Eulen

Kauz oder Eule?

Das neueste Eulenbild:

Eine junge Wadlohreule. Das Besondere an dieser Aufnahme ist einmal die Umgebung: die Eule sitzt in einem Mimosenstrauch, das heißt also, im Euronat-Gelände, zum anderen fällt auf, dass sie anders als bei den nachfolgenden Aufnahmen ziemlich ungedeckt im Freien sitzt. es erscheint ziemlich wahrscheinlich, dass diese junge Eule zu derselben Familie gehört wie die Eulen auf den folgenden Bildern. (UM, 15. 07. 2011)
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Wer Tiere fotografiert, muss Glück haben.  Wir hatten, ausführlich. Schließlich hatten wir drei überaus erfolgreiche Fototermine bei den Waldohreulen, die direkt neben dem Euronat-Gelände zu Hause sind, und ein Problem: Wohin  mit den vielen Bildern, die übrig blieben, nachdem die  technisch oder sonstwie verunglückten Aufnahmen aussortiert waren?  Wir schlagen eine Lösung vor, zu der es allerdings keine Alternativen gibt. Dazu beginnen wir mit Bildern von Ende Mai 2011. Ausnahmsweise stehen hier die ältesten Bilder oben und die jüngsten unten. Blättern Sie, wir glauben, es lohnt sich.

Geleitet von vermeintlich typischen Kauzrufen haben wir zu zweit versucht, diesen scheuen und vorsichtigen Waldbewohner auf die Platte zu bannen. Als die Rufe ausblieben, haben wir die umgebenden Baume gemustert und schließlich entdeckt, was oben auf dem Bild zu sehen ist.

Die Sicht- und auch die Lichtverhältnisse waren schwierig, daher sind wir mit den Bildern erstmal zufrieden.

Irrititierend die „Ohren“, die natürlich keine sind, aber doch Zweifel daran ausgelöst haben, ob hier ein Fototermin mit einem Käuzchen stattfindet. Inzwischen sind wir sicher, dass hier eine junge Waldohreule zu sehen ist.

Die Zeichnung des Gesichts und des Körpers  weisen eindeutig auf eine jugendliche Waldohreule.

Junge Waldohreulen verlassen schon früh ihre Nester, werden aber bis zur 11. Woche noch von den Eltern gefüttert. Sie nehmen erst nach der ersten Mauser die endgültige Erwachsenenfärbung an.

Einerlei, hier ist die Kehrseite.

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Eulen-Foto-Termine II 

Die Bilder des zweiten Termins sind bis auf das letzte dieser Serie gegen 20.00h entstanden, daher die etwas ungünstigen Lichtverhältnisse.


Sehen Sie eine Eule? Gut so, denn der Eulennachwuchs legt Wert auf Diskretion. Die Eule ist übrigens da, sie sitzt ziemlich genau in der Bildmitte.

Auch wenn man die Eule entdeckt hat, hat man noch keine Garantie für  hervorragende Bilder.

Zunächst muss man nämlich herausfinden, aus welchem Blickwinkel möglichst viel Eule und möglichst wenig Sonstiges auf das Bild kommt.


Die Nadeln pieken zwar nicht, aber sie sind irgendwie doch störend, …

es sei denn, man setzt sie für  die Bildkomposition ein.

Eulen sehen hervorragend in der Dämmerung und nachts. Das direkte Tageslicht mögen sie eigentlich nicht.

Eulenportrait. Standort des Fotografen dank Teleobjektiv relativ weit weg.
Dieselbe Eule in voller Größe.
Sieht nachdenklich aus

Irgendwie noch nachdenklicher

Es geht noch ein bisschen mehr

Auch ein Halbprofil hat seine Reize

Augen zu, die Welt läßt sich auch mit dem Gehör wahrnehmen.

Man muss mindestens zweimal hinsehen, bevor man sich zurechtfindet. Die Augen sind fest geschlossen.
Aus dem Federkleid taucht unvermittelt ein Bein auf, das genüsslich gedehnt wird. Wenn man zwei Bilder zurückgeht, sieht man, dass diese Eule die ganze Zeit auf einem Bein gesessen hat.

Mal ein richtiges Profil, auch bei geschlossenenen Augen sehenswert

Schlussbild des zweiten Fototermins. Aufnahmezeit gegen 22.15h. Inzwischen hatten sich vier oder fünf Eulen, offenbar eine ganze Familie, eingefunden, die jedoch wegen der einsetzenden Dunkelheit unfotografiert bleiben mussten.

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Fototermin III

Auch Fotografen, zumal wenn es Amateure sind, haben das Recht dazuzulernen. Wir haben es mal mit einem Biltzgerät (extern, richtig leistungsfähig) versucht. Siehe da, es funktioniert.


Auch diese Eule übt den schrägen Blick
Nach einigen Flugbewegungen, bei denen zu sehen war, dass die beobachteten Eulen schon ganz gute Flieger sind, plötzlich dieses Bild.
Dieselben Eulen. Sie haben ihre Position  nicht verändert, wie man an den Krallen auf dem Ast sieht. Sie haben  aber den Kopf um 180 Grad gedreht.

Zwischenzeitlich nur ein Solo. Dafür wird aber der Kopf zurückgedreht.
Nochmal ein Doppelpack
Demonstration der Beweglichkeit. Nicht nachmachen, solche Bewegungsabläufe überstehen menschliche Wesen nicht. Eulen können ihre Köpfe um bis zu 270 Grad wenden, ohne dass es bleibende Schäden gibt.
Schlussbild mit Rückenansicht. Insgesamt waren mindestens vier Eulen im Einsatz. Wir finden, sie haben ihre Sache gut gemacht.

Schleiereulen

Eine Schleiereule, die zeigt, warum sie ihren Namen trägt.

Schleiereulen (Tyto alba, franz.: Chouette effraie, Effraie des clochers) sind etwa 33- 35 cm lang und haben eine Flügelspannweite von bis zu 95 cm. Männchen und Weibchen sind sich sehr ähnlich, doch sind die Weibchen in der Regel etwas größer und schwerer. Europäische Schleiereulen wiegen zwischen 400 Gramm (Weibchen) und 300 Gram (Männchen).

 

 

Schleiereulen sind elegante und dabei fast geräuschlose Flieger, weshalb ihre Beutetiere kaum eine Chance haben, den Nachstellungen dieser Eule zu entgehen.

 

Schleieulen sehen auch bei Tag gut, doch sind ihre Chancen, Beutetiere zu erwischen, in der Nacht besser.