeteiligten Zuschauer, die nicht in der Verantwortung  für die Entscheidung stehen, dennoch aber die Konsequenzen der alles entscheidenden Kommission zu tragen haben.

(  Dominique de Laage : Pont levant : une semaine décisive, in : SUDOUEST, 12. Jan. 2008)

 

 

 

 

 

   Das Pfund –  nur noch ein Pfündchen?  

Die gegenwärtige Ab- bzw. Entwertung des britischen Pfundes im Vergleich zum Euro macht es vielen Briten, insbesondere den Rentnern, die sich in den letzten Jahrzehnten fest im Südwesten Frankreichs angesiedelt haben schwer, ihren Lebensabend wie geplant zu genießen. Inzwischen leben rund 150.000 Menschen mit britischer Staatsangehörigkeit im Südwesten Frankreichs. In manchen Gemeinden stellen sie 10% der Wohnbevölkerung. War das britische Pfund noch vor 18 Monaten 1,50 Euro wert und vor einem Jahr noch 1,30, so ist es nun bei 1,05 Euro angekommen. Für diejenigen,  die noch vor Monaten einen komfortablen Wechselkurs für ihre aus der britischen Heimat kommenden Renten und Pensionen bekamen, ist das eine herbe Umstellung mit mancherlei Konsequenzen. Von einem Exodus der Ruheständler zurück nach Großbritannien ist derzeit nichts zu spüren. Die zahlreichen jungen Briten, die im Südwesten Frankreichs leben und arbeiten, werden von der Wechselkurs-Problematik kaum berührt, da sie in Euro bezahlt werden. Bei den Touristenzahlen für die kommende Saison muss aber wohl mit kräftigen Rückgängen gerechnet werden, denn der Euroraum verteuert sich für alle Briten drastisch, vorausgesetzt die derzeitige Wechselkurssituation bleibt bestehen, gerechnet werden. Die Verlierer der gesamtwirtschaftlichen europäischen Krise werden sowohl die Urlauber, die ihre Zeit aus finanziellen Gründen nicht mehr in der von ihnen bevorzugten Gegend verbringen können und die in der Tourismusbranche Tätigen, Angestellte und Hotel- oder Ferienhausvermieter sein.

(  Jean-Denis Renard Janice Moody: Les Anglais du Sud-Ouest étranglés par l’euro  , in SUD OUEST, 11. Jan.2009)

 

 

     Magnet Gironde   

Nach den jüngsten Zahlen der Statistiker hat die Bevölkerung des   Départements Gironde in den letzten zehn Jahren um 106.279 neue Bewohner zugenommen. Vor zehn Jahren zählte man im gesamten   Département 1.315.300 Einwohner. Heute machen die 1.421.279   Girondins die Hälfte der Einwohner der Région Aquitaine aus. Die Bevölkerungsentwicklung ist dabei recht stetig gewesen: Im Jahr 1801 zählte man 502.723 Einwohner, 1968 waren es 1.009.000. Nur zwei cantons haben geringfügige Abnahmen zu melden: Lormont und   Captieux  . 714.737 Einwohner sind registriert in der Communauté urbaine de Bordeaux, dem aus 27 Mitgliedern bestehenden Gemeindeverband Bordeaux. Die eigentliche Stadt Bordeaux hat dabei von 218.948 Einwohner im Jahre 1999 um 7% zugelegt auf 235.878. Die stärksten Zuwachsraten gab es in Gemeinden unter 10.000 Einwohnern die am Ozean liegen: 1.713 Einwohner mehr in Biganos (+24,6%), 1.057 in Andernos-les-bains (+11,9%), 1.620 in Audenge (+40,76%), 931 in   Le Porge (45%). Zugenommen hat auch die Bevölkerung des Médoc, jedoch weniger stark als die  der genannten Küstenorte. Grund dafür mag vielleicht das Fehlen einer leistungsfähigen Straßenanbindung sein.

(  Jean-Paul Vigneaud: 106 279 nouveaux Girondins en dix ans  , in :   SUD OUEST, 10. Jan. 2009)

 

 

 

     Zufriedenheit in Mérignac     

Die Betreiber des Flugplatzes Bordeaux-Mérignac können auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Mit 3,5 Millionen Passagieren wurde das Vorjahresergebnis um 2,8% übertroffen. Das ist zurückzuführen auf das Hinzukommen neuer Fluggesellschaften, wie etwa   Baboo und neuer Ziele (Genf, Rom). Der Anteil der Fluggäste, die mit Billiganbietern reisten, hat um 14,2% zugelegt (30% mehr als 2007). Überdurchschnittlichen Zuwachs gab es bei der Verbindung nach Lyon, die 387.000 Fluggäste genutzt haben (gegenüber dem Vorjahr: +120.000), die damit die am stärksten frequentierte innerfranzösische Querverbindung ist. Ebenfalls stark zugenommen hat die Verbindung nach Genf (insgesamt 100.000 Fluggäste, Zunahme 52%).

(  Aéroport : une bonne année grâce à Lyon,     in : SUD OUEST, 09. Jan. 2009)

 

 

  Holz auf dem Vormarsch 

Zumindest da, wo es um das Heizen geht. Die Nachfrage nach Brennholz hat im Südwesten Frankreichs auch in diesem Winter weiter zugenommen, was bei den Energiepreisen kaum verwundern kann. Verständlich, dass die Holzhändler dies mit großer Zufriedenheit sehen, wenn sie auch mitten in der gegenwärtigen Kälteperiode nicht das ausliefern können, was Kunden verlangen. Die Lieferprobleme hängen auch damit zusammen, dass in den letzten Jahrzehnten der Brennholzhandel fast ganz zum Erliegen gekommen war. Von rund 80 Händlern in Bordeaux aus den sechziger Jahren ist ein einziger übriggeblieben. Der hat wie seine Kollegen im Département gut zu tun, weil etwa die Hälfte der Einfamilienhäuser in der Region ganz oder teilweise mit Holz beheizt werden (können). Bei vielen Bewohnern ist das Holz eher ein Zeichen gehobener Wohnkultur als Notwendigkeit zum Sparen. Die gesteigerte Nachfrage nach Brennholz hat vor etwa zehn Jahren eingesetzt und vor etwa fünf Jahren mit dem beschleunigten Anstieg der Heizölpreise noch deutlich zugenommen. Das Heizen mit Holz ist wirtschaftlich, zumindest in einer waldreichen Gegend wie dem Département Gironde  , erfordert jedoch mehr Arbeitsaufwand als der Einsatz von Öl oder Strom. Der Holzpreis liegt bei etwa 65 Euro pro Raummeter (  stère  ), wobei es für qualitativ weniger empfehlenswertes Holz wie das der Kiefer deutliche Abschläge gibt. Kiefernholz wird von privaten Anbietern zu  Preisen ab 15 Euro pro   stère angeboten. Das Preisgefüge für Laubholz im Fachhandel liegt deutlich darüber. Noch teuerer wird es, wenn das Holz in kleinen Beuteln sauber abgepackt wird. Dann sind bis zu 120 Euro pro stère fällig. Zusatzkosten können noch entstehen bei der Anlieferung von kleinen Mengen. Ab drei Raummetern wird in der Regel angeliefert, wobei Transportkosten um 5 Euro   stère anfallen können. Es lohnt sich jedenfalls, Preise zu vergleichen.

(  Denis Lherm: De quel bois ils se chauffent Économique mais pas très pratique   ,  in :    SUD-OUEST, 09. Jan. 2009)

 

 

     Musée d’Aquitaine: Bald neue Dauerausstellung   

Die Sklaverei der Neuzeit gehört zweifellos zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte, an denen Europäer beteiligt waren. Obwohl es keine exakten Zählungen gibt, muß angenommen werden, dass zwischen 15 und 30 Millionen Afrikaner als Sklaven in die Neue Welt verschleppt worden sind. Nicht unerklärlich, dass das gern im Dunkeln gelassen wird. Im Musée d’Aquitaine in Bordeaux soll dies bald anders werden, denn dort wird an einer großen Dauerausstellung gearbeitet, die die Rolle darstellen soll, die der Südwesten Frankreichs in diesem Zusammenhang gespielt hat. Wurde bislang nur mit einigen wenigen Exponaten auf den transatlantischen Dreieckshandel verwiesen, soll demnächst in vier Sälen auf stattlichen 750 m² diese Thematik aufgezeigt werden. Dabei wir unter anderem zu Tage treten, dass der heute noch in der Architektur sichtbare Wohlstand und Reichtum der Stadt zu einem nicht unerheblichen Teil seine Grundlage im Sklavenhandel hatte. Man darf gespannt sein auf die für den 10. Mai geplante Eröffnung der Ausstellung.

(  Caroline Huet : L’esclavage n’est plus le chaînon manquant  , in : SUDOUEST, 9. Jan. 2009)

 

 (Der  Dreieckshandel  funktionierte so : Überwiegend billige Waren, Glasperlen, Waffen, Alkohol aus Europa nach Afrika ; dort Eintausch gegen Sklaven, die von einheimischen afrikanischen Händlern angeboten wurden; Transport der Sklaven nach Amerika unter unvorstellbaren Bedingungen, bei denen ca. ein Drittel der Afrikaner umkamen; in Amerika Verkauf der Sklaven; aus dem Erlös Kauf von Zucker, Tabak und anderen in Europa begehrten Produkten, Rückfahrt nach Europa, Verkauf der angelandeten Waren. Dabei wurden oft Renditen über 20% erzielt; im innereuropäischen Wirtschaftsleben waren 4- 5 % die Regel. (UM)

 

 

 

     Naturschutzgebiet vor den Toren von Bordeaux   

In Bruges  , am nördlichen Stadtrand von Bordeaux, hat ein Stück Natur überlebt, das manche Überraschung bereithält. Auf 270 ha, Überrest des einst zehnmal größeren Marais de Bordeaux  , leben 2500 Arten, Pflanzen und Tiere. Registriert wurden 217 Arten Vögel, 36 Arten Säugetiere, 711 Arten Käfer, 378 Arten Schmetterlinge, 11 Arten Reptilien. Besonders die Vögel werden wöchentlich gezählt, weil es unter ihnen manche gibt, die das Naturschutzgebiet nur als Durchreisestation nutzen. Derzeit gibt es einige Hundert Brachvögel, Schnatterenten, Löffelenten, Kiebitze und Bekassinen. Demgegenüber sind die Weisstörche in diesem Jahr nur mit einem knappen Dutzend Exemplaren vertreten. Das Naturschutzgebiet von Bruges kann besucht werden, an allen Tagen außer Donnerstag und Freitag. Einmal im Monat gibt es eine sachkundige Führung, die Einblicke verspricht, die ein uneingeweihter und auf sich allein gestellter Besucher kaum gewinnen kann. Auskünfte und Anmeldungen für Führungen: mbruges@wanadoo.fr <mailto:mbruges@wanadoo.fr> und 05 56 57 09 89

(  Hervé Pons :La nature ne dort pas  , in  :  SUD OUEST, 7. Jan. 2009)     

 

     Sandbank auf Abwegen   

Die Einfahrt in das Becken von Arcachon ist in fortlaufendem Wandel begriffen. Derzeit erreichen die durch Strömungen und  Wind bedingten Verlagerungen der Sandbänke, die diese Veränderungen bedingen, eine auffällige Phase. Dabei wechseln die Nord- und die Südeinfahrt einanderMal ist die eine passierbar, mal die andere. Zur Zeit ist nur die nördliche passierbar, die südliche ist nicht einmal mehr durch Bojen markiert, daher eigentlich gesperrt. Die aktuelle Nordpasssage wandert ebenfalls langsam südwärts und wird in absehbarer Zeit Südpassage und so weiter und so fort. Im letzten Jahr hat sich die Verlagerung der Sandbank, die die beiden Einfahrtkanäle trennt, beschleunigt, weil die Südspitze der Bank von Arguin sich in Richtung Petit-Nice verlagert hat. Dabei hat die Breite der Durchfahrt durch den südlichen Zugang von 520 auf 480 m abgenommen, wodurch die sowieso schon schwierigen Bedingungen noch verschlechtert wurden.

(  Chantal Roman : Il file vers le sud , in:   SUD OUEST, 6. Jan. 2009)

 

 

     20.000 in Le Gurp   

Am 10. und 11. Januar 2009 wird Le Gurp Schauplatz eines Großereignisses sein, wenn 292 Fahrer am Sonntag bei dem zur nationalen Meisterschaft in Frankreich zählenden Motocrossrennen an den Start gehen. Das Teilnehmerfeld hat sich gegenüber der letzten Auflage des Wettbewerbs, bei dem 238 Namen in den Listen verzeichnet waren, deutlich vergrößert. Der Startschuss für das Rennen soll um 11.00 zu hören sein. Ausrichter ist der Moto-Club von Grayan-et-L’Hôpital. Am Vortag, Samstag also, wird um ebenfalls 11.00 Uhr ein Mountainbikerennen gestartet, das in zwei Gruppen über 30 bzw. 50 km führen wird.

(  J. L. : La course des sables attend 20 000     in: SUD OUEST, 6. Jan. 2009

 

     Die Graffiti-Jäger von Bordeaux   

Jeden Morgen nehmen acht Angestellte der Stadt Bordeaux den Kampf gegen die kaum einzudämmende Flut der Graffitis auf, die nächtens Mauern, Wände und wo sonst sie noch aufgesprüht werden, verunziert haben. Wenn sie, was häufig genug geschieht, ein Graffiti entdecken, unternehmen sie alles, was in ihrer Macht steht, um den Schaden schnell und unbürokratisch zu beheben, wobei es keine Rolle spielt, ob das zu beseitigende Malheur auf einem städtischen oder privaten Untergrund angetroffen wird. Für ihre Arbeit steht den Graffitikillern eine umfangreiche Palette von Mitteln zur Verfügung, mit der sie es fertigbringen, nahezu jeden Schaden, gleich auf welchem Untergrund, zu beseitigen. Den Sprühteufeln ist dies ein Ärgernis, dem sie mit immer neuen Materialien zu begegnen suchen. Bis jetzt haben die Reinigungskräfte aber noch auf jede neue Materialvariante eine Antwort gefunden.

(  Linda Douifi: La chasse aux tags est ouverte toute l’année   ,  in: SUDOUEST, 5. Jan. 2008)

 

     Wettkampf der Meister der Rebschere     

Nach dem Auftakt im Château Lamothe-Bergeron in Cussac-Fort-Médoc im Dezember messen sich am Samstag, 9. Januar 2009, ab 9.00 Uhr die Meister der Rebscheren im Château de Pez in Saint-Estèphe  . Diese Veranstaltung ist die zweite in einer Reihe von Wettbewerben, bei denen der beste Weinstockbeschneider des Médoc ermittelt werden soll. Die Wettstreiter müssen dabei unter den Augen einer fachkundigen Jury innerhalb von einer halben Stunde zwanzig Weinstöcke fachgerecht beschneiden und sich anschließend einer Überprüfung ihrer theoretischen Kenntnisse stellen. Die Ergebnisse werden nach einem gemeinsamen Mittagsmahl bekanntgegeben. Dank der Großzügigkeit der Sponsoren wird jeder Teilnehmer einen Preis erhalten. Das Finale des Wettbewerbs wird stattfinden am 7. Februar 2009 auf dem Château Lafite-Rothschild in   Pauillac  . Der dort proklamierte Sieger wird die goldene Rebschere erhalten.

(  Marie-Françoise Jay :Les as du sécateur au château de Pez  , in  :  SUDOUEST, 5. Jan. 2009)

 

 

     Demonstrationen in Bordeaux   

Zwischen 1.500 und 2.000 Personen haben gestern in den Straßen von Bordeaux gegen die militärischen Aktionen Israels im  Gazastreifen demonstriert. Sie führten Spruch-bänder und Fahnen, meist palästinensische aber auch türkische und libanesische, mit sich. Sprechchöre ließen sich hören wie „Mörder Israel, Sarkozy Komplize“,  „Palästina wird siegen“, „Wir sind alle Palästinenser“. Ziel des Demonstrationszuges war der Sitz des Bürgermeisters, um zu zeigen, dass man gegen die Partnerschaft zwischen Bordeaux und der israelischen Stadt Ashod ist. Auf dem Zug durch die Innenstadt wurde der Verkehr der Tram für eine halbe Stunde blockiert. Von Gewaltakten palästinensischer Aktivisten war zumindest für die Dauer des Demonstrationszuges nichts zu hören .

(  Les jeunes dans la rue en solidarité avec la Palestine , in: SUDOUEST, 4. Jan. 2009)

 

 

     Médoc: Rück-  und Ausblick   

Der Rückblick auf das Jahr 2008 fällt für das Médoc schlecht aus, wenn man die Arbeitsmarktzahlen betrachtet. Das Médoc hat die höchste Arbeitslosenquote des Südwestens Frankreichs. Im 4. Quartal 2007 wurde eine Zahl von 9,3% Arbeitslosen bezogen auf die Gesamtzahl der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter errechnet, und seither hat sich dieser Wert nicht verändert. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Perspektiven ist auch für 2009 nicht mit einer Umkehr des Trends zu rechnen. Die Erklärung für die mangelnde Attraktivität des Médoc als Wirtschaftsstandort ist leicht zu erklären: Es fehlt vor allem an leistungsfähigen Verkehrswegen, ohne dass absehbar wäre, dass hier entscheidend nachgebessert würde. Positive Impulse könnten ausgehen von dem geplanten Parc naturel régional  , wenn die dafür zuständigen Gremien einen gangbaren Ausgleich zwischen den Interessen des Naturschutzes und den Erfordernissen der wirtschaftlichen Entwicklung finden.

(  Julien Lestage : Bilan 2008 et perspectives 2009 , in: SUD OUEST, 3. Jan. 2009)

 

 

  Großbaustellen im Südwesten 

Das aufwändigste Bauvorhaben, das dem Südwesten Frankreichs Anschub geben soll, ist die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke von Tours  zunächst nach Bordeaux und von dort aus nach Toulouse und Spanien. Insgesamt werden damit rund 750 der etwa 850 km bis 2020 vorgesehenen Neubaustrecken der französischen Staatsbahn SNCF gebaut werden, wenn die Finanzierung zustandekommt. Bislang ist die 2006 kalkulierte Summe von 12,5 Milliarden Euro noch nicht beisammen, wenn auch Bemühungen laufen, das benötigte Kapital zusammenzubringen. Am Geld liegt es auch, dass das Projekt Mégajoule in Le Bran  (zwischen Arcachon und Bordeaux gelegen) hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück ist. Der 1994 beschlossene Bau  der weltweit leistungsfähigsten Einrichtung im  Bereich  der Erforschung der Kernfusion sollte eigentlich bereits im Betrieb sein oder doch kurz vor der Fertigstellung stehen. Tatsächlich wird es vor 2012 nicht möglich sein, den Bau, der dann mehr als 2 Milliarden Euro gekostet haben wird, seiner Bestimmung zu übergeben. lmmerhin ist das Gebäude, das die Anlage beherbergen wird, im Rohbau fertig°: 300 m lang, 50 m hoch. Das Projekt des Gastankerhafens in Le Verdon ist vorläufig gestoppt worden, weil der  Präfekt der Gironde  den Bauantrag in der vorliegenden Gestalt als nicht genehmigungsfähig zurückgewiesen hat. Bemängelt wird, dass wichtige Teile der Planung nicht oder nicht hinreichend ausgearbeitet sind. Der hinter dem Projekt stehende niederländische Konzern 4Gas hat allerdings angekündigt, man lasse sich von dem Vorhaben nicht abbringen und werde das Geforderte nachreichen. Das auf 750 bis 900 Millionen Euro geschätzte Projekt ist damit nicht endgültig aus der Welt. Sicher ist jedoch, dass im gerade begonnen Jahr keine Baumaschinen auffahren werden.

  (Jean Pierre Deroudille°: Grands chantiers à petite vitesse  , in°: SUD OUEST, 3. Jan. 2008)

 

 

 

     Die Franzosen und der Euro

Seit zehn Jahren ist er die maßgebliche Währung der Euro-Zone, und seit sieben Jahren haben ihn die Franzosen in den Portemonnaies, dennoch ist der Euro mancherorts immer noch nicht ganz angekommen. Immer noch rechnen vorwiegend ältere Franzosen Euro-Beträge für sich um, wobei nicht selten die Meinung besteht, mit dem Euro sei alles oder doch vieles teurer geworden. Nicht selten amüsiert man sich darüber, dass man früher bei älteren Leuten das Festhalten am ancien franc belächelt habe, während man nun selbst eine Art ähnlichen Konservatismus an den Tag lege (Der ancien franc wurde 1960 bald nach dem Amtsantritt des Generals de Gaulle durch den nouveau franc abgelöst, wobei man einfach zwei Nullen abschnitt. Aus 100 alten wurde so ein Neuer Franc).

Genauso wenig wie der nouveau franc in seiner Existenz vom ancien franc bedroht war, ist heute der Euro gefährdet. Kein ernsthaft denkender Franzose verschwendet Energie auf Überlegungen, wie man den Euro wieder loswerden könnte. Und bei den Jüngeren gibt es schon keine Erinnerung mehr an den Franc vergangener Tage. Da kann man die manchmal putzigen Umrechnungsoperationen der Älteren schon durchgehen lassen. (  Pierre Tillinac  :  Le passage à l’euro : une histoire qui dure ,in: SUD OUEST, 1. Jan. 2009)

 

 

     Woher kommen die Euro-Münzen in Frankreich ?     

Kurz und einfach aus Pessac  , nahe bei Bordeaux  . So wird auch auf diesem Gebiet sichtbar, dass Frankreich ohne das Département Gironde  nicht auskommt. Das Recht zur Prägung von Münzen liegt wie in jedem ordentlich organisierten Staat auch in Frankreich bei der Nationalen Münze. Die residiert, wie fast alles, was bedeutend ist, in Paris. In Pessac  befindet sich aber ein wichtiger Standort dieser Einrichtung, an dem alle Münzen geschlagen werden. Die Fertigungskapazität liegt dort bei etwa einer Milliarde Münzen pro Jahr. Die in Pessac verarbeiteten Rohlinge werden nicht vor Ort hergestellt, sie  kommen zu 20% von der Münze in Paris. Den Rest steuern europäische Lieferanten bei. Nach einer thermischen Vorbehandlung werden die Rohlinge in Prägemaschinen bei Drücken von 20 und mehr Tonnen in die Form gebracht, die der Verbraucher nachher in Händen hält. Derzeit werden keine 1- und 2-Euro-Münzen hergestellt, weil man in der Vorbe-reitungszeit vor der Einführung der Euro-Münzen den Bedarf zu hoch angeschlagen hatte. Daher kommen diese beiden Stückelungen immer noch aus den bereits hergestellten Vorräten. Dies trägt mit dazu bei, dass die Münze von Paris, die trotz  ihres ungefährdeten Privilegs zur Herstellung von Geld rote Zahlen schreibt, an allen Ecken rationalisieren und sparen muss, was sich auch in   Pessac auswirkt. Auch aus diesem Grund ist man, durchweg erfolgreich, bemüht, Aufträge aus dem Ausland herbeizuholen, um die vorhandenen Kapazitäten auszulasten.

(SUD OUEST, 1. Januar 2009

 

 

 

 

     Was tun mit dem Inhalt einer angefangenen Weinflasche?   

Zweifellos fühlt sich der Wein bei seinesgleichen am wohlsten, aber bevor man überstürzt eine Weinflasche leert nur weil kein Rest stehen bleiben soll, sollte man  einige Regeln, die der Gesundheit gut tun, nicht vergessen. Für Männer gilt: höchstens drei Gläser Wein pro  Tag, für Frauen sind es nur zwei, die wahrscheinlich keinen Schaden anrichten. Immer mal wieder sollte ein alkoholfreier Tag eingelegt werden. Man  sollte auch einer Weinflasche ruhig eine zweite Chance geben; bis drei Tage nach der Öffnung hält sich der Inhalt eigentlich immer. Danach kann man daran denken, dass der Wein in der Küche schon so manchem Mahl einen weiteren Stern gegeben hat. Und wenn gar nichts mehr hilft: Ein delikater hausgemachter Essig hat auch seine Vorzüge. Wer diese Probleme von vornherein vermeiden will, kann seinen Wein in einem vakuumverschlossenen cubitainer kaufen, der mehrere Vorteile hat: Durch einen kleinen Drehknopf kann der Wein Glas für Glas abgezapft werden, und er kann wochenlang im angebrochenen cubitainer aufbewahrt werden. Es bleiben keine unliebsamen Reste in Flaschen stehen, und auch die Entsorgung der Packungen ist problemlos.

(  César Compadre Lendemains de fêtes  , in :  in SUDOUEST 1. Januar  2009

 

 

     Altkleidersammlung im Médoc

  Smicotom ist eine allseits bekannte Organisation im Médoc, ohne die der Müll nicht dorthin käme, wo er hingehört. Jetzt bietet diese Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Relais Gironde in vielen Orten im Médoc,  z.B. Soulac (rue Jean Goudineau), Pauillac, Saint-Laurent-du-Médoc  , Vendays-Montalivet (Parkplatz der Festhalle), Hourtin und Lacanau die Möglichkeit, in eigens dafür aufgestellten Containern gebrauchte Kleidung, Schuhe und Wäsche zu deponieren. Die werden nach der Sortierung für die Weiterverwendung aufbereitet und verschiedenen Zielen zugeführt, z.B. Trödler-märkten oder -läden in Frankreich oder Kleiderverteilungsstellen in Afrika. Aus nicht  mehr als Kleidung nutzbaren Textilien werden Dämmstoffe für den Bausektor hergestellt.

  (Julien Lestage :  Des collecteurs pour textiles usagers  , in : SUDOUEST, 1. Januar 2009)

 

 

 

Franzosen hängen an ihrer Heimat

Kurz bevor am 5. März der Bericht der Balladur-Kommission zur administrativen Neuordnung Frankreichs vorgelegt werden wird, hat ein Meinungsforschungsinstitut im Auftrag des SUD OUEST den Franzosen im Südwesten Fragen gestellt, die interessante Aufschlüsse vermitteln. Deutlich wird dabei, dass alle Befragten, unabhängig von Geschlecht, Alter und Bildungsstand, sich in hohem Maße ihren Départements und Regionen verbunden fühlen. Angesichts dieser Vorgaben darf angenommen werden, dass nur eine geringe Bereitschaft besteht, sich auf Veränderungen einzulassen. (  Bruno Béziat : Les Français tiennent à leurs territoires  , in : SUD OUEST, 28. Febr. 2009)

 

 

  Erste Hilfe für L’Amélie

Die schweren Winterstürme haben besonders am Strand von L’Amélie eine zerstörerische Wirkung gehabt. Der Campingplatz nördlich von L’Amélie hat sieben bis acht Meter Düne verloren, seit 1983 sind insgesamt rund 60 m Strand vom Meer erobert worden. Jetzt soll eine Erosionssperre von 250 m Länge gebaut werden, um dem Vordringen der Wellen Einhalt zu gebieten. Die auf rund 200.000 Euro veranschlagten Arbeiten sollen umgehend beginnen, damit vor der Saison alles gesichert ist. Seitens der Gemeinde wird eine Expertengruppe eingerichtet, die das Problem der Küstenbefestigung von allen Seiten beleuchten und Sicherungsmaßnahmen erarbeiten soll.

(  Julien Lestage : L’érosion dévore les campings  , in :   SUD OUEST, 28. Februar 2009)

 

 

 

  Es gibt nichts, was nicht geklaut wird

Ein Bisamrattenjäger aus Soulac ist in hohem Maße verärgert, seit ihm mehrfach Fallen gestohlen wurden, mit denen er seiner Tätigkeit nachgeht. Die Fallen sind registriert und mit derartig unverwechselbaren  Markierungen versehen, die zudem kaum zu entfernen sind, dass niemand diese Geräte anderweitig verwenden kann. Über die Motive der Täter kann nur spekuliert werden. Wenn sich dahinter Tierschützer verbergen, sollten diese bedenken, dass die Bisamratten mit ihren an Deichen und Böschungen errichteten Bauten die Sicherheit der dahinter Lebenden gefährden. Wenn gegen diese Tiere nicht vorgegangen wird, wären bei deren Vermehrungsrate in kurzer Zeit alle Schutzbauten gegen Wasser und Flut so unterminiert, dass sie schon bei kleineren Belastungen brechen würden.

(  Maguy Caporal : Les cages pièges volés  , in: SUD OUEST, 28. februar 2009)

 

 

  Neue Brücke zwischen Lesparre und Gaillan 

Die Gemeinden von Lesparre und Gaillan haben beschlossen, den alten, nur noch für Fahrzeuge bis 5,5, to zugelassenen Pont de Juran durch einen leistungsfähigen Neubau zu ersetzen und damit die Verkehrsverbindung zwischen den beiden Orten zu verbessern. Es wird mit Kosten von rund 70.000 Euro gerechnet.

(  Georges Rigal :  Un nouveau pont entre Lesparre et Gaillan  , in :   SUD OUEST, 27. Febr. 2009)

 

 

  Architektonisches Kleinod

Nur wenige Eingeweihte wissen, dass der achteckige Glockenturm der Kirche Saint-Pierre in Gaillan eine richtige Sehenswürdigkeit ist. Der Turm stammt aus dem ersten Viertel des 12. Jahrhunderts, und er verkörpert in reiner Weise die Romanik der Auvergne. Der Turm war in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts vom Zerfall bedroht, er wurde jedoch gerettet, indem man ihn Stein für Stein abtrug und nach dem Austausch schadhafter Steine wieder aufbaute. Jetzt steht dem Turm eine erneute Renovierung bevor, deren Umfang sich nach den Erfordernissen richten wird.

(  Georges Rigal : Le style plutôt rare du clocher de l’église Saint-Pierre  , in :   SUD OUEST, 27. Februar 2009)

 

 

  Atomkraftwerk angehalten

Das Atomkraftwerk von Braud (nahe Blaye  ) ist heruntergefahren worden, weil sein Kühlsystem durch pflanzliches Treibgut in der   Gironde behindert wurde. Die Zwangspause kann einige Tage andauern. Erklärt wird die Massierung von pflanzlichen Bestandteilen in der   Gironde durch die letzten Stürme und die Überschwemmung, bei denen die über das Ufer getretenen Wassermassen viel mehr pflanzliches Material mit sich nahmen als sonst.

(  Jean-Paul Vigneaud : La centrale à l’arrêt  , in  :  SUD OUEST, 27. Febr. 2009)

 

 

  Vom Aussterben bedrohte Art

Die Spezies, um die man sich Sorgen machen muss, trägt als Berufskleidung einen weißen Kittel, hat außer Haus meist einen Arztkoffer an der Hand und praktiziert zum Wohl aller Kranken abseits der Ballungsräume auf dem Land, ein Landarzt also. Denen geht der Nachwuchs aus, da es junge Mediziner aus vielen Gründen eher in die Städte zieht. Im nördlichen Médoc haben sich kürzlich vier von zwölf Landärzten in den Ruhestand verabschiedet und (noch) keine Nachfolger gefunden. Alles in allem ist die Situation in dem insgesamt attraktiven   Département Gironde aber noch besser als in anderen ländlichen Gegenden im Norden oder Osten Frankreichs.

(  Hervé Mathurin Médecin de campagne : une espèce en voie de disparition  , in :   SUD OUEST, 25. Febr.2009)

 

 

 

  Nicht alles Übel ist von Übel

So oder ähnlich denken die Surfer vor Lacanau, denen die jüngsten Stürme eine für sie angenehme Hinterlassenschaft beschert haben. Seit den Stürmen gibt es vor dem Strand von Lacanau wieder eine Sandbank, die attraktive Wellen produziert, so wie sie die Surfer schätzen und suchen. Für richtig eingefleischte Surfer ist damit, unabhängig von Wetter und Jahreszeit, Lacanau wieder zu einem Ziel erster Ordnung geworden.

(  Julien Lestage : Déjà la reprise pour les surfeurs  , in  :  SUD OUEST,Febr,. 2009)

 

 

 

  Weiter Widerstand gegen Gastankerhafen

Rund 2000 Teilnehmer haben sich am lettzen Samstag in Royan zu einer von der Vereinigung Une pointe pour tous initiierten Veranstaltung zusammengefunden, um erneut gegen die Planungen für einen Gastankerhafen in Le Verdon zu protestieren. Neue Argumente waren nicht zu hören, aber die schon bekannten haben nichts von ihrer Gewichtigkeit verloren. Die nächste Demonstration ist für Samstag, den 4. April 2009 in Bordeaux geplant.

(  Catherine Methon : La nouvelle démonstration de force des opposants , in :   SUD OUEST, 23. Febr. 2009)

 

 

 

  Bauarbeiten an der ehemaligen N 215

Die einstige Route Nationale 215, die von Bordeaux nach Le Verdon  führt (und dabei dem Verlauf einer alten Römerstraße folgt), heißt jetzt   Route Départmentale (RD) 1215. Die Umbenennung zeigt, dass die Zuständigkeit für Erhalt und Ausbau der Straße nunmehr beim zuständigen   Département Gironde liegt. Auf dieser Straße sind zwischen Saint Laurent und Le Verdon umfassende Reparaturarbeiten geplant, die in diesem Jahr zunächst von   Saint-Laurent bis zur vierspurigen Strecke vor Lesparre in Angriff genommen werden sollen. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf den  laufenden Verkehr auswirken wird.

(  Alain Eckert : Quand les routes permettent un développement durable , in :   SUD OUEST, 21. Febr. 2009)

 

 

 

  Die Störche sind schon da

Die Störche sind schon Anfang Februar in das Département Gironde zurückgekehrt und haben unverzüglich mit dem Aus- und Umbau ihrer Nester begonnen, Zeichen dafür, dass sie es eilig haben mit dem Aufbau neuer Familien. Ein Pärchen, das sich in der Nähe von Blaye zurückgemeldet hatte, sah sich jedoch vor ein unerwartetes Problem gestellt, weil der Baum, auf dem es im Vorjahr sein Nest gebaut hatte, verschwunden war. Die Störche suchten nach einer neuen Grundlage für ihren Hausstand und nahmen dafür einen nahe gelegenen Strommasten in Beschlag. Gefährlich zuerst für die Störche und dann für die Verbraucher, die an dieser Leitung hängen. Die zu Hilfe gerufenen Monteure der EDF entfernten das Nest, weil es dazu keine  Alternative gab. Die Störche fingen jedoch umgehend mit einem Neubau just auf demselben Masten an. Die Anwohner, die dieses gefährliche Treiben beobachteten, bauten flugs ein Nest auf einem eisernen Masten, das sie soweit wie möglich anglichen an ein gebrauchtes Storchennest. Die Störche hielten aber an ihren Bauplänen fest. Jetzt müsste die EDF erneut kommen und den fraglichen Masten so abweisend gestalten, dass die Störche von ihm ablassen. Wegen der immer noch zu leistenden Nacharbeiten nach den letzten Stürmen geht das aber nicht sofort. Jetzt hoffen die Anwohner, dass die EDF schnell genug kommt, bevor die Störchin angefangen haben wird, Eier zu legen.

(  Michèle Méreau : Mobilisation générale pour cigognes en danger, in : SUD OUEST, 22. Februar 2009)

 

 

 

  Finger weg von Fundmunition

Die jüngsten Munitionsfunde am Strand von Montalivet sind keine

Einzelfälle. Im letzten Jahr wurden in den Départements Gironde,

Lot-et-Garonne, Dordogne und Corrèze die Feuerwerker 252 mal

alarmiert, weil Munition aus dem letzten Weltkrieg beseitigt werden musste.

Bei Fundmunition ist immer höchste Vorsicht geboten: Nicht berühren,

nicht bewegen, keine Erschütterungen. Wenn etwas Verdächtiges gefunden

wird: Schnellstens die Polizei benachrichtigen!

Die Gefahr, die von den meistens verrosteten Fundstücken ausgeht, ist

immer noch beträchtlich. Rund 70% dieser Munitionsüberbleibsel sind noch

explosiv. Manche Zünder sind im Lauf der Zeit unberechenbar und damit

gefährlicher als im Krieg geworden. Im letzten Jahr verloren zwei

Feuerwerker ihr Leben beim Beseitigen von Weltkriegsmunition.

(  Julien Lestage Attention aux obus in: SUD OUEST, 21. Februar 2009)

 

 

 

 

  Erosion in Montalivet 

Obwohl auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung von

  Vendays-Montalivet eigentlich nicht vorgesehen, haben die Probleme der

Erosion am Strand von Montalivet die Beratungen dominiert. Der

Bürgermeister, Michel Bibey, gab bekannt, dass sein Amtskollege und

Senator von Soulac  , gleichzeitig Vorsitzender des Gemeindeverbandes

  Nord-Médoc Hoffnung habe, staatliche Sonderhilfen zu erhalten für die

von den jüngsten Stürmen besonders in Mitleidenschaft gezogenen

Gemeinden. Dabei bestehe Einigkeit darüber, dass alle Gemeinden

gemeinsam handeln müssten, um ihren Maßnahmen Nachdruck und Wirksamkeit

zu verleihen.

Aus den Erfahrungen der jüngsten Stürme müssten Konsequenzen gezogen

werden. So sei es erforderlich, genau zu wissen, welche

Gemeindemitglieder ohne Strom akuten gesundheitlichen Gefahren

ausgesetzt seien. Ferner sei zu bedenken, einen gemeindeeigenen

Stromerzeuger anzuschaffen, der in Notfällen dort eingesetzt werden

könnte, wo seine Inbetriebnahme lebensrettend sein könnte. Weiter

sollten Planungen angestellt werden, um im Notfall alle Gefriergeräte

der Gemeindebewohner in einem Gebäude aufzustellen, um die in der

Vergangenheit eingetretenen Schäden durch verdorbene Lebensmittel zu

verhindern.

(  Lyne Llobell: L’érosion s’invite au Conseil municipal  , in : SUD

OUEST, 20. Febr. 2009)

 

 

 

 

  Schweinereien in den gelben Tonnen

Ziel des  Projekts der Mülltrennung ist der  Umweltschutz. Dies kann

aber nur erreicht werden, wenn Abfall tatsächlich sinnvoll und sauber

von den Verursachern getrennt und entsorgt wird. Was den Angestellten

der Betriebe, die den Inhalt der Tonnen mit den gelben Deckeln

kontrollieren müssen, zugemutet wird, ist zum Teil unvorstellbar,

gesundheitsgefährlich, dabei aber bei ein wenig gutem Willen leicht

vermeidbar. Müll jeder Art, schmutzige Windeln, gebrauchte

Hygienebinden, Tierkot, gebrauchte Spritzen, verdorbene

Kühlschrankinhalte, Tierkadaver, sogar der Kopf eines Wildschweins

wurden schon gesichtet. Dieser Missbrauch ist nicht nur gegen das Gesetz

und den Umweltschutz gerichtet, sondern gegen die Menschen, die sich mit

dem Dreck ihrer Artgenossen  beschäftigen müssen. In Lesparre, Lacanau 

und Pauillac sollen neue Aufklärungskampagnen gestartet werden und

entdeckter Missbrauch der Tonnen mit den gelben Deckeln soll strenger

bestraft werden!!.

(  Julien Lestage: Du laisser-aller dans les bacs aux emballages

recyclables, in :  SUD OUEST, 19. Februar 2009)

 

 

 

 

  (Fast) Grünes Licht für Brücke

Das Projekt der dritten innerstädtischen Brücke in Bordeaux, das seit

langem ein Zankapfel unterschiedlichster Gruppierungen ist, hat vor dem

Verwaltungsgericht in Bordeaux einen wichtigen Erfolg errungen. Es darf

gebaut werden, was dann auch im Sommer beginnen soll. Geplante Bauzeit

gut drei Jahre, somit Fertigstellung der Brücke im Jahre 2012. Einzig

die Entscheidung der UNESCO, die von einem noch nicht abgeschlossenen

Prüfungsverfahren abhängig macht, ob der Stadt Bordeaux wegen des

Brückenbaus der Status des Weltkulturerbes aberkannt wird, könnte auf

den Bau noch Einfluss haben. Da der Bürgermeister von Bordeaux, Alain

Juppé, unmissverständlich klargestellt hat, dass für ihn die Brücke

wichtiger sei als der UNESCO-Titel, wird der Brückenbau mit größter

Sicherheit aber im Sommer beginnen. Auf Wunsch des Bürgermeisters soll

lediglich die Gestaltung der Brückenpfeiler noch überarbeitet werden.

Gebaut werden soll eine Klappbrücke in Höhe der Hafenbecken, die die

Anbindung des rechten Garonneufers an das Stadtzentrum von Bordeaux

entscheidend verbessern soll.

 

(  Jean-Bernard Gilles : Plus d’obstacle au pont levant  , in :SUD OUEST,

    1. Februar 2009)

 

 

 

  Tourismus außerhalb der Saison

Entgegen der landläufigen Meinung ist der Südwesten Frankreichs

außerhalb der Sommersaison keinesfalls eine Region ohne Tourismus.

Immerhin 28% der jährlichen Zahl der Touristen kommen außerhalb der

Saison und sorgen dafür, dass  25% der jährlichen Übernachtungen von

Oktober bis März registriert werden. Der Tourismus schafft bzw. erhält

30.000 Dauerarbeitsplätze in Aquitanien. Dazu kommen 70.000

Saisonarbeitsplätze. Allein von Oktober bis März geben die Touristen 1,2

Milliarden Euro in der Region aus. Im Sommer sind es 3 Milliarden.

Im Winter gibt es Perioden sehr geringer Auslastung im Fremdenverkehr,

aber in der Zeit der Schulferien schnellen die Besucherzahlen regelrecht

in die Höhe.

Der Durchschnittstourist gibt außerhalb der Saison 45 Euro pro Tag aus,

etwa genauso viel wie im Sommer. Erstaunlich ist, dass die Mehrheit der

Wintergäste aus Aquitanien kommen, nur 10% sind Ausländer, gegenüber 16%

im Sommer. Anders als im Sommer, wo die Niederländer an der Spitze

stehen, dominieren im Winter Spanier und Engländer die Statistik. Den

größten Teil der winterlichen Touristen zieht es in den Großraum

Bordeaux, während im Sommer neben Bordeaux die Départements Gironde,

Landes und die Pyrenäen etwa gleichviel Gäste anziehen.

90% der Touristen in der Region sind Franzosen. 45% der Touristen

außerhalb der Saison zieht es in die Gironde  .

Für die kommende Saison werden keine negativen Rückwirkungen der letzten

Stürme erwartet, weil kaum Schäden an touristisch relevanten

Einrichtungen aufgetreten sind. Nahezu alle dem Tourismus dienenden

Einrichtungen werden wie gewohnt zu den sonst üblichen Terminen öffnen.

(  Ivan Valerio : Malgré l’hiver, le tourisme continue  , in : SUD OUEST,

    1. Febr. 2009)

 

 

 

 

  Explosiver Nachschlag

Ein weiteres Dutzend Artilleriegranaten sind am Hauptstand von

  Montalivet gefunden und fachmännisch beseitigt worden. Diese

gefährliche Arbeit haben diesmal Spezialisten der Polizei besorgt, beim

letzten Mal waren es Feuerwerker der Marine. Der Grund dafür liegt im

Fundort der Munition: Der erste befand sich innerhalb des vom Wasser

überspülten Bereichs: Zuständigkeit der Marine; der jüngste lag oberhalb

dieser Zone: Zuständigkeit der (Land-)Polizei. Gut, dass sich so etwas

so solide sortieren lässt.

(  Lyne Llo  bell: De nouveaux obus trouvés sur la plage  , in : SUD

OUEST, 19. Febr. 2009)

 

 

 

  Drohne aus Mérignac

Die Drohne, um die es hier geht, wiegt bis zu 24 kg, ist 1,80 m lang und

bis zu 110 km  h schnell. Damit ist klar, dass es sich um eine Drohne der

besonderen Art handelt: ein unbemanntes Fluggerät, das derzeit bei der

noch jungen Firma Aéroart in Mérignac in der letzten Phase der

Entwicklung steckt. Das Gerät kann bis zu 13 kg Nutzlast tragen und zu

einer Fülle unterschiedlichster Aufgaben eingesetzt werden. Die

Serienreife wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2009 erreicht werden.

Angesichts der Marktchancen wird die Herstellerfirma im Juni mit ihrem

neuen Produkt auf dem Luftfahrtsalon von Le Bourget vertreten sein,

und, so hofft man, damit den wirtschaftlichen Durchbruch schaffen.

(  Olivier Delhoumeau : Un couteau suisse volant  , in : SUD OUEST, 18.

Febr. 2009)

 

 

 

 

  Neuordnung der Weinbaufachschulen

Die drei bisher selbständigen Weinbaufachschule des Département

Gironde in Bommes, Libourne-Montagne und Blanquefort werden

zusammengehen müssen, wenn sie überleben wollen. Angesichts rückläufiger

Schülerzahlen und schrumpfender Mittelzuweisungen bleibt kein anderer

Weg als die Fusion zu einem zwar an drei Standorten angesiedelten,

dennoch aber arbeitsteilig agierenden Ausbildungsbetrieb. Damit soll

sichergestellt werden, dass eine solide Fachausbildung für die Berufe

des Weinbaus bestehen bleibt, denn die 23.000 ha Weinanbauflächen in

  Gironde benötigen weiter qualifizierten Nachwuchs.

(  Axelle Maquin-Roy : La fusion est nécessaire pour continuer

d’exister  , in  :  SUD OUEST, 18. Febr. 2009)

 

 

 

  Befristete Auferstehung der cru bourgeois 

Anders als in Saint Émilion  , wo noch ein möglicherweise langer

Rechtsstreit abzuschließen ist, kann im Médoc vorerst die

Qualitätsbezeichnung cru bourgeois für den Jahrgang 2007 weiter

verwendet werden. Für den Jahrgang 2008 wird eine neue Regelung gelten

mit jährlich neuen Prüfverfahren für die Zuerkennung des Siegels cru

bourgeois  .

(  César Compadre : En Médoc, la nouvelle vie des crus bourgeois  , in :

 

SUD OUEST, 17. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Hoffnung auf bessere Zukunft bei den Austernzüchtern

Es wird geschätzt, dass zwischen 8 und 10 Millionen von insgesamt 20

Millionen coupelles durch den Orkan Klaus vernichtet oder

unbenutzbar geworden sind. Diese coupelles sind sozusagen die

Ankerplätze oder Kinderstuben, an denen sich die Austernlarven

festsetzen und wo sie ihre Entwicklung beginnen. Schäden hat es nicht

nur beim Nachwuchs der Austern gegeben, sondern auch in den Beständen,

die nach traditioneller Art auf dem Meeresboden angesiedelt waren.

Vergleichsweise gut weggekommen sind hingegen die Austern, die in

Käfigen heranwachsen.

Beunruhigend ist für Austernzüchter der Ausfall beim Nachwuchs, denn das

Becken von Arcachon ist die wichtigste Region für die Gewinnung von

Austernnachwuchs in Frankreich.

In einigen Wochen werden die Tests der Austernbestände wieder

aufgenommen, bei denen festgestellt werden soll, ob von den

Schalentieren Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher ausgehen. Der

Test wird immer noch mit Mäusen durchgeführt, die mit Austern gefüttert

werden und danach 24 Stunden beobachtet werden. Die Austernzüchter

fordern schon seit langem schnellere und wirksamere Testverfahren, die

zwar schon existieren, aber einen langen Genehmigungsweg zu absolvieren

haben, bevor sie an die Stelle des Mäusetests treten können.

(  Chantal Roman : Il y a eu beaucoup de dégâts sur les coupelles  , in :

 SUD OUEST, 17. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Sorgen bei den Imkern

Die Imker des Libournais  , die kürzlich ihre Jahresversammlung

abgehalten haben, gaben Alarmierendes bekannt. Die Bienenbestände gehen

dramatisch zurück, bei manchen Imkern um bis zu 40%. Verantwortlich

dafür sind neben den asiatischen Hornissen, bestimmte Pestizide wie Le

Cruizer  , ein Mittel, das auf Thiamethoxam-Basis hergestellt wird und

sehr gefährlich für Bienen ist. Schließlich gibt es bestimmte

Milbenarten, die den Bienen zusetzen.

Gegen die Milben gibt es inzwischen Mittel, und auch der

Pestizid-Einsatz müsste sich nach Meinung der Imker steuern lassen. Sie

klagen jedoch darüber, dass der Kampf gegen die asiatische Hornissen

schwieriger geworden sei. Früher habe die Feuerwehr Nester dieser

Bienenschädlinge unentgeltlich beseitigt, jetzt müssten die Imker dafür

zahlen.

Trotz aller Bedrohungen sind die Bienen in diesem Jahr früher als sonst

aktiv geworden, was die Imker als gutes Zeichen nehmen.

(  Claire Sémavoine : Abeilles en voie de disparition  , in: SUD OUEST,

    1. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Kirche geschlossen

Der Bürgermeister von Lesparre hat die Kirche Saint-Trélody am

dritten Februar für den Publikumsverkehr geschlossen, weil nach dem

Sturm Klaus (24. Januar 2009) massive Schäden entdeckt worden waren,

die die Sicherheit von Besuchern gefährden. Die Schließung gilt so

lange, bis die inzwischen durchgeführte Begutachtung durch einen

Sachverständigen ausgewertet ist und Klarheit über die zu ergreifenden

Maßnahmen besteht. Für die Kirchengemeinde bedeutet dies, dass eine

Reihe von Terminen nicht stattfinden können, die im Leben des

Stadtteiles, in dem die Kirche liegt einen wichtigen Platz einnehmen.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass eine Studie durchgeführt werden

solle, die festzustellen hat, welche Arbeiten zum Erhalt und zur

Sicherung der beiden Kirchen von Lesparre, der Kirche von

  Saint-Trélody und der Kirche Notre-Dame erforderlich sind.

(  Sylvaine Dubost. Le maire ferme l’église Saint-Trélody au public  ,

in : SUD OUEST, 16. Februar 2009)

 

 

 

  Briefmarken im Internet

 

Die französische Post hat sich einen besonderen Service einfallen

lassen, mit dem man in Heimarbeit voll gültige Briefmarken drucken kann,

vorausgesetzt man hat einen Computer mit Internet-Zugang und eine

funktionierende Kreditkarte.

Ausprobieren kann man dieses Angebot, wenn man den unten stehenden Link

anklickt und dann  in dem Feld Demo auf die Schaltfläche Go klickt.

Nachteil der ganzen Operation: Die Post verlagert Papier-,

Druckertintenkosten etc. zum Verbraucher, ohne ihn dafür zu

entschädigen. Die selbst gedruckten Marken sind genauso teuer wie die am

Schalter gekauften. Allerdings hat man eine ziemliche Auswahl bei der

Gestaltung der Briefmarken.

Weiterer Nachteil, vornehmlich für Ausländer: die Benutzerführung ist

konsequent französisch.

Vorläufiges Fazit: Für Gelegenheitstäter kaum attraktiv.

https:  www.montimbrenligne.laposte.fr 

 

 

 

 

 

  Keine Direktflüge mehr von Frankfurt nach Bordeaux

Vielleicht nicht sang- und klanglos, dafür aber für viele Interessenten

überraschend, hat die Lufthansa die Direktflugverbindung von Frankfurt

nach Bordeaux gestrichen.

Alternativen im direkten Verkehr gibt es nicht. Es geht nur noch mit

Umsteigen (Amsterdam, Paris, Lyon), wobei in Paris meistens ein

Flughafenwechsel erforderlich ist, der ohne Zeitreserve nicht geplant

werden sollte.

Der Direktflug von Köln-Bonn nach Bordeaux war schon im Spätherbst

eingestellt worden. Auch bei anderen deutschen Flughäfen bleibt derzeit

die Suche nach Direktverbindungen nach Frankreich außerhalb von Paris

erfolglos.

(UM, 14. Febr. 2009)

 

 

 

 

  Schlechte Zeiten für ragondins 

Gleich, ob man sie im Deutschen Bisamratte, Biberratte oder Nutria

nennt, im Französischen heißen diese bis 10 kg schweren und bis 1 m

langen Nagetiere ragondins  . Sie stammen aus Südamerika, von wo aus sie

Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeführt wurden wegen ihrer

samtweichen Pelze. Als in der Wirtschaftskrise der frühen 30er Jahre des

letzten Jahrhunderts die Nachfrage nach Pelzen stark zurückging,

gerieten viele der Pelztierfarmen in Bedrängnis und „entsorgten“ ihre

unverkäuflich gewordenen, gleichwohl hungrigen Bestände in die Umgebung.

Als man bemerkte, dass sie in der neuen Freiheit sehr gut zurechtkamen,

merkte man auch, dass diese Nagetiere einige äußerst unangenehme

Eigenschaften haben. Sie sind ziemlich verfressen und schädigen die

Landwirtschaft, sie übertragen Krankheiten, die auch dem Menschen

gefährlich werden können wie Leptospirose oder die Erreger bestimmter

Leberkrankheiten, und sie sind, weil sie ihre unterirdischen Baue gern

in Böschungen und Deichen anlegen, eine Gefahr für deren Stabilität.

Die Versuche, die Bestände dieser Tiere zum Verschwinden zu bringen,

scheiterten allesamt. Da man sie aber nicht unkontrolliert ihrer

beträchtlichen Vermeh-rungsfähigkeit überlassen konnte und wollte, blieb

nur die Jagd auf die ragondins  . Die wird inzwischen nur noch mit

Fallen durchgeführt, die von lizensierten Fallenstellern aufgebaut

werden. Im Département Gironde gibt es 815 von ihnen, die von Juni 2007

bis Juni 2008 12.474 ragondins und 27.752 andere Schädlinge gefangen

haben. Die Fallensteller bekommen dafür bescheidene Erfolgsprämien. Drei

Euro pro gefangenem ragondin.

(  Louis Le Cor : Eizaguirre, spécialiste du piégeage des ragondins  ,

in : SUD OUEST, 14. Febr. 2009)

 

 

 

  Nicht nur der Gestank stinkt den Bewohnern von Audenge 

Am 31. Dezember 2007 schloss die Müllanlage von Audenge ihre Pforten

für die Benutzer, und die Betreibergesellschaft Edisit gab ihre

Verantwortlichkeit für die Anlage auf, ohne für die erforderliche

Entsorgung der hinterlassenen Schadstoffe zu sorgen. Seither leiden die

Anwohner bei bestimmten Wetterlagen bzw. Windrichtungen nicht nur unter

dem Gestank der die Umwelt belastenden Stoffe, Augenreizungen führen zu

ungewolltem Tränenfluss und Haut und Halsreizungen gehören inzwischen zu

den täglichen Beeinträchtigungen, die die Bewohner zu erdulden haben.

Und dabei ist noch nicht einmal sicher, welche gefährlichen Altlasten,

zu denen auch Gas und Radioaktivität gehören, den Boden kontaminieren,

da regelmäßige Kontrollen seit längerer Zeit nicht mehr durchgeführt

worden sind. Die neue Bürgermeisterin von Audenge beziffert die Kosten

für eine effektive Säuberung und Entgiftung der Müllanlage auf 20

Millionen Euro, wobei längst nicht sicher ist, dass die Kosten nicht bei

den Steuerzahlern hängen bleiben. 

(  Sabine Menet : Un dossier qui pollue le Bassin  . in  :  SUD OUEST, 13.

Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Erfolgreich gegen die Erosion

Am Becken von Arcachon zeigt sich, dass man, vorausgesetzt das Geld ist

dafür da, gegen die Erosion ankämpfen kann, und das mit Erfolg. Dazu

braucht man allerdings eine spezielle Ausstattung, zu der in diesem Fall

ein Baggerschiff gehörte, das vier Tage lang rund um die Uhr an einer

mitten in der Einfahrt zum Becken von Arcachon liegenden Sandbank Sand

aufnahm und ein paar Kilometer weiter wieder auf den Strand von

  Pyla-sur-mer zurückspülte. Das hat dazu geführt, dass auf einer Länge

von 3,3 km zwischen der Corniche und der Place Meller in Le Pyla 

106.000 m³ Sand abgelagert wurden und der Strand um 1,5 m aufgeschüttet

werden konnte. Drei weitere Operationen ähnlicher Art sind für dieses

Jahr noch vorgesehen: bei Arcachon  , bei Andernos-les-Bains und am

  Cap Ferret  . Kosten etwa 500.000 Euro.

 

Mit gemischten Gefühlen sehen die Austernzüchter auf diese Aktionen,

weil dadurch mehr Sand aufgewirbelt und auch in die Austernkulturen

getragen wird als sonst.

 (   Bernadette Dubourg: Les dragueurs de plage  , in :  SUD OUEST, 13.

Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Explosives am Strand

Die starken Wellenbewegungen in der Nacht vom Montag zum Dienstag

(9.  10. Februar 2009) haben am Strand von Montalivet in Höhe der Hütte

des Motornautik-Verleihs Artillerie-Granaten freigespült. Die immer noch

gefährlichen Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs müssen nun von

Feuerwerkern unschädlich gemacht werden. Das sollte am 12. Februar

geschehen. Bis dahin sind die Fundstelle selbst, der Strand und die

umliegenden Dünen ebenso wie die D102 zwischen Montalivet und Vensac 

gesperrt.

(  Lyne Llobel : Des obus sur la plage  , in :   SUD OUEST, 12. Febr. 2009

 

 

 

 

  Die Erosion frisst an den Dünen

Die Erosion ist an den Küsten des Médoc ein dauerhaftes Problem. Nach

Stürmen wie den jüngsten von 24. Januar und von 9.  10. Februar 2009

zeigen sich jedoch die Veränderungen besonders drastisch. Am

bedrohlichsten sieht es derzeit wohl in L’Amélie aus, wo ein Haus nur

noch wenige Meter von der Abbruchkante entfernt ist. Nicht weit davon

sind Teile eines Campingplatzes gefährdet. Hier steht eine Reihe

Mobilhomes nur noch fünf Meter von der Kante entfernt. Am Südstrand von

  Soulac ist der Stützpunkt der Rettungskräfte von den Wellen

verschlungen worden. Rund vierhundert Meter davon entfernt hat ein Haus

einen vorher nicht gekannten Seeblick, der nachdenklich macht.

Am südlichen Girondeufer sind die Deiche teilweise stark ramponiert

worden. Bei Saint Vivien sind sie überspült worden, ebenso bei

  Valeyrac und zwischen Margaux und Cantenac  . Hier müssen

umfangreiche Arbeiten durchgeführt werden, um die kleinen Häfen, die

Anbauflächen und natürlich Häuser und Wohnungen zu schützen. Am

dringendsten ist der Handlungsbedarf am Hafen von Issan  , wo ein

zweiter Deich errichtet werden müsste. Der zuständige Gemeinderat betont

die Dringlichkeit der erforderlichen Baumaßnahmen, beklagt aber, dass

das schon länger angestoßene Projekt nicht vom Fleck kommt.

Vor den Deicharbeiten sollen die schon durchgeplanten Arbeiten in

  Vendays-Montalivet durchgeführt werden. Seitens der Unterpräfektur in

  Lesparre verlautet, dass eine Arbeitsgruppe eingesetzt wird, die die

Gefährdung der Küsten des Médoc untersuchen soll.

(  Julien Lestage : L’érosion rogne du terrain  , in :   SUD OUEST, 12.

Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Ein ganz besonderer G-Punkt.

Immer mehr Menschen haben das Département  Gironde als das Gebiet

entdeckt, wo sie bevorzugt die Höhepunkte ihres Lebens erleben können

und  möchten.. Die Schönheit der Gegend und das anregende Klima mögen

die Werbeagentur TBWA mit Zustimmung des Conseil général für das

Frühjahr 2009 zur Ankurbelung des Tourismus in der Gironde zu dem nicht

unzweideutigen Werbeslogan „Avez-vous trouvé votre Point G?“ (Haben

Sie Ihren G-Punkt gefunden?) veranlasst haben, wobei mit G in diesem

Fall natürlich die Gironde gemeint ist. Ab März 2009 soll mit Flyern

und auf Plakaten im Südwesten Frankreichs und in der Ile-de-France mit

diesem Slogan für die Feriengebiete der Gironde  geworben werden.

(  H.M.: La Gironde, c’est l’orgasme  , in: SUD OUEST, 12.Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Quinten: erste Bilanz

Im Département Gironde waren auf dem Höhepunkt des Sturms 40.000

Haushalte ohne Strom. Am Abend des 10. Februar waren es noch 5.000 in

  Grayan, Naujac, Saint-Germain-du-Puch, Landiras. 

Die Gironde ist zwischen Margaux und Cantenac über die Ufer

getreten und hat zwei Straßen unterbrochen. In Soulac ist ein großer

Teil des Strandes zur Steilküste geworden. Am Campingplatz Les Sables

d’Argent ist der Strand ebenfalls teilweise weggerissen worden. Die

erste Reihe der Mobilhomes auf diesem Gelände droht abzustürzen.

In L’Amelie hat sich die Lage eines bereits seit geraumer Zeit

bedrohten Hauses südlich von der vor wenigen Jahren aufgetürmten

massiven Strandbefestigung weiter verschlechtert. Jetzt ist das Haus

kaum noch 15 m von der Abbruchkante entfernt.

Die südlichen Teile des Dep.  Gironde sind bei diesem Sturm relativ

glimpflich davongekommen

In Bordeaux ist die Garonne über die Ufer getreten und hat die Quais

überschwemmt. Der Wasserstand erreichte 6,56 m am frühen Morgen des 10.

Februar. Bis zum Abend war er auf 6,10 m zurückgegangen. Vereinzelte

Überschwemmungen gab es auch am Bassin von Arcachon.

(SUD OUEST, 11. Febr. 2009)

 

 

 

  Quinten weniger schlimm als Klaus 

  Quinten war weniger heftig, dafür aber länger andauernd und

großflächiger als Klaus  . Zudem lag die Zone der stärksten Sturmwirkung

deutlich nördlicher als bei Klaus  . Dienstag Nachmittag wurde die

  vigilance orange aufgehoben und damit amtlich das Ende des Sturms

verkündet.

Der Sturm hatte Spitzenböen bis 140 km  h, die erhebliche Schäden

verursacht haben. Am Dienstag um 17.ooh waren noch 219.355 Hauhalte ohne

Strom. Rund 76% der ursprünglich betroffenen Haushalte konnte wieder ans

Netz gebracht werden.

Rund 30.000 Festnetzanschlüsse des Telefons waren gestört, wobei die

Zahl schnell ansteigen könnte, wenn es nicht kurzfristig gelingt, die

Stromversorgung wieder in Gang zu setzen. 240 technische Anlagen von

France Télécom werden derzeit mit Batterien betrieben, die jedoch nur

eine begrenzte Kapazität haben. Wenn sie ausfallen, gehen die Zahlen der

Störunge rasant in die Höhe.

Der erstmals seit 1974 ausgesetzte Flugbetrieb auf den Pariser Flughäfen

ist seit Dienstag 10.00h wieder aufgenommen worden.

(Le Figaro, 10. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Reisebranche vor schwierigem Jahr

Anders als in den letzten Jahren verlängern die Reiseanbieter die

Frühbuchzeiten und gewähren die üblichen Rabatte länger als sonst.

Dahinter steht eine deutliche Zurückhaltung  der Kundschaft, die die

Veranstalter dazu zwingen wird, Preisnachlässe zu gewähren, die

eigentlich nicht geplant waren. Geplant und in den bereits vor Monaten

gedruckten Katalogen nachzulesen waren Preiserhöhungen von 5 bis 8%

gegenüber dem Vorjahr. Die werden sich aber wohl nicht durchsetzen lassen.

Derzeit liegen die Sommerbuchungen deutscher Kunden um ein Zehntel und

mehr unter den Vorjahreswerten. Die Veranstalter werden also nach Wegen

suchen müssen, die eingekauften Flug- und Hotelkapazitäten an den

Verbraucher zu bringen, wenn sie nicht darauf sitzenbleiben wollen.

(Th. Wüper, Rabattkampf in der Reisebranche, Hannoversche Allgemeine

Zeitung, 10. Februar 2009)

 

 

Man darf gespannt sein, ob und wie Euronat von ähnlichen Phänomenen

betroffen wird und wie man dort reagiert. (UM, 10. Febr. 2009)

 

 

 

  Nachrichten zu Quinten

 

Stand vom Dienstag, 10. Februar 2009, 9.30h:

Der Sturm Quinten hat seine Hauptwirkung nördlich von der Gironde

entfaltet. 500.000 Haushalte sind hauptsächlich in den Départements

  Vendée und Charente Maritime ohne Strom.

Nach Aussage der Meteorologen waren die Windstärken an der Atlantikküste

nicht so hoch wie befürchtet. Der vorsorglich ausgelöste Alarm ist gegen

Ende der Nacht aufgehoben worden.

Die stärksten Böen sind mit 141km  h bei der Île de Yeu Vendée und im

Bereich der Île d’Oléron und der Île de Ré mit 137 km  h gemessen

worden. Erwartet worden waren Geschwindigkeiten bis zu 160km  h.

In den Départements Gironde und Landes  , die südlich vom Schwerpunkt

des Sturms liegen, bezeichnete die Feuerwehr die Situation als ruhig.

Also keine besonderen Vorkommnisse.

(SUD OUEST, 10. Febr. 2009)

 

 

  Aquitaine Météo, 9. Febr. 23.00h

Erste Böen zwischen 100 und 113 km  h in Charente maritime, zwischen 80

und 90 km  h in Charente. 70 bis 80 km  h in Gironde (an den Küsten des

Médoc 90 bis 100 km  h)

 

(Aquitaine-Météo, suivi météo N°2 édité  à 23 h)

 

 

  Verkehrsbeeinträchtigungen im Departement Gironde

  Auf dem Pont d’Aquitaine wird in der Nacht nur eine Spur pro

  Richtung geöffnet. Die D2, Uferstraße von Bordeaux über Pauillac 

  zur pointe du Médoc  , kann teilweise überschwemmt werden.

  Um 21.30h wird bekanntgegeben, dass alle öffentlichen Parks in

  Bordeaux wegen der vom Sturm ausgehenden Gefahren geschlossen sind.

  Für 62 Départements nördlich einer Linie von Landes zur

  Franche-Comté wird vigilance orange verkündet. Das bedeutet, dass

  gefährliche Wetterphänomene zu erwarten sind. Dringende Empfehlung,

  sich über die Entwicklung fortlaufend zu informieren und den und

  Sicherheitsempfehlungen öffentlicher Stellen zu befolgen.

  (SUD OUEST, 9. Febr. 2009)

 

 

 

 

  Météo France nimmt Windgeschwindigkeiten für Médoc zurück

  In einer am 9. Februar um 23.00 Uhr aktualisierten Vorhersage setzt

  Météo France die erwarteten Windgeschwindigkeiten für das Médoc 

  herab. Dort werden nunmehr maximal  95 km  h vorhergesagt (Nacht von

  Montag auf Dienstag 09.  10. 02. 2009).

 

  Die stärksten Böen werden für Poitou-Charentes angenommen (145 km  h).

 

  Wenn Sie sich aktuell informeiren wollen, klicken Sie auf den

  folgendend Link:

 

  http:  france.meteofrance.com  france  meteo?42666.path=previsions

 

 

 

 

 

  Erste Nachrichten zu Quinten

  Aquitaine-Météo gibt am Montag, 9. Februar um 21.00h bekannt, dass der

Sturm Quinten sich nach Osten ausbreitet. Seit dem Nachmittag sind

folgende Windgeschwindigkeiten gemessen worden: 83 km  h in San

Sébastian (Span. Baskenland), 65 km  h bei Lège Cap Ferret  , 72 km  h in

  Cazaux  , 80 km  h an der pointe de Chassiron (île d’Oléron) und der

  Pointe des Baleines (île de Ré). 

125km  h in St Sauveur (Vendée)  , 114 km  h auf der Île de Groix

(Süd-Bretagne  ) und 133 km  h in Belle Île (Süd-Bretagne, südl. von

Lorient).

(  Aquitaine-Météo  , 9. 2. 2009, 21.00h)

 

 

 

Die Flughäfen von Paris sind geschlossen von Montag, 9. Februar 20.00h

bis Dienstag, 10. Februar 10.00h. Grund sind nicht allein die erwarteten

Windgeschwindigkeiten, sondern mehr noch deren Richtung quer zu den

Landebahnen. (Le Monde, 9. Februar, 19.48h)

 

 

 

 

 

  Sturm und Hochwasserwarnung

Neben den angekündigten Windgeschwindigkeiten bis zu 130 km  h wird die

Küste bei dem am 9. und 10. Februar 2009 erwarteten Sturm besonderen

Belastungen dadurch ausgesetzt sein, dass ein hoher Koeffizient (bei der

Morgenflut am Dienstag 104) außergewöhnlich hohe Flutstände mit sich

bringen wird. Beim Orkan 1999 betrug der Koeffizient 77 und bei Klaus 

nur 58.

Zu befürchten ist, dass eventuell eintretende Überschwemmungen durch die

hohen Flutstände noch verstärkt werden.

In der Girondemündung wurde am Sonntag in den Abendstunden schon ein

Flutstand vom 60 cm über dem errechneten Normalwert gemessen.

Am 27. Dezember 1999 wurden in Le Verdon 1,55 m und in Bordeaux 2,25

m über den errechneten Fluthöhen registriert.

(SUD OUEST, 8. Februar 2009)

 

 

 

 

  Deutscher Dreifachsieg in Bordeaux

Beim Großen Preis des internationalen Springreitturniers in Bordeaux

haben die deutschen Reiter die ersten drei Plätze im Stechen unter sich

ausgemacht. Es siegte Marco Kutscher auf Cash 33 vor Marcus Ehning

(Sandro Boy) und Ludger Beerbaum (Coupe de Coeur 2).

(Le grand prix dominé par les cavaliers allemands, in :   SUD OUEST, 8.

Febr.2009)

 

 

 

  Durchwachsene Bilanz der Fischerei in Arcachon

Die in Arcachon beheimateten Fischer ziehen eine eher düstere Bilanz für

das vergangene Jahr. Waren 2007 noch 2.939 t Fisch angelandet worden, so

waren es 2008 nur 2.164 t, ein Rückgang um 26% beim Gewicht. Bei den

Erlösen sieht es ähnlich aus: 14,4 Millionen Euro im Jahr 2008 gegenüber

17,84 Millionen Euro 2007.

Lediglich bei den Fangergebnissen der Schollen sind ansteigende Zahlen

zu registrieren: 517 t im Jahr 2007, 598 t Im Jahr 2008.

Die Erklärungen für den Rückgang der angelandeten Fischmengen sind im

wesentlichen in der Stilllegung von 5 Fischereifahrzeugen zu suchen, die

eine Minderung der Fangmenge von rund 750 t verursacht haben.

Derzeit gehen noch sechs Fischkutter und zehn fileyeurs von Arcachon

aus auf Fang. Angesichts der Abnahme der Zahl der Fischereifahrzeuge ist

mit einem weiteren Rückgang der angelandeten Fischmengen zu rechnen.

(  Chantal Roman : Une saison de pêche vraiment en demi-teinte  , in : SUD

OUEST, 7. Februar 2009)

 

 

 

  Stürmische Hochzeit

Die Bewohner eines abgelegenen Weilers nahe Saint-Symphorien im Médoc,

er 72, sie 61 Jahre alt, wollten sich am 24. Januar 2009 noch einmal

trauen. Alles war vorbereitet und geplant, nicht jedoch das Unwetter,

das in den Morgenstunden hereinbrach und, wie es schien, einen

gründlichen Strich durch die Hochzeit zu machen drohte. Das abgelegene

Haus war ohne Strom und Telefon und nach kurzer Zeit durch umgestürzte

Bäume von der Außenwelt abgeschnitten. Eigentlich hätte damit die

Hochzeitszeremonie vertagt werden müssen. Aber nur eigentlich, denn

einsatzfreudige Nachbarn sorgten nicht gerade im Handumdrehen, aber doch

rechtzeitig dafür , dass M. le Maire zu seinem Recht kam und bei

Kerzenlicht das vollziehen konnte, was er eigentlich unter elektrischer

Beleuchtung tun wollte. Die Hochzeit selbst und die anschließende Feier

waren ein voller Erfolg, vielleicht eindrucksvoller, als wenn alles

reibungslos verlaufen wäre. Spekulationen darüber, ob die ungewöhnlichen

Begleitumstände dieser Hochzeit als gutes Omen genommen werden können,

sind sicher überflüssig. Ohne handfeste Nachbarn wäre alles aber anders

verlaufen. Manchmal braucht man sich wirklich.

(  Cédric Citrain: Sans jus, le courant passe  , in :  SUD OUEST. 6. Febr.

2009)

 

 

 

 

 

 

  Für eine konsequente Modernisierung des Stromnetzes

  Xavier Pintat  , Bürgermeister von Soulac  , Senator und Präsident des

  Syndicat départemental d’énergie électrique will ereichen, dass die

Unwetteranfälligkeit des Stromnetzes im Département Gironde reduziert

wird. Von den vor Ort vorhandenen 28.000 km Leitungen mittlerer und

niedriger Spannung  sind nur 35% unterirdisch und damit sicher vor

Stürmen verlegt.

  Pintat kritisiert, dass die Lehren aus dem Orkan von 1999 nicht mit

der erforderlichen Konsequenz gezogen worden sind. Als erstes hält er es

für notwendig, die Kommunikation zwischen den Gemeindeverwaltungen und

den Elektrizitätsversorgern erheblich zu verbessern, damit Meldungen

über Schäden schnell und wirkungsvoll dort ankommen, wo Abhilfe

organisiert werden kann. Zweiter Ansatzpunkt müsse die Reduzierung der

Strecken sein, die nach alter Art mit unisolierten Drähten ausgeführt

worden sind. Das ist in Gironde immer noch bei 33% der Strecken mit

niedriger Spannung der Fall, in Frankreich insgesamt sind es nur 25%.

Weiter müsste der Anteil der unterirdisch verlegten Leitungen vergrößert

werden, zumindest auf vorerst 50%. Notwenig sei dafür, dass wieder mehr

Geld im Inland in das Leitungsnetz gesteckt würde und nicht, wie in den

letzten Jahren, für Engagements im Ausland Geld dort abgezogen würde, wo

es jetzt dringend fehle. 1995 hatte EDF 2,6 Milliarden Euro in das

innerfranzösische Netz investiert, 2005 waren es nur noch 1,5

Milliarden. Da bei vielen Maßnahmen, die das Leitungsnetz betreffen, die

Gemeinden an der Finanzierung beteiligt seien, müsse ein Gesamtplan

aufgestellt werden, um die erforderlichen Mittel bereitzustellen.

(  Anne-Marie Siméon: Xavier Pintat plaide la relance, in:   SUD OUEST,

    1. Febr. 2009)

 

 

 

 

  Mehr Schweine

Die Statistik, in der Wildunfälle in Frankreich verzeichnet sind, weist

deutlich nach oben. Im letzten Jahr waren es wenigsten 25.000

Wildschweine, Rehe, Hirsche, Füchse oder Dachse, die dem Straßenverkehr

zum Opfer fielen. Die Zahl kann noch steigen, da französische Autofahrer

sechs Monate Zeit haben, um Unfälle mit Wild bei ihren Versicherungen

anzuzeigen.

2007 waren es 11.223 Wildunfälle.

Der Fonds de garantie automobile (FGA) kommt seit 2003 auch für

Wildschäden auf, seit dem 11. Juni werden alle Kosten erstattet, vorher

gab es eine Selbstbeteiligung von 300 Euro.

Die meisten Unfälle wurden von Rehen verursacht, gefolgt von

Wildschweinen und Hirschen. Das größte Risiko, mit einem Reh zu

kollidieren, besteht im Département Gironde  , gefolgt von Landes und

  Dordogne  . Wildschweine stehen an der Spitze der Wildunfallstatistik in

  Seine-et-Marne  , Bas-Rhin, Moselle und Gironde  .

Das Office national de la chasse et de la faune sauvage (ONCFS) stellt

fest, dass die Wildbestände in ganz Frankreich zum Teil rasant

ansteigende Zahlen aufweisen. Man geht davon aus, dass es in Frankreich

inzwischen 1 Million Wildschweine gibt (1998 waren es erst 250.000).

Dazu kommen zwei Millionen Rehe (eine Vergrößerung des Bestandes um das

Siebenfache in 25 Jahren) und 170.000 Hirsche (gegenüber 40.000 im Jahre

1985). Man erklärt diesen Anstieg zum Teil durch klimatische

Bedingungen, die mehr Jungtiere überleben lassen. Der Sturm von 1999

dürfte auch seinen Anteil haben durch die Entstehung von Windbruchzonen,

die das Wild als Rückzugsgebiete nutzen konnte. Und nach Klaus wird es

wohl einen weiteren Schub geben.

(  Le gros gibier plus fréquent sur la route  , in  :  SUD OUEST, 5. Febr.

2009)

 

 

 

 

  Bald Internet wirklich für alle ?

Zumindest in der Theorie gibt es Frankreich kein Fleckchen mehr, an dem

nicht ein Breitbandzugang zum Internet möglich ist. Dass das so ist,

liegt am letzten Angebot von Orange, das eine technisch einfache

Möglichkeit anbietet für den ADSL-Breitbandzugang. Für 34,90 Euro pro

Monat (Parabolantenne inbegriffen) können interessierte Verbraucher

einen 2 MB-Internetzugang bekommen. Als Gegenleistung muss sich der

Abonnent auf zwei Jahre Vertragsdauer verpflichten, und er kann nicht

mehr als 2 GB Daten pro  Monat übertragen.

Bei den bislang bestehenden leitungsgestützten Möglichkeiten bleiben

immer noch einige Gebiete ohne leistungsfähigen Internet-Zugang. Für

diese Fälle stellt derzeit das Satellitenangebot wohl die einzige

Möglichkeit dar, mit ansprechenden Leistungsdaten ins Internet zu

kommen. Die Départements im Südwesten Frankreichs fangen an, sich um

diese Technologie zu kümmern. In der Gironde ist man noch nicht sehr

weit gekommen. Man steckt noch in der Phase der Konsultationen.

Empfehlung: Informationen direkt bei Orange einholen. Dort müsste man

zuerst wissen, welche Möglichkeiten es aktuell im Médoc gibt.

(  Pierre Tillinac: La fin des zones blanches  , in  :  SUD OUEST, 4.

Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Tour de France – Kurswechsel?

 

Kenner des Radsports befürchten, dass der Kampf gegen das Doping im

Radsport nicht mehr so konsequent geführt wird wie dies sein sollte.

Anzeichen dafür, dass die Tour de France nicht mehr ohne wenn und aber

einen Kurs in eine dopingfreie Zukunft steuert, gibt es bereits. Und sie

beunruhigen die Kenner der Szene.

 

So wurde der für seinen kompromisslosen Antidopingkurs bekannte Patrice

Clerc  , der bisherige Leiter der Radsportaktivitäten der Amaury-Gruppe,

der Besitzer der Tour, kurzerhand entlassen. An seine Stelle gesetzt

wurde ein Mitglied der Besitzerfamilie, dem nachgesagt wird, dass er

nicht durch Kenntnisse des Radsports auffällt. Des weiteren scheint sich

der Tour-Besitzer zunehmend an den Internationalen Radsportverband

anzunähern, der gegen alles, was mit Doping zu tun hatte, nicht so

vorgeht, wie die Anhänger eines sauberen Sports sich das gewünscht

hätten. Und schließlich ist der rote Teppich, den man ausgerollt hat für

den Seriensieger Lance Armstrong, von dem nicht unbedingt gesagt werden

kann, dass er über jeden Dopingzweifel erhaben ist, für aufmerksame

Beobachter kein gutes Vorzeichen. Bleibt abzuwarten, ob der Radsport

seine vermutlich letzten Chancen nutzt oder nicht. Im Moment scheint es

eher so auszusehen, dass nicht.

 

(  Julien Duby : Coup de frein en vue sur la lutte antidopage , in :

 SUD OUEST, 4. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Der letzte Haushalt in Montalivet wieder am Netz

 

Diesmal hat es nicht wie 1999 drei Wochen, sondern nur halb so lange

gedauert, bis die durch den Orkan vom 24. Januar unterbrochene

Stromversorgung der letzten Haushalte in Montalivet wiederhergestellt

war. Anders als 1999 hatten die  betroffenen Haushalte, allesamt in

Außenbereichen mit langen und empfindlichen Zuleitungen gelegen, auch

meist schon frühzeitig Notstromaggregate zur Verfügung, die zwar

unbequemer als der Netzstrom, dennoch aber besser als der völlige

Verzicht auf die Elektrizität waren.

 

Ein Verbraucher machte jedoch ein wenig zufriedenes Gesicht, als er nach

Wiederherstellung des Netzanschlusses feststellen musste, dass seine

Elektrogeräte den Dienst versagten. Sie waren durch einen

Überspannungschlag unmittelbar vor dem Zusammenbrechen der

Stromversorgung in Mitleidenschaft gezogen worden.

 

Am Abend des 3. Februar waren die letzten vierzehn Haushalte in

  Montalivet wieder am Netz.

 

(  Arnauld Bernard : L’électricité de retour dans la plupart des foyers  ,

in :   SUD OUEST, 4. Februar 2009)

 

 

 

 

  Neuer Start für Rideau de sable 

 

Nach einer Pause von zwei Jahren ist Rideau de sable (= Sandvorhang),

die Theatertruppe von Grayan  , wieder aktiv. Ein neuer Vorstand geht

mit einer Truppe von elf Darstellern schwungvoll und engagiert  an die

nächste Inszenierung. Premiere soll sein beim Frühlingsfest (9. und 10.

Mai 2009), danach ist alles möglich, wahrscheinlich eine Reihe von

Gastspielen im Médoc. Falls Anfragen aus Paris kommen, wird man die

Angebote wohlwollend prüfen.

 

(  Maguy Caporal: Le rideau s’est relevé  , in :  SUD OUEST, 4. Febr. 2004)

 

 

 

 

  Neue Diskussion um die große Autobahnumgehung?

 

Die Organisationen der lokalen Unternehmen des Département Gironde 

haben sich, quer durch alle Bereiche, zu Wort gemeldet und der Politik,

hier vornehmlich den gewählten Gemeinderäten, schwere Versäumnisse

vorgeworfen. Der Zorn der Wirtschaft entzündet sich an zwei

Verkehrsprojekten, die nach Meinung der Unternehmerschaft keinen

Aufschub dulden, weil sie für den Wirtschaftsstandort Gironde 

unverzichtbar seien: Der Ausbau der Rocad  e in Bordeaux auf 2 mal 3

Spuren zwischen den Anschlussstellen 10 und 16 und das Projekt der

großräumigen Autobahnumgehung um Bordeaux.

 

Letzteres schien eigentlich abgeschrieben wegen des massiven

Widerstandes aller möglichen lokalen Organisationen und Körperschaften,

die die Autobahnumgehung auf keinen Fall vor der eigenen Haustür sehen

wollten.

 

Bei der Pressekonferenz, auf der die Kritik der Wirtschaftsführer an der

regionalen Verkehrspolitik artikuliert wurde, wurde vehement darauf

verwiesen, dass die Zukunft von Industrie und Gewerbe in der Region

gefährdet sei, wenn nicht leistungsfähige Verkehrsanbindungen geschaffen

würden.

 

Die Unternehmer erklärten, sie begrüßten Versuche, Transporte von der

Straße weg auf Schienen-  und Wasserwege zu verlagern, doch genüge das

für die um 2020 zu erwartenden Verkehrs- und Transportströme wohl nicht.

Wie es weitergeht, ist noch nicht abzusehen, es scheint aber, dass der

Zeitpunkt der Initiative der Untenehmerschaft geschickt gewählt ist, da

auf der Seite der überregionalen Politik Bewegung aufgekommen ist und

das noch vor Monaten anscheinend endgültig abgeschriebene Projekt des

  grand contournement  , die große Umgehung um Bordeaux herum, inzwischen

mit anderen Augen gesehen wird.

 

(  Jean-Bernard Gilles : Patrons en colère  , in : SUD-OUEST, 3. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

 

  Erstmals nach 1945 deutsche Garnison in Frankreich

 

Eine Premiere der besonderen Art wird es in Kürze geben, wenn ein

Bataillon der Bundeswehr dauerhaft Kasernen im Osten Frankreichs

bezieht. Vorausgegangen waren Verhandlungen zwischen der Bundeskanzlerin

und dem französischen Präsidenten, die darauf hinauslaufen, dass die

französische Truppenpräsenz in Deutschland entgegen der französischen

Planung bestehen bleibt und deutsche Truppen nach Frankreich gehen. Der

Standort ist noch nicht benannt, doch gibt es angesichts der zur

Verfügung stehenden leeren Kasernenanlagen keine Schwierigkeiten,

geeignete Unterkünfte zu finden.

 

Das nach Frankreich zu verlegende Bataillon gehört zu der seit 1989

bestehenden deutsch-französischen Brigade, deren 5100 Soldaten bislang

ausschließlich im Südwesten Deutschlands stationiert waren.

 

(  Pour la 1re fois depuis 1945, un bataillon allemand s’installe en

France  , in: Le Figaro, 3. Februar 2009)

 

 

 

Der Figaro hat, wie dies oft geschieht, seinen Lesern Gelegenheit

gegeben, ihre Meinung zu der Nachricht zu veröffentlichen.

 

Die geringe Zahl der eingelaufenen Stellungnahmen erlaubt es natürlich

nicht einmal ansatzweise, verallgemeinerungsfähige Folgerungen

abzuleiten, dennoch ergeben sich interessante Einblicke.

 

Von den bislang 26 vorliegenden Stellungnahmen sind die meisten

eindeutig positiv (19), wenn  auch einige der negativen Äußerungen in

recht drastischen Formulierungen fürchten, der General de Gaulle werde

sich im Grab herumdrehen, oder mit sarkastischem Unterton hoffen, die

deutschen Soldaten möchten wenigsten ohne Pickelhauben kommen. Mehrere

der positiven Stimmen sprechen davon, dass man die Deutschen zwischen

1940 und 1945 als Eroberer und Besatzer erlebt habe, aber das sei die

Vergangenheit. Inzwischen habe sich das Verhältnis zwischen den beiden

einst verfeindeten Nachbarn so weit entspannt und normalisiert, dass

deutsche Truppen auf französischem Boden keinerlei bedenkliche Emotionen

mehr auslösten.

 

 

 

Wir meinen: Gut so!

 

Und unser Historiker vom Dienst fügt hinzu: Es ist längst nicht sicher,

dass  General de Gaulle so reagiert hätte, wie das einige Franzosen

heute meinen. De Gaulle hatte unzweifelhaft hohe Vorstellungen vom Rang

Frankreichs in der Welt, aber in seiner Zeit als Präsident sind in enger

Abstimmung mit dem damaligen Bundeskanzler Adenauer die Weichen im

deutsch-französischen Verhältnis so gestellt worden, dass wir heute alle

davon profitieren.

 

 

 

  Die Post zieht um

 

Der Sitz der Post in Lesparre ist nicht mehr an der place du Maréchal

Foch zu finden, sondern seit dem 2. Februar 2009, 14.oo Uhr an der

  place Gambetta  .

 

Der Umzug war schon länger angekündigt worden, jetzt ist er passiert.

Nach Aussagen der Post sind die neuen Räumlichkeiten funktionaler als

die alten und außerdem besser gelegen.

 

Die Öffnungszeiten sind geblieben: Mo- Fr. 9.00 bis 12.00h und 13.30 h

bis 17.00 Uhr. Ausnahme Dienstag: Schließung um 16.30 Uhr; Samstag 9.00

bis 12.00 Uhr.

 

Anfahrt aus Richtung Euronat: Am Eingang von Lesparre im Kreisverkehr

erste Ausfahrt (  Cours du Général de Gaulle  ), nach 400 m links: Place

Gambetta 

 

(  Sylvaine Dubost : La Poste s’est installée dans de nouveaux locaux  ,

in  :  SUD OUEST, 2. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Rettung für Ford-Werk in Blanquefort 

 

Nachdem es lange Zeit mehr als düster für das von der Schließung

bedrohte Getriebewerk des angeschlagenen amerikanischen

Automobilherstellers Ford in Blanquefort nördlich von Bordeaux aussah,

hat sich jetzt die Perspektive für die 1600 Beschäftigten entscheidend

aufgehellt. Das Werk wird von dem Finanzinvestor HZ Holding France

  übernommen. Die französische Wirtschaftsministerin erklärte, alle

Arbeitsplätze seien damit gesichert.

 

In den letzten Tagen war der deutsche Mittelständler Johann Hay als

rettender Käufer genannt worden, der tatsächlich aber kein Geld in den

Kauf steckt. Hay arbeitet allerdings  mit dem Käufer zusammen und wird

in den kommenden Jahren Schmiedeteile aus Blanquefort beziehen und

somit einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand des Unternehmens in

  Blanquefort leisten.. Die 1925 gegründete Johann Hay GmbH stellt mit

1300 Mitarbeitern Motor-, Getriebe- und Achskomponenten für die

Automobilindustrie her.

 

(Reuters Paris, 3. Februar 2009, 19.49 Uhr)

 

 

 

  Die Dune du Pilat nach dem Orkan

 

Die Düne von Pilat ist nach ihrer 1980 durchgeführten Vermessung 105 m

hoch, 2700 m lang und am Fuß 500 m breit. Sie besteht aus 60 Millionen

Kubikmetern Sand und ist seit 1979 als grand site national eingestuft.

  „Lou pilat“ heisst auf gascognisch übrigens schlicht und zutreffend

„Sandhaufen“.

 

Befürchtungen, sie habe durch den Orkan schweren Schaden genommen und

gar den hinter ihr liegenden Wald ruiniert, haben sich nicht bestätigt.

Es ist zwar festzustellen, dass die Sandmassen von den Windkräften

kräftig attackiert worden sind, doch hat sich das Geschehen

hauptsächlich auf der dem Ozean zugewandten Seite abgespielt. Dabei ist

der hinter der Düne liegende Wald eher geschützt als geschädigt worden.

Die Düne selbst hat allerdings im nördlichen Teil durch Erosion

gelitten. Diese Entwicklung hatte aber bereits lange vor dem Sturm

eingesetzt. So war Anfang Dezember die Treppe, auf der Touristen (1

Million jährlich) die Düne besteigen können, unter bis zu drei Meter

hohem Sand verschwunden. Der jüngste Orkan ist nicht die erste

Belastung, der die Düne durch die Kräfte der Natur ausgesetzt war,

seitdem sie sich zu der heutigen Höhe entwickelt hat. Sie maß übrigens

lediglich 35m im Jahre 1855.

 

Aus Gründen der Sicherheit ist der Zugang zur Düne derzeit gesperrt. Das

gibt den im Bereich der Düne liegenden Gewerbebetrieben Zeit, die

erforderlichen Reparaturen durchzuführen, die vielleicht schon bis zu

den Februarferien abgeschlossen werden können.

 

Sorgen macht man sich allenthalben um das Ausbleiben der Touristen in

der kommenden Saison. Dazu erklären die Verantwortlichen, bis zum Beginn

der Reisezeit werde alles wieder im Lot sein. Niemand solle um die

Region einen Bogen machen.

 

(  Jacky Sanudo : La dune du Pilat « n’avance pas sur des patins à

roulettes   »  , in  :   SUD OUEST, 1. Febr. 2009)

 

 

 

 

 

  Reitkunst in  Vollendung

 

Es gibt nicht viel in der Welt der Reiterei, was man mit dem Cadre Noir

de Saumur vergleichen kann. Die Spanische Hofreitschule in Wien etwa

hat ein vergleichbares Ansehen. Das sagt etwas über die Extraklasse der

Pferde und Reiter aus Saumur.

 

Sie kommen am 24. und 25 April 2009 in den Parc des expositions nach

  Bordeaux-Lac (Halle 3) und werden auf ein Publikum treffen, das schon

jetzt Schlange steht, um Eintrittskarten zu bekommen.

 

Die Reitkunst hat in Saumur eine lange Tradition, die auf Heinrich IV.

zurückgeht und von seinen direkten und indirekten Nachfolgern bis in die

Gegenwart bewusst gepflegt worden ist.

 

Reservierung: Tel. 06.07.54.24.42 Fax: 05.59.85.11.78,  E-mail :

esteuf@orange.fr

 

Wer noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, kann sich Nachhilfe im

Internet holen:

 

http:  www.cadrenoirbordeaux.com 

 

(  Christina Grené : Élégance et puissance  , in: SUD OUEST, 01. Febr. 2009)

 

 

 

  März 2009

 

 

 

  Helle Köpfe

 

Das gilt nicht nur für das Médoc, sondern für den gesamten Südwesten

Frankreichs, wie sich bei einer kürzlich durchgeführten Erhebung über

die Leistungen von Schülerinnen und Schülern der letzten Klasse vor dem

Übergang in das Collège ergab.

 

Die Schulleistungserhebungen ergaben für Gesamtfrankreich, dass  7 % der

getesteten Schülerinnen und Schüler im Fach Französisch und 15% in

Mathematik  den an sie gestellten Anforderungen nicht gerecht werden

konnten.

 

Für den  Südwesten Frankreichs sind die Ergebnisse erfreulicher. Nur 5%

der Schüler  innen zeigten unzureichende Leistungen im Fach Französisch,

10% in Mathematik.

 

(Bruno Béziat, Bons élèves du Sud Ouest, in SUD OUEST, 31. März 2009)

 

 

 

Wenn Sie Ihren Informationsstand über das französische Schulsystem

aktualisieren wollen, dann klicken Sie hier <70.html>

 

 

 

 

 

 

 

  Von Krise keine Spur

 

Zumindest bei den Kreuzfahrten, die die Gironde ansteuern, scheint der

Aufwärtstrend ungebrochen. 29 dieser großen Schiffe werden in diesem

Jahr die Gironde anlaufen und in Le Verdon oder Bordeaux anlegen.

15 werden den Port de la Lune von Bordeaux besuchen, zwei werden bis

  Bassens vorstossen und 12 laufen den Hafen von Le Verdon an,

vornehmlich deswegen, weil sie zu groß sind, um die Gironde gefahrlos

weiter hinauflaufen zu können.

 

Den Anfang wird die Ventura machen, ein Schiff von 289 m Länge mit

1532 Kabinen, das am Mittwoch, 1. April den Reigen eröffnen und in Le

Verdon anlegen wird. Am 9. April wird als nächste  die kleinere Fram

  im Port de la Lune in Bordeaux ankommen. Saisonhöhepunkt für alle

Liebhaber großer Schiffe wird die für den 18. Juli 2009 vorgesehen

Ankunft der Queen Mary 2 (345 m Länge) in Le Verdon sein.

 

(Jean-Paul Vigneaud : Retour des géants, in: SUD OUEST, 31. März 2009)

 

 

 

  Noch ’ne Steuer

 

In Vendays-Montalivet werden Geschäftsleute zur Kasse gebeten, die mit

mehr oder weniger wohlgestalteten Schildern auf ihre geschäftlichen

Aktivitäten hinweisen und damit Kunden anziehen wollen. Eine Steuer auf

diese Reklametafeln gibt es (theoretisch) in allen Gemeinden, in

  Vendays-Montalivet wird diese Möglichkeit der Anreicherung der

Gemeindekasse nunmehr systematisch betrieben. Dazu sind, nach einem

kürzlich gefassten Beschluss des Gemeinderats, den Gewerbetreibenden

Formulare zugestellt worden, auf denen sie erklären müssen, ob und wie

groß ggfs. ihre Reklameschilder sind. Die Erklärungen müssen bis zum 1.

Mai ausgefüllt werden. Bis zu Reklameflächen von 7 m² sind keine Steuern

fällig, daher ist zu vermuten, dass alle Schilder aus wundersame Weise

auf einen Wert just unter dieser Grenze absinken. Die Gemeinde hat

vorbeugend verlauten lassen, man werde mit Zollstock und Fotoapparat

nachsehen lassen, wie es mit den tatsächlichen Dimensionen der

Reklametafeln aussieht.

 

(  La redevance sur les enseignes .., in :SUD OUEST, 30. März 2009)

 

 

 

  Sommerzeit

 

Die zweimalige Zeitumstellung in jedem Jahr hat unbestreitbare Vorteile

in mindestens zwei Bereichen: Sie fördert die Kommunikation und sie tut

etwas für das Training der grauen Zellen. Die Kommunikation hat etwas

davon, dass man meist nicht so genau weiß, ob die Uhr vor- oder

zurückgestellt werden muss und daher der Nachbar zu Rate gezogen wird,

die grauen Zellen haben etwas davon, dass beide in tiefes Nachdenken

versinken, bevor dann mit 50% Wahrscheinlichkeit eine der beiden

Möglichkeiten als die richtige festgelegt wird.

 

Wie es scheint, sind damit die positiven Effekte der Zeitumstellung auch

schon beschrieben.

 

Im gesundheitlichen Bereich sind die Auswirkungen wohl eher weniger

günstig. So wird einer Erhebung zufolge, die zwischen 1987 und 2006 in

Schweden durchgeführt wurde, in der Woche nach der Zeitumstellung eine

Zunahme von Herzproblemen um 5% beobachtet. Und die einst gehegte

Hoffnung auf 4% Energieeinsparung ist wohl auch eher Wunschdenken. In

den USA wurde ermittelt, dass der Stromverbrauch z.B. in Indiana nach

der Zeitumstellung um 1% angestiegen ist, da im Sommer, wenn es wärmer

und  dazu noch länger hell ist, die Klimaanlagen eher und länger

eingeschaltet werden.

 

An so wichtige Dinge wie etwa, dass Radfahrer abends erst eine Stunde

später den kräftezehrenden Dynamo anschalten müssen, etc. denkt offenbar

niemand. Man müsste die Statistiker mal darauf bringen.

 

(s. auch : Hélène Roquette – Valein : Heure d’été  , in: SUDOUEST. 29.

März 009)

 

 

 

 

  Start für den 2008er

 

In dieser Woche startet der Wein des Jahrgangs 2008 seinen Weg in die

Vermarktung. Dazu werden rund 4000 Weinprofis im Bordelais erwartet.

Waren früher nur 200 bis 400 Weingüter für das internationale Publikum

interessant, so hat sich das inzwischen gründlich geändert, denn die

Kunden haben herausgefunden, dass nahezu alle der 11.300 châteaux des

  Bordelais Weine zu bieten haben, die ihren Preis wert sind. Dazu hat

sich das Spektrum der Nationalitäten der Kundschaft erweitert. Zu den

Käufern mit den am besten gefüllten Scheckbüchern aus den USA,

Großbritannien und Deutschland haben sich  Chinesen, Japaner, Russen und

Brasilianer als potente Käufer vor Ort gesellt..

 

(  Cesar Compadre : Primeurs : le top départ !, in :  SUD OUEST, 28.

März 2009)

 

 

 

  Neueröffnung Les Flots

 

Was die Besucher der Médoc-Notizen schon länger wissen, erfahren jetzt

auch die Leser das SUD OUEST: Das Ehepaar Smyrnoff hat in 29, boulevard

du Front-de-Mer in Montalivet ein neues Restaurant (Les Flots) 

eröffnet. Das Übrige ist Ihnen  ja schon bekannt.

 

(SUD OUEST, 27. März 2009)

 

 

 

 

 

  Neuer Terminal

 

Im nächsten Monat wird die Verwaltung des Flughafens Bordeaux-Mérignac

einen Antrag auf Baugenehmigung für einen Terminal stellen, der dem

Billigflugsektor dienen soll. Der Billigflugbereich trägt bereits jetzt

fast allein das Wachstum dieses Flughafens, und seine Bedeutung wird

noch zunehmen. Dazukommt, dass man in Mérignac vorausschauend auf die

für 2016 erwartete Fertigstellung der TGV-Linie Bordeaux-Paris blickt,

von der angenommen wird, dass sie rund 800.000 Reisende vom Flughafen

weg auf die Bahn lenken wird. Der neue Terminal wird zwischen der

bestehenden Hall B und dem Frachtzentrum gebaut werden.

 

(  Olivier Delhoumeau : L’avenir est aux lignes à bas coût  , in :  SUD

OUEST, 27. März 2009)

 

 

 

 

  Air-France-KLM mit Verlusten

 

Das Geschäftsjahr 2008  09, das am 31. März endet, wird für die

französisch-niederländische Gesellschaft in roten Zahlen enden.

Vorausgesagt wird ein Minus von 200 Million Euro. Verursacht wird das

negative Ergebnis zu wesentlichen Teilen durch rückläufige

Passagierzahlen (-3,4%) und kräftig nachlassende Frachtleistungen (-13%).

 

 

  (Les comptes d’Air France-KLM virent au rouge, in :Le Figaro, 27. März

  2009)

 

 

 

  Steuererhöhung

 

Der Gemeinderat von Hourtin erhöhte in der letzten Woche die von der

Gemeinde erhobenen  Steuern um 9,85 %.

 

Die taxe d’habitation wurde festgesetzt auf 11,25 %; die taxe

foncière bâti  auf 16,75 % und  non bâti auf 28,24 %. Damit liegen

die Steuerlasten für die Bürger von Hourtin trotz der Erhöhung noch

unter denen der meisten Gemeinden im Département Gironde.

 

(  Robert Bolvinet : Augmentation pour les impôts locaux  , in: SUDOUEST,

    1. März 2009)

 

 

 

 

 

 

  Radfahrer im Visier der Polizei

 

Die Polizei in Bordeaux hat seit kurzem ein scharfes Auge auf Radfahrer,

die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Hintergrund ist die

Unfallstatistik, die ausweist, dass an 60% der Unfälle mit Verletzungen

Zweiradfahrer beteiligt sind. In Bordeaux gingen dabei neben kleineren

Fischen auch einige Radfahrer in das Netz der Ordnungshüter, die mehr

als ein Glas über den Durst getrunken hatten und dies mit einer Nacht in

einer Ausnüchterungszelle bezahlen mussten. Nach Meinung inbesondere der

Vertreter von Radfahrerverbänden zu hart, nach Meinung der Polizei nicht.

 

Unser Empfehlung: Wer derzeit testen will, wie viel er verträgt ohne vom

Rad zu fallen, oder ob er erwischt wird, wenn er bei Rot über eine Ampel

saust, unternimmt diese Experimente am besten nicht in Bordeaux.

 

(  Isabelle Castéra :Les cyclistes secoués  , in : SUD OUEST, 25. März 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Aufschlussreich

 

Die kürzlich veröffentlichte Studie der Agentur BRA, die recht eindeutig

Werbung für den geplanten Gastankerhafen in Le Verdon machte, hat

deutliche Kritik ausgelöst. Der Bürgermeister von Le Verdon sagte

“C’est du pipeau!“  (Das ist eine Täuschung (man kann auch drastischer

fomulieren)..Er fuhr fort und stellte fest, es sei einseitig und nicht

korrekt, wenn dieses Projekt nur unter positiv dargestellten

wirtschaftlichen Aspekten betrachtet würde und dabei eine große Zahl

anderer ebenso wichtiger Gesichtspunkte unbeachtet blieben.

 

Ein Mitglied der Verreinigung Une pointe pour tous fand heraus, dass

die Büros von 4Gas und der Agentur BRA, die die fragliche Studie

erstellt hat, in ein und demselben Gebäude in Bordeaux residieren,

zufällig sogar in demselben Zwischengeschoss. Das ist zwar nicht von

vornherein bedenklich, gibt aber im vorliegende Fall doch zu denken.

 

(  Une pointe pour tous  , 25. März 2009

http:  www.medocpourtous.org  article-29450400.html )

 

 

 

 

  Kein Sommerloch für Saisonarbeitskräfte im Médoc.

 

Morgen, 26. März 2009, von 10 bis 10.30 und 14 bis 17 Uhr können sich

Interessierte im Ausstellungspark in La Teste de Buch auf der Messe

für Saisonarbeitsstellen  über die mehr als  500 Saisonstellenangebote

im Médoc  in den Bereichen Hotel- und Restaurantgewerbe, Animation,

Handel und Putzen für den  Sommer 2009 informieren und sich auch

bewerben. Einzelheiten über alle Angebote einschließlich gesetzlicher

Regelungen sind auch im Internet erreichbar unter www.pole-emploi.fr

<http:  www.pole-emploifr  >

 

(  Plus de 500 jobs d’été à pourvoir  , in : SUD OUEST, 25. März 2009)

 

 

 

 

 

 

  Abfuhr

 

Angesichts der gegenüber ‚normalen’ Zeiten stark angestiegenen Mengen

von Grünabfällen nach den letzten Stürmen hat die Gemeinde Lesparre eine

bürgerfreundliche Aktion für den geregelten Abtransport dieser

Sturmfolgen angekündigt. Die Abfuhr soll am Freitag, 27. März 2009

erfolgen, Anmeldung unter Tel. 05.56.73.21.00. Besonders

bürgerfreundlich: Die Kosten des Abtransports übernimmt die Gemeinde.

 

(  Ramassage après la tempête  , in: SUDOUEST, 25. März 2009)

 

 

 

 

 

  Bordeaux geht voran

 

Der nationale Erinnerungstag an die Abschaffung der Sklaverei, vom

damaligen Staatspräsidenten Jacques Chirac 2006 eingerichtet, wird in

diesem Jahr am 10. Mai in Bordeaux begangen. Bordeaux nimmt in der

Rangliste der französischen Häfen, die im Sklavenhandel engagiert waren,

zusammen mit La Rochelle den zweiten Platz ein (hinter Nantes), und hat

von daher eine besondere Beziehung zu der Problematik, an die am 10. Mai

erinnert werden soll.

 

An desmelben Tag wird im Musée d’Aquitaine in Bordeaux eine

vielversprechende Dauerausstellung zur Geschichte des Sklavenhandels

eröffnet, die, nach modernen museumspädagogischen Grundsätzen gestaltet,

einen guten Zugang zu diesem dunklen Kapitel der Geschichte eröffnet.

 

(  Barnabé Chaix : Bordeaux en avant  , in: Sud OUEST, 24. März 2009)

 

 

 

 

 

  Frühlingsgefahren

 

Die extremen Wetterbedingungen der ersten  Monate dieses Jahres  haben

durch die Trockenheit des  Bodens und die vielen vom Sturm gefällten

herumliegenden Äste und Bäume die Waldbrandgefahr schon früh im Jahr so

akut werden lassen, dass offene Feuer auch  in Gärten untersagt wurden.

In Mérignac wurden am letzten Wochenende zwei Canadair

(Wassersprühflugzeuge) und ein weiterer Wasserwerfer stationiert, um im

Fall von Bränden, die schnell außer Kontrolle geraten können,

unverzüglich wirksame Löschhilfe leisten zu können.

 

(  Pierre Macier: Printemps à risque  , in: SUD OUEST, 24. März 2009)

 

 

 

 

  Frühlingserwachen der kriminellen Art

 

Pflanzendiebe trieben in mehreren nicht sehr lauen Märznächten an

verschiedenen Stellen in Grayan-et-L’Hôpital  , auf öffentlichen

Plätzen, dem Friedhof, und in Privatgärten ihr Unwesen und entrissen

Pflanzen quer durchs Alphabet – von Abelien bis Zypressen ihrem

Pflanzort, was nicht nur die Ordnungshüter, sondern alle Steuerzahler

mit Unverständnis erfüllt.

 

(Vandalisme, in SUD OUEST, 24.März 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Kängurualarm

 

Wenn Ihnen in Südfrankreich auf der Straße ein Känguru begegnet, so muss

das nicht bedeuten, dass Sie zu tief ins Weinglas geschaut haben. In

  Carcassonne sind vor ein paar Tagen 15 Kängurus aus einem

Australienpark entkommen . 12 konnten wieder eingefangen werden, 3 sind

immer noch unterwegs.

 

(SUD OUEST 23. März 2009)

 

 

 

 

  Wer ist die Schönste im ganzen Land?

 

Nun, im Frühling, nach dem harten Winter und seinen schweren Stürmen

unternehmen die Orte in der Gironde wieder große Anstrengungen, um

sich in der Sommersaison in ansprechender Form präsentieren zu können.

Belohnt für die  Anstrengungen des letzten Jahres wurden am Samstag in

  Ambès die erfolgreichsten der ungefähr 200 Gemeinden und 300

Privatleute, die sich dem Wettbewerb gestellt hatten, ausgezeichnet. Mit

Preisen bedacht wurden schließlich 116 Gemeinden, die sich Ville

fleurie nennen dürfen und 95 Privatleute. (  Hervé Pons : Les villes

content fleurette, in : SUDOUEST, 22.3.2009)

 

 

 

 

  Photovoltaik

 

Die Gemeinde Saint-Symphorien im Süden des Départments wird als erste

in der Gironde im Jahr 2010 ein Photovoltaik-Kraftwerk erhalten. Die

rund 73 ha große Anlage wird 318.000 Elemente haben, die 24 Megawatt

Elektroenergie erzeugen werden, genug für die Versorgung von 24.000

Haushalten. Die Kosten der Anlage trägt EDF, die Gemeinde profitiert

über die Steuern: rund 250.00 Euro pro Jahr, für die Gemeinde ein

Verdopplung ihrer Einnahmen.

 

(  Axelle Maquin-Roy : Un champ de 73 hectares de panneaux

photovoltaïques  , in :SUD OUEST, 23. März 2009)

 

 

 

  Prestige: Zweiter Schiffbruch

 

Alle, die durch den Untergang des Tankers Prestige im November 2002

und die nachfolgenden Ölverschmutzungen der Strände geschädigt worden

sind und die gehofft hatten, von dem noch immer nicht erfolgten

Gerichtsverfahren in dieser Angelegenheit Schadenersatz zuerkannt zu

bekommen, haben nun eine Gewissheit: Sie werden  nichts bekommen. Sie

verdanken dies der Entscheidung einer spanischen Untersuchungsrichterin,

die kurzerhand die Ermittlung für abgeschlossen erklärt hat. Sie hat

lediglich Anklage gegen drei Besatzungsmitglieder erhoben, von denen

keinerlei ernsthafte Schadenersatzleistungen erwartet werden können.

Damit sind Erwartungen gegenstandslos geworden,  dass spanische

Behörden zur Rechenschaft dafür gezogen werden, dass die marode

  Prestige nicht in einem spanischen Hafen Schutz suchen konnte, sondern

bei extrem schwerer See auf das offene Meer geschickt wurde, wie

Experten sagen,  in den sicheren Untergang.

 

(Jean-Denis Renard : « Prestige », second naufrage, in :SUD OUEST, 22.

März 2009)

 

 

 

 

 

  Projekt Wassernaturpark

 

Das Großprojekt „Wassernaturpark in der Girondemündung“ befindet sich

in der Planungsphase und wird nach seiner noch vor 2012 erwarteten

Öffnung für das interessierte Publikum sicherlich zu einem weiteren

Magneten für einen Besuch  des Médoc werden.

 

Der Naturpark  steht in keinem Zusammenhang mit einem anderen

Großprojekt, das derzeit die Medien und die Behörden beschäftigt: dem

Gastankerhafen in Le Verdon.

 

(  Bruno Béziat: Le futur parc naturel marin , in: SUD OUEST,

21.3.2009)  

 

 

 

 

 

 

  Frühjahrsputz am Strand

 

Wie schon in den letzen  5 Jahren haben  sich wieder umweltbewusste

Mitmenschen, Schülergruppen, ganze Familien und andere Freiwillige

getroffen, um den Strand von Lacanau von den Müllmengen (vor allem

Plastikmüll jeglicher Art, Fischernetze, verendete Tümmler,

Zigarettenstummel), die im Laufe  des Winters dort zurückgelassen worden

sind, zu befreien. Umstehende stellten fest,  der Einsatz dieser Leute

sei großartig, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie fragten,

warum  nicht jeder seinen Müll  selbst an den dafür vorgesehenen Stellen

entsorgt. Am Spätnachmittag war der Strand wieder in einem präsentablen

Zustand.

 

(  Clément le Goff: Nettoyage de printemps  , in : SUD OUEST 22.3.09)

 

 

 

 

 

 

  Wasserpreise

 

Die Grünen haben Erhebungen über die Wasserpreise im Département

Gironde angestellt und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass in

Teilen des Départements die Wasserpreise zu hoch sind. Bei der

Untersuchung hat sich herausgestellt, dass in den Teilen der Gironde  ,

in denen die Wasserversorgungsunternehmen in öffentlicher Hand sind, die

Preise am günstigsten sind (1,17 Euro  m³ im Durchschnitt). Dort, wo das

Wasser von privaten Anbietern wie der Lyonnaise des Eaux geliefert

wird, sind die Preise am höchsten (1,35 bis 1,36 Euro  m³).

 

Die Grünen machen sich auch Sorgen über die Zukunft der

Wasserversorgung, da nach ihrer Meinung zu langsam verfahren wird, wenn

es um die Erschließung neuer Wassergewinnungsmöglichkeiten geht, die

nicht das ohnehin schon überbeanspruchte Grundwasser ausnutzen.

 

(  Jean-Bernard Gilles  :  Le prix de l’eau trop élevé dans le

département selon les Verts  , in :  SUD OUEST, 21. März 2009)

 

 

 

  Zwei zusätzliche Canadairs

 

Auf dem Flugplatz Mérignac sind zwei Canadairs gelandet, speziell

ausgerüstetete Amphibienflugzeuge, die die Kräfte der Feuerwehr beim

Kampf gegen Waldbrände verstärken.

 

Bis jetzt sind schon vier davon registriert worden. Da die Wälder wegen

der aktuellen Trockenheit verbunden mit den Folgen der Stürme stärker

gefährdet sind als in vergleichbaren Vorjahreszeiten, hat der Präfekt

der Gironde das Niveau 1 der Walbrandvorbeugung ausgerufen. Die

Canadairs werden allerdings nur bis zum kommenden Montag in Mérignac

stationiert sein.

 

(deux canadairs en renfort, in :  SUD OUEST, 20. März 2009)

 

 

 

 

 

  Das ist zum Lachen

 

Wie in jedem Jahr seit ihrer 1992 erfolgten Gründung wird  auch 2009 die

aus 70 Personen (Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern) bestehende

Künstlergruppe  aus Vensac (  Vensac loisirs culture  ) wieder mit einer

Aufführung erfreuen. Der Titel des diesjährigen Kabaretts ist „Das ist

zum Lachen“ und es wird am 3. (Freitag) und 4.(Samstag) April 2009 in

  Vensac zu sehen sein in der Salle des Fêtes  . Reservierungen unter

Tel. 56.73.95.37 oder 06855867..

 

(  Lyne Lobell:Des artistes pour rire, in : SUDOUEST, 19.3.09)

 

 

 

  Positives über das Gastankerhafenprojekt

 

Der geplante Gastankerhafen in Le Verdon hat Gegner beiderseits der

Girondemündung, aber er hat auch Befürworter. Die legten jetzt einen

Bericht vor, der das strittige Bauvorhaben in einem durchaus

vorteilhaften Licht erscheinen lassen soll. Danach würde der

Gastankerhafen, einmal gebaut, in den ersten fünf Jahren 5,9 Millionen

Euro Steuern (jährlich) in die öffentlichen Kassen spülen. Danach wären

es 7,2 Millionen Euro pro Jahr.

 

Während der Bauzeit würden bis zu 1000 Arbeitskräfte beschäftigt, die 3

Millionen Arbeitsstunden leisten könnten. Davon könnte ein Drittel von

Arbeitskräften erledigt werden, die aus einem Umkreis von bis zu 100 km

um Le Verdon stammten.

 

Nach der Inbetriebnahme des Gastankerhafens würden zwar nur noch 55

Beschäftigte dort einen Arbeitsplatz finden, zu denen aber rund 100

Arbeitskräfte gerechnet werden müssten, die indirekt von dem

Hafenprojekt profitierten. Hinsichtlich der negativen Auswirkungen  auf

den Tourismus und die Aquakulturen erwarten die Gutachter, dass der

mögliche Rückgang um bis zu 25% in diesen Bereichen mehr als kompensiert

würde durch die errechneten Steuereinnahmen.

 

Der Bürgermeister von Le Verdon ist von diesen Berechnungen nicht

überzeugt. Er hält sich an die Ergebnisse eines lokalen Referendums aus

dem Jahr 2008, das dem Gastankerprojekt eine klare Absage erteilt hatte.

 

Die Gesellschaft 4Gas, die das Hafenprojekt realisieren will, gibt nicht

auf. Sie kündigte, nachdem ein erster Bauantrag zurückgewiesen worden

war, einen neuen an. Außerdem scheint man bei 4Gas begriffen zu haben,

dass man etwas für das Image tun muss. Wohl aus diesem Grund wurde jetzt

lanciert, man könne sich bei der Gesellschaft engagieren, die den

künftigen Geschicke des Leuchtturms von Cordouan lenken solle.

 

(  Bernard Broustet: Plaidoyer pour 4Gas  , in:  SUD OUEST, 18. März 2009)

 

 

 

 

  Neues zum Golfplatz in Grayan

 

Seit etwa 10 Jahren ist immer wieder die Anlage eines Golfplatzes

westlich von Grayan  im Gespräch. Das als 18 Loch-Platz vorgesehene

Projekt soll auf einem Gelände von 62 Hektar an der Straße von Grayan 

nach Le Gurp entstehen. Bevor es an die Realisierung des Vorhabens

gehen kann, müssen erst noch einige Vorbedingungen erfüllt werden: Im

Auftrag des  Gemeindeverbandes Pointe du Médoc soll die Firma Alma

France ein Gesamtkonzept erstellen.  Nach Erfüllung der  staatlichen

Auflagen  können dann endgültige Entscheidungen bezüglich der

Realisierung gefällt werden.

 

Zu den noch offenen Fragen gehört das Problem der unterirdischen

Verlegung einer Hochspannungsleitung und auch die Frage, wie die

Anlieger, von denen einige dem Golfprojekt feindselig gegenüberstehen,

dazu gebracht werden können, ihren Widerstand aufzugeben.

 

(  Julien Lestage : La longue route du projet de golf in: SUDOUEST, 18.

März 2009)  

 

 

 

 

 

  Aktion Sauberer Strand

 

Am 21. und 22. März 2009 findet zum vierzehnten Mal in Le Porge die

erfolgreiche Strandsäuberungsaktion statt, an der im letzten Jahr 250

Freiwillige teilnahmen, die den Strand von 5 Tonnen Abfall befreiten.

Treffpunkt der Teilnehmer  innen um 10  Uhr in Le Gressier  .

 

(  Martine Duberne: Opération Plage propre  , in SUD OUEST.17März 2009)

 

 

 

 

  Hier bestimmt der Gast den Preis!

 

Im Restaurant Le Bouchon in Bordeaux bestimmen an Montagabenden die

Gäste selbst den Preis für das Essen, das sie gewählt haben. Zur Wahl

stehen 4 Vorspeisen, 4 Tellergerichte, 4 Desserts.  Die Getränke werden

nach der Preistafel des  Restaurants abgerechnet.

 

 

  Die  Gäste in dem gut besuchten  Restaurant sind von dieser Idee der

  Bewirtung, die die Restaurantbetreiber von einem Londoner Restaurant

  übernommen haben, begeistert. Am ersten Abend dieser Art wurden 30

  Gäste gezählt, sonst sind es 15.

 

  (  Yannick Delneste:Combien tu mets, toi? in SUD OUEST17. März 2009)

 

 

 

 

  Archäologie in Aktion

 

Im Jahre 2003 fand man in Bordeaux knapp vor dem Nordportal der

Kathedrale Saint-André, nur wenige Zentimeter unter dem Straßenbelag,

Fundamente, Treppen, Säulen und den Zugang zu einer Mini-Krypta, die zu

der im 12. Jahrhundert errichteten ersten Kathedrale an dieser Stelle

gehören. Ergraben wurden auch Überreste des Portals des Vorgängerbaus,

durch das unter anderem im Jahre 1152 die schöne Aliénor (Eleonore) von

Aquitanien schritt, um wenig später Heinrich Plantagenet zu heiraten,

der damals noch nicht König Heinrich II. von England war.

 

Angesichts des Rangs der Funde wurden verschiedene Möglichkeiten

diskutiert, wie damit umgegangen werden sollte. Erwogen wurde die

Anbringung einer massiven Glasplatte, unter der die Grabungsergebnisse

sichtbar geblieben wären. Dieser attraktive Vorschlag erwies sich jedoch

technisch und finanziell als zu aufwendig. Beschlossen wurde

schließlich, die Funde nach gründlicher Erforschung zu konservieren und

mit grauen Granitplatten zu bedecken. Noch kann man den Archäologen rund

sechs Monate lang zusehen, dann werden die Arbeiten abgeschlossen.

 

(  Jean-Paul Vigneaud : Les vestiges dans le noir  , in : SUD OUEST, 17.

März 2009)

 

 

 

  Wirtschaftskrise und Flugverkehr

 

Die Wirtschaftskrise zeigt ihre Auswirkungen auch in der rückläufigen

Auslastung des Flughafens Mérignac  . Im Januar und Februar 2009 mussten

Buchungsrückgänge von 6.8 % im Vergleich zum Vorjahr konstatiert werden,

wobei der Rückgang im Februar mit 4,5 % nicht so stark war wie der im

Januar mit 9.1%. Mitverantwortlich neben den gesamtwirtschaftlichen

Faktoren waren auch die außergewöhnlichen Wetterlagen und Streiks.

Bedauerlicherweise wurden einige Flugverbindungen, die sich

erfolg-versprechend angelassen hatten, z. B. die Direktverbindung von

Frankfurt nach Bordeaux. wieder gestrichen.

 

(  P. Ph. Pouillad : Baisse de trafic à Mérignac  , in : SUD OUEST. 15.

März 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Ein Hoch der Mittelmeerdiät

 

Neue Forschungsergebnisse aus Amerika belegen, dass es der Gesundheit

zuträglich ist, wenn wir gut essen. Das heißt, wenn wir uns von frischem

Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch ernähren, können wir den natürlichen

Alterungsprozess von Körper und Geist verzögern..

 

( Bien manger – bien vivre  , SUD OUEST, 15. März 2009) 

 

  

 

  

 

 

  Vendays-Montalivet  : Gemeinderat

 

Die letzte Gemeinderatssitzung in Vendays-Montalivet hatte mehrere

Schwerpunkte. Einer davon war die Frage, wie es mit der Postagentur in

  Montalivet weitergehen soll. Bisher wird der Schalterbetrieb, mit

Ausnahme der Monate Juli und August, von der Gemeinde getragen, nur in

den beiden Hauptferienmonaten übernimmt die Post selbst die Regie. Jetzt

verlautet, die Post wolle sich ganz aus Montalivet zurückziehen. Die

Gemeinde ist aus verständlichen Gründen dagegen, sucht aber noch nach

geeigneten Wegen, um der Post den Weg des Rückzugs zu verlegen.

 

Weiterer Beratungspunkt war die Festsetzung der Gemeindesteuern. Hier

wurde beschlossen, die Taxe d’habitation auf 7,95%, die Grundsteuer

auf bebaute Grundstücke auf 12,43% und die Grundsteuer auf unbebaute

Grundstücke auf 32,24% festzulegen. Das bedeutet nach vier Jahren

gleichbleibender Steuersätze eine Anhebung um 9%. Man hofft, die neuen

Sätze wiederum vier Jahre unverändert beibehalten zu können und legt

weiter Wert auf die Feststellung, dass die Gemeindesteuern in

  Vendays-Montalivet weiterhin deutlich unter dem gesamtfranzösischen

Durchschnitt liegen.

 

 

  (Lyne Llobell : Sauver le bureau de poste, in : SUD OUEST, 16. März 2009)

 

 

 

  Lesemuffel auch in Frankreich

 

Kurz vor der Eröffnung des Salon du livre wird eine Meinungsumfrage

veröffentlicht, bei der nach dem Leseverhalten der Franzosen gefragt

wurde. Zwei Drittel der Franzosen geben an, wenig oder gar nicht zu

lesen, wenn man danach fragt, ob Bücher gelesen werden. 30% der

Franzosen geben an, sie läsen gar keine Bücher, bei 34% sind es weniger

als fünf Bücher pro Jahr. Bei den eifrigen Lesern führen die Frauen mit

42% die Statistik an, sie lesen sechs und mehr Bücher pro Jahr, bei den

Männern sind es nur 24%. Nach Berufsgruppen sortiert lesen die

Angestellten des öffentlichen Dienstes am meisten, von ihnen lesen 40%

mehr als sechs Bücher pro Jahr, mit geringem Abstand gefolgt von den

Rentnern und den Hausfrauen.

 

(  Flore Galaud :   Deux tiers des Français lisent peu… ou pas  , in : Le

Figaro, 15. März 2009)

 

 

 

  Preisrutsch

 

Die Immobilenpreise im Südwesten Frankreichs sind in Bewegung geraten.

Nunmehr geben die Käufer den Ton an und beeinflussen damit stark die

Preise. In allen Departements des Südwestens sind die Preise auf dem Weg

nach unten. Im Departement Gironde liegt die durchschnittliche Absenkung

bei 11% und unterscheidet sich damit nur unwesentlich von den Werten in

den benachbarten Departements.

 

Innerhalb der Gironde kommt die Region am Südrand des Beckens von

Arcachon noch am besten weg: Preisrückgang zwischen 3 und 9%, in

Bordeaux sind es zwischen 1 und 10%. Im Bereich Lesparre werden

Nachlässe zwischen 10 und 20% verglichen mit den Werten des Vorjahrs

registriert.

 

Grund zur Panik besteht nach Ansicht der Experten nicht. Sie verstehen

den Preisrückgang vielfach als Ende einer Phase der Überhitzung des

Marktes und als beginn einer sachlich gerechtfertigteren Preisbildung.

 

(  Bruno Béziat :Le retour à des prix plus justes  , in :SUD OUEST, 14.

März 2009)

 

 

 

  Zusammen ist man stärker

 

Nach dieser bewährten Devise wollen die Tourismusbereiche von Bordeaux,

St. Émilion, Blaye und Fort Médoc in diesem Jahr erstmals verfahren.

Allen vier Partnern dieser Unternehmung ist das UNESCO-Label des

Weltkulturerbes zuerteilt worden, aber alle vier sehen der neuen Saison

mit gemischten Gefühlen entgegen.

 

Als neue Idee wird daher ein Rundkurs über zwei Tage zum Preis von 170

Euro angeboten, der neben der Begegnung mit den herausragenden

Kulturdenkmälern der vier Orte den direkten Kontakt zu Küche und

Weinkellern der Region eröffnen soll. Genaueres wird demnächst bei den

Verkehrsvereinen der vier Teilnehmer zu erfahren sein.

 

(  J.-P. Vignaud : La route des sites UNESCO est ouverte  , in: SUD OUEST,

    1. März 2009)

 

 

 

 

  Office de tourisme Vendays-Montalivet 

 

Der Verkehrsverein in Vendays-Montalivet hat eine neue Direktion

bekommen. Nicht, wie erwartet, die letztjährige Vizepräsidentin Els van

de Veen  , sondern, für viele überraschend, Jean-Claude Cantet  . Der

neue Leiter weiß, dass die finanziellen Mittel, über die er verfügen

kann, begrenzt sind. Hinter dem Office de tourisme steht ein

eingetragener Verein, dessen  Existenz von der finanziellen

Unterstützung der Gemeinde abhängt, die auch die Hostessen besoldet..

 

Das Office de tourisme ist geöffnet von Montag bis Freitag von 9.oo h

– 13.oo h und von 14.oo h bis 17.oo h und am Samstag von 10.oo h bis

12.oo h. Das Office bleibt geschlossen an Sonn- und Feiertagen.

 

Die Internet-Seite der Gemeinde ist neu gestaltet worden.

 

http:  www.ot-vendays-montalivet.fr  allemand-sommaire.html

 

(Lyne Llobell: Direction touristique, in : SUD OUEST, 12. März 2009)

 

 

 

  Strandsegler im Titelkampf

 

Im März wird es zwei Wettkämpfe für Strandsegler im Südwesten

Frankreichs geben, bei denen Punkte für die nationalen Titelkämpfe zu

erringen sind. Strandsegler (franz.: chars à voile  , früher  :

aéroplages  ) gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie verschwanden

dann für einige Jahrzehnte in der Vergessenheit und tauchten an den

südwestfranzösischen Stränden in den 80er Jahres des letzten

Jahrhunderts wieder auf. Man schätzt, dass bis zu 200.000 Franzosen

diesen Sport gelegentlich  ausüben., während es über 20.000

eingeschriebene Mitglieder von Sportvereinen gibt, die das Strandsegeln

betreiben.

 

Diese flinken Geräte erreichen leicht bis zu 70 km  h, Spitzen wurden bei

107 km  h gemessen.

 

Die beiden Wettbewerbswochenenden  im März sind das vom 14. und 15 und

das vom 28. und 29. März. (Näheres in unserem Veranstaltungskalender)

 

(  Jean-Marie Vasquez :  Côte atlantique : les chars à voile à l’assaut

du titre  , in :SUD OUEST, 11. März 2009)

 

 

 

 

  Geheimnis gelüftet

 

Der See von Hourtin zeigte in den letzten Wochen zunehmend Verfärbungen,

die ins Rötliche zielten. Erstmals am 18. Februar beobachtet, wurden

Wasserproben genommen und an sachkundiger Stelle analysiert.

 

Jetzt liegt das Ergebnis vor: Die Verfärbungen werden von einer Alge

namens Botzroycoccus Branii Kützing verursacht, die absolut ungiftig

ist. Das Phänomen der Rotfärbung wird zudem mit Fortschreiten des

Frühlings witterungsbedingt von selbst verschwinden.

 

(Pierre Vallade : Le mystére de la « mer rouge » est enfin levé, in :SUD

OUEST, 11. März 2009)

 

 

 

 

 

  Neu für den Verkauf von Alkohol und Tabak

 

Die französische Nationalversammlung hat per Gesetz beschlossen, dass

an  Jugendliche unter 18 Jahren weder Alkohol nach Tabakwaren verkauft

werden dürfen.

 

Gleichzeitig sind Bestimmungen für die Werbung für Alkoholika im

Internet aufgestellt worden und damit ein bislang rechtlich nicht

geregelter Bereich durch Gesetz reglementiert worden.

 

Obwohl der Versuch der Regierung, den Verkauf von Alkoholika in

Tankstellen gänzlich zu verbieten nicht erfolgreich war, sind doch

erhebliche Einschränkungen erreicht worden. So dürfen demnächst in

Tankstellen alkoholische Getränke nur noch zwischen 8.oo h morgens und

18.00 h abends verkauft werden.

 

Die neuen Regelungen sind noch nicht rechtskräftig, sie bedürfen der

Zustimmung des Senats, des höchsten gesetzgeberischen Organs in

Frankreich. Es ist als sicher davon auszugehen, dass die neuen

Bestimmungen diese Hürde ohne Änderungen passieren werden.

 

(  Bastien Hugues : La vente d’alcool   et de tabac interdite aux

mineurs  , in :  Le Figaro, 10. März 2009)

 

 

  Denkmal für die Operation Frankton 

 

Auf Initiative der britischen Royal Marines und mit Unterstützung der

französischen Vereinigung Frankton Souvenir wird derzeit an Plänen für

die Errichtung eines Denkmals gearbeitet. Das Denkmal, für das es

bereits Entwürfe gibt, soll in Le Verdon aufgestellt werden. Zuvor

müssen jedoch die erforderlichen Genehmigungen eingeholt und andere

wichtige Entscheidungen getroffen werden.

 

(  Maguy Caporal: Un mémorial pour l’opération Frankton  , in :  SUD

OUEST, 9. März 2009)

 

 

 

(Die Operation Frankton fand im Dezember 1942 statt. Sie wurde von

britischen Elitesoldaten ausgeführt, die vor Montalivet in Kajaks

ausgesetzt wurden und den Auftrag hatten, sich über die Gironde bis

Bordeaux vorzuarbeiten, um dort deutsche Schiffe zu vernichten. Nur zwei

der beteiligten 10 Soldaten haben überlebt. Die Operation war aus

britischer Sicht ein Erfolg, da es gelang, mehrere deutsche Schiffe zu

versenken oder zu beschädigen. Die Erinnerung daran wird in jährlichen

Gedenkfeiern

wachgehalten.                 UM)

 

 

 

 

 

 

  Beginn der Restaurierung

 

Der Tour de l’Honneur  , das beeindruckende Überbleibsel der ehemaligen

Burganlage in Lesparre  , ist seit wenigen Tagen teilweise eingerüstet.

Damit beginnen die auf mehrere Jahre veranschlagten Arbeiten zur

gründlichen Sanierung des Bauwerks. Zunächst soll der aus dem 13.

Jahrhundert stammende erhaltene Rest der Stadtmauer instand gesetzt

werden. Dauer dieser Arbeiten vorausssichtlich drei Monate.

 

Die Firma, die diese Arbeiten ausführt, wird auch die erforderlichen

Reparaturen an der Kirche Saint Trélody vornehmen.

 

  (Sylvaine Dubost: Un échafaudage autour de La Courtine  , in :  SUD

OUEST, 9. März 2009)

 

 

 

  Auch ein Jugendschutz

 

Der Alkoholmissbrauch durch junge Menschen schon im Alter von 12 – 14

Jahren hat auch in Frankreich in Besorgnis erregender Weise zugenommen.

So ergaben Umfragen, dass 66% der Studenten, 53% der Gymnasiasten und

27% der Mittelschüler bereits die Erfahrung eines Vollrausches gemacht

hatten. In Frankreich soll durch eine neues Gesetz dem Missbrauch von

Alkohol entgegengewirkt werden. In der ursprünglichen Fassung hätte das

Gesetz den Fortbestand von Weinverkostungen, Weinmärkten  und -messen

bedroht, doch wurde hier eine Neufassung beschlossen, die einerseits dem

Jugendschutz Rechnung trägt, andererseits aber die

Vermarktungsanstrengungen der Weinerzeuger nicht über Gebühr behindert.

 

(  H. Rouquette – Valeins, Les jeunes au régime sec in SUD OUEST, 7.3. 2009)

 

 

 

 

 

  Ferien, Ferien über alles!

 

Trotz der Wirtschaftskrise, so das Ergebnis einer Umfrage, will die

Mehrheit der Franzosen auch in 2009 nicht auf eine Ferienreise

verzichten. Zur Freude der Ferienreiseveranstalter wollen 30 % die

Ferien im Ausland verbringen, 2008 waren es 27%. Aber es soll auch

gespart werden – bei Neukäufen von Autos und Fernsehgeräten.

 

(  Ils veulent préserver leurs vacances  , in SUD OUEST,  7. 3. 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Kraniche auf dem Rückweg

 

Die Kraniche, die zu Zehntausenden im Südwesten Frankreichs

Winterquartier beziehen, sind auf dem Rückweg in ihre Nistgebiete im

Nordosten Europas. Auch hier zeigen sich Auswirkungen des Klimawandels.

Fanden früher die großen Massenstarts in der ersten Märzdekade statt,

geht es seit rund 15 Jahren schon in der letzten Februarwochen zurück.

Diesjähriger Höhepunkt waren am 25. Februar rund 5.000 Kraniche am

Himmel von Bordeaux.

 

(  Florence Moreau :Les grues regagnent leurs sites de nidification  , in:

SUD OUEST, 7. März 2009)

 

 

 

 

  Hochspannung unter der Erde

 

In Lesparre haben Bauarbeiten begonnen, um ein Stück einer

Hochspannungsleitung unterirdisch zu verlegen. Ingesamt geht es um etwas

mehr als 1000 Meter, die in drei Abschnitten bis zum 10. April verlegt

werden sollen. Betroffen ist ein Wegstück vom Bahnübergang von

  Fongrouse bis zum chemin de Reynaud  . An der Baustrecke werden,

soweit notwendig,  Umleitung und Sperrungen durchgeführt.

 

(  Sylvane Dubost : Enfouissement d’une ligne de 63.000 volts  , in: SUD

OUEST, 7. März 2009)

 

 

 

 

  Volksvertreter gegen Gastankerhafen

 

Am letzten Donnerstag haben die Volksvertreter des Gemeindeverbandes

  Pointe du Médoc ihren Plan für die mittelfristige Entwicklung der

Region vorgelegt (  Pdd – projet d’aménagement et de développement

durable  ). Darin kommt naturgemäß auch das Projekt des geplanten

Gastankerhafens vor, dem die Volksvertreter insgesamt reserviert

gegenüberstehen. In dem verabschiedeten Entwicklungsplan heißt es dazu

eindeutig, dass die Bevölkerung gegen technologische Risiken geschützt

werden soll, und dass neue Einrichtungen nicht errichtet werden dürfen,

die Gefahren für die Gesundheit oder die Sicherheit der Bevölkerung mit

sich bringen.

 

Damit haben sich die Chancen für das in der Bevölkerung beiderseits der

Girondemündung nahezu einhellig abgelehnte Hafenprojekt weiter

verschlechtert.

 

Bei allem Optimismus der Gastankerhafengegner darf jedoch nicht

übersehen werden, dass bedingt durch die Zugehörigkeit des Hafenbereichs

von Le Verdon zum Autonomen Hafen von Bordeaux das letzte Wort beim

Staat liegt. Und wenn der Staat das strittige Projekt als wichtig für

das nationale Interesse einstuft, dann steigen die Chancen für das

Hafenprojekt wiéder – mächtig.

 

(  Julien Lestage : Pointe du Médoc s’engage un peu plus contre le

méthanier  , in : SUD UEST, 7. März 2009)

 

 

 

 

  Keine Steuererhöhungen in Vensac.

 

Die von der Gemeinde festzusetzenden Steuern sind auf Beschluss des

Gemeinderats von Vensac gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht worden.

Demnach werden erhoben: taxe d’habitation: 13,22%, foncier bâti 18,61%

8und foncier non bâti 49,30%

 

(M. C. : Le taux des impôts locaux est inchangé, in : SUD OUEST, 6. März

2009)

 

 

 

 

 

Zum Vergleich Zahlen für die Gemeinde Grayan

 

 

 

Taxe d’habitation

 

           

 

4,05%

 

Foncier bâti

 

           

 

5,54%

 

Foncier non bâti

 

           

 

13,34%

 

 

 

 

 

 

 

  Der kleine Nicolas bleibt klein

 

  Le petit Nicolas  , der zum Schmunzeln anregende ewig junge, nörgelnde,

manchmal Nerven ansägende Junge ist soeben 50 geworden. Dass er dieses

Alter erreicht hat, geht zu erheblichen Teilen auf das Konto des

SUDOUEST, der in seiner Sonntagsausgabe vor 50 Jahren den ersten Ausflug

des kleinen Nicolas in die Öffentlichkeit ermöglichte, Text von René

Goscinny, Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé. Es war auf Anhieb ein so

großer Erfolg, dass von da an sechs Jahre lang jeden Sonntag eine neue

Geschichte um den kleinen Nicolas und seine unnachahmlichen  Freunde und

Klassenkameraden erschien. Die Folgen waren unabsehbar: bis heute fünf

Bände, übersetzt in unzählige Sprachen. Allein der letzte Band ging mehr

als eine Million mal über die Ladentische.

 

Demnächst gibt es den petit Nicolas im Fernsehen: geplant sind vorerst

52 Folgen als Zeichengeschichten von je dreizehn Minuten.

 

Trotz seiner fünfzig Jahre ist der kleine Nicolas immer noch der kleine

Nicloas. Manche Leute altern eben überhaupt nicht.

 

(  Stéphane C.Jonathan : Le Petit Nicolas s’affiche sur tous les fronts  ,

in : SUD OUEST, 5. März 2009)

 

 

 

 

  Konzertierte Aktion für den Küstenschutz

 

Erosion und stärkere und häufigere Orkane, wie die letzten mit Namen

  Klaus und Quinten  fügen in besonderem Maße den Küstenregionen

Schäden zu, gegen die nur schwer Abwehrmaßnahmen getroffen werden können.

 

In einigen Orten, z. B. in L’Amélie laufen die Arbeiten zur Sicherung

besonders bedrohter Küstenabschnitte bereits an. Hier soll zunächst auf

private Initiative hin durch weitere Holzpalisaden und Steinwälle den

gefräßigen Wellen Halt geboten werden. Auch in Le Gurp  , Grayan  ,

  Naujac, Montalivet  und weiteren Küstenorten sind Schutzmaßnahmen, die

neuesten technischen Erkenntnissen entsprechen, vorgesehen oder bereits

im Bau.

 

(  Dominique Rouyer, Le chantier de la dernière chance  , in Le Journal du

Médoc ; 27. Febr. 2009)

 

 

 

  Warnung vor hohen Wellen

 

Beginnend mit dem 4. März 21.00 h bis zum 6. März, 10.00 h muss an der

Atlantikküste als Auswirkung der durchziehenden Tiefdruckgebiete mit

besonders hohen Wellen gerechnet werden. Auf offener See werden

Wellenhöhen zwischen 6 und 8 m erwartet, an der Küste weniger, aber

immer noch mehr als normal.

 

(SUD OUEST, 4. März 2009)

 

 

 

 

  Nicht rekordverdächtig aber zu kalt

 

Der zu Ende gehende Winter war zu kalt, eindeutig: Die Temperaturen

lagen um 1,2 Grad unter den langjährigen Durchschnittswerten. Damit

nimmt der Winter 2008-09 den dritten Platz in der Rangfolge der

härtesten Winter der letzten zwanzig Jahre ein, nach 2005-06 und

1990-91. Der Januar war in Teilen Frankreichs, so z.B. im Norden, der

kälteste seit 20 Jahren. Am 7. Januar herrschte ein Schneechaos im

Großraum Marseille mit Schneehöhen zwischen 20 und 40 cm, und am 24.

Januar und am 9.  10. Februar traf es den Südwesten mit schweren Stürmen.

 

(L’hiver est rude, in : SUD OUEST, 4. März 2009)

 

 

 

 

  Gut für Hund und Katz?

 

Wer seinem Hund oder seiner Katze etwas Kostenverursachendes antun will,

hat dazu seit kurzem eine neue Gelegenheit in Lesparre. Dort hat sich

die bereits bestehende Firma Médoc Croc Services einen neuen Bereich

zugelegt, in dem Hunde und Katzen gewaschen, gekämmt, getrimmt,

geschoren oder enthaart werden können. Wenn das noch nicht reicht,

können auch noch die Krallen gestutzt und sonstige dem Besitzer von Hund

oder Katze wichtige Dinge ausgeführt werden. Dienstags, donnerstags und

samstags ist an den Nachmittagen das genannte Angebot verfügbar. (Tel.

05 56 09 74 93)

 

(  Sylvaine Dubost : Nouveaux services pour chiens et chats , in :SUD

OUEST, 3. März 2009)

 

 

 

(Anm. Der Redaktion : Wir haben Jule und Pepsi gefragt, ob sie hin

wollen. Die Antwort publizieren wir lieber nicht. Rocco und Paulchen

haben wir erst gar nicht gefragt.)

 

 

 

 

  Jahrestemperaturrekord

 

Am letzten Samstag wurde im Südwesten Frankreichs erstmals in diesem

Jahr die Marke von 20 Grad Celsius überschritten. Deutlich. Der alte

Rekord aus dem Jahre 1926 von 26,2° Celsius, der damals schon im Februar

aufgestellt worden war, wurde allerdings nicht gebrochen.

 

Trotzdem war an den Stränden um das Becken von Arcachon erstmals in

diesem Jahr viel Betrieb.

 

(Linda Douifi: Forte affluence sur les plages arcachonnaises, in :  SUD

OUEST, 1. März 2009)

 

 

 

 

 

  April 2009

 

 

 

  Spektakuläres in Monta 

 

Am kommenden 2. und 3. Mai finden am Hauptstrand von Montalivet Läufe

zur Jetski-Weltmeisterschaft satt, zu denen die Crème der

Jetski-Spezialisten dieser Welt erwartet wird. Wer Spaß an solchen

Dingen hat, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, und sei

es, um nachher zu wissen, warum man besser die Finger von solchen Dingen

lässt.

 

(  Lyne Llobell: 11e Championnat du monde de jetski freeride  , in: SUD

OUEST, 30. April 2009)

 

 

 

 

 

  Steuererhöhungen in Soulac 

 

Der Stadt Soulac geht es wie so vielen anderen Kommunen in Frankreich:

der Staat muss sparen, und das passiert auch bei den Finanzmitteln, die

an die Gemeinden überwiesen werden. Da kluge Stadtmütter und –väter

wissen, dass sie nicht auf Wunder hoffen dürfen, tun sie das

Nächstliegende: Sie erhöhen die Steuern. Mit durchschlagendem Erfolg.

Die taxe d’habitation in Soulac steigt auf 15,08 %, der foncier b  âti

(die Grundsteuer für bebaute Grundstücke) auf 39,48 % und foncier non

b  âti (Grundsteuer für nichtbebautes Gelände) auf 98,39 %.

 

(Maguy Caporal : L’État se désengage, in: SUD OUEST, 30. April 2009)

 

 

  

 

 

  Zum Vergleich die aktuellen Zahlen für Grayan  :

 

  Taxe d’habitation 4,05%, Foncier bâti 5,54%, Foncier non bâti 

13,34% (keine Schreibfehler, sondern Zeichen für den Wohlstand der

Gemeinde Grayan  )

 

(UM, 30. April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Geldsegen für die Tram

 

Der französische Staat hat 42,6 Mio Euro bewilligt für den Ausbau der

Tram in Bordeaux. Man hatte zwar mehr erwartet, zeigte sich aber dennoch

zufrieden, der Beitrag hätte ja mit Blick auf die chronisch

schwindsüchtigen Staatskassen auch niedriger ausfallen können. Mit dem

Staatsbeitrag ist zwar die Finanzierung des Tramausbaus, geschätzte

Kosten 310 Mio Euro, noch nicht perfekt, aber  realisierbarer geworden.

 

(  Denis Lherm :Une subvention de 42,6 Mio Euro pour le tramway de

Bordeaux  , in: SUD OUEST, 30. April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

 

  Girondins weiter im Titelrennen

 

Zwar nur um Haaresbreite siegreich, haben die Fußballer aus Bordeaux ihr

Auswärtsspiel gegen Rennes in der Nachspielzeit 3:2 gewonnen. Dabei

lagen sie schon nach 17 Sekunden im Rückstand und verloren einen Spieler

wegen Feldverweises in der 27. Minute. Beim Abpfiff stand es aber doch

3:2 für die Girondins  , so dass Tabellenführer Marseille keinen Boden

gewinnen konnte.

 

(UM, 30. April 2009)

 

 

 

  Stadionpläne

 

Es gibt schon lange Pläne für den Neubau eines großen Stadions in

Bordeaux, aber erst jetzt scheinen sie konkret zu werden, wobei es

sicher kein Zufall ist, dass das zu einer Zeit geschieht, in der die

Girondins im Fußball auf einer Erfolgswelle reiten. Eine Rolle spielt

wohl auch Bernard Laporte  , secrétaire d’État aux Sports  , der kaum

eine Gelegenheit auslässt, die Bürgermeister der großen Städte

Frankreichs dazu zu drängen, moderne Stadien zu bauen. Ohne diese

bislang allerdings nur gewünschten Stadien wird es wohl keine Chance auf

die Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich geben.

Momentan erfüllt kein einziges französisches Fußballstadion die

Ansprüche, die heute an Sportstätten gestellt werden. Selbst das einst

mit viel Lorbeeren bedachte Stade de France in paris ist nicht mehr

auf der Höhe der Zeit.

 

In Bordeaux rechnet man mit Baukosten in der Größenordnung zwischen 150

und 200 Mio Euro, eine Summe, die die Stadt allein nicht aufbringen

kann. Man wird also nach neuen Finanzierungsmodellle suchen müssen, bei

denen öffentliche und private Finanziers zusammenwirken.

 

(  J.-P. Vignaud : Tous pour un grand stade  , in: SUD OUEST, 29. April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Gedenken an Deportation

 

Am 26. April, dem nationalen Gedenktag zu Erinnerung an die

Deportationen während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fand

am Kriegerdenkmal auf der Place du 8 mai eine Zeremonie statt, die vom

Bürgermeisteramt und dem Comité d’entente des anciens combattants 

ausgerichtet wurde. An der Erinnerungsstunde nahmen Überlebende der

Deportationen und deren Familien teil ebenso wie der Unterpräfekt von

  Lesparre und der Bürgermeister.

 

(  G. R. : Une journée en souvenir des déportés  , in : SUD OUEST, 29.

April 2009)

 

 

 

 

 

  Kampf gegen die Erosion

 

Noch rechtzeitig vor Beginn der Sommersaison nehmen die Maßnahmen zum

Schutz der durch die Winterstürme schwer mitgenommenen Küste bei

L’Amélie konkrete Gestalt an. Nachdem der Besitzer des am stärksten

gefährdeten Gebäudes auf eigene Kosten ein mehrere zehntausend Euro

teure Bohlenwand hat setzen lassen, die den Fuß der Düne wenigstens fürs

erste stabilisiert, werden jetzt auch die benachbarten Küstenabschnitte

auf mehreren Wegen stabilisiert und geschützt. Bleibt abzuwarten, was

die nächsten Stürme davon bestehen lassen.

 

(  Le chantier anti-érosion à l’Amélie de Soulac  , in : SUD OUEST, 29.

April 2009)

 

 

 

Wenn Sie einen Blick auf die aktuelle Strandsituation in L’Amélie 

werfen wollen, dann klicken Sie hier.

 

 

 

 

  Geburtstag

 

Der Carcans Océan Surf-Club (COSC), der Surfclub von Carcans, feiert

sein 25jähriges Bestehen. Nach bescheidenen Anfängen in einer kleinen

Hütte verfügt der Club heute, nicht zuletzt dank der finanziellen

Unterstützung der Gemeinde über ein Domizil, das man zeigen kann. Ziel

des Vereins ist es, den Surfsport für alle zugänglich zu machen, auch

für Behinderte. Für letztere wird im September dieses Jahres ein

speziell auf ihre Bedürfnisse abgestelltes Wochenende gestaltet.

 

Vorher wird am 29. und 30 August ein Wettbewerb durchgeführt, mit dem

das 25jährige Jubiläum gebührend gefeiert werden soll.

 

Jedes Jahr veranstaltet der Club 500 Kurse. Auch für 2009 bleibt dieses

Zielsetzung erhalten.

 

(  Pierre Valladet : Le club de surf fête son quart de siècle  , in: SUD

OUEST, 29. April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Gedenken

 

In Naujac-sur-mer wird in einer feierlichen  Zeremonie am 9. Mai

dieses Jahres eines Ereignisses gedacht, bei dem vor 65 Jahren sieben

Flieger, vier Engländer, zwei Australier und ein Schotte ihr Leben

verloren haben. Sie bildeten die Besatzung eines Bombers der Royal Air

Force, der im Zuge der zunehmenden Luftangriffe auf die deutschen

Truppen an den Küsten Frankreichs am 12. März 1944 von der deutschen

Flak abgeschossen worden war. Kein Mitglied der Beatzung überlebte den

Absturz. Die gefallenen Flieger wurden auf dem Friedhof von Naujac 

beigesetzt, wo jetzt eine Stele aufgestellt werden wird, die die

Erinnerung an ihren Tod wach halten soll.

 

(  Robert Bovinet :Un lieu de mémoire  , SUD OUEST, 28. April 2009)

 

 

 

 

 

  Ermutigende Aussichten

 

Der rege Zuspruch; den das Médoc in der Osterzeit durch Touristen

erfuhr, lässt Hoffnung für den Sommer 2009 aufkommen. Von Lacanau bis

  Soulac gab es erfreulich viele  Kontakte und Anfragen bei den

Touristeninformationsstellen. Bei den Kontaktsuchenden handelte es sich

um französische Familien, aber auch um Holländer und Deutsche, die sich

in erster Linie  für die beiden Naturistenzentren bei Grayan und

  Montalivet interessierten, die schon immer besonders gern von

Ausländern besucht werden.

 

(  Cédric Citrain : Une affluence encourageante  , in : SUD OUEST, 28.

April 2009)

 

 

 

  Mike ist umgezogen

Sie haben nicht einmal einen Verdacht, wer Mike ist? Dann gehören Sie zu

den bedauernswerten Menschen, die noch keinen Besuch im Zoo von Palmyre

absolviert haben. Sonst wüssten Sie, dass Mike ein Gorilla ist, eine

richtiger Eingeborener sogar, denn er wurde vor 20 Jahren in genau

diesem Zoo geboren. Und da sein Erdendasein vor der genannten Anzahl von

Jahren begonnen hat, ist klar, dass Mike eine nicht zu übersehende

Erscheinung ist. Gorillas neigen mit zunehmendem Alter zu beträchtlicher

Größe. Nicht aus diesem Grund, sondern weil seine alte Behausung kein

Vorzeigeobjekt mehr war, hat die Zooleitung beschlossen, ein neues 4ha

großes  Quartier für die Menschenaffen zu bauen, in Palmyre sind das

 neben den Gorillas Schimpansen und Orang-Utans.

Damit gibt es für die jährlich rund 700.000 Besucher des Zoos, der damit

an der Spitze der Tiergärten in Frankreich steht, eine neue Attraktion,

die freilich den Weg durch den Zoo auf respektable 4,2 km verlängert,

wenn man alles sehen will, was wichtig ist. Gleichzeitig steigt der

Zeitbedarf von vorher fünf  auf fünfeinhalb Stunden. Eine Menge

Argumente dafür, den Zoo von Palmyre in das nächste Ferienprogramm

aufzunehmen.

(  Ronan Chérel : Mike le gorille a déménagé  , in: SUD OUEST, 27. April

2009))

 

 

 

 

 

  Der erste Streich

Die Girondins von Bordeaux haben im französischen Pokalfinale ihrem Gegner Vannes gezeigt, wer das Sagen auf dem Spielfeld hatte. Schon nach einer Viertelstunde stand es 3:0 für die Mannschaft aus Bordeaux, am Ende 4:0. Damit sind die Girondins auf jeden Fall in der nächsten Saison im internationalen Geschäft. Und sie sind noch immer gut im Rennen um die nationale Meisterschaft.

 (UM, 27. April 2009)

 

 

 

 

 

  Liegend auf Radtour gehen

In Fronsac hat der 26jährige Rad- und Bastelfan Aurélien Bonneteau  das im gesamten Südwesten Frankreichs einzige Fachgeschäft für Liegefahrräder, eröffnet und damit eine bei Anhängern dieser Art der Fortbewegung lebhaft empfundene  Angebotslücke geschlossen. In dem neu eröffneten Geschäft werden Liegendfahrräder nicht nur verkauft, sondern auch gewartet. Versteht sich mit fachkundiger Beratung.

Diese originellen Zweiräder bieten völlig neue Möglichkeiten der Selbsterprobung, denn auf ihnen scheinen manche der sonst von Fahrrädern gewöhnten Konstanten nicht zu funktionieren. So stellt das Problem des Gleichgewichts die Nutzer vor neuen Aufgaben, und auch die Sicht auf die Dinge der Welt beim Fahren bietet Neues. Schließlich sind diese Geräte, wenn man den Kampf um das Gleichgewicht gewonnen hat, rasend schnell, und Hingucker sind sie auf jeden Fall. 

(  Norbert N. Quendji, Vélos couchés  , in : SUD OUEST, 24.April 2009)

 

 

 

 

 

  Aktion Strandreinigung

 

Am Strand Petit Nice von La Teste-de-Buch wurden in einer Aktion von

400 Freiwilligen mehr als 2 Tonnen Abfall und 15 kg giftige Produkte

eingesammelt und vorschriftsmäßig entsorgt. Der Bürgermeister

  Jean-Jacques Ecoles würdigte die Aktion als Zeichen der gemeinsamen

Verantwortungsbereitschaft der Teilnehmer. In diesem Jahr gab es

übrigens dank Klaus weniger Abfall als in den Jahren zuvor, ein Beleg

dafür, dass auch Katastrophen gute Seiten haben können

 

(  Marceau Bonnecaze, A l’assault des ordures  , in : Sud Ouest, 26. April

2009)

 

 

 

 

 

 

  Saisonstart

 

Obwohl sich die Wassertemperaturen am Atlantik um die 12 Grad herum

bewegen und damit kein vernünftiger Grund dafür vorliegt, sich schon

jetzt in die Fluten zu stürzen, haben die Surfschulen ihre Saison

eröffnet. Die haben keinen Grund zur Klage, denn ihre Kundschaft wächst

von Jahr zu Jahr, und sie kommt immer früher. Von Krise keine Spur.

Viele der Surfschüler haben gerade erst die Abfahrtsski an die Seite

gestellt, da sind sie schon am Wasser. Besonders bei den 9 bis

13jährigen wächst die Nachfrage rasant. Und wo Nachfrage ist, ist auch

Angebot. In Lacanau bieten zehn Surfschulen ihre Dienste an, in

  Carcans-Maubuisson vier und in Hourtin drei. Das Angebot hat

freilich Grenzen, und die werden von der Knappheit qualifizierter

Ausbilder gesteckt. Eine Ausbildung zum Surflehrer kostet rund 8000

Euro, die nicht viele aufbringen können und wollen.

 

(Julien Lestage : La vogue de l’école surf, in : SUD OUEST, 26. April 2009)

 

 

 

 

  Port Médoc

 

Port Médoc startet in die neue Saison mit einem dreitägigen Hafenfest,

bei dem beginnend am Freitag, 1. Mai um 11.00 h bis zum Sonntag, 3. Mai

, 19.00h vieles und Vielfältiges geboten wird. Langeweile dürfte dabei

bei den Besuchern nicht aufkommen.

 

(  Maguy Caporal : Port Médoc attaque sa saison avec Quai des vins  , in :

SUD OUEST, 25. April 200)

 

 

 

 

  Erstmal den Pokal

 

Für die Anhänger der Girondins de Bordeaux steht eigentlich fest, dass

diese Spielzeit mit einem Doppelpack abgeschlossen werden soll:

Meisterschaft und Ligapokal.

 

Fragt sich natürlich, ob die Konkurrenz da nicht leicht anderer Meinung ist.

 

Zunächst fällt die Entscheidung im Pokal, wo der Gegner Vannes  , in der

2 Liga spielend, der Papierform nach kein allzu großes Hindernis für die

Ambitionen der Girondins sein sollte. Da der Ball aber bekanntlich

auch in Pokalfinals rund ist, und man die Gebräuche beim Verteilen des

Fells des Bären nicht außer Acht lassen sollte, ist Abwarten zu

empfehlen. Außerdem gibt es sowieso nur zwei Möglichkeiten.

 

(UM, 26. April 2009)

 

 

 

 

  Tourismusboom in Gironde 

 

Angesichts der Befürchtungen, die mancherorts gehegt wurden, dass der

Tourismus im laufenden Jahr wegen der Krise und der schweren

Winterstürme leiden würde, zeigen sich die Branchenexperten erfreut.

Nach Auswertung der Zahlen für den März zeigt sich, dass das Département

Gironde eine satten Zuwachs von 10% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen

kann. Dieser positive Trend setzt sich fort im April.

 

(  Bernadette Dubourg: Le Gironde, destination touristique de l’année  ,

in : SUD OUEST, 24. April 2009)

 

 

 

  Erinnerung

 

Am 18. und 19. April fanden in Lesparre Erinnerungsfeierlichkeiten statt

anlässlich der 64. Wiederkehr des Jahrestages des Endes der

Kriegshandlungen an der Pointe de Grave, mit denen im April 1945 die

letzten deutschen Truppen in der sogenannten Festung Médoc die Waffen

niederlegten. Die noch lebenden Angehörigen der Brigade Carnot

versammelten sich zusammen mit lokalen Politikern und den Angehörigen

von 21 patriotischen Vereinen auf dem Friedhof in Lesparre an den

Gräbern der dort ruhenden Gefallenen dieser Einheit. Bei dieser

Zeremonie wurden den Veteranen vom Vizepräfekten Olivier Delcayrou als

Ersatz für die alte, aus dem Jahre 1961 stammende Fahne ein neue

überreicht.

 

(  Georges Rigal: Honneur aux anciens combattants de la Brigade Carnot  ,

in: SUD OUEST, 22. April 2009)

 

 

 

 

  Start der Bauarbeiten

 

In Le Taillan wird es jetzt Ernst: Die lange geplanten Arbeiten zum Bau

der Umgehungsstraße um den Ort haben begonnen. Die insgesamt 7 km lange

neue Strecke soll 2012 dem Verkehr zur Verfügung stehen und damit ein

weiteres Nadelöhr der RD 1215 (früher N 215), dieser wichtigen Straße in

das nördlich Médoc beseitigen.,

 

Ehe die Autofahrer in den Genuss dieser Erleichterung kommen, müssen sie

aber noch manches Ungemach ertragen, denn soeben haben die

Ausbauarbeiten im Ort an der route de Soulac begonnen, und dafür gibt

es keine leistungsfähige Umfah-rungsmöglichkeit.

 

(SUD OUEST, 22. April 2009)

 

 

 

  Jugendpolitik im Médoc

 

Am Freitagmorgen kamen nur wenige Gemeindevertreter in Lesparre

zusammen, um sich mit Fragen der Jugendpolitik im Médoc bezogen auf 12

bis 20jährige zu beschäftigen. Die Versorgung von jüngeren Kindern

scheint im Médoc zufriedenstellend geregelt zu sein, während es für den

Bereich der Teenager Nachholbedarf gibt. Um die Bereitschaft zur

Mobilität in dieser Altersgruppe zu vergrößern, müsste zum Beispiel das

öffentliche Verkehrsnetz besser ausgebaut werden. Es gibt nicht genug

Bus- und Zugverbindungen in akzeptablem Takt, es fehlen Fahrradwege.

Insgesamt werden nicht genügend Ausbildungsplätze angeboten, und die

Maßnahmen der Jugendpolitik wurden als nicht aktiv und zukunftsweisend

bezeichnet. Bleibt abzuwarten, ob daraus Anstöße für Verbesserungen werden.

 

(Julien Lestage, Les défaillances locales de la politique jeunesse, in:

SUD OUEST 21. April 2009)

 

 

 

 

  Cadre Noir : ausverkauft

 

Die Veranstaltungen des Cadre Noir de Saumur am kommenden Freitag und

Samstag, auf die wir schon seit längerer Zeit in unserem

Veranstaltungskalender hingewiesen haben, sind ausverkauft.

 

(SUD OUEST, 21, April 2009)

 

 

 

  Titelträume

 

Die Girondins aus Bordeaux haben gestern ihre Konkurrenten aus Lyon

mit 1:0 besiegt und damit ihre Chance offen gehalten, in dieser Saison

nach der nationalen Meisterschaft zu greifen. Sechs Spieltage vor Ende

der Spielzeit liegen die Girondins mit zwei Punkten Rückstand auf

Marseille auf dem zweiten Platz, gefolgt von Lyon, weitere zwei Punkte

zurück.

 

(UM, 20. April 2009)

 

 

 

 

  Impfmuffel

 

Die Franzosen lassen sich nicht gern impfen. Ganz besonders große Bögen

machen sie um die Schutzimpfungen gegen Masern (  rougeole  ) und

Hepatitis B (  hépatite B  ). Mit einer Impfquote von 29% sind

französische Kinder im Alter von zwei Jahren die am schlechtesten

geschützten in der Europäischen Union. Bei den Masernschutzimpfungen ist

der Prozentsatz der Geimpften zwar höher, liegt mit 86% aber deutlich

unter dem Wert von 95% bei dem die Wahrscheinlichkeit beginnt, dass die

Masern ausgerottet werden könnten.

 

(SUD OUEST, 20. April 2009)

 

 

 

 

  RD 1215 – Ärgernis ohne Ende

 

Die Straßen des Médoc sind in einem miserablen Zustand. Das wurde am

Samstag auf der Generalversammlung der Vereinigung Survivre sur la

1215 („Überleben auf der 1215“) wieder deutlich betont. Am

gefährlichsten ist es auf der route des lacs  . Durch den schlechten

Zustand der Straßen kommen die Lastwagen nur langsam voran und

Zeitverlust bedeutet für sie gleichzeitig Verdienstminderung. Für das

  Médoc ist eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten ohne

funktionierende leistungsfähige Verkehrswege kaum zu erwarten. Einige

Gefahrenquellen , die häufig Unfälle nach sich ziehen, konnten

inzwischen beseitigt werden, aber es bleibt noch viel zu tun. Die

Umleitungen von Lesparre und Listrac werden immer wieder gefordert,

es bleibt aber völlig offen, wann sie gebaut werden. Ein kleiner Trost

mag dabei sein, dass die Umgehung von Le Taillan demnächst fertig wird.

 

(  Norbert N. Ouendji: RD 1215, un débat sans fin  , in SUD OUEST, 20.

April 2009)

 

 

 

 

  Mode auch für gewichtige Frauen

 

Wer im landläufigen Sprachgebrauch als mollig bezeichnet wird, hat zwei

Möglichkeiten: es bleiben oder abnehmen. Wer sich für die erste

Möglichkeit entscheidet, hat nun in der Rue Jean-Jacques-Rousseau in

  Lesparre eine Adresse, die manche Sorgen mindern kann. Hier finden nun

auch mollige Frauen alles, was ihr modisches Herz wünscht in den

Konfektionsgrößen  36 bis 60 Damit schließt die Geschäftsinhaberin

  Geraldine Chatrain eine Lücke im bisherigen Angebot nicht nur in Lesparre.

 

(  S.D.,Géraldine habille  les femmes rondes  , in Sud Ouest, 20.April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Neue Internet-Seite

 

Das Écomusée in Vertheuil  , das sich darum bemüht, Einblick in die

Alltagsgeschichte des Médoc und seiner Bewohner zu geben, hat einen

brandneuen Interntauftritt bekommen, der (zweisprachig deutsch oder

französisch) an das Museum und seine Exponate heranführt. Das Museum

selbst ist vom 1. Juli bis zum 30. August jeweils von 14.00h bis 18.30h

regulär geöffnet, in der übrigen Zeit kann über telefonische Anmeldung

(05 56 41 94 93 oder 06 05 93 23 19)

 

ein Besuch vereinbart werden.

 

http:  www.ecomusee-vertheuil.fr  index.html

 

(UM 19. April 2009)

 

 

 

 

  Nicht neu, aber interessant

 

Die Internet-Seite des Leuchtturms von Cordouan bietet dreisprachig

(franz., engl., deutsch) vielfältige und interessante Informationen über

dieses imposante Bauwerk in der Girondemündung.

 

http:  www.asso-cordouan.fr 

 

(UM 19. April 2009)

 

 

 

 

 

  Überlebenssicherung für Cordouan

 

Der Leuchtturm von Cordouan bleibt auch nach dem Abzug der

Leuchtturmwärter Staatsbesitz und steht weiterhin unter dessen Schutz,

was angesichts der Tatsache verständlich ist, dass das Leuchtfeuer, wenn

auch nunmehr vollautomatisch, seine Bedeutung behält.

 

Der Leuchtturm ist seit seiner Errichtung im Jahre 1584 mehrfach in

seiner Existentzbedroht gewesen, immer aber schließlich doch gerettet

worden.

 

Auf einer Jahresversammlung des Association pour la sauvegarde du phare

de Cordouan (Verein zum Schutz des Leuchtturms von Cordouan) wurden

jetzt Details bekannt, die die Zukunft des jährlich von 25.000 Besuchern

frequentierten Bauwerks gesichert erscheinen lassen. Dabei soll die

Attraktivität für Besucher noch gesteigert werden, wobei mehrere

Möglichkeiten durchgeplant werden. Beschlüsse sind noch nicht gefasst

worden. Allerdings hat man Vorstellungen von den finanziellen Mitteln,

die für die Konservierung und weitere dem Tourismus förderliche

Maßnahmen benötigt werden. Rechnet man alles zusammen, kommt ein Betrag

in der Nähe von 10 Mio Euro heraus. Zunächst sollen erst einmal Wärter

auf Honorarbasis eingestellt werden. Es kursiert das Gerücht, dass 4Gas,

die Gesellschaft, die das Gastankerhafenprojekt in Le Verdon scheinbar

um nahezu jeden Preis durchsetzen will,  eine Stiftung für den

Leuchtturm von Cordouan einzurichten plant, eine Meldung, die naturgemäß

mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird..

 

(Georges Rigal, L’avenir de Cordouan se consolide, in : Sud Ouest, 18.

April 2009)

 

 Um Bilder vom Leuchtturm in Cordouan zu sehen, klicken Sie hier <64.html>

 

 

 

  Rache der Wildschweine ?

 

Sicher nicht, denn zu solch niederen Regungen sind Wildschweine mit

großer Wahrscheinlichkeit nicht fähig. Dazu sind sie viel zu sehr mit

Fressen und der Arterhaltung, manchmal auch in umgekehrter Reihenfolge,

beschäftigt. Gleichwohl sieht das, was jetzt dem Golfplatz von La Méjane

bei Lacanau geschehen ist, beinahe so aus, als hätten die Wildschweine

doch eine offene Rechnung beglichen.

 

Sie haben nämlich den einst vorbildlich gepflegten Platz in einen

schlecht bearbeiteten Kartoffelacker verwandelt, so dass die Anlage auf

längere Sicht kaum genutzt werden kann.

 

 (  Les sangliers piétinent le golf  , in: SUD OUEST, 18. April 2009)

 

 

 

Leser der Médoc-Notizen mit gutem Gedächtnis werden sich erinnern, dass

vor einiger Zeit ein dem Ort des jetzigen Geschehens benachbarter

Golfplatz  Ziel von Wildschweinbesuchen war, bei denen regelmäßig

beträchtlicher Flurschaden auftrat. Dort hatte man dann einen

aufwendigen Zaun gebaut, dabei aber übersehen, dass die Wildschweine

innerhalb des Zauns gefangen waren und ihr Treiben eher noch

verstärkten. Folge war damals eine Wutreaktion der Golfplatzbetreiber,

die eine Treibjagd auf die Schwarzkittel ansetzten, bei der es keine

Überlebenden gab, unter den Schweinen natürlich. Da dabei die Jäger in

der Überzahl waren und außerdem als einzige Waffen trugen und benutzten,

wären Racheaktionen schon denkbar, aber wie oben gesagt eher

unwahrscheinlich. Die vor Monaten Umgekommenen hatten schließlich keine

Chance, ihre Artgenossen über ihr Schicksal zu unterrichten. Die Welt

ist nicht immer gerecht.

 

(UM 18. April 2009)

 

 

 

 

 

 

  Neue Reiseführer

 

Beginnend mit dem kommenden Samstag wird vom SUD OUEST zusammen mit

  Petit Futé  , dem drittgrößten Reisführeranbieter in Frankreich, eine

Reihe von originellen, praktischen, aktuellen  und preiswerten

Reiseführern auf den Markt gebracht. Diese Führer stellen jeweils ein

Département vor, zunächst das Pays Basque. Danach folgen Dordogne,

Charente-Maritime, Gironde, Béarn, Lot-et-Garonne, Charente und Gers. 

Das letzte Bändchen soll am 27. Juni erscheinen. Preis jeweils 3,90

Euro, erhältlich überall da, wo es den SUD OUEST zu kaufen gibt.

 

(  Des guides touristiques vraiment futés  , in : SUD OUEST, 17. April 2009)

 

 

 

 

 

  Naturismus

 

Kurz vor dem jährlichen Kongress der Naturisten gibt der Präsident des

verbanders Einblicke in den Stand des Naturismus in Frankreich. Danach

zählt der Verband 18.000 Mitglieder. Jeden Sommer praktizieren 2 Mio

Mensachen den Naturismus in Frankreich, davon rund 1,4 Mio Ausländer.

Der organisierte Naturismus in Frankreich existiert seit 1920.1948

begründete Albert Lecoq zusammen mit seiner Frau Christiane das CHM in

Montalivet als erstes Naturistenzentrum dem später andere, wie z. B.

Euronat im Jahre 1975  folgen sollten. In einem Teil der Öffentlichkeit

wird der Naturismus auch heute immer noch nicht unverkrampft als das

gesehen, was er sein möchte und sollte.

 

(  Le nudisme est naturel  , in: SUD OUEST, 17. April 2009)

 

 

 

 

  Südseeaktivitäten

 

Ein kleines Unternehmen aus Lesparre, arbeitet zur Zeit auf dem

Südseeatoll, das einst Marlon Brando gehörte, und baut dort eine

Kläranlage, die benötigt wird, um einen Tourismuskomplex zu errichten,

der nach dem Willen des verstorbenen Schauspielers 100% ökologisch

ausgerichtet werden soll.

 

(  Une entreprise médocaine sur l’atoll de Brando  , in : SUD OUEST, 17.

April 2009)

 

 

 

 

  Neues über Soulac 

 

Jean-Paul Lescorce, den manche Leser der Médoc-Notizen von den Führungen

durch die Bunkeranlagen nördlich von Soulac kennen dürften, stellt ein

neues Buch vor, in dem er, gestützt auf seine riesige Sammlung von

Postkarten und zahlreiche Interviews und Befragungen über einhundert

Jahre Soulac  , seine Strände und pontons und vieles mehr berichtet.

Das Werk wird in der nächsten Woche zunächst in der Maison de la

presse in Soulac erhältlich sein. Wer nicht so lange warten will,

kann vorher den Verfasser unter 05.56.09.91.59 kontaktieren.

 

(  Jean-Paul Lescorce et Soulac : un nouvel ouvrage  , in : SUD OUEST, 17.

April 2009)

 

 

 

 

 

 

  Sensationelles aus L’Amélie

 

Die jüngsten Stürme haben den Dünenkanten von L’Amélie schwer zugesetzt.

Auch dieses Malheur hat – zumindest für Interessierte – eine kleine

positive Seite, denn durch die Naturgewalten wurden im Untergrund

verborgene archäologische Schätze freigelegt, die wir Ihnen in einem

Fotospezial zeigen, wenn Sie auf diesen Link klicken.

 

(UM, 14. April 2009)

 

 

 

 

  Ab 15. April lebenslänglich

 

Ab Mittwoch, d. 15. April 2009 beginnt eine neue Zeit für

Autokennzeichen in Frankreich. Größte Neuerung: Die neuen Kennzeichen

bleiben lebenslang mit einem Auto verbunden. Bislang war bei jedem

Besitzerwechsel oder Umzug in eine anderes Département ein neues

Nummernschild fällig, zur Freude Kennzeichenindustrie, jedoch zum

Leidwesen der Zahlungspflichtigen.

 

Das neuen Nummerschild zeigt auf weißem Grund schwarze Zeichen bzw.

Zahlen beginnend auf der linken Seite mit dem blauen Europasymbol. Dann

folgen eine Gruppe von zwei Buchstaben, drei Zahlen und nochmal zwei

Buchstaben. Ganz rechts kann auf Wunsch die Nummer eines Départements 

auftauchen, muss jedoch nicht. Nach Umfragen werden 60% der Franzosen

die Nummer des Départements zeigen, in dem sie wohnen, 40% wollen das

  Département zeigen, dem sie sich besonders verbunden fühlen. Damit ist

die gute alte Zeit vorbei, in der man wusste, woher ein Auto kam.

 

Zunächst werden die neuen Kennzeichen an neue Autos ausgegeben. Ab 15

Juni folgt die Umstellung für Autos, bei denen durch Verkauf oder Umzug

neue Schilder erforderlich werden. Für Autos, deren Besitzer nicht

umziehen und ihrem Auto treu bleiben, ändert sich nichts. Sie behalten

das gegenwärtige Nummerschild. Die Kennzeichenpflicht wird ausgedehnt

auf Mofas, denen jedoch Zeit gegeben wird bis zum 31. Dezember 2010, um

sich den neuen Vorschriften anzupassen.

 

In der Praxis wirkt sich das neue System vor allem bei Verkäufen oder

Umzügen aus, bei denen nach alter Ordnung der (gebührenpflichtige) Gang

zur Präfektur fällig wurde, um eine neues Kennzeichen anpassen zu lassen.

 

Das neuen System für die Kennzeichnung von Autos und sonstigen

Motorfahrzeugen wurde übrigens im Jahr 1950 eingeführt. Es hat

 

(J.-M- Vasquez : Demain les véhicules immatriculés à vieSUD OUEST, 14.

April 2009)

 

 

 

 

  Neuer Schwung für Feuchtgebiete

 

Am 23. Juni 2009 gibt es einen Tag des offenen marai  s  in Cussac Fort

Médoc und Cantenac mit einem Angebot verschiedener  Aktivitäten. Ziel

ist es Fauna und Flora der Feuchtgebiete kennenzulernen und zu erkunden.

Höhepunkt soll der erste Spatenstich für eine Verbindung zwischen dem

  marais von Labarde und dem von Cantenac werden.

 

(  Louis le Cor : Mobilisation autour des zones humides  , in : SUD OUEST.

    1. April 2009)

 

 

 

 

  Das Flussfest

 

Am 20. 21. Juni 2009 wird Bordeaux traditionsgemäß mit dem Flussfest

den diesjährigen Sommeranfang feiern. In schwierigen wirtschaftlichen

Zeiten nur 2 Tage lang, aber mit einem neuen Konzept, dessen

Hauptaugenmerk das natürliche Dekor aller Veranstaltungen sein wird. Das

Programm soll festlicher und von hohem kulturellem Wert sein. Der

Samstag wird dem Tanz (von Rock’n Roll bis Klassik) unter Mitwirkung des

Opernballetts gewidmet sein, am Sonntag wird die Musik im Vordergrund

stehen. Feuerwerk und ein Ball werden die  Festtage krönen. Der Fluss

wird voller Boote und Schiffe sein. Unter ihnen wahrscheinlich auch der

wunderbare Dreimaster la Bodeuse  .

 

(  Jean-Paul Vigneaud : La fête du fleuve  , in : Sud Ouest, 14. April 2009

 

 

 

 

 

 

  Straßenbau

 

In dieser Woche beginnt die dritte Phase der Straßenbauarbeiten an der

  Avenue de Soulac in Le Taillan  . Die Komplettrenovierung betrifft 600

Meter Straße, die täglich von 20 000 Fahrzeugen befahren werden, die

Anlage eines beidseitigen Radweges, die Verbreiterung der Bürgersteige.

Die Bauarbeiten werden etwa 12 Monate dauern, die Störungen des .

Verkehrsflusses auch, obwohl sie, wie wohl stets versprochen, möglichst

gering gehalten werden sollen, dennoch aber nicht immer vermieden werden

können.

 

(  Laurie Bosdecher : Une année de travaux  , in SUD OUEST, 14. April 2009)

 

 

 

 

  Immer gefährlicher

 

Das Leben der Autofahrer gerät immer mehr unter Stress. In Bordeaux gibt

es in den nächsten Tagen an fünf Kreuzungen eine Premiere der besonderen

Art namens Mesta 3000  . Das ist ein Radargerät, das mit großer

Genauigkeit und Unbestechlichkeit feststellt, welcher Automibilist eine

Vorliebe dafür hat, bei Rot über eine Ampel zu fahren. Erwischt Mesta

3000 eine solchen Fahrer, dann blitzt es, und die Gerechtigkeit nimmt

ihren Lauf. Fast vollautomatisch, aber teuer. Falls ein genervter

Verehrsteilnehmer auf den Gedanken kommen sollte, das Gerät durch

fortdauerndes Hin- und Herfahren bei Rot aus dem Tritt zu bringen, sie

ihm gesagt: Zwecklos. Das Ding kann 10.000 Rotsünder speichern. Das hält

kein Autofahrer aus.

 

(  Radars aux feux : cin q carrefours concernés  , in : SUD OUEST, 15.

April 2009)

 

 

 

 

 

 

  Sensationelles aus L’Amélie

 

Die jüngsten Stürme haben den Dünenkanten von L’Amélie schwer zugesetzt.

Auch dieses Malheur hat – zumindest für Interessierte – eine kleine

positive Seite, denn durch die Naturgewalten wurden im Untergrund

verborgene archäologische Schätze freigelegt, die wir Ihnen in einem

Fotospezial zeigen, wenn Sie auf diesen Link klicken.

 

(UM, 14. April 2009)

 

 

 

 

  Ab 15. April lebenslänglich

 

Ab Mittwoch, d. 15. April 2009 beginnt eine neue Zeit für

Autokennzeichen in Frankreich. Größte Neuerung: Die neuen Kennzeichen

bleiben lebenslang mit einem Auto verbunden. Bislang war bei jedem

Besitzerwechsel oder Umzug in eine anderes Département ein neues

Nummernschild fällig, zur Freude Kennzeichenindustrie, jedoch zum

Leidwesen der Zahlungspflichtigen.

 

Das neuen Nummerschild zeigt auf weißem Grund schwarze Zeichen bzw.

Zahlen beginnend auf der linken Seite mit dem blauen Europasymbol. Dann

folgen eine Gruppe von zwei Buchstaben, drei Zahlen und nochmal zwei

Buchstaben. Ganz rechts kann auf Wunsch die Nummer eines Départements 

auftauchen, muss jedoch nicht. Nach Umfragen werden 60% der Franzosen

die Nummer des Départements zeigen, in dem sie wohnen, 40% wollen das

  Département zeigen, dem sie sich besonders verbunden fühlen. Damit ist

die gute alte Zeit vorbei, in der man wusste, woher ein Auto kam.

 

Zunächst werden die neuen Kennzeichen an neue Autos ausgegeben. Ab 15

Juni folgt die Umstellung für Autos, bei denen durch Verkauf oder Umzug

neue Schilder erforderlich werden. Für Autos, deren Besitzer nicht

umziehen und ihrem Auto treu bleiben, ändert sich nichts. Sie behalten

das gegenwärtige Nummerschild. Die Kennzeichenpflicht wird ausgedehnt

auf Mofas, denen jedoch Zeit gegeben wird bis zum 31. Dezember 2010, um

sich den neuen Vorschriften anzupassen.

 

In der Praxis wirkt sich das neue System vor allem bei Verkäufen oder

Umzügen aus, bei denen nach alter Ordnung der (gebührenpflichtige) Gang

zur Präfektur fällig wurde, um eine neues Kennzeichen anpassen zu lassen.

 

Das neuen System für die Kennzeichnung von Autos und sonstigen

Motorfahrzeugen wurde übrigens im Jahr 1950 eingeführt.

 

(J.-M- Vasquez : Demain les véhicules immatriculés à vieSUD OUEST, 14.

April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Conseil Général

 

Die ständige Kommision des Conseil Général des Département Gironde 

hat in seiner jüngsten Sitzung rund 300 Dossiers abgearbeitet, von denen

einige von größerem Interesse sind. So wurden 650.000 Euro breitgestellt

als Hilfe für die Küstengemeinden, die damit eine Beihilfe erhalten für

die notwendigen Reinigungsarbeiten an ihren Stränden.

 

Ein kleiner, wenn auch wichtiger Beitrag in Höhe von 21.250 Euro geht an

  Smiddes  t, das gemischte Syndikat der Girondemündung, das den Erhalt

des Leuchtturms von Cordouan sichern will. Das dafür bestimmte Budget

von Smiddest beläuft sich auf rund 110.00 Euro,

 

Weitere 1,6, Mio Euro wurden bewilligt für rund 40 Maßnahmen des

Umweltschutzes und der Landwirtschaft. Bei den 28 Mio Euro für

Straßenbaumaßnahmen geht die ehemalige RN 215, jetzt D1215 (wieder

einmal) leer aus, es sei denn, sie wird bei den weiteren 3,5 Mio Euro

für Baumaßnahmen bei Kreuzungen, Kreisverkehren etc. doch noch etwas

berücksichtigt.

 

(A.-M.S. :Plages propres et bio au menu, in: SUD OUEST, 13. April 2009)

 

 

 

 

  Vorbereitungen auf den Ernstfall

 

Große Ereignisse werfen immer ihre Schatten voraus. So auch der nächste

Sommer, für den schon jetzt die Vorbereitungen der Rettungskräfte

angelaufen sind. Seit Samstag trainieren in Montalivet fünf Tage lang

intensiv Angehörige der SNSM (  Société nationale des sauveteurs en mer 

– Nationale Gesellschaft der Meeresrettungsschwimmer), um sich auf die

kommenden Aufgaben vorzubereiten. Von dieser Gesellschaft werden im

Sommer rund 100 Rettungsschwimmer an den Stränden der Gironde 

eingesetzt werden, teilweise zusammen mit Rettungsschwimmern der

staatlichen CRS.

 

(N. O. Quendiji : La SNSM préoccupée par la survellance des plages, in:

SUD OUEST, 13. April 2009)

 

 

 

 

 

  Wiederentdeckung des marais 

 

Der marais  , die Sumpf- und Feuchtgebiete, die es im Médoc reichlich

gibt, gehört trotz seiner Allgegenwart in der Landschaft zu den fast

weißen Zonen auf den Landkarten der meisten Besucher der Region. Das

soll sich in diesem Jahr grundlegend ändern, wenn es nach den

Veranstaltern einer Reihe von Unternehmungen geht, die in den kommenden

Monaten zwischen dem 17. Mai und dem 14. Juni angeboten werden.

 

Einzelheiten dazu im Veranstaltungskalender der Médoc-Notizen und bei

den Veranstaltern (Tel. 05.57.75.18.93)

 

(J.C. Rigault : Redécouvrir le marais, in : SUD OUEST, 13. April 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Stabilität

 

Wenn auch mancherorts die Zeichen abwärts gerichtet sein mögen, in einem

Bereich herrscht in Frankreich Stabilität. Die Zahlen für die gar nicht

wundersame Verminderung der Punkte auf den Konten von

Führerscheininhabern haben sich in jüngster Vergangenheit kaum

verändert. So wurden 2008 insgesamt 9.501.484 Führer-scheinpunkte

aberkannt, gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 0,5%. Im Jahr 2008

haben 98.057 Fahrer die letzten Punkte auf ihrem Konto eingebüßt,

immerhin 11% mehr als 2007. Dabei machen die Führerscheininhaber mit

Null-Punkte-Konto nur 0,3% der 25 Mio in Frankreich ausgestellten

Führerscheine aus.. 80% der Führerscheininhaber haben gegenwärtig alle

Punkte auf ihrem Konto. Bei 1.782.391 Führerscheinen ist das Konto

wieder auf den vollen Stand gekommen.

 

(  Stabilité des retraits de points  , in: SUD OUEST, 12. April 2009)

 

 

 

In Frankreich wird jeder neu ausgestellte Führerschein mit zwölf Punkten

ausgestattet, die bei Verstößen in mehr oder weniger großer Anzahl

abgezogen werden. Sinkt das Punkteguthaben auf Null, verliert der dazu

gehörige Führerschein automatisch seine Gültigkeit. Wenn das Punktekonto

gesunken ist, kann man verlorene Punkte, wenn auch mühselig und mit

Kosten verbunden,  dadurch zurückgewinnen, dass man Kurse belegt, die

meist an Wochenenden abgehalten werden und bei erfolgreichem Bestehen

ein paar Pünktchen auf das Führerscheinkonto bringen. Übrigens kann man

sein Punktekonto auch dadurch aufbessern, dass man nach einem

Punkteabzug drei Jahre keine weiteren punktepflichtigen Verkehrssünden

begeht.

                     (UM, 12.

April 2009)

 

 

 

  Franzosen fürchten um den Rosé

 

 

In Brüssel ist scheinbar so gut wie kein Sakrileg unmöglich. Jetzt soll

der gute französische Rosé eine Konkurrenz dadurch bekommen, dass

gestattet werden soll, einen Mix aus roten und weißen Weinen

herzustellen, der farblich kaum vom klassischen Rosé zu unterscheiden

ist. Der klassische Rosé wird hingegen auf zwei unterschiedliche Weisen

gewonnen, die aber beide von roten Trauben ausgehen, die unterschiedlich

behandelt werden. Auf jeden Fall ist das Produkt aber  ein einheitlicher

Wein, dessen Farbe nicht durch Mischung zustande kommt. Die Franzosen

hängen offensichtlich an dem ihnen vertrauten klassischen Rosé. In einer

Umfrage haben 87% der Befragten erklärt, unbedingtl am klassischen Rosé

festhalten zu wollen.

 

(César Compadre : Pourquoi le monde du vin rosé voit rouge, in : SUD

OUEST,12. April 2009)

 

 

 

 

  Interesse für deutsche Geschichte

 

Eingeladen vom deutschen Konsul in Bordeaux waren drei Nachkommen von

Männern des 20. Juli für einige Tage in Bordeaux. Anlass waren sowohl

der Start des Films von Bryan Singer (  Opération Walkyrie  ) als auch das

Erscheinen zweier neuer historischer Arbeiten von französischen Autoren

über den 20. Juli 1944 und die Männer, die unter Einsatz ihres Lebens

vergeblich versucht hatten, Hitler auszuschalten und den Gang der

Geschichte zu ändern. Der Film und die Buchvorstellungen zogen ein

zahlreiches interessiertes Publikum an.

 

(Chr. Lucet : La bombe qui aurait dû tuer Hitler, in : SUD OUSET, 12

April 2009)

 

 

 

  Macht Parlament so Spaß?

 

 

Während alle Welt eigentlich erwartete, dass das Gesetz gegen die

Internet-Piraterie in der französischen Nationalversammlung problemlos

durchgewunken würde, braute sich etwas zusammen, das sich bei der

abschließenden Abstimmung als Groteske entpuppte. Das Gesetz wurde nicht

etwa angenommen, sondern abgelehnt, und dies mit einer Mehrheit von 21

Stimmen gegen 15.  Mehr Abgeordnete waren nicht mehr da. Wie sich später

herausstellte, hatten sich am 9. April 2009 gegen 13.oo Uhr  im

Parlamentsgebäude etwa zehn Angehörige der parlamentarischen Opposition

aufgehalten, die vorher nicht bemerkt worden waren und die bei der

Abstimmung plötzlich auf ihren Plätzen waren und dem Gesetzesprojekt den

Stoss gegeben haben, den es nicht vertragen konnte. Das wirft naturgemäß

kein seriöses Licht auf die Angelegenheit, zum Lachen ist aber niemandem

zu  Mute. Verständlich.

 

(Bruno Dive: Sursprise à L’Assemblée face au piratage, in: SUD OUEST,

    1. April 2009)

 

 

  Erfolgreich

 

Seit der vor neun Monaten erfolgten Einführung des Taktverfahrens im

Nahverkehr des Médoc sind die Passagierzahlen spürbar angestiegen. So

wurde eine Zunahme um 30% auf den betroffenen Linien festgestellt,

während es auf den noch nicht im Takt betriebenen Verbindungen nur 10%

waren. Die beste Wertung kommt aus den noch nicht nach diesem Prinzip

betriebenen Linien, wo die Passagiere sich äußerst deutlich dafür

ausgesprochen haben, das Taktverfahren auch bei ihnen einzuführen. Die

Bahn will ihrerseits die gestiegene Nachfrage noch weiter fördern und

rund 400 Mio Euro für die Anschaffung neuer Fahrzeuge bereitstellen.

 

(Hervé Mathurin : Des TER à flux tendu, in : SUD OUEST, 10. April 2009)

 

 

 

 

 

 

  Weinbilanz

 

Die Internationale Organsiation für den Weinbau gibt bekannt, dass im

Jahre 2008 der weltweite Weinverbrauch um 2 Mio Hektoliter gesunken ist

auf 243 Mio hl. Die weltweite Weinernte hat hingegen 269 Mio hl erreicht

(eine Mio Hl mehr als im Vorjahr), obwohl in  manchen Teilen Europas die

Ernte im Jahre 2008 schwach war und obwohl besonders in Europa

Anbauflächen stillgelegt worden sind.

 

(SUD OUEST, 9. April 2009)

 

 

 

 

  Schlechte Zahlen

 

Die Umsätze in Restaurants und ähnlichen Betrieben sind seit Beginn der

Wirtschaftskrise dramatisch eingebrochen, in manchen Gegenden um bis zu

50%. In der Provinz (das heißt in Frankreich: Frankreich  ohne Paris)

sind die Umsätze um 15 bis 35% gefallen. In Paris ist der Rückgang

geringer (minus 10 bis 15%), dank der Touristen. Die Zahl der Betriebe,

die Zahlungsunfähigkeit anmelden mussten, hat gegenüber dem Vorjahr um

16,2% zugenommen.

 

Nun warten die Restaurationsbetriebe darauf, dass der für sie gültige

Mehrwertsteuersatz auf 5,5% abgesenkt wird. Das wird, so hofft man,

wieder mehr Gäste und Umsatz bringen.

 

(  Les restaurateurs mal dans leur assiette  , in :.SUD OUEST, 9. April 2009)

 

 

 

 

 

 

  Verjüngungskur

 

Im  Kernkraftwerk Braud-Saint-Louis nahe Blaye sind seit Ende

Februar 500 Spezialisten am Werk, um drei Dampfgeneratoren zu erneuern,

die zur ersten Ausbaustufe des AKW gehören, die 1981 angefahren wurde.

Mit der 110 Millionen Euro teuren Maßnahme, der 18. dieser Art in

Frankreich,  soll das Kraftwerk für die nächsten vierzig Betriebsjahre

gerüstet sein. Die nach einem straffen Zeitplan durchzuführenden

Arbeiten sollen nach 83 Tagen beendet sein. Dann wird das AKW wieder mit

voller Kraft ans Netz gehen können. Die nächsten Modernisierungen

erfolgen ab 2014 an den anderen Blöcken der Anlage.

 

(  Cédric Citran: Au c  œur de la centrale  , in: SUD OUEST, 8. April 2009)

 

 

 

 

  Holz für China

 

Wie schon nach dem Orkan vom 27. Dezember 1999 schicken sich die Häfen

des französischen Südwestens an, die nach den letzten Stürmen

überraschend angefallenen Holzmassen auf den Weg zu Abnehmern und

Verbrauchern zu bringen. Die erste komplette Schiffsladung ging von

  Bayonne aus nach Nordeuropa. Von Bordeaux, genauer von Le Verdon 

aus,  werden vornehmlich Container beladen, die mit Küstenschiffen nach

  Le Havre und von dort aus nach China verschifft werden.

 

(  B. Broustet : Bordeaux : du bois pour la Chine  , in : SUD OUEST, 8.

April 2009)

 

 

 

 

  Beginn der Saison für Mäuse

 

Das Becken von Arcachon ist eines der Zentren der französischen

Austernzuchtbetriebe. Allerdings auch das vielleicht am häufigsten in

den Medien genannte wegen der immer wieder vorkommenden Verbote der

Vermarktung. Zwar nicht verantwortlich, aber doch an zentraler Stelle

aktiv bei diesen Verboten sind Mäuse, an denen getestet wird, ob sie den

Verzehr von Austern problemlos überstehen. Sterben die Testmäuse, wird

der Verkauf der Austern ausgesetzt, bis weitere Test vorliegen, bei

denen die Mäuse überleben. Die Austernzüchter bemühen sich seit langem

um schnellere und modernere Testverfahren, bislang vergeblich. So werden

auch in diesem Jahr wieder Mäuse die Hauptlast bei der Kontrolle der

Austernproduktion zu tragen haben.

 

(  Chantal Roman: La nouvelle saison des souris  , in: SUD OUEST, 8. April

2009)

 

 

 

  Von den Holländern lernen

 

Der Bürgermeister von Lacanau hat eine Studienreise in das

niederländische Städtchen Veere (nahe Middelburgh) unternommen, um sich

dort in die neuesten Erkenntnisse für die Bekämpfung der Erosion

einführen zu lassen. Hintergrund der Reise ist die wenig erfreuliche

Entwicklung der Küstenlinie in Lacanau  , die dringend nach Maßnahmen

verlangt, um die schmaler werdenden Strände zu retten. Patentrezepte

gibt es bisher nicht, aber Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten.

 

(  Julien Lestage :Lacanau cherche une solution anti-érosion à Veere  ,

in:SUD OUEST, 7. April 2009)

 

 

 

  Wechsel in Bordeaux

 

Was nach dem vor einigen Tagen ergangenen Urteil des Conseil d’État  ,

des höchsten Verwaltungsgerichts in Frankreich, kaum noch zweifelhaft

war, ist jetzt ganz sicher: Nach mehr als 50 Jahren geht die Lizenz für

den öffentlichen Nahverkehr in Bahn und Bus über auf die Gesellschaft

  Keolis  , Tochter der SNCF. Übergabe der Geschäfte vom bisherigen

Betreiber Veolia schon Ende April.

 

(SUD OUEST, 6. April 2009)

 

 

 

 

  Noch heute vom Jahrgang 1999

 

Das Sägewerk Balhadère in Vendays-Montalivet sägt immer noch Holz,

das bei dem Orkan vom 27. Dezember 1999 angefallen ist. Möglich ist das

dank einer ausgefeilten Konservierungstechnik durch Besprühen mit

Wasser, die das so behandelte Holz lange in guter Qualität erhält.

Damals hatte der Betrieb  42.000 Tonnen eingelagert, die in diesem Jahr

verarbeitet sein werden. Angesichts der guten Erfahrungen will das

Sägewerk nach den jüngsten Stürmen nunmehr 50.000 Tonnen einlagern und

so konservieren wie die vorherigen Mengen.

 

(  Il reste du bois de 1999!, in :SUD OUEST, 6. April 2009)

 

 

 

 

 

  Nochmal: Anti-Gastanker-Demonstration

 

Die Initiatoren der Demonstration vom 4. April, die in Bordeaux Protest

gegen die Pläne zur Errichtung eines Gastankerhafens in Le Verdon 

erhoben hatten, sind erbost über die Berichterstattung des SUD OUEST.

Der hatte in der Ausgabe vom 5. April die Zahl der Teilnehmer auf 200

bis 300 beziffert, während die Veranstalter vorrechnen, dass allein mit

den gecharterten Bussen einige hundert Demonstranten mehr angereist

seien. Dazu müssten die gerechnet werden, die mit eigenen Fahrzeugen

gekommen seien. Es sei zu fragen, ob nicht bei der Zahlenangabe des SUD

OUEST schlicht jeweils eine Null „vergessen“ worden sei, denn

tatsächlich sei die Demonstration ein voller Erfolg gewesen, an dem

mindestens 2000 Demonstranten beteiligt gewesen seien.

 

http:  www.medocpourtous.org  article-29885665.html

 

 

 

 

  4Gas gibt nicht auf

 

Einerlei wie man die Zahlenprobleme bei der Berichterstattung über die

Anti-Gastankerdemo bewertet, fällt auf, dass der SUD OUEST auf derselben

Seite einen Artikel bringt mit der Überschrift ‚  4Gas n’a pas encore

perdu’ (  4Gas hat noch nicht verloren). Darin wird aufgeführt, dass

die Leitung des Grand Port maritime de Bordeaux (früher Port autonome

de Bordeaux  ) kein Hehl daraus macht, dass man dem Gastankerhafenprojekt

freundlich gegenüberstehe. Die Zeitung weist noch einmal auf den Bericht

der Entwicklungsagentur BRA hin, die die wirtschaftliche Bedeutung des

Hafenprojekts überaus günstig dargestellt hatte. Und schließlich wird

zwar eingeräumt, dass die gewählten Volksvertreter der Region auf nahezu

allen Ebenen den Plänen von 4Gas ablehnend gegenüberstünden, dann aber

deutlich darauf hingewiesen, dass letztlich der Staat zu entscheiden

habe, und da sei angesichts eines Investitionsvolumens von rund 650 Mio

Euro längst nicht sicher, ob man in Krisenzeiten eher an die Wirtschaft

als an anderes denke.

 

So etwas stimmt schon nachdenklich, wird aber bei den Gegnern des

Gastankerhafens eher die Bereitschaft zu noch mehr Widerstand stärken.

 

(SUD OUEST, 5. April 2009)

 

 

Wenn Sie sich darüber informieren wollen, wie Sie mit wenig Aufwand die

Tätigkeiten der Gegner des Gastankerhafenprojekts unterstützen können,

dann klicken Sie hier. <98.html>

 

 

 

  Demonstration gegen Gastankerhafen

 

 

  Etwa 1000 Teilnehmer haben bei einer Demonstration in Bordeaux gegen

  das umstrittene Gastankerhafenprojekt in Le Verdon protestiert. Wie

  üblich schwanken die Angaben zu den Teilnehmerzahlen: 650 laut

  Polizeibericht, 1500 nach Angaben der Veranstalter.

 

 

  (Un millier d’opposants au terminal méthanier du Verdon ont défilé,

  in : SUD OUEST, 4. April 2009,Info en continu, 13.03h)

 

 

 

 

 

  Zurück zum gemmage ?

 

 

  Das Wort gemmage ist abgeleitet von gemme – der Bezeichnung für das

  Harz (bestimmter) Kiefern. Dass das Harz bestimmter Bäume, vornehmlich

  Kiefern, zu vielerlei Zwecken verwendet werden konnte, wusste man

  schon in der Antike. Im Médoc gehören die gemmeurs, die Sammler von

  Kiefernharz zu den ältesten, inzwischen jedoch ausgestorbenen Berufen.

  Dabei war die Technik des gemmage bis vor wenigen Jahrzehnten ein

  wichtiger Wirtschaftsfaktor in den Kiefernwäldern des französischen

  Südwestens, der einer großen Zahl von Arbeitskräften Lohn und Brot

  verschaffte. Die gemmeurs verletzten mit einem beilähnlichen Gerät

  die Rinde von Kiefern durch einen senkrechten etwa einen Meter langen

  Abschlag der Rinde. Am unteren Ende wurde ein in der Mitte leicht

  gewinkelter Zinkblechstreifen eingeschlagen, der das aus der Wunde des

  Baumes tropfende Harz in einen halbrunden, abgeplatteten Tonbecher

  leitete, in dem das Harz gesammelt wurde. Es wurde dann von Zeit zu

  Zeit entnommen und in größere Behältnisse, früher ausschließlich

  Holzfässer, zuletzt auch Kunststofftanks, umgefüllt. Noch in den

  achtziger Jahren konnte man etwa auf dem Weg nach Soulac Sammelstellen

  für das auf diese Art gewonnene Harz sehen, die jedoch inzwischen

  ersatzlos verschwunden sind. Seit den neunziger Jahren ist das

  einheimische Kiefernharz auf dem Markt nicht mehr gewinnbringend

  abzusetzen, daher ist die uralte Tätigkeit der gemmeurs aus den

  Wäldern Aquitaniens verschwunden. Lediglich da, wo Touristen auf der

  Suche nach Souvenirs mit Lokalkolorit sind, werden noch mit

  Kerzenwachs angefüllte Behältnisse angeboten, die an die früheren

  Tongefäße des gemmage erinnern. Ganz selten kann man in alten

  Waldbeständen heutzutage noch Kiefern finden, deren Rinde erkennen

  lässt, wo die gemmeurs gewirkt haben. Manchmal, aber noch seltener,

  sind sogar die Zinkblechstreifen noch vorhanden.

 

(UM, 4. April 2009)

 

 

 

 

 

  Es erscheint nicht unmöglich, dass mit modernen Vorzeichen eine

  gewissse Rückkehr zum gemmage vergangener Zeiten praktiziert werden

  könnte. Ansätze dazu gehen von einem alten gemmeur aus, der ein

  neues Verfahren zur Gewinnung von Harz entwickelt hat, bei dem das

  Sammelprodukt weitgehend frei von Verunreinigungen ist, wodurch

  naturgemäß die Qualität und der Wert des gewonnenen Rohstoffes

  entscheidend gesteigert wird. Ob aus diesen Ansätzen eine

  Wiederbelebung der Harzgewinnung wird, muss jedoch abgewartet werden.

 

 

  (  Hervé Mathurin : Sauver la forêt par la résine?, in : SUD OUEST, 4.

  April 2009)

 

 

 

 

 

  Residenz Anna

 

Am 15. Mai wird in Soulac die Résidence Anna eröffnet, die ein

interessantes Wohnkonzept für Senioren bietet, die auf Selbständigkeit

Wert legen. Diese Senioren wohnen als Mieter in Wohnungen, die zwar

rollstuhlgerecht angelegt, ansonsten aber kaum von normalen

Mietwohnungsangeboten unterschieden sind. Die Betreiber der Wohnanlage

bieten auf Wunsch Mahlzeiten an, die entweder in den eigenen Wänden oder

in gemeinschaftlich genutzten Räumen eingenommen werden können. Als

weitere wichtige Dienstleistung steht ein medizinischer Dienst, der rund

um die Uhr in  Anspruch genommen werden kann, zur Verfügung. Dafür

werden Mitpreise (ohne Mahlzeiten) verlangt zwischen 1100 du 1300 Euro

pro Monat. Darin enthalten: der 24-stündige medizinische Dienst, 5 kg

Wäsche pro Monat, eine Stunde Haushaltshilfe pro Woche und zwei

Nachmittagsveranstaltungen zur Unterhaltung. .

 

(Maguy Caporal: La Résidence « Anna » ouvrira le 15 mai, in :  SUD

OUEST, 4. April 2009)

 

 

 

  Erleichterung

 

In Montalivet kann aufgeatmet werden, zumindest für dieses Jahr. Der

angedrohte Rückzug der Post wird nicht stattfinden. Damit hat der

erbitterte Widerstand des Bürgermeisters Erfolg gehabt. Konkret geht es

allerdings nur um die Präsenz der „richtigen“ Post in den Monaten Juli

und August, in denen Montalivet eine nach Zehntausenden zählende

Bevölkerung hat. In den zehn übrigen Monaten des Jahres versorgen

Angestellte der Gemeinde die Poststelle, allerdings mit stark

reduziertem Dienstleistungsangebot.

 

(  Christian Seguin  :  La poste ou la vie  , in: SUD OUEST, 3. April 2009)

 

 

 

 

  Unterstützung

 

Die Gegner des Gastankerprojekts in Le Verdon haben ihre Bedenken in

Brüssel bei der Petitions-Kommission des Europäischen Parlaments

vorgetragen und erfahren, dass die Mitglieder dieses Gremiums mir

seltener Einmütigkeit auf ihrer Seite standen. Nach Einschätzung der

nach Brüssel gereisten Vertreter der Gegner des Gastankerhafenprojekts

war in Brüssel keine einzige Stimme zu hören, die dieses Vorhaben

verteidigt hätte. Mit Verwunderung wurde festgestellt, dass weder die

Firma, die das Gastankerprojekt durchführen will, 4Gas, noch der

Autonome Hafen von Bordeaux Vertreter entsandt hatten, um die Positionen

der Befürworter des Gastankerhafenprojekts zu verteidigen. Die Gegner

sind sicher, dass sie inzwischen so gewichtige Fürsprecher haben, dass

eine Realisierung des Hafenprojekts in Le Verdon unmöglich geworden

ist. Bleibt zu hoffen, dass das die Befürworter auch so sehen.

 

(  Ronan Chérel  :  Les anti-méthaniers ont des soutiens à Bruxelles  ,

in :  SUD OUEST, 3. April 2009)

 

 

 

  Aus für Deutsche Bahn

 

Zumindest bei den Bemühungen um den Einstieg in das Straßenbahngeschäft

in Bordeaux. Der Conseil d’État  , das höchste Verwaltungsgericht in

Frankreich, hat die Klage der Deutschen Bahn gegen die Vergabe der

Betriebsrechte des Nahverkehrssystems in Bordeaux an Kéolis  ,

Tochterunternehmen der SNCF, zurückgewiesen. Die Deutsche Bahn hatte die

Klage damit begründet, dass die Ausschreibungen sozusagen unter

Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt worden seien. Der Conseil

d’État befand hingegen, dies sei nicht der Fall. Damit gehen die

Betriebsrechte an Kéolis über, wenn es dem bisherigen Betreiber

  Véolia Transports nicht noch in letzter Minute gelingt, das Verfahren

zu blockieren.

 

(  J.-B. Gilles :Le contrat Kéolis est signé  , in: SUD OUEST, 2. April 2009)

 

 

 

 

  Neue Regeln für crus bourgeois 

 

Nach langem Streit um Modalitäten und Verfahrensfragen ist jetzt eine

Lösung in Sicht für  das Problem der crus bourgeois  . Nach dem von den

Weinbaubetrieben nahezu einhellig befürworteten neuen Konzept wird die

Bezeichnung cru bourgeois erhalten bleiben, Sie ist dann jedoch nicht

wie frührer eine einmal für lange Zeit vergebene Klassifizierung,

sondern eine Einstufung, die nach einem Anforderungsprofil von einer

unabhängigen Kontrollinstanz namens Véritas (lat.: Wahrheit)

durchgeführt (und bei Nichterfüllen der Anforderungen auch aberkannt

oder nicht erteilt werden kann). Nach dem aktuellen Diskussionsstand

wird erwartet, dass für den Jahrgang 2008 die neue Version der crus

bourgeois schon angewendet werden kann.

 

(  J.-P. Tamisier: Message re  çu  , fort et clair  , in: SUD OUEST, 2.

April 2009)

 

 

 

Médoc-Notizen

 

 

  Mai 2009

 

 

 

 

 

  Titelseite des SUD OUEST am 31. Mai:

 

Jubelnde Fußballer und ein Wort: Champions

 

In Bordeaux und andernorts, wo es begeisterte Anhänger der Girondins

gibt, wurde bis weit in die Nacht hinein gefeiert.  Auf der Place des

Quinconces in Bordeaux, laut SUD OUEST, der größte Platz Europas,

ließen 50.00 oder mehr Fans ihren Gefühlen freien und lautstarken Lauf.

(SUD OUEST, 31. Mai 2009)       

 

 

 

  Glückwunsch an die Girondins 

 

Dem Tabellenführer Girondins de Bordeaux reichte ein 0:1 –

Auswärtssieg in Caen  , um den Vorsprung von drei Punkten auf den

Zweiten der Tabelle, Marseille, zu bewahren. Es gab fünf gelbe Karten,

davon drei gegen Bordeaux. Marseille drehte in seinem Heimspiel gegen

Rennes mächtig auf und spielte seinen Gast mit 4:0 an die Wand.

Angesichts des Erfolgs von Bordeaux in Caen nützte das Ergebnis den

Spielern aus Marseille aber nichts mehr.

 

Der Erfolg von Bordeaux beendete die Meisterschaftsserie von Lyon, das

in den letzten Jahren die französische Fußballszene dominiert hatte.

 

(UM, 30. Mai 2009)

 

 

 

 

  Noch ein Glückwunsch und weiter so!

 

Zu den Stränden der Gironde, die in diesem Jahr mit dem Pavillon bleu 

ausgezeichnet wurden gehören auch Le Gurp und Dépée-Euronat der

Gemeinde Grayan-et-L’Hôpital  , die Strände von Vendays-Montalivet und

  Soulac  . Diese begehrte Auszeichnung wird vergeben für besondere

Wasserqualität, Behindertentauglichkeit und Maßnahmen, die die Umwelt

schützen. Während die Franzosen sich um die mit dem pavillon bleu 

belohnten Qualitäten meist weniger kümmern, achten Touristen aus den

Benelux-Ländern, England, Deutschland und Skadinavien bei ihren

Urlaubsentscheidungen stärker auf solche Gesichtspunkte. Herzliche

Glückwünsche und weiter so!

 

(  Jean-Denis Renard, Des trous dans le pavillon bleu, in: SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

 

 

  Neues Gesicht für die Poliklinik

 

Die Poliklinik in Lesparre will sich noch intensiver auf die

Patientenschaft im Médoc einstellen  und hat deshalb einen Fragebogen

verteilt, auf dem diese ihre Bedürfnisse und Wünsche angeben können, die

dann im Klinikalltag umgesetzt werden sollen. Nach 40 Jahren Bestand ist

es klar, dass die Klinik insgesamt einer Renovierung bedarf. Auch die

innere Struktur soll erneuert werden. In der Planung sind 15 weitere

Patientenbetten, eine Abteilung für Pediatrie und eine für

Gefäßerkrankungen sollen eingerichtet werden. Für die etwa 30 Monate

dauernden Bauarbeiten werden 15.000.000 Euro erforderlich sein, wobei

dafür Sorge getragen werden soll, dass der normale Klinikbetrieb

ungestört weitergehen kann.

 

(  Sylvaine Dubost, Un programme de travaux pour la clinique de

Lesparre  , in: SUD OUEST, 30. Mai 2009)

 

 

 

  Austern wieder verboten

 

Ein großer teil der Austernbestände im Bassin von Arcachon ist wieder

einmal von der Vermarktung ausgeschlossen worden. Lediglich die Bestände

auf der Bank von Arguin dürfen weiter verkauft werden. Das Verbot ist

ein schwerer Schlag für die Austernzüchter im Bassin von Arcachon  , die

nun schon im fünften Jahr hintereinander immer wieder von

Verkaufsverboten betroffen sind.

 

(  Chantal Roman: Les huîtres du bassin d’Arcachon  .., in : SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Ausblick

 

Die 59. Auflage der Weinmesse in Lesparre findet vom 7. bis 9. August

statt. Das Vorbereitungskomitee hat jetzt erste Einblicke in die

Programmhöhepunkte der drei Tage gegeben. Der erste wird am Samstag, dem

    1. August zu sehen sein, wenn gegen 11 Uhr eine Parade alter Autos

stattfinden wird. Am Nachmittag desselben Tages wird es einen Umzug

geben, bei dem mittelalterliche Kostüme präsentiert werden. Deren Träger

werden anschließend in zwei Kategorien prämiert werden.

 

(  Sylvaine Dubost : Mobilisation autour de la Foire aux vins  , in : SUD

OUEST, 29. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Sehenswert

 

Etwa 8 km von Pauillac entfernt liegt der kleine Ort Bernon  , der zur

Gemeinde Saint Laurent gehört. Wenn man an der dortigen Kapelle aus

dem 12. Jahrhundert vorbei ist, öffnet sich der Staatsforst von Saint

Laurent  . Und dort gibt es derzeit ein bemerkenswertes Schauspiel zu

bewundern, das von Mengen blühender Rhododendren-Sträucher geboten wird.

Wie die dorthin gelangt sind, weiß man nicht genau, aber sie sind da und

haben offenbar so günstige Lebensbedingungen, dass sie in einer

Üppigkeit gedeihen, die sonst kaum zu beobachten ist. Empfehlung:

Anschauen, aber nicht zu lange warten: Blühendes hat die Angewohnheit

auch zu verblühen.

 

(  F.W. : Un ébloussiement floral  , in : SUD OUEST, 29. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  La Médocaine  : Mountainbikerundfahrt

 

Am Samstag, d. 30 Mai 2009, findet die 11. Médoc- Mountainbikerundfahrt

mit neuem Teilnehmerrekord ( bisher 6.400 Meldungen) statt. 7 Kurse

zwischen 20 und 80 Kilometern durch 13 Gemeinden und die 4

Weinanbaugebiete Margaux, Haut-Medoc, Moulis und Listrac stehen den

Radsportler  inn  en zur Wahl. Der Tag wird ausklingen mit einem Ball und

einem Feuerwerk in Arsac. 

 

(  Georges Césare, la Médocaine  , in: SUD OUEST, 28. Mai 2009):

 

 

 

 

  Mobiltelefonfreie Zone

 

Auf Grund von Untersuchungen einer Kommission, die sich mit den

Auswirkungen von Radiostrahlung auf die Gesundheit beschäftigt, soll

Schüler  inne  n  der Grundschule  das Telefonieren  mit dem Mobiltelefon

in der Schule untersagt werden, selbst dann,  wenn gesundheitliche

Risiken nicht eindeutig erwiesen sind. Nicht geregelt ist, was die

Schüler in der Zeit anfangen sollen, in der sie nicht mehr am

Mobiltelefon hängen dürfen: Aufpassen und lernen?

 

(  Dominique Richard, Fini le portable , in: SUDOUEST, 26. Mai 2009)

 

 

 

  Das Occitanische lebt noch

 

Das Occitanische, einst eigenständige romanische  Sprache im Süden und

Südwesten Frankreichs, existiert noch mit verschiedenen regional

unterschiedlichen Bezeichnungen (  gascon, bearnais, patois  ) als

Überrest aus der Zeit vor der Durchsetzung des heutigen, aus dem Norden

kommenden Standardfranzösisch. Nach einer aktuellen Umfrage sagen 9% der

Bewohner des Südwestens Frankreichs von sich, dass sie die occitanische

Sprache entweder aktiv beherrschen oder zumindest sich darin

verständigen können. Bei einer ähnlichen Umfrage vor 10 Jahren sagten

dies noch 12% der Befragten. Die Departements zeigen dabei durchaus

unterschiedliche Ergebnisse: in der Dordogne sind es 15%, in Landes 

ebenfalls 15%, in Lot-et-Garonne 10%, in Pyrénés-Atlantiques 12%.

Deutliche Abweichung in Gironde, wo nur 3% der Befragten Kenntnisse

des Occitanischen haben.

 

Auffällig ist, dass die große Mehrheit derjenigen, die des Occitanischen

mehr oder weniger mächtig sind, Männer sind (59%) und älter als 60 Jahre

sind (63%).

 

(  Bruno Béziat: L’occitan vit toujours en Aquitaine  , in SUD UEST, 28.

Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Mysteriöser Überfall im CHM Montalivet

 

In der Nacht des 15. Mai wurde ein Gast der Marina im CHM Montalivet

auf dem Weg zu seinem Bungalow niedergeschlagen. Als er aus seiner

Bewusstlosigkeit aufwachte, fand er sich in seinem Bungalow in einer

Blutlache liegen. Er wurde mit einem offenen Kieferbruch und anderen

Verletzungen in ein Krankenhaus nach Bordeaux gebracht, wo er versorgt

wurde. Er versteht nicht, warum und durch wen er überfallen worden ist.

Die Leitung des CHM zeigt sich überrascht und nicht informiert. Der

Niedergeschlagene  hat auf jeden Fall Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

 

(Fabien Paillot: Étrange agression au CHM de Montalivet, SIUD OUEST, 28.

Mai 2009)

 

 

 

  Gefährlicher Zwischenfall

 

 

  Vor dem Strandabschnitt zwischen Euronat und Le Gurp hat sich eine

  Kollision zwischen einem Schlauchboot und einem Fischkutter ereignet,

  bei der die Besatzung des Schlauchboots, das ein tags zuvor

  ausgelegtes Netz einholen wollte, nur knapp dem Verderben entgangen

  ist. Nach dem, was bis jetzt bekannt ist, hat der Kutter das kleine

  Boot überrollt und danach ohne anzuhalten weiterfahren wollen. Da sich

  jedoch das von dem Schlauchboot ausgelegte Netz in der Schraube des

  Kutters verfangen hatte, wurde dieser gestoppt. Die beiden Männer in

  dem Schlauchboot waren aus verständlicher Angst aus ihrem Boot

  gesprungen. Sie erhielten jedoch von der Kutterbesatzung zunächst

  keine Hilfe. Erst nachdem der Kutter durch die vorübergehende Blockade

  seiner Schraube halten musste, wurden die beiden Männer aus dem

  Schlauchboot unterstützt. Man geleitete sie in ihrem nur noch

  teilweise schwimmfähigen Boot an Land. Das war es dann. Es gab nicht

  einmal eine Entschuldigung der Kutterbesatzung. Die beiden Männer aus

  dem Schlauchboot fragen sich, ob sie Opfer eines Versehens wurden oder

  ob sie eingeschüchtert werden sollten, weil sie sich unterstanden

  hatten, in Gewässern zu fischen, die die Kutterbesatzung offenbar als

  ihr Revier betrachtete.

 

  (Lyne Llobell: Le chalutier percute un petit bateau de pêche, in : SUD

  OUEST, 27. Mai 2009)

 

 

 

 

 

 

  Grossputz für den Bahnhofsvorplatz

 

Bis zum Ende des Jahres sollen die schon länger geplanten Arbeiten am

Vorplatz des Bahnhofs in Lesparre durchgeführt und abgeschlossen sein.

Dann werden rund 550.000 Euro ausgegeben sein, von denen die Gemeinde

Lesparre rund 25% zu tragen haben wird. Das erwartete Ergebnis wird den

bislang eher unansehnlichen Bereich vor dem Bahnhofsgebäude optisch und

funktional aufwerten. Sichtbarstes Merkmal der neuen Gegebenheiten wird

die Vergrößerung der Anzahl der geteerten Parkplätze sein und die

Einrichtung einer Kurzhaltzone direkt vor dem Bahnhofsgebäude.

 

(S  . Dubost : Le parvis de la gare va bientôt faire peau neuve  , in :SUD

OUEST, 26. Mai 2009)

 

 

 

 

  Klein, aber oho!

 

Seit mehr als 25 Jahren betreibt Francine Dupéré den kleinsten

Marktstand an der Ecke der Markthalle in Montalivet. Sie liefert zu

größter Zufriedenheit ihrer Kunden Gemüse aus eigenem Anbau von hoher

Qualität und nicht nur wunderschöne, sondern auch dauerhafte

Blumensträuße. Sie ist eine Künstlerin, die immer ein Lächeln  und ein

ermunterndes Wort für ihre Kunden hat. Ihr Stand ist eine kleine aber

feine Institution, die dazu beiträgt, dass der Markt von Montalivet das

ist, was er ist und hoffentlich bleibt.

 

(  Lyne Llobell, Francine Dupéré et son étal d’artiste  , in:SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Baden- auf eigene Gefahr?

 

An den Stränden der Gironde wird die Forderung nach besserer

Strandaufsicht auch in der Vorsaison erhoben. An vielen Stränden ist

geregelte und überwachte Badezeit erst ab Mitte Juni oder Anfang Juli

nach der Ankunft der öffentlichen Rettungsleute die Regel. Das Problem

der Sicherheit für die Badenden wird noch dadurch erhöht, dass ungefähr

die Hälfte der Rettungsschwimmer in diesem Jahr aus dem Dienst

ausscheidet. In Vendays-Montalivet versucht man  mit der misslichen

Lage anders fertig zu werden: die Gemeinde arbeitet zusammen mit der

SNSM (  Société nationale de secours en mer  ). Das CHM in Montalivet 

hat etwa 15 gut ausgerüstete Rettungsleute auf eigene Kosten angestellt

 

(  Julien Lestage, À vos risques et périls  , in: SUD OUEST, 21. Mai 2009)

 

 

 

 

  Hilfe für kranke Kinder und sozial Schwache

 

Die in ganz Frankreich aktive Vereinigung ‚Les blouses roses’ lädt

Freiwillige für den 20. Juni 2009 zu einem Unterstützungsmarsch nach

  Gaillan ein, der in erster Linie der Rekrutierung weiterer

Ehrenamtlicher dienen soll, die bereit sind sich in besonderer Weise zu

engagieren. Einige der Blouses roses , beschäftigen sich in ihrer

Freizeit zweimal wöchentlich mit Kindern in Krankenhäusern helfen ihnen

zu Hause bei ihrer Rekonvaleszenz. Andere engagieren sich in

Seniorenheimen, wo sie schwerpunktmäßig mit den Bewohner  inne  n singen

und gärtnern. Es gibt viele Einrichtungen, in denen die Organisation

tätig werden könnte, aber es fehlt an freiwilligen Helfern.

 

Der Marsch am 20. Juni, beginnt um 9 Uhr auf dem Parkplatz der

  Uni-Médoc in Gaillan  . Die Einschreibung der Teilnehmer

(Teilnahmegebühr 5 Euro pro Person über 12 Jahre) beginnt um 7.45.Uhr.

Es werden 2 Laufkurse von 9 bzw. 14 km angeboten. Um 12.30 Uhr werden

die Teilnehmer  innen zu einem musikalischen Aperitif eingeladen.

Mitgebrachtes Picknick kann an bereitgestellten Tischen verzehrt werden.

Die Cave Uni-Médoc lädt zu einer Besichtigung ein. Für weitere

Informationen wählen Sie 05 56 41 14 38

 

(  Georges Rigal, La marche pour aider  , in: SUD OUEST, 25. Mai 2009)

 

 

 

  Jetzt wird es bunt

 

Nämlich auf den Seitenwänden der Regionalzüge in Aquitanien. Dort sollen

nämlich die gesittet gedeckten Töne der bisherigen Anstriche ersetzt

werden durch allerlei auffällige Farben und Muster. Was alles zur

Auswahl steht, ist auf der derzeit laufenden Messe in Bordeaux zu sehen.

Dort können Interessierte abstimmen über die ihnen am meisten zusagenden

Farb- und Mustervarianten. Die endgültige Entscheidung wird von einem

Expertenkomitee gefällt, das am 5. Juni zusammentreten wird. Zur Zeit

sind auf den Gleisen Aquitaniens 270 TER (  Train Expresss Régional  )

unterwegs. Im Jahr 2013 kommen fünfzig neue hinzu, für deren Anschaffung

die Région 400 Mio Euro bereitstellt.

 

(  J.-P. Vigneaud: Le TER d’Aquitaine va prendre des couleurs  , in: SUD

OUEST, 23. mai 2009)

 

 

 

  Girondins de Bordeaux eine Schritt näher am Titel

 

Nach einem 1:0 Erfolg am Abend des Samstag, 23. Mai, über Monaco haben

die Fußballer aus Bordeaux einen weiteren Schritt in Richtung

Meisterschaft 2009 gemacht. Vor dem letzten Spieltag führt die

Mannschaft aus Bordeaux mit weiterhin drei Punkten vor dem am vorletzten

Spieltag ebenfalls erfolgreichen Olympique de Marseille (2:1 Erfolg in

Nancy). Am letzten Spieltag genügt den Girondins nun schon ein

Unentschieden, während Marseille nur dann noch an Bordeaux vorbeiziehen

kann, wenn man selbst gewinnt und die Girondins verlieren, wobei

Marseille noch einen Rückstand von einem Tor in der Tordifferenz

aufholen muss. Man sieht, die Zeichen stehen günstig für Bordeaux,

obwohl man die Sache mit dem Fell des Bären immer bedenken sollte.

 

(UM, 23. Mai 2009)

 

 

 

 

  Erneuerbare Energien

 

In Naujac-sur-mer ist schon länger die Rede von der Errichtung eines

Windkraftparks. Die Gemeinde steht dem Vorhaben positiv gegenüber.

Derzeit laufen Vorstudien und Untersuchungen der Gesellschaft Valorem  ,

die die Anlage errichten will. Dieselbe Gesellschaft plant auch die

Errichtung eines Photovoltaik-Kraftwerks auf dem Boden der Gemeinde.

Dafür würden rund 120 ha Gemeindeland benötigt, deren Verpachtung der

Gemeindekasse einen Geldregen in der Größenordnung von 240.000 Euro

bescheren würde. Auch diesen Planungen steht die Gemeinde aufgeschlossen

gegenüber, zumal dabei weniger sichtbare Eingriffe in die Umwelt

erforderlich sind als bei der Windkraftanlage. Wenn alles so läuft, wie

der Bürgermeister hofft, könnten in zwei Jahren beide Bauvorhaben

Realität werden und für die Gemeindekasse eine lange Phase zuverlässig

sprudelnder Einnahmen beginnen.

 

(  R.Bovinet: Un projet de création d’une centrale solaire  , in : SUD

OUEST, 21. Mai 2009)

 

 

 

  Restaurierung

 

Die Restaurierung des Kreuzwegs der Kirche von Le Gaillan ist

abgeschlossen. Die Finanzierung dieses Projekts sicherten der Conseil

Général des Departments ( 138.000 Euro), die Gemeinde (6000 Euro), die

Association Sauvegarde de l’Église ( 29.000 Euro). Die Restaurierung des

Hauptportals wird noch einmal 10.000 Euro kosten. Die Kosten werden in

erster Linie von der Gemeinde zu tragen sein, die Besitzerin der Kirche

ist, und von dem Verein, der sich um den Erhalt der Kirche kümmert.

Darüber hinaus ist die Anschaffung von 2 Kerzenleuchtern für 300 Euro

geplant. Das für all diese Projekte erforderliche Geld soll auch durch

die Durchführung verschiedener Veranstaltungen zusammenkommen. Am 24.

Juli wird es ein Konzert des Canto Médoc geben, am 7. August werden die

Glory Gospel Singers aus New York auftreten und am 26. September werden

die Carmina burana aufgeführt werden.

 

(Georges Rigal, La réfection de l’église de Gaillan, in : SUDOUEST. 21.

Mai 2009)

 

 

 

 

  Umweltferkel

 

Freiwillige Helfer haben in Grayan das aufgesammelt, was gedanken- und

verantwortungslose Zeitgenossen in der freien Natur an Resten

hinterlassen haben, die eigentlich in eine Mülltonne gehören. Insgesamt

18 m³ sind bei dieser Aktion zusammengekommen, anschließend sortiert und

zur Déchetterie in Tastesoule transportiert worden.

 

  (M. C.: Opération contre les dépôts sauvages  , in : SUD OUEST, 21. Mai

2009)

 

 

 

 

 

  Eisenbahnunfall mit Folgen

 

Am Mittwoch, 20. Mai, gegen 0.40h sind im Département Charente zwei

Güterzüge kollidiert, wobei es zum Glück nur leichte Verletzungen bei

einem Lokführer gab. Auslöser war ein schlecht verzurrter schwerer

Bagger aus deutscher Produktion, der die Lokomotive eines

entgegenkommenden Zuges aufgeschlitzt und manövrierunfähig gemacht hat.

Pech, dass sich die Kollision in einem Tunnel  ereignete und dass in

einem der Züge ein Waggon mit gefährlicher Ladung war, weshalb die

Bergungsarbeiten mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden mussten.

Durch den Unfall wurde der gesamte Zugverkehr auf der

Hochgeschwindigkeitslinie Tours- Bordeaux für rund zwölf Stunden

unterbrochen. Dadurch wurden die Reisezeiten von rund 30.000 Passagieren

erheblich in die Länge gezogen, in manchen Fällen sogar mehr als verdoppelt.

 

(  Cathérine Dowmont: La grande pagaille du rail  , in: SUD OUEST, 21. Mai

2009)

 

 

 

  Nochmal gegen die Brücke

 

Die geplante Klappbrücke Bacalan-Bastide in Bordeaux in Höhe der

Hafenbecken (also zwischen Pont d’Aquitaine und Pont de pierre  ) hat

immer noch erbitterte Gegner, die nichts unversucht lassen, um das

Projekt zu Fall zubringen. Letzte Chance dazu ist ein Einspruch des

Vereins front associatif  , der den Widerstand der Brückengegner im

wesentlichen bündelt, mit dem erreicht werden soll, dass die laufenden

Vorarbeiten für die Brücke gestoppt werden. Den Gegnern steht allerdings

eine breite Mehrheit aus Befürwortern der Brücke gegenüber, die wenig

Verständnis für die Opposition haben. Im Sommer werden, sofern nichts

Unvorhergesehenes geschieht, die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, die

sich bis 2012 hinziehen werden.

 

(  Jean-Bernard Gilles: Dernier recours contre le pont  , in: SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

  Oper Bordeaux : Vorschau

 

Die nächste Spielzeit wird an der Oper in Bordeaux eine Reihe

hochkarätiger Neuinszenierungen bringen. Auf dem Programm werden unter

anderem stehen: Le Voyage à Reims von Rossini, Jenufa von Janacek,

  Jephta von Händel, die Brigands von Offenbach, die Zauberflöte von

Mozart und die West Side Story. Es lohnt sich also, das Programm zu

verfolgen, wenn es auch nicht immer leicht sein wird, Karten zu bekommen.

 

(  Cathérine Darfay : L’Opéra des premières  , in : SUD OUEST, 20. Mai 2009)

 

 

 

  Soulac-1900 – der letzte Vorhang?

 

Die Fortsetzung des in der Gironde einzigartigen Kulturfestivals

  Soulac 1900  über 2009 hinaus ist aus finanziellen Gründen in Frage

gestellt. Im Jahr 2008 betrug der Etat noch 150.000 Euro, für 2009 wurde

er notgedrungen auf 130.00 Euro reduziert und jetzt öffnen sich neue

Löcher  für das nächste Jahr.  Die finanzielle Unterstützung durch

Leclerc ist von 20.000 auf 5.000 Euro gesunken, EDF (bisher 4.000

Euro) und das Casino von Soulac (bisher 2.500 Euro) haben sich ganz

zurückgezogen. Auch der Conseil Général des Départments zeigt große

Zurückhaltung: nur 2.000 Euro statt der beantragten 8.000 Euro werden

fließen. Die Privatwirtschaft in Soulac hat sich trotz der negativen

allgemeinen Wirtschaftssituation auch in diesem Jahr sehr für die

Durchführung des Festivals engagiert, das aber kann die Fehlbeträge

nicht ausgleichen.. Label Soulac hofft auf weitere Unterstützung,

damit für den  Festreigen, der im letzten Jahr mehr als 15.000 Besucher

anzog, nicht in 2009 der letzte Vorhang fällt. Eine Fortführung mit

Abstrichen an der Qualität wird es jedenfalls nicht geben.

 

(  Julien Lestage : Soulac 1900, la dernière  , in: SUDOUEST, 20. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Rote Zahlen bei Air France

 

Air France-KLM, Nummer eins der europäischen Fluggesellschaften, hat im

letzten Geschäftsjahr ein Defizit von 814 Mio Euro erwirtschaftet,

gegenüber einem Gewinn von 756 Mio Euro um Jahr davor.  Um die Kosten zu

drücken, sollen demnächst 3.000 Stellen, allerdings ohne Entlassungen,

abgebaut werden und die geplanten Investitionen von ursprünglich 2,9

Milliarden Euro auf 1,4 Milliarden gekürzt werden.

 

(  Air France dans le rouge  , in : SUD OUEST,  20. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Lacanau Gliss’festival

 

Bei der zehnten Auflage des Gliss’festival in Lacanau wird über das

gesamte viertägige Himmelfahrtswochenende Gelegenheit sein, unter freiem

Himmel alles zu sehen und auszuprobieren, was mit der glisse, dem

Gleiten zu tun hat. Darunter werden zusammengefasst verschiedene Formen

des Windsurfens (auf dem See von Lacanau oder auf dem Ozean), des

Skatens, des Fallschirmsports und der Fliegerei in

Ultraleichtflugzeugen. Insgesamt werden 20 verschiedene Disziplinen

vorgestellt. Die Kosten des Unternehmens in Höhe von 60.000 Euro werden

von dem Verein Lacanau Gliss’festival aufgebracht, der mit 17 anderen

Vereinen zusammenarbeitet.

 

(  Julien Lestage : Le Lacanau Gliss’festival souffle ses dix bougies  ,

in: SUD OUEST, 19. Mai 2009)

 

 

 

 

  Rosière

 

Am letzten Sonntag fand  in St. Trélody (  Lesparre  ) die Krönung der

diesjährigen Rosière statt.  Die so Geehrte und  ihre beiden

Ehrendamen sind im Alltagsleben Studentinnen. Der Krönungsgottesdienst

am Sonntag wurde begleitet vom umjubelten Auftritt des Ensemble

Crescendo aus  Lesparre  . Nach dem Gottesdienst gab es einen

offiziellen Empfang in der Stadthalle von St. Trélody  . (Die

 Veranstaltungen der Festwoche sind in unserem Veranstaltungskalender zu

ersehen.)

 

(  Sylvaine Dubost, Rosière  , in: SUD OUEST 19. Mai 2009)

 

 

 

 

 

 

  Grayan-et-L’Hôpital  – village fleuri 

 

Zum vierten Male ist Grayan-et-L’Hôpital  ausgezeichnet worden mit dem

ersten Preis des Départements der villages fleuris  , („blühende

Dörfer“) als Anerkennung für die Bemühungen der Gemeinde um Schutz und

Pflege der Umwelt. In diesem Jahr ist der Blumenschmuck in den Straßen

des Ortes zwar noch nicht angebracht, er wird es aber bald sein. Für das

nächste Jahr plant der Bürgermeister mit seinem Helferstab eine

naturnahe Bepflanzung des Kreisverkehrs in L’Hôpital  .

 

(  Maguy Caporal: Le premier prix des villages fleuris  , in : SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

  Festival in Carcans 

 

 

 

Vom 29. Mai bis 1. Juni 2009 lockt Carcan’Scène wieder Artisten und

Zuschauer mit seinem Tanz-, Theater-, Video-, Zirkus- und Musikfestival.

Insbesondere junge Künstler sind eingeladen, sich und ihre Kreativität

öffentlich zu zeigen. Die Zahl der teilnehmenden Künstler ist seit 2001,

als das Festival gestartet wurde,  auf 40 Truppen mit über 500

Teilnehmern gestiegen. Ihre Darbietungen dürfen auch in diesem Jahr mit

Spannung erwartet werden.

 

(  Pierre Vallade, Cinq cents artistes à Carcan’Scène  , in : SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

  Girondins auf Titelkurs

 

Die Girondins aus Bordeaux haben ihr drittletztes Spiel der

diesjährigen Meisterschaft am Samstag gewonnen, während am Sonntag Abend

der bisherige Tabellenführer Marseille in Lyon Federn gelassen hat und

mit einer 1:3 Niederlage die Heimreise antreten musste. Jetzt führt

Bordeaux die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an und kann zudem die

gegenüber Marseille bessere Tordifferenz vorweisen. Für Bordeaux eine

komfortable Situation vor den beiden letzten Spielen, wobei als

zusätzliche psychologische Stärkung hinzukommt, dass die Girondins die

Teilnahme an der nächsten Champions-League schon sicher haben.

 

(UM 17. Mai 2009)

 

 

 

 

  Unzufriedenheit bei Waldbesitzern

 

Im Journal officiel sind die Bedingungen veröffentlicht worden, zu

denen die durch den Sturm Klaus vom 24. Januar geschädigten Waldbesitzer

staatliche Hilfen erhalten können. Danach werden 600 Mio Euro

bereitgestellt, die zu 1,5% über drei Jahre zu verzinsen sind. Die

Geschädigten klagen, dass anders als nach den ursprünglichen

Ankündigungen der Staat diese Kredite nicht zu 80%, sondern nur zu 50%

garantiert und, das ist der Hauptkritikpunkt, erst dann Geld fließen

wird, wenn die EU ihre Zustimmung erteilt haben wird. Geschätzter

Zeitbedarf ein Monat, was angesichts der seit dem Sturm schon

verstrichenen Zeit eine weitere Verzögerung bedeutet, durch die

beträchtliche Mengen des vom Unwetter gefällten Holzes der Gefahr

ausgesetzt sind, durch Blauschimmel unbrauchbar zu werden.

 

(  Jacky Sanudo: Le point du décret qui fâche  , in : SUD OUEST, 17. mai 2009)

 

 

 

  CHM-Perspektiven

 

Der Generaldirektor des CHM, Fran  çois Cros sagt in einem Interview,

er sei bereit für die kommende Saison und hoffe auf günstiges Wetter. In

diesem Sommer wolle man nicht so sehr neue Kunden gewinnen, als die

zufriedenstellen, die man schon habe. Besonderes Gewicht müsse auf die

Respektierung der Regeln des Naturismus gelegt werden, wobei die Eltern

als Beispiele für ihre Kinder gefragt seien.

 

Angesichts der leicht rückläufigen Zahlen bei den Campinggästen habe man

Anstrengungen unternommen, um ihnen den Aufenthalt angenehmer zu

gestalten. Dazu seien sieben Sanitärhäuser überholt worden. Es sei ein

neuer Haustyp „La cabane“ geschaffen worden, der auf 25m² Dusche und

WC biete. In der Zone „Palombe“ seien die Unterkünfte vollständig

renoviert worden, in der Zone “Basque” werden Qualitätsbungalows

errichtet. Im sportlichen Bereich sind die Tennisplätze modernisiert und

auf Kunststoffbeläge umgestellt worden. Der Strand wird von Mitte Juni

bis Mitte September von Rettungskräften überwacht.

 

Vor dem CHM soll, vorausgesetzt die erforderlichen Genehmigungen kommen,

ein Golfübungsgelände errichtet werden, das 2010 den Betrieb aufnehmen

könnte.

 

Ansonsten setze man auf die Stärkung der Idee des Naturismus, die

Fortsetzung der Modernisierungsarbeiten, eine Verbesserung beim Empfang

und den damit verbundenen Dienstleistungen. Grosse Projekte seien in der

Planung, sie könnten außerhalb des CHM eröffnet werden ohne den

Bewohnern des Zentrums Nachteile zu bringen.

 

(  Interview Lyne Llobell : La priorité aux naturistes  , in : SUD OUEST,

16.mai 2009)

 

 

 

 

  Trennungsschmerz

 

Die drei Leuchtturmwärter von  Cordouan  ; deren Dienst auf diesem

einzigartigen Monument am 31. Dezember 2009 zu Ende geht, schauen mit

Wehmut auf ihre bisherige Tätigkeit zurück. Sorgen um ihren

Lebensunterhalt brauchen sie sich als Staatsdiener freilich nicht zu

machen. Der Leuchtturm wird wegen seiner Bedeutung als Seezeichen

weiterhin in der Obhut des Staates bleiben, doch wird die Betreuung der

Besucher in die Hände eines neuen Trägers gelegt. Einzelheiten für die

Zeit nach dem Ausscheiden der staatlich besoldeten Wärter müssen noch

festgelegt werden.

 

(  Maguy Caporal :Douloureuse séparation  , in : SUDOUEST, 16. Mai2009)

 

 

 

 

 

  Die Woche  der Rosière

 

In der nächsten Woche wird das Leben in dem Stadtteil von Lesparre 

  St. Trélody bestimmt sein von den traditionellen

Himmelfahrtsfestlichkeiten. Den Anfang macht die Krönung der Rosière 

am Sonntag, d. 17. Mai  um 10.30 in der Kirche von St. Trélody  . Damit

wird  eine seit 1917 zuerst alle 2 Jahre, später jährlich

gefeierteTradition, fortgesetzt, deren Höhepunkt stets die Krönung der

  Rosière war, einer jungen Frau, die für ihr außergewöhnliches soziales

Engagement auch mit einem Geldgeschenk von umgerechnet 5000 Franc

belohnt wird.

 

Die weiteren Festlichkeiten der kommenden Woche: am Donnerstag, d. 21.

    1. ab 14.30h Jahrmarkt, ab 15.00h Tanztee. Samstag, d. 23. 5. ab 14.30h

  Belote  – (Kartenspiel) Wettbewerb  im Festsaal. Sonntag, d. 24.05. von

9 bis 18 Uhr Flohmarkt,  ab 14.30h Jahrmarkt,  ab 22.30 h Fackelzug und

Feuerwerk.

 

(  Sylvaine Dubost: La rosière  , in: SUD OUEST, 16. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Lange Nacht

 

Am Samstag, 16. Mai findet zum fünften Male die europäische Nacht der

Museen statt. Mittlerweile beteiligen sich daran 41 Länder, zwei mehr

als im Vorjahr. Insgesamt werden 2200 Museen die Nacht zum Tage machen

und ihre Tore bis in die Morgenstunden weit geöffnet halten. Die auf

Anregung des französischen Ministeriums der Kultur und Kommunikation

entstandene Bewegung mobilisiert in diesem Jahr allein in Frankreich

1100 Museen, die sich zum Teil große Mühe mit Sonderveranstaltungen geben.

 

(D  . Godfrey: Leurs nuits sont belles comme le jour  , in : SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

 

  Schweinerei ohne Ende?

 

Trotz der neuen Umzäunung Ist der Golfplatz Ardilouse von Lacanau am

Donnerstag wieder von Wildschweinen schwer durchwühlt und verwüstet

worden. Zur Zeit wird über Gegenmaßnahmen nachgedacht.

 

(  Les sangliers courent toujours dans le golf  , in : Sud Ouest, 15. Mai

2009)

 

 

 

 

  Muschelverbot

 

Muscheln aus dem Becken von Arcachon sind zur Zeit nach positiven

Testergebnissen für den Verzehr verboten. Erst wenn zwei aufeinander

folgende Proben negative Ergebnisse erzielen, können die Muscheln wieder

für den Verzehr freigegeben werden.

 

(  Moules interdites sur le bassin d’Arcachon  , in: SUD OUEST,15. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Rettungsschwimmerausbildung

 

In der Rettungsschwimmerschule in Bacalan werden auch in diesem Jahr

neue Kräfte für den Rettungsdienst ausgebildet. Die Gemeinden mit

Badestränden warten auf die neuen Rettungschwimmer, da zur Sicherheit

der sich im Atlantik Tummelnden dringend gebraucht werden. In den

nächsten 2 Jahren müssen etwa 600 Rettungsschwimmer ersetzt werden. Die

Ausbuildungskosten von rund 480 000 Euro für Festangestellte und

Saisonkräfte werden getragen von der Region, dem Conseil Général und der

Stadt Bordeaux.

 

(  Hervé Mathurin, Des sauveteurs à Bacalan, in: Sud Ouest, 15. Mai 2009)

 

 

 

 

 

 

  Girondins weiter im Titelrennen

 

Drei Spieltage vor Ende der Saison sind die Girondins dank eines 2:1

Erfolgs über Valenciennes punktgleich mit den ebenfalls siegreichen

Spielern von Olympique Marseille geblieben, das lediglich auf Grund der

leicht besseren Tordifferenz (Marseille: 29, Bordeaux:27) auf dem ersten

Platz liegt. D9ie letzten Spieltage sind nach Papierform etwas leichter

für die Mannschaft aus Bordeaux, aber wie man weiß ist der Ball rund….

 

(UM, 14. Mai 2009)

 

 

 

 

  Nicht nur Wildschweine tun es

 

Nämlich Golfplätze ruinieren. Jetzt haben es in Chiberta mit Schaufeln

bewaffnete Täter geschafft, einen Platz mit 18 greens so zu

demolieren, dass er lange spielfrei haben wird. Die schaufelschwingende

Wildschweinkonkurrenz hinterließ ein Schild mit der Aufschrift: „Le pas

basque n’est pas  à vendre“ (Das Baskenland ist nicht zu verkaufen).

 

(  Le golf de Chiberta vandalisé  , SUD OUEST, 13. Mai 2009)

 

 

 

  Unwetter

 

Die Schäden, die die schweren von Hagelstürmen begleiteten Gewitter des

Wochenanfangs auch in der Gironde anrichteten, betrafen nicht nur die

Gemüse und Obstlandwirtschaft, sondern in besonders starkem Maße das

Weinbaugebiet von Blaye und Bourg  , wo die jungen Triebe der Reben

stark zu leiden hatten. Auch Margaux ist betroffen. Die

Weingutsbetreiber hoffen, dass die Reben sich erholen können, sonst muss

mit Ernteeinbußen nicht nur für 2009 gerechnet werden. Genaueres wird

man erst in etwa drei Wochen wissen, wenn der Wein blüht und dann zeigen

wird, ob die Hagelschäden Ausfälle verursacht haben oder nicht.

 

In Eysines waren Dutzende von Kellern überschwemmt, die die Feuerwehr

bis in die frühen Morgenstunden leergepumpt hat. In Blanquefort wurde

eine vierzigjährige Kastanie entwurzelt und stürzte auf zwei an einer

Ampel haltende Autos. Die Fahrer beider Fahrzeuge konnten sich

unverletzt aus ihren erheblichen verformten Wagen befreien.

 

Im gesamten Unwettergebiet haben die Gartenbaubetriebe schwer gelitten.,

besonders die Kulturen von Salat, Bohnen und Kartoffeln.

 

(SUD OUEST, 13. Mai 2009)

 

 

 

 

 

 

 

  Kreisverkehr

 

Die Ortsdurchfahrt durch Lesparre gehört zu den Belastungsproben, auf

die besonders in den Sommermonaten jeder Autofahrer verzichten würde,

wenn er das könnte. Kann er aber nicht, weil die gewünschte

Umgehungstrasse immer noch Zukunftsmusik ist und auch noch für einige

Jahre bleiben wird. Vor diesem Hintergrund ist der Bau eines

Kreisverkehrs, der an die Stelle der Ampelkreuzung bei dem neuen

Möbelhaus der Fa. Leclerc treten soll, schon eine Erleichterung, die den

Verkehrsfluss verbessern soll und kann. Dafür haben jetzt die

Ausschreibungen begonnen. Fertigstellung des neuen Kreisverkehrs ist für

Anfang 2010 geplant.

 

(  Sylvaine Dubost, Le rond-point  …, in : SUD OUEST, 13. Mai 2009)

 

 

 

  Radarüberwachung

 

Radarüberwachungsanlagen gelten in den Augen fast aller

Verkehrsteilnehmer als Werk des Bösen, das man füglich schmähen,

beschimpfen und verteufeln kann. Allerdings nur, solange man sich auf

das Gefühl verlässt. Sieht man genauer hin und hört auf das, was die

Statistiker wissen, dann bekommt der Blick auf die Radarüberwachung eine

andere Qualität. Dann sieht man nämlich, dass seit Oktober 2003, als die

erste Radaranlage in Frankreich installiert wurde, die Zahl der

Verkehrstoten von jährlich 5.731 auf nunmehr 4.278 (Ende 2008) gefallen

ist. An diesem Ergebnis waren die derzeit eingeschalteten 2.300 festen

Radaranlagen maßgeblich beteiligt. Nicht übersehen werden sollte

allerdings auch, dass die Polizei in Frankreich erfindungs- und

erfolgreich  sich mobiler Radaranlagen bedient.

 

Auch die Anzahl stationärer Anlagen soll noch zunehmen: bis 2012 auf

4500, praktisch eine Verdoppelung des aktuellen Bestandes.

 

(  J.-M. Desplos : Plus de radars et mons de panneaux les signalant  ,

in : SUD OUEST, 10. Mai 200))

 

 

 

 

  Höchste Zeit

 

Wer einen Blick auf die Ausgrabungen an der Kathedrale Saint-André in

Bordeaux werfen will, muss sich sputen: am 20. Mai ist die letzte

Gelegenheit. Danach wird die Grabungsstelle konserviert und wieder

zugeschüttet. Die Archäologen haben zwar keine direkt fassbare Spur der

schönen Aliénor von Aquitanien gefunden, aber sie haben eine Menge

aufschlussreicher Informationen  gesammelt. So weiß man nun, dass der

1140 errichtete romanische Vorgängerbau der heutigen gotischen

Kathedrale statische Probleme hatte. Daher musste der Eingang in die

Kathedrale verlegt werden, während der Bereich der aktuellen Grabungen

zur Krypta wurde, in der dicht gedrängt Sarkophage standen. Bald darauf

wurde diese Krypta dann zu einem Beinhaus, in dem die Überreste aus

Gräbern in der Umgebung der Kirche zusammengelegt wurden. An manchen

Stellen haben die Archäologen bis zu 1,20 m dicke Lagen von Knochen

gefunden. Die wurden dort bis 1330 abgelegt, dem Baubeginn des heutigen

Portals. Deswegen wurde die ehemalige Krypta aufgegeben und die

Hohlräume in diesem Bereich so verfüllt, wie sie jetzt bei den Grabungen

freigelegt wurden.

 

(  Denis Lherm : Que d’os à Saint-André , in : SUD OUEST, 09. Mai 2009)

 

 

 

 

  Bilder von den Grabungen finden Sie, wenn Sie hier klicken

 

 

 

  Passerelle Eiffel 

 

 

 

Die von dem noch jungen Ingenieur Gustave Eiffel konstruierte ehemalige

Eisenbahnbrücke über die Garonne in Bordeaux, die erst vor kurzem durch

einen  leistungsfähigeren Neubau ersetzt worden ist, hat gute Chancen zu

überleben. Lange Zeit sah es so aus, als ob das aus Kosten- und anderen

Gründen nicht möglich sein würde, aber jetzt zeichnet sich ein Weg ab.

Der ist von der regionalen Denkmalschutzbehörde eröffnet worden, die die

Brücke in die Liste der erhaltungswerten Bauwerke aufnehmen wird. Dazu

muss zwar noch ewas Verwaltungsarbeit betrieben werden, doch sollte das

reibungslos vor sich gehen. Mit dieser Entscheidung sind jedoch noch

nicht alle Fragen, die die Brücke betreffen, gelöst. Das soll bis Mitte

des Jahres geschehen. Man darf gespannt sein.

 

(  J.-P. Vigneaud:   Avis favorable pour son inscription au titre des

Monuments Historiques  , in :   SUD OUEST, 8. Mai 2009)

 

 

 

  Wundermittel Abnehmepille?

 

Seit gestern kann man in französischen Apotheken ohne Rezept Alli

  kaufen, ein Mittel, das überflüssigen Pfunden den Kampf ansagt. Sagen

die Hersteller. Ob das wirklich funktioniert und ob das alles ohne

schädliche Nebenwirkungen abgeht, ist für Ärzte und Pharmazeuten längst

nicht eindeutig ausgemacht. Allein das Medikament ist da und soll nach

dem Willen der Hersteller GSK (GlaxoSmithKline) verkauft werden. Für

das erste Jahr sind Verkäufe in der Größenordnung zwischen 15 und 20 Mio

Euro angepeilt. Das Mittel ist übrigens kein Selbstläufer, der ohne

Zutun des Anwenders wirksam wird. Erforderlich ist eine begleitende

umsichtige Ernährungsweise.

 

Eigentlich nicht überraschend, das wusste man auch vorher schon. Und

wenn man den Gedanken weiterentwickelt, dann geht es am Ende ganz ohne

  Alli  , nur mit vernünftiger Nahrungsmittelzufuhr. Garantiert wirksam,

kostengünstig und völlig frei von Nebenwirkungen. Außer natürlich für GSK. 

 

(Hélène Rouquette-Valeins  :  Faut-il se méfier de la pilule minceur

Alli ?, in : SUD OUEST, 7. Mai 2009)

 

 

 

  Neuer Pachtvertrag

 

Der Gemeinderat von Vendays-Montalivet hat auf seiner jüngsten Sitzung

beschlossen, den Pachtvertrag mit dem CHM in Montalive  t

fortzuführen. Der alte Vertrag mit der Betreibergesellschaft des CHM

(  Socnat: Société de financement des centres de nature  ) aus dem Jahre

2000 war am 31. März 2009 ausgelaufen. Für 2009 ist ein noch  aus dem

alten Vertrag resultierender Pachtpreis von 372.203,98 Euro zu zahlen.

Zum nächsten Jahr gibt es  eine Steigerung um 20% auf dann 446.644,78

Euro. Der neue Pachtzins wird all drei Jahre an die Geldwertentwicklung

gemäß den Veränderungen des Baukostenindex angepasst.

 

Der Gemeinderat stimmte ebenfalls einem Antrag des CHM auf Errichtung

eines Golf-Übungsplatzes zu, der gegenüber dem CHM errichtet werden

soll. Zuvor muss jedoch der Flächennutzungsplan für dieses Gelände

geändert werden, was aber angesichts der deutlichen Bereitschaft der

Gemeinde, die Aktivitäten des CHM zu fördern, nur eine Formsache sein

dürfte.

 

(  Lyne Llobell : Le bail du Centre-hélio marin est reconduit  , in :

 SUD OUEST, 6. Mai 2009)

 

 

 

 

  Landwirtschaftsaustellung

 

In Bordeaux findet auf dem Messegelände vom 16. bis zum 25. Mai die

zweitgrößte Landwirtschaftsausstellung in Frankreich statt. Insgesamt

werden u. a. 5.000 Tiere der verschiedensten Arten und Rassen

aufgeboten. Man wird Kühe, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel

und sogar Hunde sehen können, wobei die meisten Tiere – soweit möglich –

in Aktion gezeigt werden. An einer Vielzahl von Ständen werden Produkte

der landwirtschaftlichen Produktion ausgestellt und zum Kosten und

Kaufen angeboten. Besondere Attraktion wird ein Bauernhof sein, der auf

3500 m² anschauliche Einblicke in die Funktionsweise eines

landwirtschaftlichen Betriebes geben wird.

 

(Jacques Ripoche : La « leçon de choses » de la Foire exposition, in :

 SUD OUEST, 6. Mai 2009)

 

 

  Sie kommen wirklich

 

 

  Lange angekündigt, von kaum einem Verkehrsteilnehmer wirklich sehnlich

  erwartet, werden jetzt die ersten Radaranlagen montiert, die

  Rotsündern an Ampeln das Fürchten und Zahlen lehren sollen. Die ersten

  beiden Anlagen werden auf dem boulevard Wilson und an der Kreuzung

  cours Portal – cours de la Martinique installiert. Die

  Inbetriebnahme soll am 25. Mai erfolgen zusammen mit einem weiteren

  Gerät  cours de la Marne – Malbec-Peyronnet  . Am 29. Juni werden zwei

  weitere Radarstationen eingeschaltet: boulevard Roosevelt und route

  de Toulouse  . Die sechste (und sicherlich nicht letzte) wird sich am

  cours de Verdun, place Tourny um risikobereite Autofahrer kümmern.

 

Anders als die Geschwindigkeitsradars werden die Ampelkontrollanlagen

nicht durch Warnschilder angekündigt. Die Geräte sind zudem absolut

humorlos, farbliche Definitionen und Ausreden wie dunkelorange etc.

werden nicht akzeptiert. Rot ist rot und dann kostenpflichtig. Und die

Kosten sind beträchtlich. Dazu gibt es den Abzug von vier Punkten vom

Konto des Führerscheins. Einziges Entgegenkommen für erwischte

Rotsünder: sie bekommen zwei Fotos, eins, dass sie beim Überschreiten

der Haltelinie zeigt und eins, das sie auf dem riskanten Weg über die

Kreuzung verfolgt. Mehr Service ist nicht drin.

 

(  Jean-Michel Desplos :    Les feux rouges sous surveillance continue  ,

in : SUD OUEST, 5. Mai 2009)

 

 

 

 

 

  Neue Geschwindigkeitsbegrenzungen

 

Am 19. Juni wird ein neues System von Geschwindigkeitsbegrenzungen

wirksam, das den Verkehrsfluss auf die Rocade in Bordeaux verbessern

soll. Dazu werden in unterschiedlich großen Zonen vor dem Erreichen der

Rocade die zulässigen Geschwindigkeiten so abgesenkt, dass keine

Verzögerungen unmittelbar bei der Einfahrt in die Rocade entstehen.

Aufmerksamkeit ist angesagt. Kostenbewusstsein auch:

Geschwindigkeitsübertretungen gehören in Frankreich zum

gebührenpflichtigen, für die öffentlichen Kassen aber höchst lukrativen

Luxus.

 

(  J.- M. D.:         Accès à la rocade : les vitesses vont changer  , in  :

 SUD OUEST, 5. Mai 2009)

 

 

 

 

  Ende eines Nadelöhrs

 

Während die Aussichten dafür, dass der geplante Ausbau der über Bordeaux

führenden Hochgeschwindigkeitsstrecke zu dem ursprünglich ins Auge

gefassten Termin im Jahre 2015 fertiggestellt wird, immer kleiner

werden, sind die Arbeiten für die Beseitigung der Engstelle der

Eisenbahn vor der Einfahrt nach Bordeaux auf gutem Wege. Optimisten

hoffen, dass hier die Baumaßnahmen schon früher abgeschlossen sein

werden. Dabei werden zwischen der gare Saint-Jean und La Benauge die

Schienenanlagen auf vier Gleise erweitert. Schon  21010 soll dieser

Ausbaustand erreicht sein ebenso wie die Modernisierung der Gleisanlagen

bei der Einfahrt in den Bahnhof Saint-Jean.

 

(  Jean-Paul Vigneaud:   La fin du bouchon en bonne voie  , in :   SUD

OUEST, 5. Mai 2009)

 

 

 

  Spiegeltanz

 

Drei Tage nach dem 1. Mai haben die Liebhaber des Tanzes das alte

Zentrum von Bordeaux von den Quais bis zum sich im Wasser spiegelnden

Börsenplatz in Besitz genommen. Es war ein Tag, der bestimmt war von

Musik und Tanz, vom Klang der Kastagnetten, von Tanzvorführungen aller

Stile, von Klassik bis hip hop, Polka, Reggae und Square Dance. Zu den

Aktiven gehörten etwa 40 Tanzgruppen der Region, sowie  die französische

Tanzvereinigung. Der Nachmittag endete mit einem Auftritt aller

Beteiligten. Es folgte ein Ball. Da der Erfolg so groß war, soll es eine

ähnliche Veranstaltung beim Flussfest im Juni geben.

 

(  Danse avec le miroir  , in SUD OUEST, 4. Mai 2009)

 

 

 

 

  Girondins auf Titelkurs

 

Die Girondins aus Bordeaux sind stramm auf Titelkurs. Am letzten

Wochenende haben sie Sochaux souverän mit 3:0 geschlagen, während

Tabellenführer Marseille nicht über ein Unentschieden hinauskam. Nun

stehen bei den Girondins ebenso viele Punkte auf dem Konto wie bei

Marseille, das lediglich dank seiner besseren Torausbeute noch führt.

Für die Mannen aus Bordeaux sind die Aussichten vier Spieltage vor Ende

der Meisterschaft gut, denn sie haben sieben Punkte Vorsprung vor dem

Drittplazierten und damit die Teilnahme an der ersten Runde der

Champions-Liga so gut wie sicher.

 

(UM 4. Mai 2009)

 

 

 

  Gelungener Saisonstart in Port Médoc

 

Der 4. salon du vin et du nautisme in Port Médoc, endete am Sonntag,

    1. Mai 2009. Die Veranstalter sind zufrieden, beide Bereiche, Wein und

Freizeitschiffahrt haben ihre neuesten Produkte vorstellen und Käufer

dafür interessieren können. Und Zuschauer gab es reichlich, was bei

blauem Himmel und angenehmen Temperaturen eigentlich nicht unerwartet war.

 

(SUD OUEST, 3. Mai2009)

 

 

 

 

  Zufriedenheit

 

Acht Jahre nachdem er von der Stadt Bordeaux den Zuschlag erhalten hatte

für ein umfassendes Programm der landschaftsgärtnerischen Umgestaltung

der Metropole an der Garonne  , zieht Michel Corajoud, seines

Zeichens paysagiste, eine zufriedene Bilanz. Die wird von nahezu allen

geteilt, die sein Werk kennen. Mit der gestern erfolgten Übergabe des

  parc Saint-Michel ist der letzte Baustein des Projekts fertiggestellt

worden. Die Grundidee und Hauptaufgabe wurde durch die weitgehende

Einstellung des Hafenbetriebs und die dadurch erforderlichen

Überlegungen der Umgestaltung und Änderung der Nutzungsmöglichkeiten der

ehemaligen Hafenanlagen und –gebäude gebildet. Jetzt steht an der Stelle

der heruntergewirtschafteten ehemaligen Speicher-gebäude einiges, was

die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zieht.

 

Spektakulärer Höhepunkt der neuen Anlagen ist der miroir d’eau  , der

„Wasserspiegel“ vor der place de la Bourse  , der inzwischen  weltweite

Bekanntheit erlangt hat.

 

Auf gelegentlich zu hörendes Bedauern, dass zu wenig Erinnerungen an den

alten Hafen erhalten geblieben sind, wird entgegnet, dass z. B. die

alten Kranschienen und die Poller an der Garonne ebenso wie die alten

Platten des Bodenbelags Originale aus den alten Anlagen sind, die damit

eine materielle Verknüpfung zwischen dem einst pulsierenden Hafen von

Bordeaux und der Gegenwart herstellen. Außerdem können, wie

gelegentliche Ereignisse zeigen, immer noch Schiffe an den alten

Kaimauern anlegen und damit belegen, dass der port de la lune seine

einstige Hauptbestimmung noch nicht ganz verloren hat.

 

(SUD OUEST, 3. Mai 2009)

 

 

 

  Gut für die Umwelt

 

Vor fünfzehn Jahren haben drei Umweltbegeisterte und –besorgte ihre

spektakuläre Aktion abscisse 111 gestartet, bei der sie zu Fuß die

Strände vom Cap Fe  rret bis zur Spitze von Le Verdon abgegangen sind,

und dabei allen Unrat, den sie am Strand gefunden hatten, einsammelten.

Daraus wurden dann Totems gefertigt und für eine begrenzte Zeit am

Strand aufgestellt, um auf die vom Meer hereinkommenden Verschmutzungen

aufmerksam zu machen. Die Grundidee ist geblieben, die Ausführung

jedoch ausgestaltet worden. In diesem Jahr wird am 2. Mai eine Aktion

  éco-citoyen gestartet, bei der ab 10.30 am Strand I des CHM auf

intelligente und wirksame Art dem Schmutz am Strand zu Leibe gerückt

werden soll.

 

(  Lyne Llobell :  Les guetteurs du centre hélio-marin  , in : SUD OUEST,

    1. Mai 2009)

 

 

 

  Maidemonstrationen in Frankreich

 

Je nach Zähl- bzw. Schätzmethode werden die Teilnehmer an den

traditionellen Maidemonstrationen in Frankreich unterschiedlich

angegeben. In diesem Jahr schwanken sie zwischen 450.000 und 1,2 Mio.

Die Zahlen  für das Vorjahr variieren zwischen 120.000 und 200.000. In

Bordeaux waren diesmal nach Angaben der Veranstalter 50.000

Demonstranten auf den Beinen, um gegen die aktuellen sozialen Zustände

zu protestieren.

 

 

  (Entre 456 000 et 1,2 millions de manifestants en France, grosse

  mobilisation dans le Sud-Ouest ; in :SUD OUEST, 1. Mai 2009)

 

 

  Juni 2009

 

 

  Vorsicht ist besser!

 

Nach den ersten Waldbränden des Sommers 2009 im  Südwesten Frankreichs

beschloss der Präfekt der Region Aquitaine  zur Unterstützung der

Feuerwehren bei Waldbränden 2  der 12 Canadairs,  über die Frankreich

verfügt,  von Anfang Juli bis Ende August fest in Mérignac zu

stationieren, um die Wege zu möglichen Einsatzorten zu verkürzen.  (Die

Canadairs sind eigens für Feuerlöscheinsätze aus der Luft optimierte

Flugzeuge, die sowohl auf dem Wasser starten, landen und Wasservorräte

aufnehmen können, als auch auf normalen Rollbahnen landen können.)

 

(  Claude Ferbos, Les Canadairs se posent enfin! In : SUD OUEST, 30.

Juni 2009)

 

 

 

 

 

  Verstärkung für die Polizei

 

In diesem Sommer werden die Polizeikräfte des Médoc während der

Ferienzeit um 150 weitere Einsatzkräfte verstärkt, die die

Polizeidienststellen in Soulac und Lacanau im Juli und August verstärken

sollen. Die zusätzlichen Kräfte kommen zwar in eine Urlaubsregion,

sollen jedoch dort alles andere als Ferien machen. Ihr Auftrag ist klar

beschrieben: Verstärkte Verkehrskontrollen mit dem erklärten Ziel, dem

auch in Frankreich notleidenden Finanzminister wenigstens kleine

Zusatzeinnahmen zu verschaffen. Ob das gut ist, kann man sicher nicht

eindeutig beantworten. Eindeutig und klar ist jedoch die Tatsache, dass

die Unfallstatistik in Frankreich sehr viel besser aussieht, seitdem die

Polizei kompromisslos gegen Geschwindigkeits- und Alkoholverstöße im

Straßenverkehr vorgeht.. 

 

(  Julien Lestage, Les gendarmes se préparent  à surveiller la vague

festivale  , in : SUD OUEST, 30.  Juni 2009)

 

 

  Die ersten großen Waldbrände des Sommers 2009

 

Das Zusammentreffen von Gewitter, Wind und durch Sturm verwüstetem Wald

hat westlich von Mont-de-Marsan in den Landes am Samstag mehr als 100

Hektar Kiefernwald in Flammen und Rauch aufgehen lassen. Das Feuer

konnte dank der Löschhilfe aus der Luft durch zwei Canadairs  bis zum

Sonntagabend unter Kontrolle gebracht werden.

 

(  J.L.H. : Premier grand feu de forêt  , in : SUD OUEST, 29. Juni2009)

 

 

 

 

  Erleichterung in Bordeaux

 

Bordeaux atmet erst einmal erleichtert auf, weil die UNESCO der Stadt

den Titel „Weltkulturerbe“ nicht aberkannt hat. Dies aber nur unter der

Auflage, dass bis zu einer neuen Entscheidung im nächsten Jahr die Pläne

für die geplante neue Brücke über die Garonne überarbeitet werden

müssen. Nachdem Dresden der Titel „Weltkulturerbe“ wegen des Baus einer

ähnlichen Brücke über die Elbe genommen wurde, ist man sich in Bordeaux

alles andere als sicher, dass man den UNESCO-Titel behalten kann. Der

Bürgermeister von Bordeaux hat jedenfalls gesagt, wenn er die Wahl hätte

zwischen dem UNESCO- Titel und der Brücke, bräuchte er nicht lange

nachzudenken: er nähme die Brücke.

 

(  Unesco : Bordeaux respire  , in: SUD OUEST, 29. Juni 2009)

 

 

 

 

  Feiern zum14. Juli

 

Die Vereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer, ihre Angehörigen und

Veteranen aller Kriege bereiten in Gaillan die Festlichkeiten für den

französischen Nationalfeiertag (14. Juli) vor. Die Feiern werden um 12

Uhr am Kriegerdenkmal mit einer Kranzniederlegung beginnen , gefolgt von

einem Umtrunk am Gemeindesaal, wo der Leiter der Vereinigung der

ehemaligen Soldaten der Vereinigung Blouses Roses einen Scheck übergeben

wird. Im Restaurant le Canoe können danach Interessierte an einem

Freundschaftsessen teilnehmen. Anmeldung erbeten unter Tel.05.56.41.51.31

 

(  Georges Rigal, La cérémonie du 14 Juillet  , in: SUD OUEST, 29.Juni

2009).

 

 

 

  Montalivet im Harley-Rausch

 

Das letzte Juniwochenende ist seit Jahren für Montalivet und Umgebung

ein ganz besonderes. Schon Tage vorher hört man an den satten

Motorengeräuschen, die sogar die Brandung des Meeres übertönen, dass das

Bikertreffen naht. Mehr als 3000 Biker, richtige und vollwertige mit

Harley-Davidson unter dem Sattel und ein paar andere, noch nicht

Bekehrte mit anderen Marken belagern dann mit ihren Bräuten und Freunden

Plätze, Straßen. Ein nicht enden wollendes Dröhnen erfüllt die Luft, bis

sich der Biker-Corso am Sonntagvormittag auf den Weg nach Soulac macht,

wo es zu einem Treffen auf dem großen Platz vor dem Museum kommt, wobei

die Extravaganz der Fahrzeuge so richtig zur Geltung kommen kann.

Weniger lustig fanden Anlieger, dass in der Nacht von Samstag zu Sonntag

in Montalivet eine Freiluftdisko mit unerträglichem Radau die gesamte

Gegend tyrannisierte, bevor dann weit nach Mitternacht noch ein

Feuerwerk abgebrannt wurde, auf das die meisten friedlichen Anwohner

gern verzichtet hätten.

 

(Ulla Marwedel, 28.Juni 2009)

 

 

 

 

  Lieblingsküste Atlantik

 

Nach den Ergebnissen einer Umfrage in den Sonntagsausgaben  des SUD

OUEST und des Midi Libre ziehen die Franzosen die Atlantikküste

Aquitaniens der Mittelmeerküste des Languedoc-Roussillion als

Urlaubsgebiete vor. 52% der Befragten erklärten, sie zögen die

Atlantikküste im Südwesten Frankreichs vor, 42% die Mittelmeerküste, und

6% weder den Atlantik noch das Mittelmeer. Auf die Frage, wo man das

beste Preis-Leistungsverhältnis finden könne, antworteten 61%, das sei

im Südwesten möglich, während 30% für das Languedoc-Roussillion

plädierten, 5% fanden, dass sei in keinem der beiden Gebiete zu finden

und 4% wollten sich nicht äußern.

 

(C.De et G.M., Les Français rêvent d’un été très Sud-Ouest, in :

SUDOUEST, 28.Juni 2009)

 

 

 

  Gastankerhafen

 

Das Projekt des Gastankerhafens hat nicht nur Gegner, auch im Médoc.

Wohl aus diesem Grund ist in den Gemeinden des nördlichen Médoc bislang

noch keine eindeutige Stellungnahme pro oder contra getroffen worden.

Das soll sich jetzt ändern, wenn im Conseil communitaire des

Gemeindeverbandes der Pointe du Médoc über die Haltung zum

Gastankerhafenprojekt beraten und abgestimmt werden soll. Vorausgegangen

war eine Abstimmung der Mitglieder dieses Conseil communitaire, der mit

deutlicher Mehrheit dafür plädiert hatte, eine Abstimmung durchzuführen.

Die wird jetzt für Anfang Juli erwartet und hoffentlich eindeutige

Verhältnisse schaffen.

 

 

(  Maguy Caporal: Le débat du méthanier rattrape la Pointe du Médoc  ,

in : SUD OUEST, 27. Juni 2009)

 

 

 

 

  Krönung der Rosière in Grayan 

 

In Grayan wird am Sonntag, dem 28. Juni die Rosière 2009 gekrönt.

Dazu versammeln sich um 11.00 h am Croix de Sicaud Bewohner und

Vereine, um zur Mairie zu ziehen. Dort wird dann der offizielle Akt

der Krönung der neuen Rosière vollzogen, bevor um 11.45h in der Kirche

von Grayan eine Messe gefeiert wird, bei der der Chor der

  Musicomédiens einen wichtigen Part übernehmen wird.

 

(  La Rosière couronnée ce dimanche  , SUD OUEST, 27. Juin 2009)

 

 

 

 

  Die Weingüter der Familie Rothschild im Médoc  

 

Die beiden Châteaux Lafite Rothschild und Duhart Milon gehören der

Familie Rothschild, die mit Umsicht darüber wacht, dass der Nimbus, der

ihren Wein umgibt, erhalten bleibt.

 

Schon die Vorbereitung des Bodens der Weinfelder wird mit größter

Sorgfalt betrieben: Drainagesysteme wurden angelegt, Oberflächenwasser

wird abgeführt, damit sich die Rebstöcke ideal entwickeln können. In

jedem Jahr werden Verbesserungsmaßnahmen von der technischen Equipe

diskutiert und studiert. In diesem Jahr wird überlegt, Gebäude und

Verfahren für die Lagerung zu erneuern. Château Lafite ist das einzige

Weingut, das über eine eigene Böttcherei verfügt. Insgesamt arbeiten 125

Angestellte ganzjährig  auf den Rothschildschen Gütern. Dazu kommen

weitere 300 Arbeitskräfte während der Erntezeit, die gebraucht werden,

um die von Hand vorgenommene Weinlese durchführen zu können..

 

Trotz des besonderen Rufes der Rotschild-Weine hat sich auch bei ihnen

die weltweite Wirtschaftskrise bemerkbar gemacht. Zwar konnte bisher die

gesamte Produktion verkauft werden, die zu erzielenden Preise aber sind

in den letzten zwei Jahren um 45% gefallen. Damit wurde für den primeur

2008  , der allgemein als sehr vielversprechend gilt, „nur noch“ 100 Euro

pro Flasche erlöst. Für alle, die ihon immer in Rothschild-Weine

investieren wollten, der Zeitpunkt zum Einstioeg.

 

(  François Wolff, Un vin d’exception, in: SUD OUEST, 27. Juni 2009)

 

 

 

 

  Gipfelstürmer mit strammen Waden

 

Am morgigen Samstag soll ein lang gehegter Traum des 80jährigen Paul

Evrard aus  Saint Médard Wirklichkeit werden: er wird mit dem Rad,

begleitet von etwa zwanzig Radsportlern, den  gefürchteten Gipfel des

  Tourmalet in den Pyrenäen erklimmen. Der 18 km lange Anstieg, den es

dabei zu absolvieren gilt, war in der Vergangenheit oft genug von

entscheidender Bedeutung für die Tour de France. Bleibt zu hoffen, dass

der rüstige Radsportveteran bei seinem Ansturm auf den Tourmalet seine

jüngeren Begleiter am Berg nicht so abhängt, dass sie Schaden an ihrem

Selbsbewußtsein nehmen.

 

(Hervé Pons, Mollets de vingt ans, in: SUDOUEST, 26. Juni2009)

 

 

 

 

  Hard-disco-Bericht

 

Der Bereich hard-disco, in das Französische aus dem Englischen

importiert, wo er in ausgeschriebener Form hard discount heisst, was dem

französischen maxi-discompte entspricht, hat, wie leicht zu sehen ist,

nichts mit Diskotheken etc zu tun, sondern mit dem Einzelhandel,

vornehmlich mit Nahrungsmitteln und sonstigen für den Haushalt

bestimmten Produkten. Dieser Marktbereich hat in den letzten Jahren in

Frankreich einen rasanten Zuwachs zu verzeichnen. Inzwischen ist der

Marktanteil der Billiganbieter auf 14% angestiegen. Spitzenreiter mit

1.200 Verkaufsstellen ist die deutsche Firma Lidl, die allein 31% der

Umsätze in diesem Marktsegment durch ihre Kassen leitet. Hinter Lidl

folgt Leader Price, Ableger von Casino, mit 380 Läden, gefolgt von Aldi

und Ed , Tochter von Carrefour. Dahinter kommen noch zwei Konkurrenten

mit geringeren Anteilen Netto (Intermarché) und Le Mutant. Das Ansehen

dieser Billiganbieter ist inzwischen recht gefestigt, wobei das

qualitative Niveau der Angebote von der Kundschaft als gleichwertig

eingestuft wird zu den herkömmlichen Anbietern.

 

(Six marques dominent le créneau, in : SUD OUEST, 26. Juni 2009)

 

 

 

 

  Zukunftsmusik – Projekt Enerbois 

 

Auf dem Gebiet der Gemeinde Hourtin wird die Durchführung eines

Projekts vorbereitet, mit dem rund 40 neue Arbeitsplätze geschaffen

werden sollen. Es geht dabei um zwei verschiedene Vorhaben, bei denen

natürliche und nachwachsende Rohstoffe für die Energiegewinnung

aufbereitet und einsatzbereit gemacht werden sollen. Geplant ist eine

Anlage, die Holzpellets herstellt und vermarktet und geplant ist weiter

eine Anlage, die elektrische Energie aus Biomasse verschiedener Art

erzeugen soll. Dafür wird ein Kapitalbedarf von 40 Mio Euro

veranschlagt. Das Doppelprojekt wird von der in Vendays-Montalivet 

ansässigen Firma Ener-Biomasse vorangetrieben. Möglicher

Produktionsbeginn könnte das Jahr 2010 sein, wenn alle

Genehmigungsfragen und einzelne Probleme der Finanzierung zügig gelöst

werden können.

 

(Julien Lestage: Le projet Enerbois pourrait voir le jour à Hourtin,

in : SUD OUEST, 26. Juni 2009)

 

 

 

 

  Seekiefer auf dem Vormarsch

 

Die Nutzung des Holzes des Pin maritime (Seekiefer) hat vielerlei

Vorzüge: kurze Transportwege, gute Umweltverträglichkeit, Förderung der

heimischen Wirtschaft. Diese Vorzüge bestehen schon lange, aber es ist

auffällig, dass sie bislang noch nicht so nachhaltig entdeckt und

genutzt worden sind, wie dies vielerorts gewünscht wird. Um hier die

Dinge voranzubringen, hat jetzt eine Veranstaltung stattgefunden, auf

der 150 Gewerbetreibende aus dem Bereich Holzverarbeitung mit den

Vorzügen des Pin martime vertraut gemacht wurden. Was dabei erreicht

worden ist, wird freilich erst in der Zukunft zu sehen sein, aber es ist

auf jeden Fall ein Anfang.

 

(Le Pin maritime séduit les artisans, in : SUDOUEST, 26. Juni 2009)

 

 

 

 

  Ein Teller für das Weinfest 2010

 

Die Vinexpo ist noch nicht zu Ende, da laufen die Planungen für das

Weinfest 2010, das seit 1998 alle zwei Jahre in Bordeaux im Wechsel mit

  Vinexpo gefeiert wird, bereits auf Hochtouren. Den Besuchern sollen

Höhepunkte der französischen Weinkultur und der französischen Küche,

besonders des Südwestens wie Gänseleberpastete aus den Landes, Schinken

aus Bayonne und dem Baskenland, Austern aus Arcachon neben einem

reichhaltigen Kulturprogramm geboten werden,  zu dem auch ein Kongress

der internationalen Oenologenvereinigung gehört. Im nächsten Jahr wird

Québec Ehrenpartnerstadt sein und dem Fest internationales Flair und

Gäste vermitteln.

 

Inzwischen exportiert Bordeaux nicht nur Wein, sondern auch seine Feste:

In Hongkong wird z.  B. ein ähnliches Fest wie das Weinfest gefeiert

 

(  César Compadre, L’ assiette à la fête du vin  , in: SUD OUEST, 25. Juni

2009)

 

 

 

 

  Großer Einsatz für eine saubere Stadt

 

Die Bewohner der Innenstadt von Lesparre, die an das Motorengeräusch des

Fahrzeugs gewöhnt sind, das allmorgendlich die Straßen reinigt und

besprengt, müssen sehr bald auf das bekannte Geräusch verzichten. Man

kann nicht alles haben. Die Stadtverwaltung von Lesparre hat für 63.000

Euro fünf neue Fahrzeuge angeschafft, die mit Elektromotoren ausgerüstet

sind und nahezu geräuschlos und auf jeden fall abgasfrei funktionieren.

Die durch sinnvolle Zusatzausrüstungen flexibel einsetzbaren Fahrzeuge

haben einen Aktionsbereich von 80 km, bevor sie wieder an die Steckdose

müssen zum Aufladen der Batterien.

 

(  Georges Rigal, Pour une ville propre, verte et écologique  , in:

SUDOUEST, 25. Juni 2009)

 

 

 

 

 

  Höhenflug

 

Die Preise für Fahrten mit der Bahn (Regionalzüge und Intercity) werden

zum 1. Juli um 3,4% erhöht. Bereits im Januar waren die Preise für

TGV-Reisen um 3,5% angehoben worden. Begründet wurden die deutlich über

der Inflationsrate liegenden Preissteigerungen mit Investitionsvorhaben

der Bahn, die ohne diese Anhebungen nicht zu realisieren seien.

 

 

  (  Trains régionaux et Corail: hausse des tarifs de 3,4% au 1er

  juillet , in : SUD OUEST, 25. Juni 2009)

 

 

 

 

  Sinkflug

 

Umsätze und Ergebnisse im Weinanbau und –handel des Bordelais sind immer

noch rückläufig. Nicht unerwartet fallen daher auch die Preise für

Weinanbauflächen. Während der Durchschnittspreis aller Anbaugebiete pro

Hektar im Jahr 2007 bei 88.750 Euro lag, fiel er im Jahr 2008 auf 77.941

Euro. Von der Entwicklung ausgenommen sind die ausgesprochen

Spitzenlagen. So hat sich etwa in Margaux der Preis von 750.000 Euro im

Jahr 2007 auf nunmehr 1 Mio Euro erhöht. Ähnlich in Pauillac, wo 2007

650.00 Euro und 2008 700.000 Euro pro Hektar erzielt wurden.

 

Schnäppchenjäger sollten sich also auf die zweite und dritte Reihe

konzentrieren.

 

(  Th. Gironde, Vignes: La crise perdure  , SUD OUEST, Immobilier, 24. Jun

i2009)

 

 

 

 

  Angelwettbewerb

 

Am 25.  26. Juli 2009 begrüßt Le Verdon-sur-Mer im Rahmen der  Labrax

Tour die Sportfischer zur Austragung der diesjährigen Etappe bei  Port

Médoc in der Girondemündung.

 

(  Challenge de pêche du bar aux leurres  , in: SUD OUEST 24. Juni2009)

 

 

 

 

  Kitesurfwochenende für Mädchen und Frauen

 

Am kommenden Wochenende lädt Lacanau zu einem Kitesurfkursus  für

Mädchen und Frauen ein, um zu zeigen, dass dieser Sport durchaus vom

weiblichen Geschlecht ausgeübt werden kann. Neben der sportlichen

Betätigung soll auch der vergnügliche Aspekt nicht zu kurz kommen. Am

Samstag wird es einen Aperitif mit Videopräsentation der sportlichen

Aktivitäten des Tages sowie eine riesige Paella geben.

 

(  Julien Lestage, Ce weekend, les filles sont aux commandes  , in: SUD

OUEST, 24. Juni 2009)

 

 

 

  Prickelnder Angriff

 

Seit einigen Jahren ist auch in Frankreich zu bemerken, dass – besonders

beim Apéritif, aber auch bei anderen  Anlässen der Crémant dem

Champagner den ersten Rang in der Skala der beliebtesten Getränke

streitig macht. Es ist nicht nur der im Vergleich niedrige Preis (5 bis

6 Euro für eine Flasche Crémant guter Qualität gegenüber mindestens 12

Euro für Champagner), der die Marktanteile des in allen großen

Weinanbaugebieten Frankreichs produzierten Crémant so sehr hat wachsen

lassen, sondern seine Spritzigkeit, die ihn zum Lieblingsgetränk vieler

Menschen rund um den Globus machte.

 

(César Compadre, Les bulles à l’assaut de l’apéro, in :SUD OUEST, 23.

Juni 2009)

 

 

 

 

  Strandüberwachung im Amt

 

Am Samstag, d. 20. Juni 2009 setzte der Bürgermeister von Grayan  ,

Serge Laporte, den Strandüberwachungsposten am Hauptstrand von Euronat

wieder offiziell in seine Funktion ein. Gleichzeitig konnte er die

Wiedergewinnung des Pavillon Bleu, der Auszeichnung für besonders gute

Wasser- und Strandqualität sowie Aufklärung und Information der

Badegäste verkünden. Michel Maut, der Chef  der

Strandüberwachungsequipe, und sein Team werden bis September im Einsatz

sein für die Sicherheit der Badenden. In Euronat setzt damit die

geregelte Strandüberwachung 10 Tage eher ein als  in Le Gurp  . Die

Rettungsschwimmer hoffen, dass es auch in diesem Jahr wie in den Jahren

zuvor  in Euronat keine schweren Unfälle geben möge. Sie werden die

Badenden immer wieder dazu anhalten, die nötige Vorsicht walten zu lassen.

 

(  Maguy Caporal, Le poste central d’Euronat  , in: SUD OUEST, 23. Juni 2009)

 

 

 

 

  Regelungen für Landfahrercamps

 

Es ist in jedem Sommer dasselbe. Vielerorts schlagen die gens du

voyage (Landfahrer) und ihre Familien ihre (wilden) Lager auf. Die

Gemeinden im Médoc versuchen durch Vergabe fester Lagerplätze und fester

Zeiten für den Verbleib auf diesen Plätzen in Zusammenarbeit mit der

Polizei und der Ordnungsbehörde zu verhindern, dass sich wilde Camps zu

bleibenden, unkontrollierbaren Einrichtungen entwickeln. Bislang hat

sich dieses Verfahren offenbar bewährt.

 

(  Sylvaine Dubost, Campements itinérants  , in : SUD OUEST, 23.Juni 2009)

 

 

 

 

  Winzerinnen im Bordelais

 

Echte Winzerinnen erkennt man an ihren Händen, die die Spuren der Arbeit

im Weinberg in Form von Kratzern und Narben tragen, so sagt man. Von den

10.000 Winzern im Bordelais sind etwa 5% Frauen, von denen sich 57 im

rein weiblichen Wein –Club  L& Vin zusammengeschlossen haben. Wie diese

Frauen in der bislang von Männern dominierten Welt des Weinbaus

zurechtkommen, können Sie nachlesen, wenn Sie den unten angegeben Text

anklicken.

 

(Bettina Cosack, Launen der Natur, in: Berliner Zeitung, 20. Juni 2009)

 

 

 

Mehr finden Sie, wenn Sie hier klicken:

 

http:  www.berlinonline.de  berliner-zeitung  archiv  .bin  dump.fcgi  2009  0620  horizonte  0006  index.html

 

 

 

 

  Revolutionäres von der VinExpo 

 

 

  Welcher (nicht nur französische) Weinliebhaber kennt nicht das herbe

  Gefühl bitterer Enttäuschung, wenn er feststellen muss, dass der

  Inhalt der vor einer Woche geöffneten Flasche Wein, die nur zur Hälfte

  geleert wurde, vom Geschmack her nicht mehr dem der ersten

  Flaschenhälfte entspricht und allenfalls eine gute Sauce verfeinern

  kann. Diesem Problem der Konservierung des Weins auf seiner

  ursprünglichen Qualitätsstufe haben sich Winzer und

  Lebensmittelchemiker überall in der Welt gewidmet. Nun scheint man das

  erhoffte Ziel erreicht zu haben. Das Zaubermittel, in dessen

  Entwicklung  rund 100.000 Euro investiert wurden, heißt Wikeeps

  (Winekeeping system) und verspricht eine Qualitätshaltung in der

  Flasche, , auch wenn Glas für Glas konsumiert wird. Bei dem neuen

  System wird ein neutrales Lebensmittelgas in die angebrochene Flasche

  gegeben, das den verbleibenden Wein vor Oxydation schützt. Wikeeps

  verteilt sich direkt im Flaschenhals. Ein von den Franzosen Vincent

  Bonhur und Christophe Lartigue entwickeltes Wikeeps Set, (mehrere

  Kartuschen Lebensmittelgas, Reinigungsbürste und Anwendungsvideo

  inklusive) kostet 149 Euro . Eine weitere Neuigkeit auf der Vinexpo

  ist eine „Weintasche“, die  3 Liter enthält und auch über einen

  Gießhahn verfügt. Nach Anbruch der Tasche hält der Wein seine Qualität

  6 Wochen lang.

 

  (  César Compadre, Des Petites doses, c’est l’avenir du vin  , in:

  SUDOUEST, 22. Juni 2009)

 

 

 

 

 

  Chinesischer Großeinkauf

 

Das Château Richelieu in Fronsac wurde von Mme An, der Direktorin

der Holding Hongkong &International gekauft. Der qualitativ beste Wein

des Schlosses, la „Favorite“  wird künftig exklusiv in China verkauft

werden. Die neuen Besitzer beabsichtigen, die Weinproduktion in den

kommenden Jahren zu verdoppeln.

 

(  Emmanuelle Frère, Gros achat chinois, in: SUD OUEST, 22. Juni 2009)

 

 

 

 

  Neuerungen in Uni-Médoc 

 

 

  Uni-Médoc hat eine neue Flaschenfüllanlage in Gaillan eingeweiht.

  Der neu renovierte  Komplex entspricht modernsten hygienischen

  Anforderungen, und die Räume, in denen die Maschinen stehen, sind

  isoliert vom Publikumsverkehr, so dass bis zur Abfüllung kein

  Unbefugter mit dem Wein in Berührung kommen kann. Bei dieser

  Gelegenheit wurde auch die Auszeichnung mit der IFS, die die

  Produktionsgemeinschaft erhielt, gefeiert. 6000 Flaschen können nun

  stündlich gefüllt werden, d.h. 5 Millionen Flaschen pro Jahr.

 

  Insgesamt wurden 630000 Euro für die Modernisierung der Weinlese unter

  ökologischen Gesichtspunkten ausgegeben. Pedro Roja, der Präsident von

  Uni-Médoc betonte, dass trotz des technischen Fortschritts der Kampf

  gegen den Alkoholismus nicht gewonnen werden konnte, aber er hob

  hervor, dass der Wein überall in der Welt, wenn er in Maßen konsumiert

  wird, positiven Einfluss auf die Menschen habe.

 

  (  Georges Rigal, Uni-Médoc se dote de locaux innovants  , in: SUD

  OUEST, 22. Juni

 

  2009)

 

 

 

 

  Erosion

 

In Lacanau fand gestern ein von der Stadt initiiertes Forum zum

Problem der Küstenerosion am Atlantik statt, um die Bevölkerung und die

Behörden mit der Thematik vertraut zu machen.

 

Jährlich erobert das Meer 1-2 m Küste. Durch seine Lage auf der Vordüne

ist Lacanau diesem Prozess in besonderer Weise ausgesetzt. Im Kampf

gegen die Erosion werden Maßnahmen unternommen, die wie in Sables

d’Olonne schon erste  Erfolge zeigen. Durch Wiederaufschieben des

Sandes aus dem Meer, durch künstliche Aufschüttung, durch Anlage von

Drainagen zur Trockenlegung der Strände versuchen Wissenschaftler,

Ingenieure und Techniker der Erosion Einhalt zu bieten. In Lacanau 

könnte, wenn die vorhandenen Ansätze weiter verfolgt werden,  ein

Pilotprojekt für den Kampf gegen die Erosion an der Atlantikküste entstehen.

 

(  Julien Lestage, L’érosion fait débat  , in : SUD OUEST, 21. Juni 2009)

 

 

 

 

 

  Französische Weintrinker lieben Qualität.

 

Frankreich steht an erster Stelle der weinanbauenden, exportierenden und

konsumierenden Länder der Welt. 60 Länder produzieren weltweit Wein,

seit langem stehen Frankreich, Italien und Spanien an der Spitze. Zwei

Drittel des Weins werden in Frankreich  selbst vermarktet, ein Drittel

wird exportiert. Der Weinkonsum der Franzosen ist zwar auf 60 Liter  pro

Jahr zurückgegangen, dafür aber wird Wein besserer Qualität bevorzugt

und auch die Trinkgewohnheiten sind dabei sich zu verändern: Wein wird

nicht mehr nur zum Diner konsumiert, sondern auch zum Aperitif oder auch

außerhalb der Mahlzeiten.

 

(C. C.. Le Français boit moins, mais mieux, in: SUDOUEST, 21. Juni 2009)

 

 

 

   Weinmesse in Bordeaux.

 

In Bordeaux beginnt am Sonntag, 21. Juni 2009  die Vinexpo  , die

bedeutendste Weinmesse der Welt. An den 5 Tagen, die dem Weinhandel in

Zeiten der Rezession neue Impulse geben sollen, können sich Weinexperten

aus der ganzen Welt treffen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen

austauschen. Zu der Messe selbst haben nur Fachleute Zutritt, dennoch

ist für alle gesorgt, denn die am 20. und 21. Juni stattfindenden

Festivitäten zum Flussfest bieten allen etwas und noch mehr.

 

(  César Compadre, Vinexpo ou le royaume des vins décrypté in: SUDOUEST,

    1. Juni 2009)

 

 

 

 

  Surfbootmeisterschaftslauf in Montalivet

 

An diesem Wochenende findet am Strand des CHM in Montalivet der erste

Lauf der diesjährigen französischen Surfbootmeisterschaften statt. Diese

aus Australien kommende Mannschaftssportart wurde vor 10 Jahren von dem

Rettungsschwimmer Philippe Dimo aus der Gironde in Frankreich bekannt

gemacht und hat seither immer mehr  Sportler begeistert. In diesem Jahr

werden Mannschaften aus Bègles, Biarritz, Hossegor und Spanien als

Teilnehmer erwartet.

 

(  Première étape de la Coupe de France de surfboat  , in: SUD OUEST,20.

Juni 2009)

 

 

 

 

  Austern aus dem  Bassin von Arcachon

 

Seit dem 18. Juni 2009 sind die Austern aus dem Becken von Arcachon

wieder uneingeschränkt für den Verzehr und den Handel freigegeben,

nachdem alle erforderlichen Testergebnisse negativ waren. Bestehen blieb

allerdings noch das Verbot des Verzehrs  Handels mit Muscheln aus dem

Bassin von Arcachon.

 

(  Les huîtres du Bassin  bonnes à la vente  , in: Sud OUEST, 19. Juni 2009)