Les mattes

Les Mattes – Marschlandschaft an der Gironde

An der Gironde trifft man im Médoc einen auffälligen Landschaftstyp an, der zu einem großen Teil von menschlicher Hand geschaffen worden ist: Les Mattes. Wer sich an Polderlandschaften in Holland erinnert fühlt, hat durchaus eine richtige Idee, denn diese Landschaft wurde wesentlich von Holländern geprägt, die vornehmlich im 17. Jahrhundert in das Médoc gerufen wurden, weil sie schon damals in dem begründeten Ruf standen, alles, was mit dem Schutz vor dem Wasser zu tun hatte, besonders gut zu beherrschen. Die Spuren dieser Tätigkeit haben sich lange auf den Landkarten gehalten, denn da gab es neben der Petite Hollande auch eine Petite Flandre.
 


Es gibt in dieser Region nur geringe Höhenunterschiede

Bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen überwiegen mancherorts Weiden, bisweilen auch Ackerland.

Und zur Entwässerung immer wieder mehr oder wenige breite Gräben, die zur Gironde hin streben.
 

Auf den Weideflächen tummeln sich Kühe, hier sind es Blondes d’Aquitaine.
 


Auch Pferde lassen sich das saftige Gras der mattes schmecken.


Und Esel auch.


Ein Entwässerungskanal, der zur Gironde hin strebt.

Das tut der hier auch. Er wird zudem gerade von einem Storch überflogen.


Im Hintergrund die Waldzone


Und hier im linken Bildteil Feuchtwiesen, rechts Ackerland.

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Getreideernte


Hier wird mit einem Mähdrescher Gerste geerntet

Man sieht, dass der Boden fruchtbar ist und gute Bedingungen für die Gerste bietet.

Ein Schlepper pendelt beständig hin und her, um das Getreide, das sich am Mähdrescher angesammelt hat, abzuholen.
 

Hier wird das Getreide für den Abtransport umgeladen. Der Schlepper, der auf dem Acker unterwegs ist, hat doppelte Bereifung, eine Vorsichtmaßnahme, da der Boden der Mattes nicht sehr tragfähig ist.
 

Dieser Schlepper bewegt sich auf Raupen, auch ein Hinweis auf die Eigenheiten des Untergrundes.