Sprachpraxis erwerben

Sprachpraxis erwerben – von nichts kommt nichts

Wer sich in einer Fremdsprache gut bewegen will, braucht Praxis, und gerade dabei hapert es oft. Manche hätten zwar Gelegenheit, sich in einer Fremdsprache zu erproben, trauen sich aber nicht, weil man fürchtet, Fehler zu machen und damit negativ aufzufallen. Hier kann man nicht genug dafür tun, um solche Hemmungen abzubauen. Gerade im französischsprachigen Raum ist jeder Ausländer, der französisch spricht, gern gesehen, manchmal gar ein Gegenstand der anerkennenden Bewunderung. Warum das so ist, lässt sich vielleicht aus der Praxis des Fremdsprachenunterrichts in Frankreich erklären, der mancherorts immer noch wenig Gewicht darauf legt, dass die Lernenden zum Sprechen kommen.
Dabei ist das Sprechen einer Fremdsprache der zentrale Punkt, bei dem anzusetzen ist, wenn man  Fortschritte machen will.
Also, setzen wir an. Zunächst werden wir ein paar Dinge aufzeigen, die helfen, Selbstvertrauen und Mut zu entwickeln, französisch zu sprechen.

1. Radio und Fernsehen

Ein guter Weg dahin ist es, so viel wie möglich französisch Gesprochenes (auch Gesungenes) wahrzunehmen. Das geht am besten und billigsten, wenn man französische Radiosendungen hört. In Deutschland sind die Empfangsbedingungen nur im ganz grenznahen Bereich gut, sonst muss man sich mit Sendern wie France Inter, die auf der Langwelle meist passabel zu empfangen sind, begnügen. Hier empfehlen sich vor allem Sendungen, in denen klar, laut und deutlich gesprochen wird. Dabei stehen ganz vorn Nachrichtensendungen, die zudem den Vorteil haben, dass man für manche Meldungen schon ein Vorverständnis hat, was das Verstehen erleichtert. Auch bei anderen Sendungen lässt sich etwas abgewinnen; daher die Empfehlung: Radio einschalten und, solange niemand wirklich Schaden nimmt, im Hintergrund laufen lassen. Dabei bleibt eine Menge hängen, viel mehr, als man vielleicht glaubt. Ähnliche Effekte lassen sich auch bei bestimmten Fernsehsendungen erreichen, wobei man dann noch den Vorteil hat, dass man den Sprechenden auf den Mund schauen kann. Spielfilme erlauben das zwar auch, doch es ist da oft frustierend zu merken, dass zu leise, zu schnell oder zu undeutlich gesprochen wird und man bald nicht mehr mitkommt.
Einerlei ob man Radio hört oder fernsieht, man sollte einfach und entspannt zuhören. Auf keinen Fall sollte man jedes unbekannte Wort nachschlagen. Viel besser ist es, dann und wann ein Wort, das man schon mehrere Male gehört hat und von dem man annehmen kann, dass es wirklich häufig gebraucht wird, abzuklären und sich einzuprägen.

2. Sprachzeitschriften

Man kann beim Lesen eines jeden französischen Textes für die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten profitieren, doch ist das zu Anfang manchmal ein mühseliger und langsamer Weg. Viel besser ist man dran, wenn man sich mit einer Zeitschrift beschäftigt, die speziell auf die Bedürfnisse von Lesern zugeschnitten ist, die in einer Sprache vorankommen wollen, dabei aber gern Hilfen in Anspruch nehmen. Wir stellen eine solche Zeitschrift vor.

Das ist Écoute.

Und so beschreibt der Verlag sein Produkt:

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Gut an diesem Konzept ist, dass Texte ausgewählt und aufbereitet werden, die interessant, dabei aber nicht zu schwierig sind. Dazu werden Vokabelhilfen (deutsch) angeboten, mit denen man die meisten Texte nahezu rückstandslos schnell verstehen kann. Zusätzlich gibt es erklärende Bilder, Begleittexte moit Basisinformationen zu bestimmten Gebieten und mehr. Kurzum, ein für den Erwerb von Sprachpraxis nützliches und überdies erschwingliches Hilfsmittel, das wir ohne Einschränkungen empfehlen können.
Preise: Miniabo (2 Ausgaben: 9,00 Euro, Jahresabo (12 Ausg.) 69,60 Euro (E-paper: 59,90 Euro)